Sinkende Umsätze und Gewinne bei ebay 2009

Ebay auch weiterhin auf dem absteigenden Ast!

Im zweiten Quartal 2009 hat ebay knapp 2,1 Milliarden Dollar Umsatz und 327 Millionen Dollar Gewinn gemacht. Dabei sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,5 Prozent, während der Gewinn sogar um fast 30 Prozent schrumpfte!!!
Die Tendenz gegenüber dem Vorjahresquartal ist die gleiche wie vorher:

Das Kerngeschäft schrumpft aktuell um minus 14 Prozent!

Ebay macht selbstverständlich wie gewöhnlich die Wirtschaftskrise und den starken Dollar und nicht die Unfähigkeit des eigenen Managements für das Schrumpfen verantwortlich.  Dass vergleichbare Online-Portale und Online-Händler im krassen Gegensatz zu ebay und – trotz Wirtschaftskrise – über Rekordumsätze berichten, wird von ebay – wie gewöhnlich – geflissentlich ignoriert.

Das Verhalten des so genannten „ebay-Managements“ erinnert an ein Kleinkind, dass sich beim „Versteck-Spiel“ in die Ecke eines Zimmers stellt und sich die Augen zuhält. Frei nach dem Motto: „wenn ich dich nicht sehe – dann siehst du mich auch nicht“.

Man darf gespannt sein wie lange ebay die anhaltenden Gewinn und Umsatzeinbrüche noch verkraften kann. Die nächsten Massen-Entlassungen dürften nur eine Frage der Zeit sein.

Auch interessant, dass der Kurs der ebay-Aktie am Tag der Bekanntgabe dieser schauderhaften Betriebsergebnisse um 3 % gestiegen ist! Heute war sogar ein Zuwachs im zweistelligen Bereich zu beobachten. Der gesunde Menschenverstand könnte sich ja nun fragen, warum der Kurs einer Aktie steigt, wenn massive Verluste bekannt gegeben werden. Dies ist schnell und einfach erklärt:

Dieses Phänomen liegt darin begründet, dass steigende oder fallende Kurse heute absolut nichts mehr mit REALEN wirtschaftlichen TATSÄCHLICHKEITEN zu tun haben, sondern nur noch und allein von den Erwartungen der so genannten „Analysten“ abhängen. ( Anm. Erklärung:  „Aktien-Analysten“ sind  im übrigen so ziemlich das Überfüssigste und Dümmste, was dieser Planet je hervor gebracht.)

Wie muss man sich das nun vorstellen:
Firmen und Aktien-Analysten machen „Voraussagen“ bezüglich der zu erwartenden Quartalszahlen. Liegen die Zahlen über den „Erwartungen“, steigt der Kurs – liegen die Zahlen darunter, fällt  der Kurs der Aktie.

Mit anderen Worten:
als Firmeninhaber brauchen Sie eigentlich nur stets minimalste Voraussagen bezüglich des zu erwartenden Umsatzes und Gewinns bekannt zugeben. Sind Ihre tatsächlichen Betriebsergebnisse dann ähnlich katastrophal wie die von ebay, dann steigt der Kurs der Aktie trotzdem, weil selbst entsetzlichste Real-Ergebnisse dann noch immer über den „Erwartungen“ liegen dürften, wenn die „Voraussagen nur möglichst gering gehalten wurden.

Sie fragen sich nun sicher, was all diese „Voraussagereien“ und das Geschwätz so genannter „Analysten“ noch mit Realismus oder mit tatsächlichem Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen und den EIGENTLICH daraus zu resultierenden Kursbewegungen zu tun hat!? Auch das ist sehr einfach zu beantworten:

ABSOLUT NICHTS!

Auch Kabarettist Volker Pispers hat sich dieses Themas angenommen.
Viel Spass beim anschauen:

 

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