Aus für Wiedeking

Nach einer Marathonsitzung gab der Porsche-Aufsichtsrat das Aus für die beiden Spitzenmanager Wiedeking und Härter bekannt.

Wiedeking, der von Porsche eine jährliche Vergütung von sage und schreibe 80 Millionen Euro erhielt, wurde mit seinem Ausscheiden selbstverständlich grosszügig mit 50 Millionen Euro abgefunden.
(Anm.: Dafür müsste eine Krankenschwester oder eine Kellnerin übrigens ca 5000 Jahre arbeiten!)

Wer ist eigentlich Wiedeking?

Nun… das ist der gute Mann, der im Grössenwahn die Volkswagen AG übernehmen wollte. Um dies zu bewerkstelligen, kaufte Porsche unter der Leitung von Wiedeking VW-Aktien bis zum Abwinken und trieb den Kurs des VW-Wertpapieres innerhalb nur weniger Stunden von damaligen ca. 230,- Euro, hinauf auf bis zu 1033,- Euro in der Spitze!

In ebenfalls nur wenigen Stunden und am selben Tage fiel das Papier allerdings wieder zurück auf den Ausgangswert von ca 200,-bis 300,- Euro, was zu Milliardenverlusten führte. Die so von Wiedeking verursachten Milliarden-Schulden mit den Porsche nun zu kämpfen hat, sollen nun durch eine Kapitalerhöhung von mindestens fünf Milliarden Euro sowie den Einstieg des Golfemirates Katar abgebaut werden.

Wie es in Deutschland so üblich ist, erhält Wiedeking für diese überaus „befähigte Leistung“ des Verschleuderns von Multi-Milliarden Euro nun natürlich 50 Millionen- und Härter 12,5 Millionen Euro Abfindung!

Uwe Hück, Chef des Porsche-Betriebsrates, äusserte sich in etwa in der Richtung, dass man auf  „Milliarden-Verbrenner“ Wiedeking „STOLZ“ zu sein- und ihm den „gebührenden Anstand und Respekt“ entgegen zu bringen hätte.

Der Porsche-Aufsichtsratschef (Wolfgang Porsche), der lange Zeit hinter Wiedeking gestanden hatte, sieht die weitere Entwicklung von Porsche trotz Milliarden-Schulden als „positiv“! Zu Beginn einer Sitzung des VW-Präsidiums in Stuttgart sagte er am Donnerstag: „Es ist doch alles wunderbar“!

Gut… die Einen empfinden Gewinne in Höhe von Multi-Milliarden Euro als „wunderbar“ – wieder andere, in verkehrten Welten Lebende, sind hingegen „vollendst begeistert“, wenn Milliarden Verluste eingefahren werden. Verstehen muss man das übrigens nicht. Man muss sich einfach nur an den Kopf fassen! Es gibt nun mal Konzern-Chefs, Manager und sonstiges geistiges Prekariat, dass selbst dann noch zuversichtlich von Erfolg faselt und dass doch „alles in schönster Ordnung sei“, wenn der Gerichtsvollzieher schon das Inventar verhökert.

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) äusserte sich in etwa so, als wenn man ihm das Hirn still gelegt hätte: „Wiedeking habe bei dem Versuch, Volkswagen zu übernehmen, „die richtige industrielle Logik erkannt„, erklärte Wulff am Donnerstag in Hannover. „Die Porsche-Standorte sind sicherer als zuvor“ so Wulff.

Wer hier mental nicht ganz mit kommt, der lese bitte folgende Erklärung:
Herr Wulff teilt versichernd mit, dass die Porsche-Standorte und Arbeitsplätze mit roten Zahlen, sprich, Milliarden-Schulden „VIEL SICHERER ALS JE ZUVOR wären als vorher, als man NOCH NICHT mit Milliarden-Schulden zu kämpfen hatte. Ich nenne dies übrigens „Schwachsinn in Reinkultur“! Herr Wulff nennt dies „industrielle Logik“!

Und nun verehrte Leser, machen sie sich bitte keine Sorgen, dass sie dieser „Wulffschen-Logik“ womöglich nicht folgen können, denn diese „Logik“ würde selbst ein gestandenes Pferd umhauen!

„Wiedeking hatte 1993 das Steuer bei Porsche übernommen und das Unternehmen vom Sanierungsfall zu einem der weltweit profitabelsten Hersteller gemacht“ so zu lesen bei web.de. Ich erlaube mir nun, diesen Satz korrekt zu finalisieren: Wiedeking hat 1993 das Steuer bei Porsche übernommen und das Unternehmen vom Sanierungsfall zu einem der weltweit profitabelsten Hersteller- und im Anschluss von einem der weltweit profitabelsten Hersteller, wieder zu einem Sanierungsfall gemacht. 

Meines Erachtens gehören Vorstände die Milliarden „pulverisiert“ haben, im Minimum 20 Jahre weg gesperrt und sind darüber hinaus voll in Haftung zu nehmen, doch wir leben ja dem Himmel sei Dank in verkehrten Welten welche gebieten, dass für eine solche „Meisterleistung“  a la Wiedeking natürlich „huldigend auf die Knie zu fallen ist“- und Wiedeking und Konsorten mit „Geld, Gold, Diamanten und edelem Geschmeide“ zu überhäufen- statt mit Fussfesseln zu versehen sind!

Man kann nur hoffen, das all diesem Irrsinn in Bälde von bundesstaatlicher Seite Einhalt geboten wird und Managergehälter streng limitiert werden. Der gemeine „Manager“ führt als Argument für überhohe Gehälter nur zu gern an, dass Manager ja schliesslich auch eine hohe Verantwortung zu tragen hätten.

Liebe so genannte „Manager“:
Jede Kassiererin bei Lidl trägt mehr Verantwortung als jeder überbezahlte, unfähige Manager!
Im Unterschied zu euch,… ihr lieben so genannten „Manager“, wird die Lidl-Kassiererin nämlich voll zur Verantwortung gezogen und für jegliche Fehler in Haftung genommen!

Ein Herr Sommer von der Telekom, ein Herr Wiedeking von Porsche, ein Herr Schremp von Daimler oder auch ein Herr Funke von der HRE, unter dessen Verantwortung mehr als 100 Milliarden Euro an finanziellem Schaden entstanden sind, werden hingegen nicht mit einem einzigen Cent heran gezogen und bestehen hingegen sogar noch auf „Abfindungen und Pensionen“, obwohl hier überhaupt nichts anderes, als ein Maulkorb, eine Fusskette und mindestens 20 Jahre Kerker zur Anwendung zu kommen hätten!

Liebe Bundesregierung: MACHT ENDLICH ETWAS GEGEN DIESEN IRRSINN!

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