Was Sie jetzt über Lachs wissen müssen

 

 

Weihnachtszeit = Lachszeit! Leider aber auch die Zeit, um unbedarften Bürgern für billige und dazu noch ungesunde Industrieware, mehr als teures Geld aus der Tasche zu ziehen.

Welcher Lachs ist sein Geld wert – welcher nicht!?

Diese Frage wollen wir heute ausführlich beantworten.

Zu unterscheiden ist hier zunächst zwischen gefarmten Lachs (Zuchtlachs) und Wildlachs, wobei der Wildlachs genau jener Lachs ist, der nicht nur gesund- sondern auch überaus schmackhaft und sein Geld wert ist. Doch wo liegen nun eigentlich die signifikanten Unterschiede und woran kann man diese als Verbraucher erkennen?

Hier einige Grundsätzlichkeiten:

Auf Grund des hohen Bedarfes findet sich in den Kühlregalen fast ausschließlich – nämlich zu ca. 99 % –  billiger Zuchtlachs vor. Dieser Lachs wird z.B. vor den Küsten Norwegens, Finnlands, Schottlands oder auch Irlands in großen „Gehegen“- sogenannten „Aquakulturen“  innerhalb von ca. 3 Monaten auf Schlachtgewicht herangezüchtet. Dafür steht diesen Lachsen äußerst wenig Platz zum Leben zur Verfügung was zur Folge hat, dass diese Fische von Parasiten und Krankheiten befallen werden, würde man dies nicht mit dem Futter beigemischten Medikamenten verhindern.

Auf Grund dessen, dass sich diese Tiere (im Gegensatz zu ihren wildlebenden „Kollegen“), vergleichsweise so gut wie überhaupt nicht bewegen und in Rekordzeit gemästet werden, weist deren Fleisch äußerst viel Fett auf. Da das verwendete Futter zumeist aus Fischmehlen besteht, schaut auch die Farbe des Fleisches vollkommen anders aus, als das der wildlebenden Tiere und ist dementsprechend heller, bzw. „verwaschener“ (siehe Abbildung).

 

 

Sowohl das Bild am Anfang des Artikels, als auch dieses Bild zeigt einen Zuchtlachs. Zu erkennen ist dies an der breiten weißen Marmomierung (Fetteinlagerung) und an der eher weniger einladenden Farbe des Fleisches. Dieser Lachs ist weder ein Genuss, noch ist er sonderlich gesund und schon gar nicht das Geld wert, für welches er dem Verbraucher angedreht wird. Ein solcher Zuchtlachs kostet die fischverarbeitende Industrie im Einkauf keine 2,- Euro pro Kilogramm. Die Preise, welche hingegen Sie als Verbraucher für diese  mindere Qualität zu zahlen haben sind oftmals – und gerade zur Weihnachtszeit – mehr als jenseits von „Gut und Böse“!

Zum Vergleich, hier einmal ein Foto, welches das Fleisch eines Wildlachses zeigt:

 

 

Bei dem hier abgebildeten Fisch handelt es sich um einen wildaufgewachsenen Silberlachs. Im Vergleich zum Zuchtlachs sind die Unterschiede mehr als signifikant. Diese Art Lachs legt in seinem Leben einige tausend Kilometer im offenen Meer zurück und ernährt sich dabei im Überwiegenden von Krill. Dadurch kommt es zu der tiefroten natürlichen Färbung des Fleisches und zu keinerlei nennenswerte Fetteinlagerungen.

Doch kommen wir von dieser Delikatesse zunächst wieder zurück zu den hochgemästeten Zuchtlachsen, für welche die abenteuerlichsten Namenskreationen existeren, um dem Verbraucher eine hohe Qualität vorgaukeln zu können. Eine Qualität, die Zuchtlachse in keinsterweise ihr Eigen nennen können. So finden sich auf den Verpackungen, in welche Zuchtlachse eingeschlagen werden, z.B. folgende, vermeintlich wohlklingende Namenskreationen:

.

