Alle Jahre wieder: steigende Strompreise

 

 

Und was sich nicht wieder alles in den verschiedensten Medien an stringentem Blödsinn dazu lesen lässt:

„Kosten für Öko-Energie treiben die Strompreise in die Höhe“
„Windkraft und Solar machen den Strom teurer“
Stromkunden drohen höhere Preise durch Krise“
„Erneuerbare Energien verteuern den Strompreis

… und viele weitere unsinnige „Eseleien“ mehr!

Es ist traurig… nein: beschämend, dass man der heutigen „Journalistik“ immer wieder die Tatsachen um die Ohren hauen muss!

So steigen die Strompreise nicht etwa aus einem der vorgenannten Gründe, sondern nur aus einem einzigen Grund und zwar, weil die Geldgier der Stromkonzerne unbändig ist!
Das – und überhaupt nichts anderes – ist der Grund für ständig steigende Strompreise! 

Äußerst lachhaft auch, was die sogenannten „Verbraucherzentralen“ so empfehlen:

Steigende Strompreise: Verbraucherzentralen raten zum Wechsel“

Offensichtlich hat man auch in diesen Kreisen keinerlei Ahnung, geschweige denn Fachwissen… aber beginnen wir von Vorn:

Strom wird in Deutschland ab 2010 für Millionen Verbraucher wieder einmal teurer. Mehr als 40 Energieversorger, darunter die Konzerne Vattenfall und RWE, ziehen die Preise an. Die Stromkosten steigen teilweise erneut um fast 17 Prozent!

Begründet werden derlei Erhöhungen wie immer abenteuerlichst. Wie z.B. in der Vergangenheit mit angeblich gestiegenen Preisen bei den Rohstoffen, obwohl die Preise für die Selbigen nachweisbar gesunken sind. Doch auch bedient man sich gern anderen Flunkereien, wie z.B – „Investitionen in die bestehenden Stromnetze“ – obwohl diese nachweislich nach wie vor veraltet sind.

Dieses Mal werden die Erhöhungen mit den sogenannten „erneubaren Energien“ begründet. Dass „erneubare Energien“ nicht existieren weiß zwar ein jeder, dem schon einmal der Energieerhaltungssatz begegnet ist, doch an solchen Kinkerlitzchen wollen wir uns jetzt ja gar nicht erst festbeißen.

Mit „erneuerbaren Energien“ sind jene Energien gemeint, welche z.B. durch Fotovoltaikanlagen generiert werden, wie sie sich zwischenzeitlich auf vielen deutschen Dächern eingefunden haben. Jedes „Kilowättchen“ Strom welches eine Fotozelle durch Umwandlung von optischem Licht erzeugt, wird in das gemeine Stromnetz eingespeist und bringt dem Inhaber einer solchen Anlage zuzeit um die 46 Cent pro Kilowattstunde an staatlich garantierten Einnahmen ein. 

Dies ist für die Energieversorger „Aufhänger“ genug, um die nächste Strompreiserhöhung einzuleiten, obwohl es neben den Banken keinen einzigen Industriezweig gibt, der höhere Gewinne verzeichnet, als die Energiekonzerne!

So geht es den Energieversorgern trotz Krise blendend – vor allem wegen kräftig gestiegener Preise! In den letzten fünf Jahren konnten die vier Großen der Branche ihre Gewinne mehr als verdreifachen. Gleichzeitig sind die Strompreise um mehr als die Hälfte gestiegen.

Auf dem deutschen Markt herrscht nach wie vor kein echter Wettbewerb bei Erzeugung und Absatz von Strom. Darum können die Konzerne vielfach schalten und walten wie sie wollen, was maßgeblich der Privatisierung der einst staatlichen Unternehmen zu verdanken ist. Privatisiert eine Bundesregierung nämlich Waren und Dienstleistungen welche einen öfffentlichen Auftrag inne haben, so kommt es zwangsweise zu deutlichen Preiserhöhungen. Dies sieht man in jeder Sparte, welche in der Vergangenheit der Privatisierung zum Opfer gefallen ist.

Auch die Deutsche Bahn lässt dies erkennen, den die Investoren haben selbstverständlich keinerlei Interesse daran, dass der Bahnkunde möglichst alles so schnell und einfach wie möglich bei wachsenden Sevice erledigen kann. Investoren interessieren sich einzig und allein dafür, dass das investierte Kapital möglichst viel Gewinn für den Investor erzeugt. Dass diese Gewinne irgendwo herzukommen haben, ist nicht schwer nachzuvollziehen und um dies zu erreichen, werden Mitarbeiter bei gleichzeitigen erheblichen Preissteigerungen entlassen.

