„Gutes Fleisch hat nun mal seinen Preis.“ So lautet zumindest die Aussage von etwaigen Fernsehköchen und Händlern, die den Hals nicht voll genug bekommen können.
Die Realität ist natürlich wie immer eine völlig andere, denn der Preis von Fleisch, wie auch von anderen Artikeln, hängt wie immer in erster Linie von der Geldgier der Anbieter ab.
Klassischerweise geht man in den Supermarkt oder zum Metzger vor Ort, um dort Fleisch zu erwerben. Dort sind die Preise in den allermeisten Fällen bereits weit überzogen.
Bei „Real“ fanden wir kürzlich ein Angebot, welches sich von handelsüblichen Angeboten deutlich im Preisunterschied bemerkbar machte: Rinderfilet für 17,99 pro Kilo. Das ist ein Angebot, welches sogar mal einigermaßen in Ordnung geht.
Normalerweise ist Rinderfilet in Supermärkten nicht für unter 29 Euro pro Kilo zu haben, wobei zum Beispiel auch Irisches Rindfleisch angeboten wird, welches preislich vollkommen überteuert ist. Da kostet das Kilo Irisches Rinderfilet dann rund 40 Euro pro Kilo.
Wie oben rechts auf dem Prospekt werden dann immer gern Bildchen mit dem Logo „Irish Beef“ und Rindviehchern in freier Natur auf saftig grünen Wiesen gezeigt. Das soll dann suggerieren, dass es sich „um ganz besondere Qualität“ handeln würde.
Leider entsprechen solche Bildchen nicht immer ganz der Realität, „denn in den Wintermonaten (November bis März) werden irische Rinder aus dem Futtermischwagen ernährt“, erklärt Paddy O`Reilly, irischer Milcherzeuger aus Castledermot im County Kildare.
„Der Futterzuwachs ist bei kühlen Temperaturen auf den Weiden zu gering“, so O`Reilly weiter.
Das ist übrigens heimisch nachvollziehbar, denn im Winter mäht auch in Deutschland niemand Rasen, weil der Graswuchs dann pausiert.
Ein weitere Unschönheit bei Importfleisch aus Irland oder woher auch immer, ist die Sache mit dem Transport, wofür natürlich entsprechend Treibstoffe in Bewegungsenergie umgewandelt werden müssen, wodurch Schadstoffe entstehen, welche in die Atmosphäre gelangen.
Das kann man auf Grund von Geringfügigkeit allerdings vernachlässigen, da es natürliche Quellen gibt, die weit mehr „Dreck“ an die Atmosphäre abgeben. Trotzdem sollte man besser auf regionale Produkte zurückgreifen, sowie saisonal essen, statt Produkte zu kaufen, die um die halbe Erde gekarrt worden sind.
Gibt ´s denn nun überhaupt Unterschiede, welche die massiven Preisunterschiede rechtfertigen? Unseres Erachtens nach nicht, denn Rind ist erstmal Rind, egal ob es in Deutschland, Irland oder Argentinien groß geworden ist.
Schaut man sich dann noch die deutschen Agrarmarktpreise für Rind an, fällt einem sowieso nichts mehr ein.
Erzeugerpreise Jungbullen – Preise für das gesamte Bundesgebiet (45 KW 2016):
Preisfeststellungen und Notierungen; nach Schlachtgewicht und Fleischhandelsklassen abgerechnet; außerhalb der Märkte; frei Schlachtstätte; in EUR/kg Schlachtgewicht ohne widerrechtliche MwSt: 3,32 bis 3,76 Euro pro Kilogramm!
Und was haben die Konsumenten im Supermarkt und beim Metzger für ein Kilogramm Rinderfilet zu bezahlen? Ohne weiteres das zehnfache oder noch mehr.
Wenn Sie das schon für unfair und teuer halten, dann sollten Sie mal abwarten, über was für Dreistigkeiten wir im Weiteren zu berichten haben.
Schon lange kann man Fleisch auch im Internet online bestellen. Was einem da allerdings für Preisvorstellungen begegnen, schlägt jedem Fass den Boden aus.
Bezüglich Preise gehört Otto-Gourmet zweifellos mit zu den unverschämtesten Anbietern.
Ab 74 Euro pro Kilo Rinderfilet geht ´s überhaupt erst los, wofür Sie allerdings nur Filetspitzen erhalten. Die Unverschämtheiten enden bei Otto-Gourmet in dieser Auflistung bei 108 Euro pro Kilo Rinderfilet.