„Premiumlachs“
„Echter Premiumlachs“
„Fjordlachs“
„Echter Wildlachs“
„Lachs-Filet“
„Sushi-Lachs“
Schottischer Lachs“
„Spargel-Lachs“
„Festtags-Lachs“
„Premium Räucherlachs“
„Premium Rauch-Lachs“
„Stremel-Lachs“
„Echter Lachs“
„Goldlachs“
„Graved Lachs“
„Balik Lachs“
„Sonder-Edition“
„Irischer Lachs“
„Wildwasser-Lachs“
„Gourmet Lachs“
„Biolachs“
„Irischer Biolachs“
„Aqua-Lachs“
„Farm-Lachs“
„Eismeer Lachs“
„Eismeer Salm“
„Meerwasser Lachs“
„Irlandlachs“
„Ikarimi Räucherlachs“
„Lachs-Rückenfilet“
„Sjomga Lachs“
„Luxury Lachs“
„Norwegischer Beizlachs“
„Echter Irischer Lachs“
„Echter IRISCHER BIO Räucherlachs PREMIUM“
„Padouk Rotholz Räucherlachs PREMIUM“
„Norwegischer Räucherlachs DLG-prämiert“

…. und viel weitere irreführende Bezeichnungen mehr, um Ihnen als Verbraucher für billigste Ware, teuerstes Geld aus der Tasche ziehen zu können.

Bei all diesen Bezeichnungen handelt es sich um nichts anderes, als um ordinäre Zuchtlachse minderwertigster Qualität. Diese Art Lachs kostet im normalen Einzelhandel meist zwischen 8,- und 15,- Euro pro Kilogramm und mehr ist dieser Lachs auch in keinem Fall wert. Doch es geht auch noch ganz anders, wie die nun folgenden Beispiele eindrucksvoll zeigen sollen:

Hier ein Beispiel für weit überteuerten Billiglachs:


 

Hier soll Ihnen ein Zuchtlachs, welcher (wie bereits erwähnt) die fischverarbeitende Industrie weniger als 2,- Euro pro Kilogramm im Einkauf kostet, für sage und schreibe stattliche 36,60 Euro pro Kilogramm angedreht werden! Allein dies ist bereits eine Unverschämtheit wie sie im Buche steht aber es kommt noch bei Weitem unverschämter!

Nächstes im Handel befindliches Beispiel:

 

Ebenfalls ein Zuchtlachs, was sich allein schon an der Marmorierung eindeutig erkennen lässt. Im Weiteren heißt es auf der Homepage der Firma Friedrichs: „Für unser Lachsfilet Solitär werden nur erstklassige Lachse aus den klaren Fjorden Norwegens verwendet“. Mit anderen Worten: „Fjordlachs“ = Zuchtlachs!

„Hübsch zurechtgeschnitten“ und in eine noch „hübschere Verpackung“ gestülpt dürfen Sie dann auch hierfür pro Kilogramm um die 40,- Euro auf den Tisch des Hauses blättern, womit auch dieses Produkt exorbitant über einem gerechtfertigten Preis liegt.

Eine gern zu den Feiertagen anbebotene Variante, der sogenannte:

 

 

Leider auch nichts anderes, als ein medikamentös behandeltes, im Schnellzuchtverfahren aufgezogenes „Farmvieh“ aus der „Aquakultur“, welches ebenfalls zu unverschämtesten Preisen angeboten wird.

Eine „Besonderheit“ ist der sogenannte „Kodiak Wildlachs“

Tatsächlich ein Wildlachs!
Die Frage ist nur: welcher?