So wäre es dringend an der Zeit für eine Re-Verstaatlichung aller in der Vergangenheit privatisierten Unternehmen des öffentlichen Interesses und Auftrages, wie z.B. Strom- Wasser- Verkehrsbetriebe etc.. Doch „das Haus“ (namentlich die vergangene- sowie die aktuelle Bundesregierung) bewegt sich diesbezüglich leider nicht. Banken und Stromkonzerne sitzen bei Frau Merkel auf dem Schoß, während 82 Millionen Bundesbürger mehr und mehr ausbluten.

Dies hat zur Folge, dass im nächsten Jahr noch mehr Haushalten der Strom abgestellt werden wird, weil derlei ausufernde Preise von vielen Menschen einfach nicht mehr zu bezahlen sind. Schon jetzt sind ca. eine Million Deutsche Haushalte ohne Strom, was die Bundesregierung allerdings leider nicht im geringsten zu stören oder zu interessieren scheint.

Nach dem Rekordjahr 2007, in welchem sich die Konzerngewinne der vier Platzhirsche Eon, Vattenfall, EnBW und RWE auf knapp zwanzig Milliarden Euro summiert hatten, haben die Konzerne auch in 2008 wieder ordentlich Kasse gemacht. So sind die Gewinne in 2008 im Schnitt um weitere elf Prozent gestiegen. Rekordgewinne trotz Finanz und Wirtschaftskrise. Das ist es, was privatisierte Oligopole in diesem Lande zu Lasten und auf Kosten der Allgemeinheit auszeichnet.

Besonders rasant stieg der Gewinn in 2008. In den Geschäftsberichten der Unternehmen heißt es, wegen der „positiven Entwicklung im Geschäftsfeld Strom“ habe man den Gewinn um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhen können. Bei Eon und RWE betrug die Steigerung acht- beziehungsweise sieben Prozent. Verluste aus der Finanzkrise sind dabei zum Teil schon mit eingerechnet. So hat sich etwa der größte deutsche Anbieter Eon mit mehreren Milliarden Euro verspekuliert. Ohne diese Verluste wäre dessen Gewinn noch höher ausgefallen.

Für die Gewinnsteigerungen der Energiekonzerne zeichnet vor allem der unaufhaltsame Anstieg der Strompreise verantwortlich. So sind die Haushaltsstrompreise zwischen den Jahren 2000 und 2007 um rund 50 Prozent gestiegen. Weniger als die Hälfte davon waren staatlich induziert, was bedeutet: mehr als die Hälfte ist also nicht auf die Erhöhung von Steuern oder Abgaben zurückzuführen. Besonders interessant sind die Entwicklungen der letzten 3 Jahre. Danach mussten die Stromkunden im Herbst 2008 durchschnittlich etwa 13 Prozent mehr für ihren Strom zahlen als noch im Januar 2007. In 2009 kam es sogar zu Erhöhungen um bis zu 20 Prozent!

Doch auch Gewinnzuwächse von mehr als 20 Milliarden Euro scheinen offenbar „nicht auszureichen“ und so fühlen sich die Abzocker der Nation erneut dazu bewogen, kräftig an der „Preisschraube“ zu drehen, statt ihre Gewinne in Form von günstigeren Tarifen an die Verbraucher weiterzugeben, welchen die Stromkonzerne aufgrund von Personalentlassungen und günstigeren Preisen am Strom- und Rohstoffmarkt, millionenfach steigern konnten.

Zum Abschluss ein wenig „Geschichtsunterricht“:

Im Jahr 1998 wurde der Strommarkt geöffnet und liberalisiert. Die Energiepreise blieben anfänglich nahezu gleich. Privathaushalte konnten im Schnitt sogar 4,5 Prozent Kosten einsparen, Industriekunden ca. 3 Prozent.
 Die vier führenden Unternehmen EON, Vattenfall, RWE und EnBW haben ihren Personalstamm zwischen 1998 und 2006 von 251 000 auf 207 000 Angestellte verringert, konnten aber parallel dazu ein Umsatzplus von 25 Milliarden Euro auf 33,5 Milliarden Euro verbuchen.
„Trotz der Liberalisierung des Strommarktes gäbe es einfach zu wenig Wettbewerb“, wie immer wieder von allen Seiten „beklagt“ wird. Woran dies liegt, dazu schweigt des Sängers Höflichkeit hingegen. „Das könne man sich bis heute ja gar nicht erklären“, so heißt es.
News Top-Aktuell sieht den Grund für den mangelnden Wettbewerb hingegen in einfachsten Einfachheiten. So sind eine Vielzahl der Stromkunden nicht etwa nur „zu behäbig“, um den Anbieter zu wechseln. Die Begründung für den mangelnden Wettbewerb findet sich an ganz anderer Stelle und zwar an der nun Folgenden:
Millionen Stromkunden haben seit Jahren bestehende Stromtarife, welche einen sogenannten „Nachttarif“ beinhalten, durch welchen Strom von 22.00 bis 6.00 Uhr fast um die Hälfte günstiger, als am Tage zu beziehen ist. Wechselt der Inhaber eines solchen Nachttarif beinhaltenden Vertrages nun zu einem anderen Anbieter, so verliert dieser seinen Nachttarif, da sämtliche neuabgeschlossenen Verträge keinen Nachttarif mehr enthalten. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter hat daher regelmässig zur Folge, dass man am Ende unterm Strich deutlich mehr zu bezahlen hat, als vorher. Das ist der tatsächliche Grund, für mangelnden „Wettbewerb“!
Kurzum: würden sämtliche Stromanbieter auch bei neuabgeschlossenen Verträgen einen Nachttarif zu vergünstigten Bezugspreisen anbieten, so hätten wir sofort Wettbewerb. So wie es sich allerdings derzeit darstellt, kann man Wettbewerb getroßt vergessen, was zu weiteren ungehemmten Preiserhöhungen führen wird. 

