Gammelfleisch bei NP Discount

 

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„NP Discount – frisch nah preiswert“, heißt es selbst behauptet, doch ist das wirklich so!?

Wir hatten das „Vergnügen“ mit einer Packung angeblich frischen Schweinehack konfrontiert zu werden, welches sich in einem Kunststoffbehältnis, abgepackt unter sogenannter „Schutzatmosphäre“ präsentierte.

Als wir die Prouktverpackung öffneten, war noch alles so weit in Ordnung, doch dann warfen wir einen Blick in das Innere des Hackfleischklumpens.

Was wir da sahen, ließ ein Gefühl von Ekel in uns aufkommen, denn im Innern fanden wir eine erheblich graue Verfärbung vor. Das Hackfleisch war schlicht alt und vergammelt.

Außen huiiii – innen Gammel

Als wird das Gammelfleisch in den „frisch nah preiswert“- NP Discounter zurück brachten, trauten wir unseren Ohren nicht, denn da wurde uns von einem Mitarbeiter folgendes erzählt:

„Das Hack ist nicht vergammelt. Die graue Verfärbung ist normal, weil es sich um einen so großen Klumpen Hackfleisch handelt.“

Bei derartigen Geschwafel wenigstens noch halbwegs ruhig zu bleiben, ist nicht wirklich einfach, denn die Sache ist ja die:

 

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Da wird NP beim Verkauf von vergammelten Fleisch erwischt, und dann muss man sich auch noch ein derart dummes Geschwätz anhören!

Das Ende vom Lied war: Das Gammelfleisch wurde zurückgenommen und der Kaufpreis erstattet.

 

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Kommen wir nun zu der sogenannten „Schutzatmosphäre“. Sauber verpackt und kühl gelagert macht es einen saftigen, frischen Eindruck, doch der Schein trügt.

Auch wenn das Hackfleisch auf den ersten Blick so frisch wie vom Metzger wirkt, liegt es oftmals schon seit Tagen in der Auslage.

Verkaufstrick „Schutzatmosphäre“

Misstrauisch werden sollte man, wenn sich auf der Verpackung der Hinweis „Unter Schutzatmosphäre verpackt“ finden lässt, was den Eindruck von „speziellen hygienischen Schutzmaßnahmen“ vermitteln könnte. Tatsächlich ist es ein spezielles Mogelverfahren.

In die Verpackung wird ein Gasgemisch gepumpt, welches mit dem Muskelfarbstoff Myoglobin reagiert und das Fleisch auch noch nach Tagen schön rot und frisch aussehen lässt, zumindest äußerlich.

 

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Dadurch werden die Konsumentinnen und Konsumenten bewusst getäuscht, denn die können erstmal nicht erkennen, ob das Produkt schon alt und vergammelt ist.

Die üblichen Erkennungszeichen für altes Fleisch, wie zum Beispiel graue Stellen, bleiben durch diesen Verpackungstrick zunächst unbemerkt.

Viele Verbraucher können mit dem Begriff „Schutzatmosphäre“ nur wenig und die meisten gleich gar nichts anfangen. Zahlreiche Fragen in Online-Portalen unterstreichen dies.

Mancher denkt an „reine, sterile Räumlichkeiten und Bedingungen“ bei der Verpackung des Fleisches, doch tatsächlich bedeutet „Schutzatmosphäre“, dass sich unter der Folie der Verpackung eine besondere Mischung von Gasen befindet.

Während normale Atemluft etwa 78 % Stickstoff (N2), 21 % Sauerstoff (O2) und ganze 0,037 % Kohlendioxid (CO2) enthält, werden als „Schutzatmosphäre“ oftmals Gasmischungen verwendet, die aus 60 bis 80 % Stickstoff (N2) und 20 bis 40 % Kohlendioxid (CO2) bestehen. Mischungen aus 60 bis 80 % Sauerstoff (O2) und 20 bis 40 % CO2 kommen auch vor.

Ursprünglich wurde das Verfahren von Discountern wie Penny und Plus, dann auch von Aldi und Lidl genutzt, die dadurch Fleischprodukte loswerden konnten, die mit Frische nicht mehr wirklich viel zu tun hatten.