„Kodiak Wildlachs“ ist ein zusammenfassender „rundrum-sorglos-Begriff“ für sämtliche Wildlachsarten. Es kann sich dabei also durchaus um den teuersten- als auch um den billigsten aller Wildlachse handeln. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es sich bei der Bezeichnung „Kodiak Wildlachs“ grundsätzlich um eine der billigeren Varianten handelt. Wäre es nämlich eine der teureren Wildlachsarten, wie z.B der Königslachs oder der Rotlachs, so würde man Ihnen dies mit Freude auf der Verpackung mitteilen. Statt dessen schreibt man „Kodiak Wildlachs“ auf die Verpackung, damit der Verbraucher nicht bemerkt, dass es sich bei dem Produkt zwar um Wildlachs aber nur um den preisgünstigsten aller Wildlachse handelt – meist um den „Hundslachs“ oder den „Pinklachs“.

Übrigens: für 3 Kilogramm eines echten, hochwertigen Sockeye-Wildlachses erhält ein kanadischer Fischer 20,- US-Dollar. In Deutschland bezahlen Sie dafür pro Kilogramm ca. 34,- Euro.

Weitere (un)schöne Beispiele für die vorsätzliche Irreführung des Verbrauchers finden sich auch zu Haufe im Internet, wie zum Beispiel dieses hier:

 

 

Dieser sogenannte „Topseller“, welcher wieder einmal nichts anderes, als billiger Zuchtlachs ist, wird hier für 15,95 Euro für nur 200 Gramm angeboten!

Das heißt: für ein Kilogramm dieses „edelen Zuchterzeugnisses“ werden 79,75 Euro + Versandkosten fällig! Das hat eigentlich schon nichts mehr mit Unverschämtheit zu tun. Dies verdient bereits die Bezeichnung:  Wucher in Verbindung mit vorsätzlichem Betrug!

 

 

Nahezu unglaubliche Dreistigkeiten finden sich auch bei ebay:

 

 

 

 

Zu diesem „langweiligen Stück Fisch“, welches natürlich auch wieder nichts anderes, als billiger Zuchtlachs ist, schreibt der Verkäufer allen Ernstes das nun Folgende:

Das BESONDERE finden Sie bei uns.

(Anm.d.Red.: Gemeint ist hier sicher die „besondere“ Art der Unverfrorenheit, gepaart mit einer ganz „besonders“ unsinnigen Artikelbeschreibung, welche wie folgt lautet:)

Irischer Räucherlachs – Rücken Filet, kurz und breit.

 Irischer Räucherlachs verdankt seine außergewöhnliche Qualität langer Tradition und besonderem Können bei der Herstellung. Der Lachs stammt aus irischer Aquakultur – (Anm.d.Red.: mit anderen Worten:  „dieser Lachs ist billigster Zuchtlachs) – wurde mit Buchenscheiten kaltgeräuchert und ist mild gesalzen. Er ist mit dem goldenen DLG Siegel ausgezeichnet.

(Anm.d.Red.: auch angeblich verliehene „Qualitätssiegel“ machen aus billigem Zuchtlachs keinen hochwertigen Wildlachs.)

Beim Lachfilet wird nach dem Räuchern Bauchlappen und Haut entfernt.

(Anm.d.Red.: dass es sich hierbei um ein „Lach-Filet“ handelt, steht außerhalb jeglicher Frage.)

Eine Delikatesse der besonderen Güte. Der irische Räucherlachs hat wenig Fett, ist zart im Biß, zergeht auf der Zunge und entfaltet ein üppiges Aroma.

(Anm.d.Red.: Hier von einer „Delikatesse“ zu sprechen ist einfach nur „eine Frechheit besonderer Güte“. Mehr aber auch nicht! Dieses Stück Fisch hat mit einer „Delikatesse nämlich in etwa soviel zu tun, wie „Kreidler“ mit „Bugatti“. Dass dieses „Medikamentencocktail“ in Form von Fisch im Weiteren wenig Fett aufweisen würde, ist eine schlichte und infame Lüge. „Zart im Biss“ stimmt hingegen, da „Fett“ nunmal die Eigenschaft aufweist, „zart im Biss“ zu sein. Wenn mit „üppigen Aroma“, „fettiges Aroma“ gemeint ist, so stimmt auch dies.)