Das ist allerdings noch nicht der Gipfel des Preiswuchers im Internet, wenn es um Rinderfilet geht!
Gourmetfleisch.de kann das noch deutlich toppen, denn dort werden Preise aufgerufen, die eigentlich im Bereich der Kriminalität einzuordnen sind.
Unter 130 Euro pro Kilogramm bekommt man bei Gourmetfleisch.de schon mal gar kein Rinderfilet. Argentinisches Rinderfilet schlägt dann mit 147 Euro pro Kilogramm zu Buche, welches man im Großmarkt übrigens für unter 30 Euro pro Kilo bekommt.
Weiter geht ´s mit Rinderfilet aus Frankreich, welches pro Kilo 163,33 Euro kosten soll.
Mit Hormonen vollgestopftes US-Rinderfilet ist für 198 Euro pro Kilo zu haben. Man kann aber auch Rinderfilet aus Neuseeland erwerben, welches dann 325 Euro pro Kilo kostet.
In der Firma Gourmetfleisch.de ist die preisliche Fantasie mit den Geschäftsführern offenbar vollständig durchgegangen.
Leider ist der Erwerb von Fleisch über das Internet auch bei anderen Anbietern preislich viel zu teuer, sodass es wohl das beste sein dürfte, darauf vollständig zu verzichten.
Finger weg von „Dry aged“-Produkten
„Dry aged“ bedeutet „trocken gealtert“ und sogenannte „Dry aged“- Produkte sind zunächst einmal deutlich teurer, als korrekt gereiftes Fleisch.
Wie „Dry aged“-Produkte in Natura aussehen, wollen wir unseren werten Leserinnen und Lesern natürlich nicht vorenthalten:
Was Sie da gerade gesehen haben, ist Fleisch, welches verschimmelt und faulig, also schlicht und ergreifend vergammelt ist. Vielleicht sagt der Einen oder dem Anderen noch der Begriff Gammelfleisch etwas.
Dieses vergammelte Zeug kann man tatsächlich für sehr teures Geld kaufen.
Zwar ist das Fleisch in der Tat überaus zart, doch ergeben sich daraus Nachteile, wenn man Fleisch bei Kühlhaustemperaturen vergammeln lässt, denn das kann die Gesundheit erheblich schädigen, und das sogar erst Jahre später.
Umgangssprachlich versteht man unter „Verderb“ den bakteriellen Verderb oder Fäulnis.
Bakterien sind allerdings nur eine von mehreren möglichen Ursachen von verdorbenen Lebensmitteln.
Von mikrobiellem Verderb wird gesprochen, wenn Mikroorganismen wie Bakterien oder Schimmelpilze durch ihre Vermehrung und Stoffwechseltätigkeit ein Lebensmittel so weit in seiner Beschaffenheit verändern, dass es nicht mehr für den Verzehr geeignet ist.
Die physikalisch-chemischen, biochemischen oder mikrobiologischen Veränderungen eines verdorbenen Lebensmittels führen zu deutlichen Änderungen der Beschaffenheit im Aussehen (z.B. Schimmel), der Konsistenz, des Geruchs und des Geschmacks.
An diesen Veränderungen kann der Verbraucher erkennen, dass Fleisch verdorben ist. Verbraucher sollten solches Fleisch auf keinen Fall mehr essen.
Wenn Fleisch bei Kühlhaustemperaturen vergammelt, so können sich dabei auf dem Fleisch nicht nur Schimmel, sondern auch Enterobakterien vermehren, die ein Indikator z. B. für Salmonellen sein können.
In der Tiefe der Muskulatur können sich Clostridien vermehren, deren Gifte zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall und auch Erbrechen führen können.
Das Schimmelproblem
Schimmel ist erst einmal ein Pilz – und zwar ein Mikropilz. Schimmelpilze sind weithin als Verderber von Lebensmitteln bekannt.
Durch Schimmelpilze sind häufig Lebensmittel wie Brot und Backwaren, Früchte, Konfitüre, Nüsse, Käse, Fleisch und Wurst befallen.
Die meisten Schimmelpilze produzieren gesundheitsschädliche Giftstoffe (Mykotoxine). Bei einigen Mykotoxinen wurde eine krebserregende Wirkung nachgewiesen.
Von Schimmel befallene Lebensmittel sollten in der Regel daher unbedingt komplett weggeworfen werden.
