Aberglaube macht doof

 

Aberglaube macht doof

 

Glaube, auch Aberglaube genannt, ist leider noch immer recht weit in der Welt verbreitet.

Freitag der Dreizehnte, schwarze Katzen von links, einen Knopf reiben, wenn man einen Schornsteinfeger sieht, nicht unter einer Leiter durchgehen, und nicht zu vergessen, der Quatsch, der in sogenannten Horoskopen zu finden ist.

Die absurden Verhaltensweisen und Doktrinen, die meist von Großmüttern und anderen Mitgliedern ihrer Generation stammen, kennen wir alle.

Wir wissen auch, dass wir all diesen dubiosen Unsinn unter der Rubrik „Aberglaube“ abgespeichert haben. Erstaunlicherweise lassen sich manche Zeitgenossen trotzdem davon beeinflussen.

Woher kommt diese nationenübergreifende Dummgläubigkeit, die sich auch in der technisierten, postindustriellen Welt hält?

Die Psychologie nennt den Aberglaube „Fehler zweiter Ordnung“. Dies bezeichnet eine Art der irrationalen Angst, die sich durch Naturwissenschaften eigentlich leicht wegrationalisieren lässt, doch leider funktioniert das nicht bei allen.

Bei manchen Leuten sitzt die Glaubensmacke so tief, dass man sie noch nicht einmal mit einem Sattelzug voller Fakten von ihrem Glauben befreien kann. Solche Patienten leiden unter Credomanie. Mit anderen Worten: Glaubsucht.

Die Credomanie hat ihren Ursprung in tierischen Erblasten und ist eine der unerschöpflichsten Quellen menschlicher Fehleinschätzung. Glaubsüchtigkeit ist die Grundlage vieler hartnäckiger, menschlicher Fehlvorstellungen.

Das Schlimmste was passieren kann: wenn aus Glaube Überzeugung wird. Einmal gewonnene Überzeugung ist (so gut wie immer) sehr festgefahren.

Selbst an fiktiven Zusammenhängen halten Credomanieerkrankte unbeirrbar fest. Oft ändert sich daran auch dann nichts, wenn diese Zusammenhänge in wissenschaftlichen Experimenten widerlegt worden sind.

Woran liegt es, dass geglaubt wird?

Das liegt unter anderem daran, dass die wenigsten Menschen etwas hinterfragen – sei es aus Desinteresse oder aus reiner Faulheit.

Sie glauben einfach, was ihnen wer oder was auch immer erzählt hat. Das ist ja auch viel gemütlicher, als zu hinterfragen.

Eine solche Einstellung ist und war allerdings schon immer von Nachteil für die Gläubigen, denn wer glaubt, ohne auf Beweise zu bestehen, dem kann es passieren, dass er fortan in nicht existenten Illusionen lebt.

Das ging übrigens schon vor tausenden von Jahren los, und zwar zu einer Zeit, als es noch keine Wissenschaft gab.

Zu dieser Zeit wusste niemand, warum Wasser vom Himmel fällt – warum die Sonne auf- und untergeht – warum es blitzt – warum es donnert, usw. usw.

Da man sich all diese Dinge aufgrund fehlender wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht erklären konnte, machte man sogenannte „Götter“ für all diese natürlichen Phänomene verantwortlich.

Damals stellten sich auch sogenannte Prediger hin, und faselten von „Gott, dem allmächtigen Vater“, von „Jesus“, von „heiligen drei Königen“ und vielen weiteren Mumpitz mehr. Zwischendurch (potz Blitz!) tauchte plötzlich auch noch ein gewisser „Heiliger Geist“ auf.

Existenzbeweise für diese „muntere Truppe“ wurden selbstverständlich niemals präsentiert. Man solle einfach nur daran glauben.

An dieser Stelle müssen wir unbedingt die Lektüre des John Most empfehlen, welche Sie hier finden: Die Gottespest

Was ist eigentlich Glaube?

Glaube ist wie folgt definiert: Glaube ist das nicht vorhanden sein von Wissen. Glaube ist praktisch eine geistige Unfruchtbarkeit, die dann vorübergeht, wenn Glauben durch Wissen ersetzt wird.

Man kann Glaube auch als Dummheit bezeichnen. Glaube ist aber auch mit den Begriffen Vermutung, Meinung, Hoffnung, Befürchtung definierbar.