Mit einem Wort: er vereint alle Vorzüge, die wahre Kenner von einem Lachs erwarten.

(Anm.d.Red.: wahre Kenner würden sich vor lachen auf dem Boden „kugeln“ – angesichts des Unsinns, den diese Firma hier von sich gibt. In Tatsache würden wahre Kenner um dieses Stüch Mastgut einen größtmöglichen Bogen machen.)

Soviel zur Artikelbeschreibung. Nun möchten wir Ihnen natürlich auch noch den Preis verraten, welcher für dieses „ausgesuchte Stück aus einer irischen Mastanlage“ aufgerufen wird.

Wir hoffen „dass Sie gut und sicher sitzen“!!

 

 Preis pro Kilo: 89,50 Euro!!!

Dass soetwas in Deutschland erlaubt ist, ist im Grunde ein Skandal!

 

Auch das folgende Beispiel ist leider ein weit verbreitetes:

 

 

Hier will man Ihnen eine sogenannte „Lachsforelle“ zum Preis von 29,60 Euro pro Kilo aufschwatzen. Nun muss man wissen, dass „Lachsforellen“ gar nicht existieren und es sich hierbei um nichts anderes, als um eine gefarmte- im schnellverfahren gemästete- und mit Medikamenten vollgepumpte- eigentlich weißfleischige ordinäre Regenbogenforelle handelt, deren Fleisch nur aus dem Grund „so schön rot“ ist, da man diese außer mit Medikamenten, auch noch mit künstlichen Farbstoffen vollgepumpt hat.

Eine solche Forelle bekommen Sie im „Normalzustand“ (normale weißfleischige Regenbogeforelle) am Stück für unter 10,- Euro pro Kilogramm. Hier hingegen, dürfen Sie für die maschinell filetierte Ware und für „wohlklingende Namen“, zuzüglich Medikamente und künstliche Farbstoffe, den dreifachen des normalen Preises bezahlen.

Doch damit nicht genug der Irreführung des Verbrauchers, denn neben der „Lachsforelle“ wird ja dann auch noch die sogenannte „Lachsmakrele“ angeboten, wobei es sich um eine ganz ordinäre Makrele (meist geräuchert) handelt und auch hier der Name nichts weiter als Veralberung des Verbrauchers ist, um billigen Fisch möglichst teuer verkaufen zu können.

Sicher dürfte Ihnen auch der sogenannte „Seelachs“ schon einmal über den Weg gelaufen sein. Auch hier ist der Name eine pure Irreführung, da leider kein Fisch existiert, der den Namen „Seelachs“ trägt. Bei dem sogenannten „Seelachs handelt es sich lediglich um den gemeinen Köhler, welcher absolut nichts mit Lachs zu tun hat, sich unter dem Namen „Seelachs“ aber natürlich viel besser und viel teurer an die Frau oder an den Mann bringen lässt, als ein Fisch, der den lapidaren Namen „Köhler“ trägt.

Warum all diese unerträglichen Irreführungen des Verbrauchers, die Etikettenschwindeleien und Betrügereien in Deutschland zulässig sind, können wir leider nicht beantworten. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an die Verbraucherzentralen.

Als Verbraucher hat man es also nicht gerade einfach an Lachs zu gelangen, der sein Geld auch tatsächlich wert ist. Selbst wenn auf einer Verkaufsverpackung „Echter Wildlachs“ oder „Premium Wildlachs“ steht, so ist das noch lange kein Garant dafür, dass sich innerhalb der Verpackung auch tatsächlich Wildlachs und nicht irgendwelches „Zuchtvieh“ aufhält.

Lassen Sie uns daher nun zu Lachs kommen, der sein Geld auch tatsächlich wert ist. Die Rede ist von nichts anderem, als vom pazifischen Wildlachs, welcher der qualitativ hochwertigste der Welt ist.

