„Gestern“ im Deutschen Bundestag – Steffen Bockhahn explodiert

27. Januar 2012

 

 

Am 26.01.2012 ging es um verschiedene Themen. Das brisanteste Thema war jedoch der Überwachungsskandal der Linken durch den sogenannten „Verfassungsschutz“, der sich in den vergangenen 13 Jahren nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat.

Trotz vom „Verfassungsschutz“ eingeschleuster, sogenannter “V-Leute“ in die rechtsradikale Szene, kam es in den vergangenen Jahren zu 10 Morden an ausländischen Mitbürgern, ausgeführt von der Nazi-Szene.

Eigentümlicherweise bekam der sogenannte „Verfassungsschutz“ trotz „V-Leuten“ angeblich keinerlei Hinweise auf die geplanten Verbrechen, was allein schon den Verdacht hegt, dass es sich bei den V-Leuten selbst um Nazis handelte, welche natürlich besseres zu tun hatten, als die sogenannten“Verfassungsschützer“ über die geplanten Morde zu informieren.

Der Verdacht liegt also überaus nahe, dass hier in Deutschland Nazis ihr Unwesen treiben, welche auch noch mit Steuergeldern finanziert werden. Ob ein Untersuchungsausschuss Klarheit in die Sache bringen wird, bleibt abzuwarten. 

Kommen wir nun zur Krönung des Ganzen.

Die Linkspartei ist bei politikinteressierten Menschen als die einzige Partei des Deutschen Bundestages bekannt, welche für Demokratie und soziale Gerechtigkeit, sprich für das Allgemeinwohl kämpft.

Ausgerechnet 27 Abgeordnete dieser Partei werden vom sogenannten „Verfassungsschutz „seit Jahren beobachtet, während Volksverräter, Verbrecher und Mörder machen können, was immer sie wollen, ohne dass es den „Verfassungsschutz“ interessiert.

So klagte die Linke in den letzten Jahren als einzige Partei des Deutschen Bundestages ungezählte Male gegen verfassungswidrige Gesetzesbeschlüsse von CDU, FDP, SPD und Grünen vor dem Bundesverfassungsgericht.

Den Klagen wurde (bis auf eine Ausnahme) jedes Mal stattgegeben und die Verfassungsbrecher (CDU, FDP, SPD, Grüne) zu Korrekturen aufgefordert, welchen sie zum Teil bis zum heutigen Tage nicht nachgekommen sind (siehe verfassungswidrige Hartz IV-Gesetze usw.).

Es wäre also deutlich sinnvoller, alle anderen Parteien zu beobachten, außer die Linke. Doch das sieht der sogenannte „Verfassungsschutz“ merkwürdigerweise anders.

Hören Sie dazu zunächst die Rede von Hans-Peter Friedrich (CSU).

 

 

Nach dieser scheinheiligen, in jeder Hinsicht unzutreffenden Rede folgten weitere Redebeiträge. Unter anderem vom Abgeordneten Wolf, der in die gleiche Kerbe wie zuvor Friedrich schlug.

Anschließend trat Steffen Bockhahn (Die Linke) an´s Rednerpult, dem dann zurecht der Kragen platzte. Die Rede von Steffen Bockhahn finden Sie in der folgenden Sequenz.

 

 

Gregor Gysi (Fraktion Die Linke) äußerte sich bereits schon einen Tag zuvor im Interview mit N24 zu den zweifelhaften Methoden des sogenannten „Verfassungsschutzes“ und enthüllte interessante Tatsachen, welche Sie in der folgenden Videosequenz finden.

 

 

Was Gysi im Interview versprach, das hielt er auch im Bundestag, als er den sogenannten „Verfassungsschutz“ als Pfeifenverein bezeichnete, wie die letzten Videos dieses Artikels zeigt.

 

 

Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Gregor Gysi, hat an den Bundespräsidenten, den Bundestagspräsidenten und die Bundeskanzlerin geschrieben.

In seinem Schreiben fordert Gregor Gysi die Überwachung der Partei DIE LINKE, die Überwachung der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag und die Überwachung der 27 Mitglieder des Deutschen Bundestages unverzüglich und vollständig einstellen zu lassen.

Hier das Schreiben von Gregor Gysi:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
sehr geehrter Herr Bundestagspräsident,
sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Sie konnten wie ich aus den Medien entnehmen, dass 27 Mitglieder des Deutschen Bundestages, die der Fraktion DIE LINKE angehören, seit vielen Jahren, auch gegenwärtig und künftig, vom Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“ überwacht werden und überwacht werden sollen.