Schlussendlich bleibt es jedoch dabei: Glaube ist nicht Wissen und das Nichtvorhandensein von Wissen wird landläufig als Dummheit bezeichnet.

Was kann man gegen Dummheit machen?

Da gibt ´s vielfache Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel die Dinge hinterfragen. Man kann das eigene logische Denken aktivieren. Man kann beobachten, berechnen und experimentieren, woraus übrigens der überwiegende Teil des heutigen Wissens resultiert.

Früher wurde einfach mal so in den Raum hinein behauptet, dass sich die Sonne um die Erde drehen würde, alsbald ein gewisser Herr Galileo Galilei an dieser Behauptung erhebliche Zweifel hatte.

Galilei war ein italienischer Mathematiker, Physiker und Astronom, der wesentlich die auf Experimenten, Messungen und mathematischer Analyse beruhende Methode der exakten Naturwissenschaften begründete.

So fing er dann an, die Dinge zu erforschen. Er baute sich ein Fernrohr und beobachtete damit den Lauf der Sonne, des Mondes, der Sterne, der Planeten, und führte Berechnungen durch.

Das tat er Tage, Wochen, Monate, Jahre und Galileis astronomische Entdeckungen zogen bahnbrechende Erkenntnisse nach sich:

  • Supernovae finden nicht sublunar statt, sondern weit entfernt: Die Fixsternsphäre ist nicht unveränderlich.
  • Die Oberfläche des Mondes ist rau und die Sonne zeigt Flecken: Körper am Himmel sind nicht perfekt.
  • Jupiter umkreisen mindestens vier Monde.
  • Es gibt weder undurchdringliche kristalline Himmelssphären, noch dreht sich der Äther ewig kreisförmig um die Erde.
  • Theorie zur Entstehung von Ebbe und Flut. Diese Theorie stützte sich in erster Linie auf die Bewegungen der Erde um sich selbst und um die Sonne.
  • Die Venus zeigt Phasen. Sie muss daher um die Sonne kreisen und nicht um die Erde.

Das war ein Schlag in ´s Kontor der kirchlich-religiösen, scheinheiligen Schwätzer, welche Galileo fortan als sogenannten „Ketzer“ brandmarkten.

22. Juni 1633: Der italienische Mathematiker und Physiker Galileo Galilei wird nach über 20-jähriger Auseinandersetzung mit der Inquisition der römisch-katholischen Kirche seinen angeblichen „Irrlehren“ abzuschwören.

Der bedeutende Gelehrte der Renaissance hatte mit den Ergebnissen seiner astronomischen Beobachtungen das von der Kirche verfochtene geozentrische Weltbild des antiken Gelehrten Ptolemäus widerlegt.

Gleichzeitig hatte er mit seinen Erkenntnissen das heliozentrische Weltbild des Kopernikus wissenschaftlich untermauert.

Das rief die Inquisition auf den Plan, die Galilei der Ketzerei für schuldig befand. Um sein Leben zu verteidigen, musste Galilei seinen Lehren abschwören, was er mit folgenden Worten tat:

„Ich halte jene Meinung des Kopernikus nicht für wahr und habe sie nie für wahr gehalten.“

Mit dieser (unter Androhung von Folter, seitens der „Heiligen Inquisition“) erzwungenen Notlüge, rettete Galilei sein Leben vor dem Feuertod und wurde stattdessen „nur“ zu Kerkeraufenthalt verurteilt.

Einer später erfundenen Sage nach, soll er nach seiner lebensrettenden Notlüge den Ausspruch getan haben: „Und sie bewegt sich doch!“

Bis zu seinem Tode war Galilei, trotz seines vermeintlichen Abschwören, unter strengen Hausarrest gestellt, welcher von der Inquisition beaufsichtigt wurde.

 

Bestrafte Aufklärer

 

Am 8. Januar 1642 starb Galilei in seinem Landhaus. Die sogenannte „Kirche“ verweigerte seine Bestattung in der Familiengruft und stimmte erst fast 100 Jahre später der Umbettung seiner sterblichen Überreste zu.