 

 

Wie bereits im Vorfeld erwähnt lässt sich Wildlachs zumeist zweifelsfrei an seiner Marmorierung erkennen. Ein Lachs, der zu Lebzeiten mehrere tausend Kilometer im Pazifischen Ozean zurückgelegt- und sich überwiegend von Krill oder „Kleinstfischen“ ernährt hat, verfügt über eine kaum sichtbare Marmorierung, wie im Bild Oben und im Bild Unten zu sehen ist.

 

 

Es existieren lediglich nur 5 qualitativ hochwertige pazifische Lachsarten, welche folgende Namen und wissenschaftliche Bezeichnungen tragen:

 

Der Silberlachs (»Coho«)
silberlachs-coho-oncorhynchus-kisutch Silberlachs

Der Silberlachs – „Coho“ – (Oncorhynchus kisutch)

Das Durchschnittsgewicht eines ausgewachsenen Silberlachses beträgt 8 bis 12 Pfund. Nicht selten werden 15- bis 20-pfündige Fische gefangen. Speziell im Spätherbst, wenn die starken Silberlachse, die „Northern Cohos“
in das Skeena-River-System aufsteigen, kann man mit kapitalen Silberlachsen
von über 20 Pfund rechnen.
Im Spätsommer und im Herbst ziehen sie in großer
Zahl in den Kitimat River und steigen in den Skeena River
und seine Nebenflüsse auf.

Der Königslachs (»Chinook«)
koenigslachs-king-oncorhynchus-tschawytschaKönigslachs

Der Königslachs – „King“ – (Oncorhynchus tschawytscha)

Seinen Namen verdankt der Königslachs seinem ungwöhnlich hohen Gewicht.
Es ist der größte Lachs der Welt. Auch in Kanada nennt man ihn entweder
„King Salmon“ oder auch „Spring Salmon“.
Erreichen sie ein Gewicht von über 13,5 kg nennt man sie auch „Tyees“.

Das Durchschnittsgewicht der in der Skeena-River-Region gefangenen
Königslachse liegt zwischen 20 und 35 Pfund.

In den Laichgebieten des Skeena River-Systems werden jedes Jahr
von den kanadischen Fischereibehörden bei ihren wissenschaftlichen
Musterfischungen Königslachse von weit über 100 Pfund gefangen.

Es gibt nur ganz wenige Gewässer auf der Erde, wo noch solche großen Riesenlachse aufsteigen. Im Pazifischen Ozean wird von Ende Mai
bis Ende Juli Königslachs gefischt.

Der Rotlachs (»Sockeye«)
rotlachs-sockeye-oncorhynchus-nerkaRotlachs

Der Rotlachs, auch „Sockeye“ genannt
(Oncorhynchus nerka)

Der Rotlachs ist eine kleinere Lachsart im Skeena River.
Das Durchschnittsgewicht beträgt 4 bis 7 Pfund.
In seinem Laichgebiet nimmt der Fisch eine leuchtend rote Farbe an.
Daher der Name Rotlachs. Der Sockeye ist ein hervorragender Speisefisch.
Er eignet sich vorzüglich zum Räuchern,
ist wie alle anderen pazifischen Wildlachse äußerst fettarm
und geschmacklich ein absoluter Hochgenuss.

Der Buckellachs (»Pink«)
buckellachs-pink-oncorhynchus-gorbuschaBuckellachs

Der Buckellachs – „Pink“ – (Oncorhynchus gorbuscha)

Der Buckellachs ist der kleinste pazifische Lachs. Das Durchschnittsgewicht liegt bei 3 bis 5 Pfund. Laichreife Männchen bekommen einen sehr ausgeprägten Buckel, daher auch der Name Buckellachs. Der Buckellachs eignet sich als vorzüglicher Speisefisch und wird wegen seines fast rosa Fleisches auch „Pink“ genannt.