Hierdurch wird das Grundgesetz schwerwiegend und in mehrfacher Hinsicht verletzt.

Der Bundestag insgesamt wird durch diese Vorgehensweise missachtet und in seinen Rechten verletzt. Der Bundestag hat unter anderem die Funktion, die Tätigkeit der Geheimdienste in Deutschland zu kontrollieren. Die Tatsache, dass ein Geheimdienst diese Funktion umdreht und meint, selbst Abgeordnete überwachen zu dürfen, ist nicht hinnehmbar.

Es gibt im Gesetz auch keine spezielle Ausnahmeregelung, in welchen gravierenden seltenen Fällen, unter welchen Bedingungen und nach wessen Zustimmung ausnahmsweise die Beobachtung einer Abgeordneten oder eines Abgeordneten zulässig sein könnte.

Die demokratisch gewählten höchsten Volksvertreterinnen und Volksvertreter so zu behandeln wie es der Inlandsgeheimdienst praktiziert, darf nicht länger hingenommen werden.

Der Schutz der Abgeordneten ist auch eine spezielle Aufgabe des Bundestagspräsidenten.

Hinzu kommt noch ein weiterer Umstand. Mit der absoluten Mehrheit der Mitglieder des Deutschen Bundestages wurden die Abgeordnete Petra Pau zur Vizepräsidentin und der Abgeordnete Steffen Bockhahn zum Mitglied des geheimen Kontrollausschusses des Haushaltsausschusses gewählt.

Es ist deshalb auch eine Brüskierung der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages, wenn unabhängig davon diese Abgeordneten vom Inlandsgeheimdienst überwacht werden.

Besonders bemerkenswert ist der Umstand, dass der Abgeordnete Steffen Bockhahn im Kontrollausschuss die Tätigkeit der Geheimdienste kontrollieren soll, wobei sich einer dieser Geheimdienste das Recht nimmt – quasi in Revanche – den Abgeordneten Steffen Bockhahn zu überwachen.

Auch die Chancengleichheit der Parteien wird verletzt. Mit der Überwachung von mehr als einem Drittel der Mitglieder der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag wird versucht, den Wählerinnen und Wählern Angst zu machen. Sie sollen im Unterschied zu den anderen Parteien im Bundestag hier Hemmungen entwickeln, die Partei DIE LINKE zu wählen.

Hinzu kommt, dass Bürgerinnen und Bürger davon abgehalten werden sollen, Mitglieder der Partei DIE LINKE zu werden. Nicht nur im Bundesland Bayern müssen Bewerberinnen und Bewerber für den Öffentlichen Dienst mitteilen, ob sie Mitglieder der Partei DIE LINKE sind.

Es wird mit diesem Instrument also dafür gesorgt, die Mitgliedschaft in unserer Partei wiederum anders als bei den anderen Parteien zu reduzieren. Auch das verletzt die Chancengleichheit der Parteien.

Selbstverständlich sind auch die Persönlichkeitsrechte einzelner Abgeordneter schwerwiegend beeinträchtigt. Bei keinem einzigen der Abgeordneten ist die Überwachung gerechtfertigt. Offenkundig gibt es Strukturen im Inlandsgeheimdienst, die den Kalten Krieg fortsetzen, die nicht mitbekommen haben, dass er aufgehört hat.

Die fortwährende Überwachung ist durch nichts zu rechtfertigen. DIE LINKE ist eine demokratische Partei, die regelmäßig für die Einhaltung des Grundgesetzes innerhalb und außerhalb des Bundestages streitet.

Im Interesse der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, im Interesse der Stellung des Bundestages und seiner Mitglieder ersuche ich sie daher, das in Ihren Ämtern mögliche zu tun, um die Überwachung der Partei DIE LINKE, um die Überwachung der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag und um die Überwachung der 27 Mitglieder des Deutschen Bundestages unverzüglich und vollständig einstellen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gregor Gysi
.

Anm.d.Red.: Dem dürfte nichts hinzuzufügen zu sein.

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Wissenschaft Interessant Gemacht – Teil 62 – Wie viele Dimensionen hat das Universum?

26. Januar 2012

 

 


Diese Frage stellt die Physik: Wie viele Dimensionen hat das Universum? Ganz einfach: Höhe, Breite, Länge, Zeit = 4 Dimensionen.

