Was passierte mit den Restaurants eigentlich nach Rachs Besuch?

 

 

Wöchentlich versuchte Sternekoch Christian Rach in seiner Sendung „Rach der Restauranttester“ ein Restaurant nach dem anderen vor dem sicheren Ruin zu bewahren.

Nicht selten waren seine Missionen von Erfolg gekrönt. Allen „Sorgenkindern“ konnte er dann aber doch nicht helfen.

Kreuz und quer durch Deutschland war der 54-jährige Sternekoch schon für seine Sendung unterwegs.

Seit 2005 durchleuchtet er im Auftrag von RTL Restaurants, die kurz vor dem Ruin standen. Er bat den Besitzern und Eigentümern Konzepte an und krempelt die Läden von der Einrichtung bis zur Speisekarte oftmals komplett um, auf dass die Gäste wieder zahlreich kommen mögen.

Bei den wenigsten der über 50 besuchten Restaurants war die „Rettung“ jedoch von dauerhaftem Erfolg. 27 Restaurants sind „nie wieder auf die Beine gekommen“. Sie mussten komplett schließen oder wurden an einen anderen Besitzer übergeben.

Eine positive Bilanz aus dem Rach-Besuch zieht zum Beispiel Michael Meier vom „Fellini al Teatro“ in Ludwigshafen: „Rach hat toll geholfen. Zu uns kommen inzwischen sogar Promis wie Daniela Katzenberger oder Dirk Bach“, sagt Meier.

Weniger freundliche Worte hatte dagegen Gastronom Guido Kattwinkel aus dem „Cooks“ in Borgholzhausen, das inzwischen auch geschlossen ist. Bei ihm soll Christian Rach während der Dreharbeiten seinen Geburtstag gefeiert haben.

Die zwei Flaschen Champagner, die er bestellt haben soll, hätten dann aber bei Kattwinkel auf der Rechnung gestanden. Die Produktionsleute, so acht bis zehn Mann, haben den ganzen Tag bei ihm gegessen und getrunken. Dafür wollte Kattwinkel eigentlich 12 Euro pro Person, doch die Produktionsfirma gab ihm nur drei von zwölf Euro.

Das versprochene Honorar von 500 Euro habe Kattwinkel auch nie gesehen. „Das wurde angeblich für Verbesserungen des Restaurants während der Dreharbeiten aufgebraucht“, so der enttäuschte Wirt.

Irgend etwas scheint solchen nörgelnden Ex-Restaurantbetreibern immer nicht ganz klar zu sein:

Sie bekamen gratis professionelle Hilfe vom einem der bekanntesten Sterneköche Deutschlands – sie bekamen zum Teil ganze funkelnagelneue Einrichtungen – und sie bekamen etwas Unbezahlbares: Eine Werbesendung für ihr Restaurant zur besten Sendezeit von 45 Minuten Länge. 

Wenn seitens Rach oder RTL Vereinbarungen nicht einghehalten wurden, dann ist das sicherlich nicht formschön. Dennoch sollte man aber auch nicht vergessen, was man alles erhielt.

Im Internet, namentlich bei Youtube, konnten wir einen ganz besonders unzufriedenen ehemaligen Restaurantinhaber ausfindig machen: Rainer Plinge.

„Das Fischrestaurant “Zum alten Kloster” ist dicht“, berichtete die WAZ damals mit einer gehörigen Portion Schadenfreude.

Vier Monate nach Rachs Rettungsversuch musste das Restaurant schließen. Zwischenzeitlich hatte der Betreiber es vergeblich versucht bei Ebay loszuwerden.

Der Restaurant-Tester hatte damals angesichts der katastrophalen hygienischen Zustände die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.

Auf den ersten Blick entpuppt sich ‘Zum Alten Kloster’ für den Sternekoch Christian Rach eher als ein Schnellrestaurant. Der Gastraum verströmte keine Atmosphäre, neu angebrachte Fernseher an den Wänden nervten. Das Essen kam aus dem Tiefkühlfach, der Laden sah so aus wie das Fett, in dem der Backfisch frittiert wurde – ölig, siffig und klebrig.

Mit der Sauberkeit hatte Inhaber Plinge es nicht so. Seine Mitarbeiterinnen bemängelten, dass ihr Chef ihnen zu wenig Zeit zum Aufräumen und putzen lässt. Der damalig neue Dienstplan war eine große Belastung für die Kolleginnen und sorgte für Unzufriedenheit.

Aber das war nicht die einzige Sorge im Team. Die Mitarbeiterinnen waren motiviert und wollen Veränderungen. Herr Plinge dagegen kümmert sich um nichts und überließ sein Team sich selbst.

Für Christian Rach wurde von Tag zu Tag deutlicher, dass der wortkarge Möchtegern-Gastronom kein Konzept für sein Restaurant hat. Die Idee des Hamburger Sternekochs war es, den 40 Jahre alten Laden mit kleinen Veränderungen in die heutige Zeit zu führen.

Das Personal war mit vereinten Kräften dabei – Plinges Begeisterung hielt sich dagegen in Grenzen. Ohne einen guten Koch kann man bekanntlich keine Gourmetküche kochen, aber der Sternekoch will Rainer Plinge und seinem Team neue Lust auf Fisch machen – eben nicht nur auf Fisch aus der Friteuse.

Doch Plinge tut sich schwer…. und: als Gastronom muss man reden – mit seinem Personal, mit den Gästen und den Lieferanten. Für Restaurantbetreiber Plinge offenbar unvorstellbar.

