BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken berührt mit großen Momenten

 

Wolfgang Niedecken

 

Zunächst ein Einspieler, der eine der beliebtesten deutschen Bands zeigt, die den kurzen Namen „BAP“ trägt und ihren Ursprung in Köln hat. Der Bandname BAP entstand aus Niedeckens Spitznamen, der seinen Vater so nannte.

 

 

Wow, was für ein Abend. All die vielen Gäste, die am Samstag den Weg in die Hachenburger Stadthalle gefunden hatten, wurden Zeugen eines ungewöhnlichen, packenden, sehr persönlichen und vor allem hoch emotionalen Ereignisses.

Für rund dreieinhalb Stunden tauchten die Fans ein in das aufregende Leben des beliebten BAP-Frontmannes Wolfgang Niedecken.

Auf der literarisch-musikalischen Zeitreise von den Nachkriegsjahren in Köln bis zum Afrika der Gegenwart legte das Publikum manch turbulente und vor allem intensive Fahrt auf der Achterbahn der (eigenen) Gefühle und Erinnerungen zurück.

Die Episoden, die Niedecken aus seiner Biografie „Für ’ne Moment“ vorlas, mündeten allesamt in Lieder, die die vielen Höhen und Tiefen im Leben des 61-Jährigen widerspiegelten.

Eine unbeschwerte Kindheit im elterlichen Lebensmittelladen gehörte da ebenso dazu wie die albtraumartigen Erfahrungen eines Schülers in einem von Zucht, Ordnung, Schlägen und sexuellen Übergriffen geprägten Internat.

Die ersten Akkorde auf der Gitarre waren ebenso Thema wie ein gefeierter Auftritt mit Band im mit 80 000 Menschen voll besetzen Müngersdorfer Stadion in Köln.

Wenn Wolfgang Niedecken von der großen Treue seiner hübschen, jungen Mutter zum deutlich älteren, etwas verschroben wirkenden, aber allzeit aufrechten Vater erzählt, haben die Zuhörer das Gefühl, zusammen mit der Familie am legendären „Chippendale Desch“ in deren guter Stube zu sitzen.

Gerüche, Geräusche, Gesichter und Gebäude aus dem reichen Erfahrungsschatz des Künstlers sind plötzlich in der Hachenburger Stadthalle gegenwärtig:

der Duft des Rohkakaos, der, vom Stollwerk kommend, um die Nasen fliegt, ebenso wie die Figur des heiligen Severin, die, in der Außenwand des Elternhauses stehend, stumm den Alltag der Bewohner im Veedel und auch deren Besuche in der urigen Eckkneipe verfolgt, in der so manches Schicksal entschieden wird.

Während den Fans bei den Schilderungen aus dem wilden Bandleben – etwa dem Kuhschädelscanning am Flughafen oder der spontanen Party auf einer improvisierten Dachterrasse eines Hotels – vor Lachen die Tränen in die Augen traten, erstickte dieses Lachen schlagartig im Hals, als Niedecken schockierend von gedrillten und misshandelten Kindersoldaten im vom Bürgerkrieg zerstörten Uganda berichtete.

Auch diese Erfahrungen finden sich eindringlich im Song-Repertoire wieder.

Himmel und Hölle, Freud und Leid lagen nicht nur im bisherigen Leben des charismatischen Sängers, sondern auch im Programm seiner unter die Haut gehenden Lesung dicht beieinander.

Da wurde nichts beschönigt, aber auch nichts unnötig dramatisiert. Wer es nicht eh schon wusste, dem wurde bei dieser Gelegenheit schnell klar, dass die Lieder des Kölschrockers mehr sind als von Sprachwitz, unterhaltsamer Ironie und melodisch raffinierten Akkorden gezeichneter Zeitvertreib, sondern dass Niedecken gleichzeitig ein sensibler wie selbstbewusster Erzähler ist, der seinen Titeln stets auch eine Geschichte und eine Botschaft implementiert.

So ist der legendäre BAP-Song „Verdamp lang her“ weit mehr als „nur“ eine Partyhymne, sondern er ist ein letztes Gespräch Niedeckens mit seinem längst verstorbenen Vater, das es so – zum heutigen Bedauern des Sohnes – nie wirklich gegeben hat.

Neben seinen Eltern, von denen er immer respektvoll wie dankbar liest und singt, sind es vor allem seine musikalischen Vorbilder, denen er die größten Passagen des Abends gewidmet hat.

Auf keinen Fall durfte dabei eine Hommage an Bob Dylan fehlen, dessen Song „Like a Rolling Stone“ Niedecken seinen persönlichen musikalischen Urknall nennt.

Diese Abschnitte sind geistreich, äußerst bildhaft und vor allem humorvoll.

Niedeckens Offenbarung mit Worten und multiinstrumental mit Gitarre und Mundharmonika in der voll besetzten Stadthalle ähnelte einem vertrauensvollen Gespräch unter guten Freunden, die miteinander lachen und weinen.

Es war gleichzeitig eine Mentalitätsgeschichte der und eine Liebeserklärung an die Kölner – „die Jecken am Ring“ –, die er für ihre weltoffene und liebenswerte Art bewundert.

Die Fans in Hachenburg jubelten Niedecken für all die grandiosen Momente an diesem berührenden Abend begeistert zu.

Sie dankten dem außergewöhnlichen Musiker und Menschen mit lauten Rufen nach Zugabe, dem der Kölner Sänger gern nachkam.

 

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