„Otto“ schnappt sich „Quelle“

 

Otto kauft die Marke „Quelle“ und Russland-Geschäft

 

Der Hamburger Versandriese Otto hat sich den Markennamen des Konkurrenten Quelle geschnappt. Auch die beliebte Quelle-Marke Privileg gehört jetzt Otto. Ob Kunden in Zukunft Privileg-Kühlschränke und -Küchenherde über den Otto-Katalog kaufen können, ist noch völlig offen, wie ein Otto-Sprecher am Donnerstag mitteilte.

Denkbar sei auch ein Weiterverkauf der Markenrechte. Jobs von deutschen Quelle-Mitarbeiter gehen nicht an Otto über.

Außerdem übernimmt Otto das Russland-Geschäft des zahlungsunfähigen Fürther Konkurrenten mit 280 Beschäftigten. Otto baut damit seine Führungsposition auf dem osteuropäischen Wachstumsmarkt aus. Otto ist in Russland Marktführer im Versandhandel mit 200 Millionen Euro Umsatz, Quelle kommt auf 170 Millionen Euro. Russland gilt dank zweistelliger Wachstumsraten im Einzelhandel als einer interessantesten Wachstumsmärkte auch für Versandhändler.

Otto habe sich in einem offenen Bieterverfahren gegen zahlreiche Konkurrenten durchgesetzt, berichtete der Quelle-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Otto sicherte sich die Rechte an der Marke Quelle und an deren Eigenmarken wie Privileg für ganz Europa. Der Hamburger Versandhändler kann damit in Zukunft in Deutschland, Russland und weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern die Marken, Logos und die meisten Internet-Domains des in Abwicklung befindlichen Konkurrenten nutzen. Nicht enthalten im Kaufvertrag sind die Marken Küchen Quelle und Foto-Quelle.

Otto hat nach Angaben eines Firmensprecher noch keine Pläne für die Marken Quelle oder Privileg. „Ob und wie wir das nutzen ist völlig offen“, sagte Sprecher Thomas Voigt. Er schloss auch eine Lizenzvergabe oder einen Weiterverkauf nicht aus.

Mit dem Kauf hat Otto großen Konkurrenten wie etwa Amazon einen Riegel vorgeschoben. Herausforderer können jetzt nicht mehr über den Marken-Mantel Quelle Otto im Heimatmarkt Europa angreifen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ist Otto vergleichsweise günstig an die Markenrechte gekommen. Den laufenden Abverkauf bei Quelle will Otto nach eigenen Angaben trotz der Übernahme nicht behindern.

Die Übernahme der Markenrechte und von Quelle Russland steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die russischen und europäischen Kartellbehörden.

Nicht enthalten in dem von Otto erworbenen Paket sind der Quelle-Kundendienst Profectis, die Call Center und der Home Shopping Kanal HSE 24. Für diese Gesellschaften würden die in der vergangenen Woche begonnenen Verkaufsgespräche fortgesetzt, berichtete Görg.


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One Response to „Otto“ schnappt sich „Quelle“

  1. Vera sagt:

    Ich bin gerade auf die neue Webseite von QUELLE gestoßen und habe entdeckt, dass die ein neues Konzept und neues Design haben. Der Verkauf findet jetzt nur noch online statt und es gibt keine Kataloge mehr. Finde ich aber auch überhaupt nicht schlimm. Heutzutage wird ja eh fast alles nur noch übers Internet gemacht. Ich werde da auf jeden Fall mal vorbeischauen 🙂

    LG, Vera

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