Inhaber Plinge erhoffte sich durch die Sendung trotzdem einen positiven Marketingeffekt, der sein schlecht gehendes Restaurant nach Vorn bringen sollte.

Leider hatte er mit seinem Auftritt in der Sendung das genaue Gegenteil erreicht, indem er sich als eine Person entpuppte, der man „beim Gehen die Schuhe besohlen“ kann.

Es ist selbstredend, dass Plinge die Schuld für den eigenen Misserfolg natürlich nicht etwa bei sich selbst suchte, sondern im Nachhinein Rach für den Niedergang seines Geschäftes auserkor.

Plinge startete nach Rachs Hilfsversuch nämlich einen „Nachruf“ in dessen Richtung, welchen wir im folgenden Video-Stream für Sie bereit halten.

Achten Sie insbesondere auf Plinges „dynamische Ausstrahlung“. So wie er in diesem Video-Clip spricht, ungefähr so bewegte er sich auch in seinem ehemaligen Restaurant. Viel Spaß beim Lauschen 🙂

 

 

Dieser Video-Clip ist mehrere Jahre alt und leider vergaß Herr Plinge damals die Kommentarfunktion für sein Video zu deaktivieren. Daraufhin rauschten Unmengen Kommentare unter das Video, welche an Plinge kein gutes Haar ließen.

„Wer noch nicht einmal seinen Laden halbwegs sauber halten kann, der sollte besser schließen und durch den Dreck nicht auch noch die paar Gäste vergiften, die ihm noch geblieben sind“.

So und so ähnlich lauteten die Kommentare von Menschen, welche sowohl die Sendung im Fernsehen, als auch anschließend Plinges selbstgemachtes Video bei Youtube gesehen hatten.

Da Plinge von Wahrheiten und Tatsachen offenbar nichts hält,  löschte er irgendwann sämtliche Kommentare und deaktivierte die Kommentarfunktion.

Etwas gelernt hatte der ehemalige „Gastronom“ offenbar nicht. So z.B., dass wenn ein Restaurant nach 40 Jahren nicht mehr läuft, wohl die eine oder andere Veränderung her muss, damit es wieder läuft.

Auch scheint er nicht begriffen zu haben, dass Rach zwar professionell helfen kann, aber ganz sicher kein Zauberkünstler ist, der aus einem lustlosen Rainer Plinge, mal eben einen dynamischen Menschen mit Tatendrang – und aus einem „Fisch-Schnellrestaurant“ im Eilverfahren ein „Sternerestaurant“ machen kann.

Menschen wie Rainer Plinge hatten offenbar folgtende Vorstellung:

„Och… da versuche ich mal den Rach + Team hierher zu bekommen… die räumen mir dann schön meine Dreckbude auf… streichen mir die Wände… schenken mir ein paar neue Einrichtungsgegenstände + ein tolles, neues Konzept… und dann kriege ich auch noch 45 Minuten Gratiswerbung zur besten Sendezeit im Deutschen Fernsehen…“  

So oder so ähnlich muss wohl die Denkweise von Plinge gewesen sein. Dabei bedachte er offenbar nicht, dass auch er selbst dabei mitwirken muss.

Dass es auch anders geht, bewies sogleich der neue Besitzer des ehemaligen Fischrestaurants. Wir fanden im Internet den Kommentar eines Gastes:

„Das Restaurant “Zum alten Kloster” hat einen neuen Besitzer. Es heißt nun “In der guten Kantine + Suppenwerk”

Das Restaurant ist renoviert und wirkt sehr viel heller und freundlicher. Neben Fischspezialitäten werden auch Suppen, vegetarische Speisen, laktosefreie Gerichte, holländische Snacks angeboten. Es kann vorbestellt werden.“

Weiter heißt es: „Ich war zweimal essen und sehr beeindruckt. Ich finde es ist eine angenehme Mischung aus Soul Food (holländische Pommes etc) und gehobeneren Gerichten (Rotbarschfilet mit Salzkartoffeln).

Auch das Puplikum ist sehr gemischt. Was ich vor allem interessant fand, ist die Tatsache, dass es eine “Dressingbar” gibt, vor allem da ich eine Laktose Intoleranz habe, konnte ich mir so ein Dressing aussuchen.

Außerdem konnt ich mich selbst davon überzeugen, dass wirklich keine Laktose im Dressing enthalten war, da ich auf Nachfrage, einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen konnte.
Also das lässt hoffen…“

Scheinbar kann man Gäste also auch zufrieden machen und beeindrucken.

Zu den Restaurants, die ebenfalls nicht gerettet werden konnten, zählen unter anderem das „Wöllenhaus“ in Mettmann, „Zur Laterne“ in Nierendorf, das „Parkhotel“ in Villingen-Schwenningen, das „Conmux“ in Berlin, der „Obstgarten“ in Dresden und das „Flic Flac“ in Mannheim.

Einige hatten später private Probleme – andere gesundheitliche, so wie z.B. der ehemalige Gastronom des Restaurants „Zur Laterne“

 

Immerhin konnten 23 Restaurants vor dem Ruin bewahrt werden und das ist laut Christian Rach ein riesiger Erfolg:

„Wenn wir zu den Restaurants kommen, fangen wir nicht bei null an – sondern im Minusbereich“, so Rach. „Das muss man klar sehen. Die Läden sind am Ende. Für mich wäre es bei 50 Häusern sogar ein Erfolg, wenn wir auch nur eines mittel- oder langfristig retten könnten.“

 

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