Der Hundslachs (»Chum«)
hundslachs-keta-oncorhynchus-ketaHundslachs

Der Hundslachs – „Keta“ – (Oncorhynchus keta)

Der Hundslachs erreicht ein Durchschnittsgewicht von 9 bis 13 Pfund. Es wurden auch schon Fische über 30 Pfund gefangen.

Das klare und eiskalte Wasser sowie reichlich natürliche Nahrung verleihen dem pazifischen Alaskalachs seinen unvergleichlichen Geschmack. Neben dem pazifischen Lachs gibt es den atlantischen Lachs (Salmo Salar) welcher des Öfteren als „falscher“ oder „unechter Wildlachs“ bezeichnet wird, da dessen Qualität bei Weitem nicht an die des pazifischen Wildlachses heranreicht.

Achten Sie beim Lachskauf daher bitte stets auf die nun folgenden Kriterien:

Wenn Sie vorhaben Zuchtlachs zu erwerben, welchen Sie an seiner mehr oder weniger „verwaschenen Farbe“ und an deutlichen Fetteinlagerungen erkennen können, dann geben Sie dafür bitte keinesfalls mehr als maximal 13,- Euro für die frische filetierte Ware am Stück aus. Alles andere wäre rausgeschmissenes Geld für minderwertigen Geschmack und Qualität.

Möchten Sie sich hingegen Wildlachs gönnen, so achten sie darauf, dass auf der Verkaufverpackung auf jeden Fall der wissenschaftliche Name des Lachses zu finden ist. Wie z.B.: (Oncorhynchus nerka).

Dies ist der einzige Garant dafür, dass es sich um pazifischen Wildlachs handelt, da diese Bezeichnung nur dann auf einer Verkaufsverpackung verwendet werden darf, wenn sich in dieser auch tatsächlich die genannte Art des Wildlachses befindet.

Hier nocheinmal die gängigen Einzelhandelspreise:

Frischer Zuchtlachs: min. 8,- Euro – max 15,- Euro pro Kilogramm
Frischer Wildlachs: min. 27,- Euro – max. 35,- Euro pro Kilogramm

wobei gefrorene Ware einen erheblich günstigeren Preis zu haben hat.

Sollte Ihnen einmal eine Verkaufsverpackung unter die Augen kommen, auf welcher die Worte „Echter Wildlachs“ prangen, dieser pro Kilo aber nur 15,- Euro kostet, so können Sie hier allein schon am Preis erkennen, dass es sich dabei niemals um pazifischen Wildlachs handeln kann. Im weiteren wird sich feststellen lassen, dass auf dieser Verpackung der wissenschaftliche Name keinerlei Nennung findet.

Auch soll der sogenannte „Ostseelachs“ Erwähnung finden.

Der Ostseelachs verbringt sein Leben (wie der Name schon sagt) in der Ostsee und den Ostseezuflüssen. Biologisch gesehen ist er nichts anderes als der atlantische Lachs (Salmo salar), nur eben eine andere Rasse. Der Ostseelachs zeichnet sich durch besonders kräftigen und großen Wuchs aus. Das Fleisch dieser Lachse ist nicht rot, sondern schwach rosa. Das kommt vom Hering und der Sprotte. Diese sind die bevorzugten Beutefische der „Ostseelachse“ welche keinerlei rote Farbstoffe enthalten. Da die Lachse fast ausschließlich diese hellfarbigen Fische fressen, ist ihr Fleisch dementsprechend farblich sowie geschmacklich uninteressant. Mit anderen Worten: auch der „Ostseelachs“ ist nicht wirklich „etwas Besonderes“.

Zum Abschluss kommen wir nun zum größten „Nepp“ in Sachen Lachs:


Der sogenannte „Balik Lachs“!

Nichts anderes als ein hübsch in Form geschnittenes Stück Zuchtvieh zum industriellen Einkaufspreis von weit unter 2,- Euro.