Diese Dimensionen kann sich jeder ganz einfach selbst beweisen. Zum Beispiel dadurch, wenn man sich mit jemandem irgendwo treffen möchte.

Dazu benötigt man einen Treffpunkt. Dieser liegt auf einem gewissen Längen-, sowie Breitengrad und befindet sich auf einer gewissen Höhe unter, auf, doch meist über dem Meeresspiegel. Man spricht hier von der Höhe “über Normal Null“ (ü.NN).

Dabei handelt es sich in der Geodäsie um die Bezeichnung für eine bestimmte Niveaufläche, die in einem Land als einheitliche Bezugsfläche bei der Ermittlung der Erdoberfläche vom mittleren Meeresniveau dient.

Der deutsche Normal Null Punkt für Höhenmessungen und Höhenangaben ist vom Nullpunkt des Amsterdamer Pegels (Meeresspiegels) abgeleitet. In Österreich beziehen sich die Höhenangaben auf eine Höhenmarke am Triester Pegel, in der Schweiz auf eine Höhenmarke an einem Felsblock im Genfer See.

Nun brauchen wir außer Länge, Breite und Höhe noch einen Zeitpunkt, z.B. 16.00 Uhr. Damit haben wir alle 4 benötigten Parameter zusammen. Das Treffen kann nun stattfinden.

Selbstverständlich gibt es bei diesem Thema gleich wieder die üblichen sogenannten “Esoteriker“ und „Sachbuchautoren“ die behaupten, dass es ja angeblich viel mehr als diese 4 Dimensionen gäbe.

Diesen Leuten wollen wir einmal mehr, mächtig auf den Zahn fühlen.

 

 

Sollte Ihnen also einmal jemand erzählen wollen, es gäbe mehr als 4 Dimensionen und sollten Sie womöglich keine Lust auf langwierige Diskussionen haben, dann verweisen Sie bitte einfach nur auf:

„Wissenschaft Interessant Gemacht – Teil 62″ .

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Verbrecher schützen – Demokraten überwachen. So sieht in Deutschland die Wahrheit aus!

25. Januar 2012

 


In den letzten Monaten und Jahren berichteten wir ungezählte Male über zahllose Volksverbrecher und Volksverräter.

Diese finden sich nicht nur in den scheinheiligen kirchlichen Einrichtungen vereint, sondern natürlich auch in Politik, Wirtschaft und Finanzwesen.

Lobbyismus, Abzocke des Volkes, Kungeleien, Preisabsprachen, Vergewaltigung und Verstümmlung von Schutzbefohlen, Subventionierung von Nazis, Steuerhinterziehung, Lug, Betrug, Veruntreuung von Multimilliarden Steuergeldern und so weiter und so fort.

All diese Verbrechen werden immer wieder und täglich von den uns allen bekannten Gruppierungen ohne jegliche Scham begangen und irgendwie auch ohne jegliche Konsequenzen.

Wenn Otto-Normalbürger einen Strafzettel über 20 Euro wegen Parken im Halteverbot bekommt, dann wird er wegen 20 Euro bis in die Beugehaft hinein und bis zum Sankt Nimmerleinstag hinaus verfolgt.

Richtige Verbrecher hingegen, die andere vergewaltigen, uns täglich belügen, betrügen und unser aller Geld mit vollen Händen in den Reißwolf werfen, werden weder strafrechtlich, noch sonst irgendwie belangt. Dieses Verbrechergesindel wird sogar noch „geehrt“, erhält Preise, wird zu „Ehrenbürgern“ gemacht und es werden Straßen und Plätze nach ihnen benannt.

Die Krönung des Ganzen ist, dass das Volk auch noch die politischen Helfershelfer seit Jahrzehnten immer und immer wieder selbst auf die Regierungsbänke wählt!

 

 

Das Volk wird von den Verbrechern im Anzug schamlos belogen und betrogen. Nebenbei schützt der Verfassungsschutz rechtsradikale, deutsche Terroristen, während demokratische Parteien, die für soziale Gerechtigkeit und Demokratie kämpfen, vom sogenannten „Verfassungsschutz“ beobachtet und bespitzelt werden.

Man könnte meinen, man ist in einer verkehrten Welt – und das könnte man nicht nur meinen. Wir sind in einer verkehrten Welt! Wir sind in einer Welt, in welcher Großbetrüger und Schwerverbrecher freies Spiel haben, während man Patrioten und Kämpfer für Gerechtigkeit anklagt.

