Unser Wintertipp

 


Am kommenden Wochende bekommen wir wieder „ein wenig Winter“.

Kaum dass ein paar lausige Zentimeter Schnee liegen, schon fangen die Autofahrer und die Medien an zu „maulen“:

 Jahrhundertwinter! 8,37 Tage Dauerfrost mit Schnee! „Um Himmels Willen…!“

Für viele Menschen brechen bei solchen Lapalien ganze Welten zusammen. Offenbar war man noch nie in Kanada oder Sibirien. Dort könnte man tatsächlich von „Winter“ sprechen. Was hingegen der gemeine Deutsche als „Winter“ kennt und bezeichnet, ist lediglich „ein auf die Stirn gepresstes Eiswürfelchen an einem heißen Sommertag“. Aber sei´s drum. Wir nennen das bissel Frost und Schnee zum besseren Verständnis nun trotzdem einmal „Winter“.

Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee melden die deutschen Wetterdienste für das kommende Wochende. Das bedeutet für die Winterdienste wieder einen gut organisierten- und vor allem vorausschauenden Einsatz. An dieser Stelle mal ein Dank an die „Jungs und Mädels“ die hier hervorragende Arbeit leisten und mit all ihren Mitteln und Kräften für möglichst befahrbare Straßen sorgen.

Doch wie fährt man in diesen Tagen eigentlich Auto? Meist äußerst unwissend, dennoch vorsichtig und gefühlvoll, wobei das Gefühlvolle meist von ESP (Antischlupfregelungen) übernommen wird. Im normalen Fahrbetrieb ist ESP sicher eine gute Sache – in manchen Extremsituationen hingegen alles andere als empfehlenswert.

Warum?

Viele Autofahrerinnen und Autofahrer werden es kennen: „ich habe Winterreifen, ESP und was es sonst noch so an elektronischem „Schnick-Schnack“ gibt… doch trotzdem habe ich mich „festgefahren“ und komme keinen Zentimeter mehr weder vor, noch zurück“. Warum eigentlich?

Dies liegt darin begründet, dass all diese elektronischen Systeme leider nicht mehr zum eigenständigen Denken und Handeln aufrufen. Insbesondere in physikalischer Hinsicht.

So benötigt ein guter, frischer, neuer Winterreifen schlicht „Drehzahl“ um das was er kann entfalten zu können. Noch vor 20 Jahren sind wir meist geschlossen auf Sommer- oder Allwetterreifen in den Winter gestartet und stellten schnell fest, dass winterlichen Verhältnissen mit Sommerbereifung nicht wirklich vortrefflich beizukommen ist. In der heutigen Zeit wird daher sehr gern auf eine sinngemäße Winterbereifung zurückgegriffen. Das ist gut und auch richtig so, doch leider wissen nur ganz wenige Menschen, wie man mit einer Winterbereifung umzugehen hat, damit diese ihr Können und ihr Potenzial frei entfallten und freisetzen kann.

Das Geheimnis liegt nämlich (Sie mögen erstaunt sein) im sogenannten „Durchdrehen der Räder“.  Mit anderen Worten: genau das, was elektronische „Hilfsmittelchen“ heutzutage vehement zu verhindern versuchen.

Was also tun, „wenn man nicht mehr weiterkommt“?

ESP deaktivieren, zweiten Gang einlegen und die Winterreifen „kräftig arbeiten lassen“, sprich: ordentlich Gas geben und die „Fräsen“ fräsen lassen. Denn nichts anderes ist ein Winterreifen: eine gutmütige „Schneefräse“. Eine solche kann aber nur dann ihren Sinn verfolgen, wenn sie Drehzahl erhält. So stehen viele Menschen heute ratlos da, wenn sich ihr Fahrzeug keinen Millimeter mehr bewegt und man diese Leute verdutzt sagen hört: „Winterreifen, ESP, RDS, ASP, Black & Decker, schicke Schühchen, nettes Kleidchen, dufte Radiosender, Krawatte, Schlaghose „,… ich hab doch alles!! Warum geht´s nicht vorwärts?!“

Stimmt!

Man hat alles. Alles,… bis auf physikalische Kenntnisse und somit keinerlei Verständnis dafür, warum es oftmals besser ist, ESP zu deaktivieren und „Kräfte einfach mal wirken zu lassen“. Denn nur die auf die Fahrbahn übertragene Kraft ist es, die Sie aus der Affäre ziehen kann. Diese Kraftübertragung wird durch ESP allerdings gänzlich verhindert. Sicher haben Sie schon einmal „fliegenden Schnee“ gesehen. Damit ist jene Masse gemeint, welche sich auftürmt, wenn eine Schneefräse namens Witerreifen seine Arbeit durch „Drehung“ verrichtet. Die Kraft die es benötigt, um „hinter Ihrem Fahrzeug „Schneespäne“ auzutürmen ist genau jene Kraft, die Ihr Fahrzeug in die gewünschte Richtung bewegt: Vorwärts!