Schimmelpilze bilden ein Fadengeflecht (Myzel) im Lebensmittel, dass mit dem bloßen Auge nicht zu sehen ist.
Meist sind nur weiße oder farbige Flecke am äußeren Teil der Speisen sichtbar, die großzügig weggeschnitten werden.
Das mit dem bloßen Auge nicht zu erkennende, aber ebenfalls giftige Fadengeflecht im Innern bleibt allerdings erhalten und wird schön mitgegessen.
Das Gift dieser Schimmelpilze hat noch einen weiteren Nachteil: Es ist hitzebeständig.
Soll heißen: Backen, Braten, Brutzeln, Kochen, Grillen interessiert diese Gifte nicht – sie bleiben trotzdem erhalten.
Wenn sich auf natürliche Weise Schimmel auf Fleisch bildet, dann ist dieser grundsätzlich toxisch!
Schimmel, Keime und Bakterien vermehren sich unter gewissen Bedingungen wie die sprichwörtliche Pest und erzeugen Gifte.
Darum sollte man Lebensmittel wegwerfen, wenn diese auch nur den kleinsten Schimmelbefall aufweisen.
Dass man vergammeltes Fleisch für sehr teures Geld im Handel kaufen kann, ist ein Skandal, doch hierzulande ist ja bekanntlich so gut wie alles skandalös.
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Ich sehe das thema lebensmittel seit jahren entspannt.
Fleisch esse ich so wenig wie möglich. Grundsätzlich. Weil ich auf das wenige darin enthaltene protein nicht angewiesen bin.
Eier und Fisch ist da eine bessere quelle.
Zum thema händler: es gibt immer zwei schuldige in diesem kanon der fressucht. Einer der es anbietet und einer der das angebot annimmt und kauft.
Also liegt die entscheidung bei uns selbst, ob das gammeledelschimmelfleisch einen absatz findet.
Die nummer mit der schweinelende stimmt wohl.
Linsen,eier und fisch als proteinlieferant ist für mich eher erschwinglich, bei den mengen die ich benötige und vertilge.
Aber wieder was gelernt.
Ehrlich gesagt, habe ich no nie eine grössere Ansammlung an Schwachsinn und geistigem Durchfall gelesen.
Allein schon die Preisangabe für Rindfleisch am Schlachthof und der Vergleich mit Rinderfilet „das kostet dann das 10fache im Handel“ zeugt von völliger Unkenntnis der Materie und schlechter Recherche.
Der Preis am Schlachthof gilt für ein GANZES Rind pro kg. Wieviel davon wiegt wohl ein Filet????
Und diese Gammelfleischstory bei Dry Aged ist einfach nur lächerlich.
Da hat der Verfasser keine Ahnung von Fleischreifung, die richtig durchgeführt nichts aber gar nichts mit verdorbenem Fleisch zu tun hat, aber es mal schön verbreitet im Netz.
Skandalös ist in diesem Fall nur diese Berichterstattung.
ohh ohh, sie scheinen ihr Fachwissen wirklich nur aus dem Internet zu beziehen.
Zudem fehlt ihnen das Grundwissen für wirtschaftliche Zusammenhänge.
Wie sonst kann man denn schlussfolgern das Rinderfilet soviel kostet wie ein beliebiges Teilstück vom Rind?
Zudem sind dies Erzeugerpreise in die Kategorien Jungbulle, Färse, Bulle, Kühe und Ochsen aufgeteilt wobei sich hier die Preise nicht unerheblich unterscheiden. Einen weiteren Preisunterschied gibt es noch durch die Gewichte in der Hkl.
Nach ihrer utopischen Rechnung würde sich ja ergeben das jedes Teil pro kg 3,60 € kosten würde.
Wer würde denn für Panzen oder Fett den Preis bezahlen?
Man bedenke zudem das der Anteil an Filet bei einem Jungbullen Hkl.3, einem Schlachtgewicht von ca. 420 kg gerade mal 0,6% ausmacht, der Knochen- und Fettanteil aber etwa 40 – 50% beträgt.
Der daraus resultierende Preisunterschied wird im kaufmännischem Bereich Kalkulation genannt.
Ich hoffe ich konnte ihr Fachwissen etwas aufbessern.
Neid.
Ahnungslos und ungebildet .
Fersen in U S A bekommen keine Wachstumshormone.
Schonmal was von Angebot und Nachfrage gehört???