Weitere 100 Jahre dauerte es, bis die scheinheiligen Kriminellen auch seinen „Dialog über die beiden hauptsächlichen Weltsysteme“ aus der Liste der verbotenen Bücher herausstrich, und 550 Jahre mussten vergehen, ehe 1992 „Papst Johannes Paul II.“ nach einer Überprüfung des Prozesses von 1633 die Rehabilitation Galileis anordnete.

Man sieht: Der Glaube/Aberglaube wurde früher mit allen Mitteln aufrecht zu erhalten versucht, was natürlich nicht in alle Ewigkeit funktionieren kann.

Aktuell wird von abartigen Propagandisten zum Beispiel aufrecht zu erhalten versucht, dass das hiesige Land ein souveräner Staat mit staatlichen Einrichtungen sei und dass es Beamte geben würde.

Bis sich diese Lügen in Luft aufgelöst haben werden, wird es ganz sicher keine 550 Jahre dauern. So viel ist mal sicher.

Heute lösen sich mehr und mehr Lügenmärchen und Aberglaube vergleichsweise schnell in Luft auf, indem sich immer mehr wissenschaftliche, wie auch andere Erkenntnisse den Weg an ´s Licht der Öffentlichkeit verschaffen.

Mit leeren Behauptungen und vorsätzlichen Lügen, wie man diese zum Beispiel in den alteingesessenen, längst sterbebereiten Lügenmedien Tag für Tag finden kann, wollen offenkundig immer weniger Menschen etwas zu tun haben, was die stets und stramm rückläufigen Zahlen belegen.

Regentropfen – „Bio-Wetter“ – „Wetterscheide“

Die heutige Wissenschaft ist leider vielfach von Wissenschaftskriminellen durchsetzt, welche mit Lügen den Schwerkriminalismus unterstützen, der im Politik-, Wirtschafts- und Finanzverbrechertum zu finden ist.

Allerdings gibt ´s auch Ausnahmen. Soll heißen: Es gibt dankenswerterweise auch Wissenschaftler, welche Aberglaube ad absurdum führen, wie zum Beispiel „Wetterfrosch“ Jörg Kachelmann, der schon im Jahre 2011 mit Mythen und Unsinn, rund um ´s Wetter aufräumte (siehe Video):

 

 

Wir schreiben das Jahr 2016 und noch nie stand so viel Wissen zur Verfügung. Heutzutage muss also niemand mehr doof sterben.

                                                                                                                                
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One Response to Aberglaube macht doof

  1. Ein von allen Verarschter sagt:

    Der letzte Satz ist völlig richtig und ich sehe das ebenso.
    Den Satz habe ich mir gespeichert, ein tolles Zitat.

    News Top-Aktuell:

    Na wir hoffen dann mal, dass nicht nur der letze Satz völlig richtig ist 🙂

    Was nutzt mir all das viele Wissen, wenn nur ein bestimmtes Wissen zu wenig Aufwand mit viel Profit führt.

    News Top-Aktuell:

    Kennen Sie den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“? In diesem Film wird gezeigt, was mit Wissen sonst noch so angefangen werden kann, außer damit Profit zu schöpfen. Man kann mit Wissen nämlich auch etwas anderes machen. Zum Beispiel anderen Menschen eine Freude.

    Übrigens! Nichts ist so erquickend und gehaltvoll, wie anderen Menschen zu helfen und/oder Freude zu machen.

    Und je teurer die Krawatte und der Anzug ist, umso beschützter sind diese Hüter und Nutzer des besonderen Wissens.

    News Top-Aktuell:

    Ja. Es gibt leider sehr viele Leute, die dem irrglauben aufsitzen, dass ein sinnvolles, erfülltes Dasein etwas mit den Baumwollzetteln (Geldscheine / Scheingelder) in der eigenen Brieftasche zu tun hätte.

    Wir wollen doch gar nicht viel wissen, nur die „Socks“ sollen gewinnen und ich sehe das Spiel auf meinen 400-Zoll Flatscreen.

    News Top-Aktuell:

    Bei uns sieht das anders aus. Wir wollen alles wissen – oder zumindest so viel wie möglich und in ´s Hirn ´reinpasst. 🙂

    Was wir weder wissen müssen, noch wissen wollen: Ob die „Socks“ gewonnen haben oder wie Schlacke gegen Teewurst gespielt hat, denn das ist so entsetzlich und unbeschreibar unwichtig und uninteressant, dass es nur so zum Himmel stinkt.

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