Sehen Sie dazu das nun folgende Video.

 

 

Die Helfershelfer für Verbrechen an Privatpersonen, sowie am gesamten Volk, sitzen seit Jahren und Jahrzehnten in CDU/CSU, SPD, FDP und bei den Grünen. Nicht zu vergessen: im sogenannten „Verfassungsschutz“.

Nur wenige Parteien setzen sich noch für das Volk ein. Eine dieser wenigen Parteien ist die Linke im Bundestag.

 

 

Doch auch die noch nicht lange bestehende Piratenpartei scheint volksnahe Absichten zu haben. Diese setzt sich für Informationserlangung beim Volk und für Bildung ein.

Neben Kabarettisten wie Volker Pispers und Georg Schramm gibt es sogar weitere informative Menschen aus der Wirtschaft, auch wenn diese dort sehr selten zu finden. Einer davon ist Börsenexperte Dirk Müller, der noch nie ein Problem damit hatte, wichtige Informationen auszusprechen.

 

 

Insbesondere solche Informationsweitergabe ist in Deutschland die absolute Ausnahme. Das Volk wurde stets systematisch dumm gehalten, indem man es mit unnützen, sowie unwahren Zeitungsartikeln aus dem „BILD“- und Bertelsmannkonzern verblödete und im TV mit Formaten wie „Bauer sucht Frau“, „Fußball“ und „Dschungelcamp“ auf dem geistigen Stand eines Regenwurmes hielt.

Wer Informationen erlangen wollte, der hatte bis zum Aufkommen des Internet dazu kaum eine Chance. Heute sind Informationen durch dieses Medium verfügbar. Insbesondere bei News Top-Aktuell.

Nun muss sich nur noch herumsprechen, was wir in Deutschland und in der Welt dringend brauchen: Ein Volk, dass aus seiner Bewusstlosigkeit aufwacht! 

 

 

Zum Abschluss möchten wir noch einen bekannten Liedermacher zu Wort kommen lassen und auf diesen Artikel hinweisen:
Halt´ du sie dumm, ich halt´ sie arm

 

 

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Schiffsunglück Italien – Kapitän „Sorglos“ gerät immer mehr in Erklärungsnot

24. Januar 2012

 

 

Wenn es stimmt, was drei Besatzungsmitglieder der vor der Insel Giglio havarierten „Costa Concordia“ den italienischen Ermittlern berichteten, sieht es schlecht aus für Kapitän Francesco Schettino.

Eine Offizierin, die während der Kollision auf der Brücke war, sagte den Staatsanwälten: Die gefährliche Annäherung an die Insel war geplant – Kapitän Schettinos angebliches „Rettungsmanöver“ gab es nicht.

Wie die Zeitung „Repubblica“ am Montag schreibt, geht aus Anhörungsprotokollen vom 14. Januar hervor, dass ddas zu nahe Heranfahren an die flachen Küstengewässer aus Effekthascherei von langer Hand geplant war.

„Ich hatte in der Unglücksnacht Wache auf der Brücke“, sagte die 29-jährige Silvia Coronika, dritte Offizierin an Deck, den Staatsanwälten. Kapitän Schettino habe schon vier Seemeilen vor der Insel Giglio den Autopiloten ausgeschaltet, um „direkt an die Küste heranzufahren“.

Dies sei schon bei Abfahrt aus dem Hafen Civitavecchia geplant, auf der Seekarte verzeichnet und als Route gespeichert worden, so Coronika.

„Der Kapitän wollte sich der Küste annähern, um aus der Nähe Kapitän Palombo (seinen Bekannten) grüßen, der auf der Insel Giglio wohnt. Er hat diesen Plan auch Simone Canessa mitgeteilt, einem Experten aus der Kartografie.

„Da bin ich mir ganz sicher.“ Auf der Brücke habe Schettino ihm zugerufen: „Komm her, wir müssen eine Route finden, um nah an Giglio vorbeizufahren.“

Dass es sich bei diesem Manöver keineswegs um einen Einzelfall handelte, bestätigen nicht nur die Bewohner von Giglio. So sagte ein Offizier aus dem Maschinenraum, Alberto Fiorito, den Staatsanwälten: „Das wird nicht immer praktiziert, aber häufig. Ganz sicher fand es auf der Route Civitavecchia – Savona die letzten drei Male statt.“

Die Stimmung auf der Brücke sei von fröhlichem Geplauder geprägt und der Kapitän mit Sicherheit abgelenkt gewesen.