Sollte die Bundesregierung dem nicht bald einen Riegel vorschieben, dann werden in Deutschland wohl künftig „viele Lichter ausgehen“.

Dies führt dann übrigens zu weiteren Preiserhöhungen, da der zurückgehende Absatz natürlich irgendwie kompensiert werden muss, um sich auch weiterhin auf Kosten der Stromabhängigen, die Multimilliarden Euro nur so in die eigene Tasche schaufeln zu können.

„Drum lieber Bundesbürger gib fein Acht“, dass du deine Stimme auch bei der nächsten Bundestagswahl wieder den sogenannten „großen Volksparteien“ gibst, die uns all dies beschert haben und auch weiterhin dafür Sorge tragen werden, dass deine Brieftasche immer leerer und leerer wird.

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5 Responses to Alle Jahre wieder: steigende Strompreise

  1. Olga sagt:

    Da fehlen einem als Verbraucher einfach die Worte. Wieso müssen die Preise in jedem Jahr angehoben werden? Brauchen die Manager noch mehr Geld? Die Leistung und der Strom ist doch der selbe wie vor 10 Jahren. Da fühlt man sich als Kunde wirklich verschaukelt. Olga

  2. M.Wolf sagt:

    „Die Preise müssen jedes Jahr angehoben werden“, weil man es schlicht und ergreifend einfach so machen kann, da sich sowieso niemand dagegen wehren kann. Energie wird nunmal benötigt. Das wissen natürlich auch die Energieversorger und somit kann man machen, was immer man will.

    Aus diesem Grunde hätte man die Energieversorgung niemals privatisieren dürfen. Eine Re-Verstaatlichung ist seit Jahren überfällig, doch wie in dem Artikel ja bereits geschrieben wurde: „das Haus bewegt sich ja leider nicht“.

    Lieber schaut man seit Jahren dabei zu, wie immer mehr Bürgern der Strom abgestellt wird und lieber schaut man dabei zu, wie den Menschen in diesem Land immer höhere Wucherpreise aufgebürdet werden.

    Es ist einfach ein Skandal, was in diesem Lande vor sich geht und wie immer sind es die „Mittleren“, die „Kleinen“ und die „Kleinsten“, die für all diese Fehlentscheidungen der Politik und für die nimmersatte Geldgier der Konzerne gerade zu stehen haben.

    Doch was beklagen wir uns!?

    Der Deutsche hat vor 2 Monaten gewählt!
    Was hat er gewählt?
    Den selben Mist, den er immer wählt!
    Offenbar will man´s nicht anders!
    Der gemeine Deutsche ist halt zu blöd – war schon immer zu böd – und wird auch weiterhin zu blöd bleiben!

    Blöd gehalten wird er natürlich auch von den gemeinen Medien und Institutionen, die entweder ebenfalls geschlossen, komplett hirnfrei sein müssen oder aber die Bürger dieses Landes bewusst für dumm verkaufen!

    Wie auch immer: es ist einfach nur SKANDALÖS aber der Deutsche, er begreift es leider nicht. Er lässt sich alles bieten und alles gefallen. Am Ende quatscht er womöglich dann auch noch ein solch dummes Zeug daher wie: „uns geht´s doch gut“!

    „Dumm-Deutsch“ begreift leider nicht, dass es in diesem Lande nur einigen Wenigen „gut geht“ und dass es den Deutschen in der Tat „GUT GEHEN KÖNNTE“, wenn es einer handvoll Leuten, nicht „ZU GUT“ ginge!!

  3. […] Lesen Sie zu diesem Thema bitte auch folgenden, hochinteressanten Artikel: „Alle Jahre wieder…“ […]

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