4:0 – DFB-Elf schickt Argentinien nach Hause und Deutschland in den Partyrausch

 

Die Fußballwelt liegt Deutschland zu Füßen. Nachdem die Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Achtelfinale England gedemütigt hatte, schickte sie am Samstag Diego Maradona, Weltfußballer Lionel Messi und mit ihnen einen weiteren Titelfavoriten auf die Heimreise.

Nach dem wunderbaren 4:0 gegen Argentinien gibt es keine Zweifel mehr: Jetzt ist alles möglich, diese aufregende Mannschaft kann trotz ihrer Jugend und Unerfahrenheit Weltmeister werden, auch wenn einer ihrer Besten, Thomas Müller, am Mittwoch im Halbfinale in Durban gegen Europameister Spanien fehlen wird. Verdient hat sie es, findet auch Joachim Löw. „Die Mannschaft hat den Willen von Champions gezeigt. Jetzt haben wir es selbst in der Hand, hier noch etwas ganz Großes zu erreichen“, sagte der Bundestrainer.

„Liebe und Leidenschaft“ stand auf einem großen Plakat, das die Fans vor dem Spiel hochhielten. Und wenn es dieser Mannschaft an etwas nicht fehlt, dann an diesen beiden Eigenschaften. Da konnten die Argentinier singend, tanzend und an die Scheiben klatschend mit dem Bus im Stadion einfahren, den Takt auf dem Platz gab nur ein Team an: Deutschland. Es war beeindruckend, wie Löws Spieler gegen den hoch gewetteten Gegner umgehend die Kontrolle übernahmen und dann das bislang schnellste Tor dieser Weltmeisterschaft erzielten.

Es entstand aus einer Situation, die zuletzt als eine der wenigen Schwächen dieser Mannschaft ausgemacht worden war, einem Standard. Bastian Schweinsteiger flankte in den Strafraum, wo Thomas Müller seinem Gegenspieler Nicolas Otamendi davonlief und den Ball mit dem Kopf erwischte. Torwart Sergio Romero reagierte zu spät, und es stand bereits in der 3. Minute 1:0.

Es war ein Tor, dass die argentinische Mannschaft, jedoch insbesondere Maradona erschütterte. Argentinien war bei weitem nicht so stark wie geglaubt. Die Südamerikaner waren zuvor geradezu durch das Turnier spaziert und hatten schöne Tore erzielt. Im Gegensatz zu Deutschland waren sie bislang aber nie gefordert worden. Nun lagen sie erstmals im Hintertreffen und kamen damit ähnlich schlecht klar wie am Vortag die Brasilianer im Spiel gegen die Niederlande.

Die gefeierte Offensive um Messi konnte das Spiel zu keiner Zeit dominieren, am Ende sollten zwar ein paar Torschüsse zu Buche stehen, eine wirklich große Chance aber hatten die Argentinier nicht. „Messi kam fast nicht ins Spiel, das hat die Mannschaft perfekt umgesetzt“, lobte Löw.

Im Gegenteil: Deutschland dominierte und hätte nach 23 Minuten das 2:0 schießen müssen. Wieder war es Müller, der den Angriff nach einem Fehler der Argentinier initiierte. Der Mann vom FC Bayern München drang rechts in den Strafraum ein und passte flach auf seinen Klubkollegen Miroslav Klose. Der hielt sich unbewacht acht Meter vor dem Tor auf, nutzte diese Freiheit aber nur zu einem Schuss über die Latte. Später sollte er es noch besser machen.

Zunächst aber glitt der DFB-Elf das Spiel wie schon im Achtelfinale gegen England in den Minuten vor der Pause ein wenig aus der Hand. Die Argentinier durften zwei-, dreimal den sicheren Torwart Manuel Neuer prüfen, ein Abseitstreffer wurde nicht gegeben, und Müller sah eine diskutable Gelbe Karte wegen Handspiels. Damit ist der bislang beste Deutsche im Halbfinale gesperrt.

Mit diesem Problem musste sich Löw zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht beschäftigten, er konnte in seiner Halbzeitansprache von einer verdienten Führung sprechen, die es nun auszubauen galt. Es sollte gelingen. Nach der Pause waren die Rollen klar verteilt: Die Argentinier mühten sich, die Abwehrreihe des Gegners auszutricksen. Die Deutschen lauerten mit ihren schnellen Spielern auf den entscheidenden Konter.

Beides führte nicht zur Entscheidung. Vielmehr war es wieder einer dieser fantastischen Spielzüge, die den deutschen WM-Jahrgang 2010 so einzigartig, so exquisit und so gefährlich machen. Angespielt von Sami Khedira leitete Müller den Ball im Fallen hinter die argentinische Abwehr. Lukas Podolski nahm das Spielgerät auf und bediente Klose, der zum 2:0 einschob.

Der dritte Treffer dieses wunderbaren Nachmittags blieb einem der besten deutschen Spieler vorbehalten. Verteidiger Arne Friedrich traf nach einem für die Argentinier demütigenden Solo des wieder überragenden Bastian Schweinsteiger zum 3:0…

… während Maradona schon gar nicht mehr hinsehen konnte.

Den Schlussakkord spielte Klose, dessen 4:0 im 100. Länderspiel seinen 14. WM-Treffer bedeutete.

Maradona verlässt unterdessen gedemütigt das Geschehen.

 

Darüber reden wollte Klose nicht, lieber sprach er über die Teamleistung: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Alles andere ist Zubrot.“ Deutlicher in seiner Zielsetzung wurde Kapitän Philipp Lahm: „Jeder, der im Halbfinale steht, hat das Zeug, Weltmeister zu werden.“

Hier noch einmal alle Tore und Highlights:

Am Mittwoch um 20.30 Uhr geht der Fußballkrimi weiter. Denn dann tritt die Deutsche Elf zum Halbfinale gegen Spanien an!

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One Response to 4:0 – DFB-Elf schickt Argentinien nach Hause und Deutschland in den Partyrausch

  1. Markus78 sagt:

    Das Spiel unserer Mannschaft gegen die Gauchos war einfach nur super. Ich hoffe bloß das Team macht jetzt nicht den Fehler und unterschätzt Spanien. Die sind noch stärker als Italien vor 4 Jahren und diese Geschichte soll sich nicht wiederholen.

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