Polizei gelingt Schlag gegen Pädophilen-Ring bei Geheimtreff

 

Polizei gelingt Schlag gegen Pädophilen-Ring bei Geheimtreff

 

Die Polizei hat den Führungskreis eines bundesweit operierenden Pädophilen-Netzes bei dessen geheimen Treffen festgenommen.

Bei der Großrazzia in Aschersleben in Sachsen-Anhalt wurden zehn Männer im Alter zwischen 22 und 60 Jahren und eine 57 Jahre alte Frau festgenommen. Sie sollen zum engsten Kreis des Netzwerkes gehören.

Den Angaben zufolge sollen die Mitglieder der Organisation sogar eigene Kinder eingesetzt haben, um Kontakte zu späteren Opfern herzustellen.

Unklar ist noch, ob es bei den Taten der Gruppe um Kinderpornografie oder Kindesmisshandlung geht.

Fakten helfen, die Dinge zu versachlichen:

1. Im Ursprung bedeutet Pädophilie allgemein die Liebe zu Kindern.

Heute meint der Begriff Erwachsene, die sich sexuell zu vorpubertären Kindern hingezogen fühlen, bei denen die Geschlechtsmerkmale also noch nicht entwickelt sind.

Sind pubertierende Kinder das Objekt sexueller Begierde, spricht man von Hebephilie.

Ist der Drang nach einer sexuellen Beziehung zu Kindern dauerhaft und der Betroffene selbst mindestens 16 Jahre alt, sprechen Ärzte von einer psychischen Störung, die das Internationale Handbuch zur Klassifikation von Krankheiten (ICD 10) im Kapitel F 65.4 als Störung der Sexualpräferenz einordnet.

2. Pädophilie an sich ist nicht strafbar, da sich die Neigung zunächst in der Gefühls- und Gedankenwelt eines Menschen abspielt.

Setzen Betroffene diese Fantasien in die Tat um, kommt es also zu sexuellen Handlungen mit Kindern, spricht man von Pädosexualität.

Erst dann ist juristisch gesehen der Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs von Kindern erfüllt (Pädokriminalität).

Strafbar macht sich laut § 176 des Strafgesetzbuchs, wer „sexuelle Handlungen an einer Person unter 14 Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen lässt“.

3. Pädophile sind nicht gleichzusetzen mit Sexualstraftätern.

Laut einer Studie der Universität Regensburg aus dem Jahr 2010 sind 60 Prozent der Inhaftierten, die sich an Kindern vergangen haben, gar nicht pädophil veranlagt.

Die vergleichsweise kleine Kerngruppe der Pädophilen, die sich sexuell ausschließlich für Kinder interessiert, muss sich damit abfinden, abstinent zu leben, weil das körperliche Ausleben ihrer Neigung zwangsläufig zu strafbaren sexuellen Missbrauch führt.

4. 14865 Kinder wurden im Jahr 2012 Opfer von sexuellem Missbrauch.

Diese Zahl bildet aber lediglich die polizeilich erfassten Straftaten ab. Die Mehrzahl der sexuellen Übergriffe auf Kinder findet innerhalb der Familie statt. Diese Fälle bleiben in der Regel unentdeckt – die tatsächliche Zahl der Opfer ist also weitaus höher.

5. Pädophilie ist unabhängig vom Bildungsniveau und sozialer Herkunft.

Oftmals sind Pädophile in ihrer sexuellen Reife selbst unterentwickelt. Sie stellen sich mit Kindern auf eine Stufe und sehen in ihnen gleichberechtigte Beziehungspartner.

Unklar ist, ob diese Neigung genetisch veranlagt ist. Im Rahmen einer Studie gelang es Sexualwissenschaftlern der Uni Kiel, Pädophile anhand eines Hirnscans zu erkennen. Ihre Trefferquote lag bei 95 Prozent.

 
                                                                                                                                 
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