Dann, um 21.45 Uhr rammte die „Concordia“ den Felsen. Offizierin Coronika befand sich laut eigener Aussage zu diesem Zeitpunkt auf der Brücke. Sie habe mitbekommen, wie der Kapitän einem Offizier befahl, der Hafenkommandantur zu sagen, dass man kein Problem an Bord habe und es sich um einen Stromausfall handele.

„Er lief von einer Seite auf die andere vor lauter Panik“, erinnerte sich die Offizierin.

Der Kapitän habe keinen Befehl gegeben, wie das Schiff zu manövrieren sei, betonte Coronika. Die Annäherung der „Concordia“ an die Küste sei ohne sein Zutun erfolgt. Schettino selbst hatte stets behauptet, er habe sein Schiff näher an die Insel gelenkt, um möglichst viele Menschenleben zu retten.

Erst nach 75 Minuten wurde der Befehl zur Evakuierung gegeben. Das offenbar nur aufgrund eines Handyanrufs einer aufgeregten Passagierin, deren Verwandte die Behörden alarmierten. Schettino sandte laut ersten Erkenntnissen kein SOS: „Du kannst doch nicht alle in die Rettungsboote bringen und dann, wenn das Boot nicht untergeht, sagen es war nur ein Scherz“.

Zum Zeitpunkt der Kollision befanden sich offiziellen Angaben zufolge 4232 Personen an Bord, bisher wurden 13 Leichen geborgen, mehr als 20 Menschen werden noch vermisst.

Seit die „Concordia“ auf den Felsen lief, hüten sich die Behörden davor, konkrete Vermisstenzahlen herauszugeben. Angeblich sollen sich blinde Passagiere an Bord befunden haben. Zivilschutz-Einsatzleiter Franco Gabrielli erklärte, die Ungarin, die am Sonntag tot aufgefunden wurde, sei nicht in den offiziellen Listen verzeichnet gewesen.

Vier weitere Leichen seien bisher ebenfalls nicht identifiziert worden, anhand der Passagierlisten sei dies nicht möglich. Wegen dieser Ungenauigkeiten müsse man von mindestens 24 Vermissten ausgehen.

Est am Sonntag war im verunglückten Schiff eine 13. Leiche entdeckt worden. Unter den bereits identifizierten Opfern sind nach Angaben von Carabinieri-Kommandant Rocco Carpenteri vier Franzosen – darunter ein Ehepaar – ein deutscher und je ein Mann aus Italien, Spanien und Ungarn.

 

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Angeblich essen wir viel zu billig

23. Januar 2012


Ein Kilo Hähnchenfilet für 6 Euro, der Liter Milch für 49 Cent, das Rindersteak für 12,99 Euro das Kilo. Das sei alles viel zu „billig“ beklagt der Bauernverband zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin.

Für den Ökobeauftragten des Bauernverbandes, Heinrich Graf von Bassewitz, ist diese „extreme Preisbewusstheit“ sogar eine der Ursachen für die Massentierhaltung. „Die Verbraucher, die sich heute über die sogenannte Massentierhaltung beschweren, haben mit ihrem Kauf von vermeintlichen „Billiglebensmitteln“ und ihrem extremen Preisbewusstheit letztlich genau diese Art der Landwirtschaft vorangetrieben“, kritisiert er.

Angeblich ist Deutschland bei Lebensmitteln das „Super-super-Billigland“ – und das sei kein guter Zustand, sagt auch Leo Blum, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau. Angeblich sei in den vergangenen 50 Jahren der Nettoverdienst eines Industriearbeiters um das 20-Fache gestiegen ist, der Brotpreis aber „nur“ um rund das Neunfache.

„Der Preiswettbewerb der Märkte in Deutschland ist ruinös“, sagt Blum. Die sogenannten „niedrigen“ Preise gingen zulasten der Schweine- und Milchproduzenten. Der Einzelhandel übe starken Druck auf Schlachthöfe und Molkereien aus.

Eine Beobachtung, die auch Norbert Schindler vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd teilt. „Ich stelle mit großer Verbitterung fest, dass wir das Kampfforum der großen Ketten in Europa sind“, sagt Schindler. „Hier werden Preise gedrückt bis zum Ende.“

Schuld an allem ist natürlich nicht etwa der Einzelhandel oder große Lebensmittelketten, die jährlich Milliardengewinne einfahren, sondern der Verbraucher soll  natürlich angeblich schuld sein. Dieser könne etwas an seinem Verhalten ändern und zum Beispiel restlos überteuerte sogenannte „Bio-Produkte“ kaufen.