Verkaufspreis:
Meist zwischen 120,- und 270,- Euro pro Kilogramm!

Unfassbare Preise
für unfassbar mindere Qualität – weil:
billigster Zuchtlachs!

Lassen Sie bitte im ureigenen Interesse die Finger von dieser Verbrauchertäuschung. Dieser Lachs ist nicht den Bruchteil des Preises wert, welchen Sie dafür zu bezahlen haben.

 

Also: Augen auf beim Lachskauf – denn nicht überall wo „Wildlachs“ draufsteht, ist auch wirklich hochwertiger Wildlachs drin.

Update: Leider können wir pazifischen Wildlachs nun auch nicht mehr empfehlen, da durch die nukleare Katastrophe in der Nähe von Fukushima der gesamte pazifische Raum radioaktiv verseucht wurde.

Lachs streicht man daher besser ganz von seiner Lebensmittelliste.

 .

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30 Antworten zu Was Sie jetzt über Lachs wissen müssen

  1. Delphin sagt:

    Hi.Ich hätte gerne eine Adresse oder eine Firma genannt,bei der man hochwertigen Fisch( Lachs)noch zu „erschwinglichen “ Preisen kaufen kann.

    • newstopaktuell sagt:

      Na dann machen Sie das doch mal. Gute Tipps für unsere Leserinnen und Leser sind uns immer herzlich Willkommen.

  2. bien sagt:

    Na toll, nun mag ich keinen Fisch mehr

  3. Christoph sagt:

    Ich verstehe schon den Reiz an geschmackvollem ‚echten‘ Wildlachs, aber in Zeiten der Überfischung, auch über sogenannten „Nachhaltigen Fischfang“, kann ich den verzehr solcher Tiere nur schlecht mit meinem Gewissen vereinbaren. Was mich am meisten reizen würde, wäre ein Zuchtlachs aus guten Umständen. Sicherlich liessen sich nie idealzustände schaffen, aber zumindest Becken die frei und sauber genug sind, um auf Medikamentenzugaben zu verzichten sollten möglich sein, gegen einen plausibelen Mehrpreis versteht sich.

    Gibt es dafür Pläne? Oder sogar schon ein entsprechendes Kennzeichensystem? Ich befürchte ja nicht, jedenfalls nicht wenn das schlecht kontrollierte BIO Label in Deutschland als Vergleich herhalten darf…

    • iken sagt:

      Zitat: Ich verstehe schon den Reiz an geschmackvollem ‘echten’ Wildlachs, aber in Zeiten der Überfischung… Zitat Ende.

      Jau. Jetzt kommt wieder der Quatsch mit der „Überfischung“. Warum glauben die Leute eigentlich jeden Quatsch, der ihnen von Öko-Schwätzern vorgelogen wird?!

      Zitat: Was mich am meisten reizen würde, wäre ein Zuchtlachs aus guten Umständen. Zitat Ende.

      In Zuchtanlagen herrschen nrigendwo auf der Welt gute Umstände.

      Zitat: Sicherlich liessen sich nie idealzustände schaffen, aber zumindest Becken die frei und sauber genug sind, um auf Medikamentenzugaben zu verzichten sollten möglich sein Zitat Ende.

      Seit wann wird Lachs in „Becken“ gezüchtet?!

      Zitat: gegen einen plausibelen Mehrpreis versteht sich. Zitat Ende.

      Mehrpreis? Das Zeug ist so schon hoffnungslos überteuert.

      Zitat: Gibt es dafür Pläne? Oder sogar schon ein entsprechendes Kennzeichensystem? Zitat Ende.

      Jau. War klar, dass Sie auf diesen Kennzeichen/Prüfzeichen-Quatsch auch noch reinfallen.

      Zitat: Ich befürchte ja nicht, jedenfalls nicht wenn das schlecht kontrollierte BIO Label in Deutschland als Vergleich herhalten darf Zitat Ende.