Inzwischen ist unter „Schutzatmosphäre“ verpacktes Fleisch jedoch in jeder großen Supermarktkette wie auch Rewe, Edeka, Marktkauf, NP usw. gang und gäbe.

Das Max-Rubner-Institut (Forschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel) teilt unsere Ansichten, dass das Fleisch durch das Gasgemisch nicht nur geschmacklich fade, sondern auch schneller ranzig wird.

Mache Menschen nehmen diese mit Fleisch und „Schutzatmosphäre“ gefüllten Plastikbehälter und stellen diese in die Gefriertruhe, was gar keine gute Idee ist. Das Fleisch würde ranzig werden, denn die auf Grund des Gasgemisches stattfindenden Oxidationsprozesse laufen auch bei Minusgraden weiter.

News Top-Aktuell rät daher, mit Fleisch aus der Plastikbox „speziell umzugehen“.

„Speziell umzugehen“ heißt in diesem Fall: Lassen Sie die Finger von jedweden Plastikboxen mit schutzatmosphärischen Lobpreisungen.

Lassen Sie den Inhalt solcher Boxen lieber in den Märkten zu Ende verrotten, bevor Sie sich damit den Magen verderben und womöglich sogar im Krankenhaus landen, weil es zu einer akuten Lebensmittelvergiftung gekommen ist.

 

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Um Gammelware zu vermeiden, sollten Sie auch alles in den Märkten stehen und liegen lassen, was in irgendeiner Form mariniert ist, denn Marinaden machen einen Menschen sensorisch vollständig unempfänglich für Gammel.

Ist etwas vollständig mariniert, kann man weder sehen, noch riechen, und auch nicht schmecken, welches biblische Alter das Produkt schon erreicht hat.

 

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Darum bitte auch alles in den Märkten lassen, was in irgendeiner Form mariniert ist.

Von dem Verfahren mit der „Schutzatmosphäre“ sind im Grunde alle Produkte betroffen, die in einer Plastikschachtel daherkommen.

Supermärkte weisen Vorwürfe (wie immer) zurück

Obwohl der Lebensmitteleinzelhandel den Konsumentinnen und Konsumenten systematisch „Frische“ bei verpackten Fleisch vorgaukelt und ihnen Qualitätseinbußen und gesundheitliche Risiken zumutet, wird natürlich jeder Vorwurf zurückgewiesen.

„Bei der Verpackung von frisch geschlachtetem und zerlegtem Fleisch entstehe kein ranziger Geschmack des Fettgewebeanteils“, hieß es bei Lidl.

Was man unter Umständen bei NP für einen Schmonsens zu hören bekommen kann, haben wir weiter oben bereits mitgeteilt.

Edeka (das sind die, die laut eigener Aussage Lebensmittel lieben), wozu übrigens auch Marktkauf gehört, verwies darauf, dass durch das Gasgemisch die Keimflora unterdrückt werde. Dies diene der „Qualitätssicherung“.

Aha. Das ist ja sehr interessant, denn ein Schutzgas-Hersteller schreibt in seiner Produktbroschüre ganz offen: „Verursacht die Oxidation von Fetten/Ölen. Erlaubt das Wachstum von aeroben Bakterien und Schimmel…“.

Aufgrund der Einwirkung hoher Sauerstoffkonzentrationen sind auch Erhöhungen der als gesundheitsschädlich bekannten Cholesteroloxide im Fleisch beschrieben worden.

Und nun sollen die, die Lebensmittel immer so schön lieben (Edeka) doch bitte mal erklären, was all das mit „Qualitätssicherung“ zu tun hat!

„Foodwatch“ hat schon im Jahre 2010 umfangreiche „Schutzatmosphäre“-Tests durchgeführt, und siehe da…:

Der rosaroten Gaswelt im Kühlregal ließ sich bei vier großen Handelsketten entlocken, dass 100 % des SB-Fleisches künstlich aufgehübscht wird, um frische vorzugaukeln, die womöglich längst nicht mehr vorhanden ist.