Dass die Menschen hierzulande immer weniger Einkommen verzeichnen, unter Lohndumping leiden und die Preise für viele Waren nahezu unerschwinglich geworden sind, scheinen all diese Herren offenbar komplett zu ignorieren.

Nur rund 11 Prozent ihres Einkommens geben Deutsche für Lebensmittel aus, heißt es. Wenn man nur Besser- und Bestverdienende in solche Statistiken einfließen lässt, dann muss einen das nicht wundern.

Bei Biosupermarkt-Ketten gilt ein Kilo Putenoberkeule für 9,90 Euro bereits als „Sonderangebot“. Für Keulen aus der konventionellen Produktion werden in klassischen Supermärkten keine 6 Euro verlangt.

Laut Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sind langfristig steigende Lebensmittelpreise zu erwarten.

Das ist natürlich etwas „ganz Neues“, da die Menschen ja sonst auch nur stets „fallende Preise“ kennen. Scherz beiseite. Teurer ist insbesondere mit der Euro-Einführung ja nur praktisch alles geworden. Angefangen bei Mieten bis hin zum Benzin.

Hat man vor 15 Jahren noch für einhundert Mark volltanken können, so sind heute über einhundert Euro dafür zu bezahlen, was mehr als dem Doppelten von einhundert Mark entspricht.

Kostete eine Schachtel Zigaretten vor 20 Jahren noch 4 D-Mark, so sind heute 5 Euro zu bezahlen, was rund 10 D-Mark entspricht.

Das Kilo Thüringer Mett war vor 15 Jahren noch für 3,80 D-Mark zu haben. Heute bezahlt man dafür selbst im Discounter zum Teil 10 Euro.

Ein Kilo Rinderfilet gab es einmal für 25 D-Mark. Heute darf man dafür 35 oder auch weit mehr Euro berappen.

Die großen Verdiener sind dabei die Einzelhändler. Die REWE Group verzeichnete im Jahre 2010 mit 10899 Märkten stattliche 53 Milliarden Euro Umsatz. Davon blieben 550 Millionen Euro als Gewinn stehen. 

Auch die Albrechtkette kann sich freuen. Mit ihren Aldi-Märkten stiegen Karl und Theo Albrecht zur Discounter-Weltmacht auf. Aldi Süd kommt auf rund 28 Milliarden Jahresumsatz, Aldi Nord liegt bei 25 Milliarden Jahresumsatz.

Bis Ende 2008 eröffnete der Discounter über 1000 Filialen im Ausland. Der Billigheimer setzte dort insgesamt weitere 26 Milliarden Euro um.

Mit einem Vermögen von knapp 17 Milliarden Euro war der verstorbene Theo Albrecht der zweitreichste Deutsche. Das Vermögen seines Bruders Karl, des reichsten Deutschen,  wird vom US-Magazin Forbes auf 18 Milliarden Euro geschätzt. Unfassbare Gewinne, obwohl man „Billiganbieter“ ist!

Und nun erzählt man dem Verbraucher allen Ernstes, dass er nicht genug Geld für Lebensmittel ausgeben würde!

Wie wäre es denn, wenn einfach mal die Multimilliardengewinne der Discounter herunter gefahren würden, statt dem Verbraucher einen solchen Unsinn erzählen zu wollen?!

Auch die „armen Bauern“ verdienen nicht schlecht. Insbesondere die Groß- und Ökobauern. Beinahe 50% des EU-Haushalts gehen für Agrarsubventionen drauf. Die Subventionen sind zu einer Zeit eingeführt worden, wo es den Bauern schlecht ging  (große Überschüsse und niedrige Preise). Dies hat sich grundsätzlich gewandelt, doch die Subventionen gibt es weiterhin.

Für Schweinefleisch bekommt der Landwirt derzeit 1,55 Euro pro Kilogramm (hier finden Sie eine Liste der stets aktuellen Preise).  Doch was zahlt der Verbraucher? Diesem wird pro Kilogramm Schweinefleisch ein Vielfaches dieses Preises abgenommen.

Und nun will man dem Verbraucher allen Ernstes erzählen, dass ja alles „superbillig“ sei und dieser ja noch viel mehr bezahlen müsse!???

Warum?

Damit die Discounter und Lebensmittelkonzerne noch mehr Milliarden scheffeln können!???

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