Brief versenden für unter 5 Cent

 

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Feldpost – Reichspost – Briefe versenden, bis zu 20g: nur 3 Cent. Worum geht ´s? Es geht um Gebühren, die von der Firma Deutsche Post AG und anderen Zustelldiensten für das versenden von Briefen, Paketen usw. erhoben werden.

Post zu versenden wird ständig teurer. Mit heutigem Stand (Februar 2016) kostet das Versenden eines lausigen Briefes bereits 70 Cent!

Nun wies uns einer unserer „Reichsbürger“ – sorry… Spaß muss sein 🙂 – einer unserer werten Leser wies uns darauf hin, dass das versenden eines Briefes zum Preis von nur 4 Cent tatsächlich auch funktioniert. Ein weiterer Leser bestätigte dies.

4 Cent statt 70 Cent? Was werden wohl die Main-Stream- Schweine- und Lügenmedien dazu mitteilen? Vielleicht sowas hier: „Treiben neubraunesoterische Verschwörungsreichstheorienazibürger unsere Post in die Pleite?“ Hach… herrlich. 🙂

Nun aber Schluss mit dem Ulk. Kommen wir zum Eigentlichen:

So gut wie keiner weiß es, aber nach dem immer noch gültigen Weltpostvertrag von 1874 können Briefe bis 20 g für 3 Cent verschickt werden.

Voraussetzung: Postleitzahl in eckige Klammern setzen. Fertig. Ab geht die Post.

Zum Thema, hier nun Interessantes per Video:

 

 

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Weitere Möglichkeit: Kriegsgefangenenpost gratis versenden. Siehe Video:

 

 

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Frankiert mit nur 4 Cent und für gut befunden. 3 Cent würden übrigen auch ausreichen, jedoch gibt es die 1 Cent Briefmarken nur am Automaten und nassklebend.

Klar! Gewisse Schmeißfliegen (man sie auch Trolle nennt) verbreiten nun gern folgende Botschaft: „Die Briefe sind nur angekommen, weil keiner die Briefmarken kontrolliert“.

Das kann natürlich sein. Muss es aber nicht. Fakt ist hingegen: Bei der Post sind 2 Cent Briefmarken zu bekommen. Warum?

Darauf könnte man entgegnen: „Damit nicht aufgebrauchte Briefmarkenbestände weiter verwendet werden können, bietet die Deutsche Post eine 2 Cent-Briefmarke als Ergänzungsmarke an.“

Das kann natürlich sein, doch uns zeigt es eher, dass der alte Weltpostvertrag immer noch gültig ist. Dazu kommen wir aber im weiteren Verlauf noch, insbesondere darauf, dass es überaus unwahrscheinlich ist, dass die Briefe nur darum angekommen sind, weil keiner die Briefmarken kontrolliert.

Die Post könnte das Befördern von 4 Cent-Briefen ja auch verweigern. Warum macht sie das nicht? Antwort: Weil sie aus dem Weltpostvertrag nicht ´rauskommt und weil das hiesige Land offenkundig besetztes Kriegsgebiet bei schweigenden Waffen ist.

Die Post ist eine Firma und muss sich aus den genannten Gründen an den alten Weltpostvertrag halten.

Kommen wir nun zu Erfahrungswerten aus dem Netz:

„Begonnen habe ich damit, ca. 650 Briefe in einen Briefkasten zur gleichen Zeit einzuwerfen. Am Tag darauf waren alle Briefe wieder im Postfach. Ohne Strafe. Nur der normale Aufkleber mit dem Hinweis: 56 Cent fehlen. Bitte nachzahlen, Aufkleber entfernen und erneut versenden.

Anschließend habe ich die Briefe auf vier Gebiete mit je einem eigenen Briefzentrum auf Briefkästen verteilt. Immer zwischen 5-15 Briefe.

Am Folgetag sind ca. 50 Briefe zurückgekommen, die ich natürlich sofort wieder auf weitere Briefkästen verteilt habe. Jetzt sind alle angekommen! Ich habe keine Erklärung dafür, warum es einige schaffen und einige nicht.

Auffällig ist: Wenn ich Briefe, ohne eckige Klammer versende, und nur ein einziger Cent fehlt, dann kommen die in 98 Prozent aller Fälle zurück.

Von mittlerweile 1000 Briefen bis 20 Gramm mit eckiger Klammer um die Postleitzahl, sind nur 50 Briefe zurückgekommen.“

Ende der Erfahrungswerte aus dem Netz.

Interessant ist vor allen Dingen folgender Satz: „Auffällig ist: Wenn ich Briefe ohne eckige Klammer versende und nur ein einziger Cent fehlt, dann kommen die in 98 Prozent aller Fälle zurück.“

Aha! Mangelnde Kontrolle scheint es also nicht zu geben, wenn 98 Prozent unzureichend frankierter „normaler“ Briefe wieder zurück kommen – gleizeitig aber 950 von 1000 Briefen ihr Ziel erreichen, deren Postleitzahlen in eckigen Klammern stehen und die mit nur 4 Cent, vermeintlich deutlich unterfrankiert sind.

Übrigens! Damals konnten Briefe innerhalb der Reichsgrenzen für 5 Pfennige verschickt werden.

Das angebliche „Gerücht“ um den Weltpostvertrag mit wenigen Cent Porto ist dem Post-Pressesprecher Rainer Ernzer hinlänglich bekannt. „Das ist natürlich Quatsch“, sagt er.

Was soll er auch sonst sagen? Es wäre ja blöd, wenn die Bevölkerung spitz kriegt, dass man Briefe auch für drei, statt für siebzig Cent versenden kann.