 

 

Die sogenannte „Schutzgasatmosphäre“ schützt einzig und allein die Anbieter davor, dass „König Kunde“ den desolaten Zustand von Fleischprodukten sofort erkennt.

Marinaden schützen hingegen davor, dass der erschreckende Zustand von Fleischprodukten überhaupt festgestellt werden kann.

Was kann man tun?

Zuerst wirft man mal einen intensiven Blick darauf, wie frisches Mett auszusehen hat:

 

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Frisches Mett ist durch und durch schön rötlich mit leichten Fetteinlagerungen. Mett darf weder braun, noch grau und schon gar nicht grün sein, denn dann handelt es sich um vergammeltes Mett, welches nicht mehr für den Verzehr geeignet ist.

Fleischwaren daher nie kaufen, wenn diese in Plastikschachteln daherkommen, denn in diesen befindet sich ein Gasgemisch, was selbst überaltertes Fleisch frisch aussehen lässt.

Fleischwaren daher immer nur an der Bedienungstheke erwerben. Das ist zwar auch kein Garant für Frische, allerdings wird es da schon wesentlich schwieriger, der Kundschaft vergammeltes Fleisch anzudrehen.

Will man ein Bratenstück erwerben, so sollte man dieses schon vor Ort überprüfen. Zu achten ist dabei darauf, dass das Fleisch äußerlich nicht schmierig ausschaut oder seltsame Verfärbungen aufweist.

Das Innere sollte man ebenfalls prüfen, indem man darum bittet, ein Stück vom Ganzen abzuschneiden. Sind auch innerhalb des Fleisches keine unschönen Verfärbungen zu erkennen, so hat man sehr gute Chancen, schönes frisches Fleisch zu bekommen.

                                                                                                                                
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4 Antworten zu Gammelfleisch bei NP Discount

  1. Klinger sagt:

    Bei mir mal genau dasselbe: außen schön rötlich – innen Gammel. Kaufe kein Fleisch mehr in Plastikkisten. Es ist so, wie es im Artikel beschrieben ist: Statt bereits zu altes Fleisch zu entsorgen, soll das vergammelte Zeig noch verkauft werden. „Schutzatmosphäre“ macht ´s möglich.

    Ich schließe mich der Empfehlung von NTA an: Fleisch besorgt man sich besser nur noch von der Bedienungstheke und auch da schaue ich sehr genau hin.

  2. bella donna sagt:

    die krönung ist ja wohl dieser jürgen abraham in dem video. gute güte… kann der schlecht lügen.

    „das fleisch bleibt durch sauerstoff länger frisch.“ so einen blödsinn könnte ich noch nicht einmal meiner oma erzählen und die wird bald 90!

    aber gut… da weiß man doch wieder welche firmen man zu meiden hat.

    wir kaufen schon länger so gut wie gar nichts mehr. gemüse und obst bauen wir selber an – wald und wiesen bieten tolle nahrungsmittel vollkommen gratis an – und fleisch (schier, roh, nicht gepökelt, nicht geräuchert, nicht mariniert) besorgen wir uns von der bedienungstheke

  3. Doro und Ralf sagt:

    Vielen Dank NT-A.
    Durch eure immer wieder hervorragende Berichterstattung über die erbärmlichen und entsetzlichen Zustände der Lebensmittelund sonstiger Produkte, welche im Handel angeboten werden, sind wir zu Selbstversorgern geworden und konnte sogar Verwandte, Freunde und Bekannte dazu bewegen, sich uns anzuschließen.

    Nochmals vielen Dank an NT-A

    News Top-Aktuell:

    Immer wieder gern geschehen.

  4. Heinz sagt:

    Wer noch Fleisch kauft aus Massentierhaltung, hat noch gar nichts verstanden.

    News Top-Aktuell:

    Ah ja. Na dann klären Sie für ´s Verständnis all jene doch mal auf, die Fleisch aus Massentierhaltung kaufen.

    Im Übrigen können Sie froh sein, dass wir Ihren Kommentar überhaupt veröffentlicht haben, da wir begründungsfreie, also leere Kommentare gewöhnlicherweise ausblenden.

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