170.000 Tote in Haiti

 

 

Buenos Aires/Port-au-Prince/Davos (dpa) – Es ist eine Tragödie unfassbaren Ausmaßes. Erneut muss die Zahl der  Opfer nach Oben korrigiert  werden und beziffert sich nun auf etwa 170.000 Menschen, die bei dem verheerenden Beben in Haiti mit der Stärke 7,0 ums Leben kamen.

Zuvor hatten die Behörden die Zahl der Toten mit mindestens 150.000 Menschen angegeben. Der frühere US-Präsident Bill Clinton rief die Weltwirtschaft auf, Geld für Haiti bereitzustellen und dort zu investieren. „Sie werden es nicht bereuen und sich besser fühlen, wenn Sie sich beteiligen“, sagte Clinton, der UN-Sonderbeauftragter für Haiti ist, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Mehr als 130 Menschen konnten die Einsatzkräfte bislang lebend aus den Trümmern bergen. Erneut erschütterte ein Nachbeben der Stärke 4,1 Haiti. Das Epizentrum war nach Angaben der US-Erdbebenwarte in einer Tiefe von 58,4 Kilometer etwa 30 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Weitere Opfer oder Schäden gab es offenbar nicht.

Der brasilianische Außenminister Celso Amorim, warnte in Davos davor, dass die Jugend Haitis abwandere. „Sie können zeigen, dass es nicht nur die Gier gibt“, sagte Amorim den versammelten Wirtschafts- und Bankenführern aus aller Welt. Haiti brauche neben Investitionen auch Zoll- und Quotenfreiheit für seine Exportprodukte, vor allem Textilien und Lederwaren. Auch gelte es, die gewaltigen Umweltsünden, etwa den Raubbau an den Wäldern, zu beenden.

Viele Menschen in Haiti versuchen, dem Chaos zu entkommen und ins Ausland zu gehen. Ein französisches Flugzeug brachte in der Nacht zum Donnerstag 40 haitianische Kinder nach Paris, die von Franzosen adoptiert worden waren. An Bord waren auch 50 Helfer, die in Port-au-Prince bei ihrem fast zweiwöchigen Einsatz 15 Menschen lebend aus zerstörten Gebäuden geborgen hatten. Schwierig ist nach wie vor die Lage der Obdachlosen, die Vereinten Nationen schätzt ihre Zahl auf 800.000 bis zu einer Million. „Wir suchen verzweifelt Zelte und Behelfsunterkünften“ sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York. Auch die Versorgung mit Essen sei kritisch, obwohl sich die Situation allmählich bessere.

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