Also muss Ernzer den Weltpostvertrag natürlich als „Quatsch“ abtun. Wie aber sieht das denn nun wirklich aus? Dazu fanden wir folgende Informationen:

Da es vor und nach der angeblichen „Wiedervereinigung“ (die erwiesen nie stattgefunden haben kann) nachweisbar keinen Staat „BRD“ gibt, sondern das, was vorher da und auch schon nicht souverän war (Weimarer Republik), gilt das, was zuletzt gegolten hat und nie aufgehoben wurde: der Weltpostvertrag.

Beim Porto unterschied man zwischen

• 1. Briefen (3 Cent pro 1/2 Unze bis 300 Meilen, darüber 10 Cent, etwa für einen Brief von Ost- zur Westküste) , Briefe mit Geld oder Wertsachen mussten rekommandiert, eingeschrieben, werden,

• 2. periodischen Schriften nach dem Gewicht und nach der Häufigkeit ihres Erscheinens (zwischen 1x wöchentlich zu 5 Cent pro Quartal bis 35 Cent bei siebenmaligen Erscheinen).

Erscheinen weniger als einmal die Woche und Wochenschriften innerhalb der Grafschaft waren frei. Ansonsten galten 4 Cent je 4 Unzen.

• 3. Alles andere wurde mit 2 Cent für je 4 Unzen befördert, so wurden z.B. 3 Circulare als 4 Unzen gerechnet.

Einschreibsendungen waren, seit dem Gesetz vom 3. März 1863 (§ 32), möglich, bei einem Zuschlag von 20 Cent. Es wurde jedoch bei Verlust kein Ersatz geleistet.

Durch den Bürgerkrieg war per Gesetz vom 24. Juli 1861 und 21. Januar 1862 sowohl für Soldaten und Matrosen eine Portofreiheit eingeführt worden. Dies war möglich geworden, weil eine eigene Feldpost für die Annahme und Abgabe solcher Sendungen bestand.

Das Gesetz vom 21. Januar 1861 regelte die Behandlung der unzustellbaren oder unfrankierten Sendungen.

Dazu wurde eine Abteilung für „tote Briefe” gegründet. Sendungen wurden, wenn sie Wertsachen enthielten, gegen 3 Cent zurückgesandt.

In großen Handelsstädten bestanden neben dem Hauptpostamt noch Zweigpostämter (Gesetz vom 3. März 1847) und eine Stadtpost, mit einem Porto von 1 Cent für den einfachen Brief.

Der Post-Pressesprecher Rainer Ernzer scheint der realistischen Welt also nach links oder rechts oder überhaupt entrückt zu sein.

Kurzum: Postleitzahl in eckige Klammer setzen – 4 Cent drauf (Rest ist Trinkgeld) und ab dafür.

Extratipp: Da in den Zustellfirmen (Post AG usw.) gern mal „wilder Mann“ gespielt und teilweise die Post an den Absender zurück gesendet wird, empfehlen wir, als Absender einfach den Empfänger auch auf die Rückseite des Briefkuverts zu schreiben. Schon hat sich ´s erledigt, mit dem verweigern der Zustellung an Zivilinternierte und Kriegsgefangene.

Also: einfach mitmachen und ausprobieren. Zu verlieren hat man da nichts. Man muss ja nicht gleich hunderte Briefe auf einmal losjagen. 🙂

                                                                                                                                
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11 Antworten zu Brief versenden für unter 5 Cent

  1. Herr Olaf sagt:

    Hallo, also ich gebe am Postautomaten bei „Wunschwert“ 3Cent ein und die Marke wird direkt gedruckt. Mache das gerne und alle Briefe sind angekommen.

  2. hansk89 sagt:

    Hallo,

    von dieser Vorgehensweise habe ich auch schon einmal etwas gelesen – interessant! Muss meine Lebensgefährtin einmal fragen, ob’s die Marken auch bei denen in der Poststelle zu kaufen gibt.

    Besonders die Information von Alexander Wagandt im obigen Video, wo er vorschlägt, sich bei Schwierigkeiten beim Weltpostverein zu beschweren. Als er allerdings bekannt gab, dass dieser in der Schweiz ist, fing ich an zu grübeln.

    *STOPP – Kommentar ausgeblendet*

    News Top-Aktuell:

    Entschuldigen Sie bitte, dass wir Ihren weiteren Kommentar ausblenden mussten, aber wildeste Spekulationen, weitab vom hiesigen Thema, helfen niemanden und sind nicht zielführend. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

  3. kairo sagt:

    Ich habe leider im Weltpostvertrag nichts dazu gefunden.

    News Top-Aktuell:

    Ja. Ist ja auch nicht so einfach, wie sich vor dem Fernseher blöd zu glotzen.

    Da gibt es gar keine € oder $ und Cent, nur „Sonderziehungsrechte“

    News Top-Aktuell:

    Und das verwirrt Sie, weil Sie mit dem Begriff „Sonderziehnungsrecht“ nichts anfangen können. Da seien Sie mal nicht zu sehr traurig, denn mit solchen Begriffen kann im Grunde niemand etwas anfangen.

    und es wird auch nur der internationale Postverkehr geregelt.

    New Top-Aktuell:

    Vielleicht kann Ihnen das hier weiterhelfen: http://nestag.de/dokumente/Postverein_4_Cent.pdf

    Übrigens! Wichtig ist im Grunde doch nur, dass es funktioniert. Warum das funktioniert, darüber kann man sich in schlaflosen Nächten Gedanken machen – muss man aber nicht. 🙂

  4. Zuchtmeista sagt:

    Post kann man auch Gratis verschicken…. einfach den Empfänger als Absender bezeichnen…

    News Top-Aktuell:

    Auch eine nette Idee. 🙂

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