Mit anderen Worten: je weniger „Schneespäne“ fliegt, desto geringer die Kraft, die Ihr Fahrzeug vorwärts zu bewegen in der Lage ist.

Ein Winterreifen weist gegenüber eines „Sommerreifens“ folgenden Vorteil auf: er hat ein intelligent geschnittenes Profil und ist vor allem anderen, viel „weicher“ als ein Sommerreifen. Genau diese „Weichheit“ ist es, die dem Winterreifen seine vorzüglichen Eigenschaften verleiht, welche er allerdings nur dann entfalten kann, wenn er schnellstmöglichst „dreht“ und sich damit wie eine „Fräse“ verhalten kann.

Nun nochmal etwas unwissenschaftlicher:

sollten Sie in diesen Tagen mit ihrem frisch winterbereiften Fahrzeug nicht mehr vorwärts kommen, führen Sie bitte folgende Schritte durch:

ESP deaktivieren, zweiten Gang einlegen, kräftig „Gas geben“ und den Winterreifen seine Arbeit tun lassen. Namentlich: „Schnee fräsen“.

In welchen Fällen funktioniert dies nicht?

1.) sie fahren mit Sommerreifen
2.) sie fahren mit Winterreifen die älter als 3 bis 4 Jahre sind
3.) ihr Fahrzeug „sitzt auf“

Zu Punkt 1.)

Ein Sommerreifen weist eine deutlich „härtere“ Materialmischung als ein Winterreifen auf. Mit anderen Worten: ein Sommerreifen hat auf Grund seiner „Härte“ keinerlei Möglichkeit als „Fräse“ zu fungieren. So bildet sich unter einem Sommerreifen schon nach kurzem „durchdrehen“ eine Eisschicht, welche keinerlei Vortrieb mehr zulässt. Bei einem Witerreifen ist dies exakt gegenläufig. Dieser ist deutlich „weicher“ und fräst sich auf Grund dieser Eigenschaft im Zweifelsfall sogar bis auf den Asphalt durch, ohne eine Eisschicht unter sich selbst zu bilden.

Zu Punkt 2.)

Je älter ein Winterreifen wird, desto „härter“ wird er. Mit anderen Worten: je älter ein Winterreifen wird, desto mehr wird aus ihm ein „Sommerreifen“. Vier Jahre ist die Zeit, welche ein Winterreifen höchstens alt werden sollte, um noch als „Winterfräse“ fungieren zu können. Ist ein Winterreifen älter als 4 Jahre, so brauchen sie diesen gar nicht mehr „aufziehen zu  lassen“, da dieser dann nichts anderes mehr ist, als ein „harter Sommerreifen“.

Abhilfe: alle 3 bis maximal 4 Jahre einen neuen, frischen Satz Winterreifen besorgen – oder: Auto bei viel Schnee besser stehen lassen.

Zu Punkt 3.)

Es befindet sich zuviel Schnee unterhalb ihres Fahrzeuges, so dass dieses auf selbigen „aufsitzt“. Dies hat zur Folge, dass nicht mehr genügend Gewicht auf der oder den Antriebsachsen lastet. Gewicht, welches dringend erforderlich ist, damit ihr Winterreifen nicht wie „ein Fähnchen im Wind“ anmutet und „Luft“ statt Schnee „fräst“. In diesm Falle das zuviel an Schnee unterhalb Ihres Fahrzeuges entfernen, damit die Reifen wieder „greifen“ können.

Was tun bei vereisten Straßen auf Grund von Eisregen?

Nichts – außer Salz streuen – das Auto aber auf jeden Fall stehen lassen! Hier hilft auch der Winterreifen nicht mehr weiter da das, was dieser vermeidet (Bildung von Eis), sich längst unter ihm befindet.

Wir hoffen, dass Ihnen unser Wintertipp ein wenig weiterhelfen wird, wenn es am kommenden Wochende „nur vermeintlich“ heißt: „nichts geht mehr“.

„Geben Sie Gas – lassen Sie´s drehen“. Allerdings nur dann, wenn Sie vermeintlich nicht mehr vorwärts kommen. Achten Sie insbesondere auf Ihr erstauntes Gesicht wenn Sie festellen: „das funktioniert ja tatsächlich!“ 😉

Übrigens: „man muss nicht immer zu Oma und Opa fahren. Oma und Opa können sich auch mal bewegen!“
Sorry… natürlich nur ein kleiner Spaß von welchem wir hoffen, dass Sie uns diesen nicht nachsehen werden. 🙂 Richten Sie Ihren lieben Eltern und Großeltern bitte einen ganz besonders hochachtungs- sowie ehrenvollen Gruß von uns aus. 🙂

Wir wünschen all unseren Leserinnen und Lesern, inklusive deren Angehörigen, ob „Groß oder Klein“, ein wunderschönes Winterwochenende.

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