      Zu Thema „Bio“ gibt ´s hier auch einen interessanten Artikel zu lesen. Sollten Sie mal machen. Finden können Sie den rechts im Menue.

  4. Harry Henke sagt:

    Ich esse schon seit geraumer Zeit nurnoch Wildlachs, allerdings den gefrorenen von Edeka oder Rewe. Ich war gerade sehr erstaunt darüber, dass dieser Wildlachs, der sogar günstiger ist als der aus Aquakultur, genau der ist, der hier als hochwertig bezeichnet wird.

    News Top-Aktuell:

    Da sind Sie leider im Irrtum. Wir bezeichneten gefrorenen Wildlachs an keiner Stelle als hochwertig.

    Die Bezeichungen Oncorhynchus gorbuscha bzw. Oncorhynchus keta sind auf der Verpackung vorzufinden, sowie die genauen Fanggebiete im Pazifik.

    News Top-Aktuell:

    Bei diesen beiden Lachsarten handelt es sich in der Tat um pazifischen Wildlachs. Die Qualität dieser Arten ist allerdings die minderwertigste der insgesamt fünf pazifischen Wildlachsarten. Die Top-Kandidaten in Sachen Lachs sind der pazifische Königslachs, der Rotlachs und der Silberlachs. Die von Ihnen genannten Arten nehmen die letzten Plätze, also Platz 4 und 5 ein.

    Die Kosten sind allerdings bei weitem nicht so hoch wie hier genannt.

    News Top-Aktuell:

    Wir nannten gar keine Kosten für gefrorenen Lachs. Wir schrieben das nun Folgende:

    Frischer Zuchtlachs: min. 8,- Euro – max 15,- Euro pro Kilogramm
    Frischer Wildlachs: min. 27,- Euro – max. 35,- Euro pro Kilogramm

    wobei gefrorene Ware einen erheblich günstigeren Preis zu haben hat.

    Für das Pazifische Wildlachsfilet der Marke Gut & Günstig sowie den Wildlachs der Rewe Hausmarke sind keine 2€ für 250g zu bezahlen.

    News Top-Aktuell:

    Also keine 10 Euro für ein Kilo tiefgefrorenen pazifischen Wildlachs, der in Sachen Wertigkeit bei den pazifischen Wildlachsarten die letzten Plätze einnimmt. Ein Preis, der durchaus gängig, wenn auch nicht ganz gerechtfertigt ist.

    Ob frisch oder gefroren sollte qualitativ keinen großen Unterschied machen

    News Top-Aktuell:

    Das macht sogar einen großen Unterschied aus. Frisch ist frisch (also vor kurzer Zeit gefangen). Gefrorene Ware ist hingegen alles andere als frisch und kann ein Jahr alt sein. Mit jedem Tag verliert Fisch an Qualität, auch, wenn er auf minus 18 Grad Celsius tiefgefroren wird.

    Je kälter es ist, desto langsamer wird die Chemie. Die chemischen Prozesse laufen aber auch dann weiter, wenn man verderbliche Ware auf minus 18 Grad Celsius herunterkühlt, wenn auch deutlich langsamer, als bei plus 4 Grad Celsius.

    Wollte man chemische Prozesse gänzlich stoppen, müsste man auf 273,5 Grad Celsius (null Kelvin) herunterkühlen. Erst dann steht die Chemie still.

    zumindest ist die Qualität bis zum Fang des Fisches identisch.

    News Top-Aktuell

    Keineswegs. Es gibt durchaus qualitative Unterschiede unter den pazifischen Wildlachsarten. Nimmt man noch die atlantischen Wildlachsarten hinzu, werden die qualitativen Unterschiede sogar noch größer.

    Was in Zuchtfarmen im Schnellverfahren herangemästet und mit Medikamenten vollgestopft wird, ist qualitativ eigentlich gar nicht mehr erwähnenswert, da das nichts mehr mit Qualität zu tun hat.

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