Kaufsucht ist sehr ernst zu nehmen

 

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Es sind nicht gerade wenige Menschen, die unter irgendwelchen Süchten leiden. Einige Suchterscheinungen sind in letzten Jahren allerdings extrem auffällig geworden.

Da wäre zum einen die Smartphone-Sucht. Überall und in Massen sieht man ihn: den Homo Smartphonikus.

 

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Das sind jene Menschen, die so gut wie ständig ihr sogenanntes „smartphone“ in der Mache haben: in Straßencafes, unter Freunden und Bekannten, im Bus, im Zug, auf dem Bahnhof, auf dem Klo, beim Frühstück, beim Mittagessen, beim Abendessen, ob im Restaurant oder zu Hause, am Strand, im Schwimmbad,… also immer und überall praktisch. Sogar beim Gehen wird auf dieses Mistding gestarrt!

 

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Früher haben die Menschen Auge in Auge miteinander gesprochen. Heute schiebt und wischt „die halbe Welt“ auf teuren elektronischen Dingern herum. Kommunikation von Mensch zu Mensch: Fehlanzeige, denn wie das geht, hat der Homo Smartphonikus längst verlernt.

 

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Um diese armen Leute soll es in diesem Artikel jedoch gar nicht gehen. Mit diesem Artikel wollen wir eine andere Sucht beleuchten: Die Kaufsucht!

Was oft als Frustkauf beginnt, wird eine Gewohnheit, die von negativen Gefühlen ablenken soll.

Wie bei anderen Süchten (z.B. Alkohol, Drogen) muss mit der Zeit die Dosis gesteigert werden, um (kurzfristig) einen angenehmen Gemütszustand zu erreichen.

Die Folgen: Schwere finanzielle Probleme, Verlust von sozialen Netzwerken, Wohnung usw.

Die Betroffenen haben nicht gelernt, mit negativen Gefühlen umzugehen und erwarten sich von der „Shoppingtour“ Erleichterung.

Studien zeigen, dass sich die negativen Gefühle tatsächlich verringern, jedoch ist dieser Effekt nur von sehr kurzer Dauer.

Das „Shoppen“ wird also zur Ersatzhandlung für die Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen: Anstatt frustrierende Erlebnisse, Traurigkeit oder Misserfolge mit der Familie, mit Freunden oder mit wem auch immer zu besprechen und zu verarbeiten, wird „Shoppen“ gegangen, um sich davon abzulenken.

Als Ursachen der Kaufsucht werden verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen:

Einerseits könnten Hirnprozesse – vor allem die Ausschüttung von „Belohnungshormonen“ – für das zwanghafte Kaufen verantwortlich sein – andererseits wird auch mangelnde Impulskontrolle, also die mangelnde Kontrolle über plötzlich auftretende Wünsche, als Grund für Kaufsucht gehandelt.

Zudem kaufen viele Betroffene ein, um ihren niedrigen Selbstwert zu heben. Vor allem aber ist Kaufsucht ein kulturelles Phänomen:

Lediglich in westlichen Ländern, in denen viele Güter, sowie Dienstleistungen zur Auswahl stehen und in denen der Bevölkerung rund um die Uhr Konsum, Konsum und noch mal Konsum eingetrichtert wird, kann sie sich ausbilden.

Zu den Symptomen einer Kaufsucht gehören folgende Verhaltensweisen:

Der Kaufwunsch ist so stark ausgeprägt, dass ihm kaum widerstanden werden kann.

Beginn und Dauer des Kaufrausches können schwer vom Betroffenen kontrolliert werden.

Es muss immer häufiger eingekauft werden, um den gewünschten Gefühlszustand zu erreichen (Dosissteigerung).

Das Gekaufte wird kaum benutzt, sondern eher gesammelt und gehortet. Andere Interessen und Hobbys werden vernachlässigt. Es wird weiter eingekauft, obwohl das Verhalten bereits negative Konsequenzen nach sich zieht (z.B. Verschuldung).

 

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Wenn nicht eingekauft werden kann, treten Entzugserscheinungen auf, wie das unangenehme Gefühl, eine wichtige Gelegenheit zu verpassen.

Kaufsucht bleibt oft lange unerkannt, da das Einkaufen bis zu einem gewissen Grad zum täglichen Leben dazugehört und als normal empfunden wird.

Oftmals verstecken Kaufsüchtige ihre Einkäufe aus Scham auch vor Angehörigen und Freunden.

Sich einzugestehen, dass das „Shoppen“ zu einem Problem geworden ist, ist der erste Schritt zur Besserung.

 

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Wenn die Betroffenen nicht zur Selbsterkenntnis gelangen oder nicht selbst Hilfe suchen, wird das Problem oft erst dann entdeckt, wenn die finanzielle Not bereits groß ist.

Ein Nachmittag in der Fußgängerzone von Hannover. Werbeplakate preisen die neuste sogenannte „Schuhmode“ an. Ein Bekleidungsgeschäft wirbt mit angeblichen „Tiefstpreisen“. Aus einer Parfümerie strömen süße (wenn auch giftige) Düfte und ein Kaufhaus lockt mit sanfter Musik.

Vor ein paar Jahren hätte Sieglinde hier nicht allein entlanggehen können.

„Mir war es im Prinzip egal, wie teuer das ist, beziehungsweise meiner Sucht war es egal, wie teuer das ist. Es ging um das Teil, das ich haben wollte.“

Kontrollverlust beim „Shoppen“

Fast 25 Jahre lang war Sieglinde kaufsüchtig. Sie ging nicht einkaufen, sie ging „shoppen“. Das tat sie nicht, weil sie eine neue Hose, ein Paar Schuhe oder ein bestimmtes Buch brauchte, sondern weil sie einen unstillbaren Drang zum Kaufen verspürte.

„Also zum Schluss bin ich jeden Tag losgegangen in drei, vier, fünf Läden. Also da war mein Tag, auch wenn ich gearbeitet habe, hinterher ausgetickert bis sieben, acht Uhr.

Also ich bin nicht zum Stillstand gekommen, weil ich am Tag mindestens so ein so ´n „Erlebnis“ haben musste.“

Sieglinde gehörte mit ihrer Sucht zu einer immer größer werdenden Gruppe. Es wird geschätzt, dass fünf bis zehn Prozent der Erwachsenen in Deutschland kaufsüchtig sind. Bei den Jugendlichen sind es sogar noch mehr. Tendenz steigend!

Nach den Smartphone-Abhängigen bilden Kaufsüchtige damit die zweitgrößte Gruppe der Süchtigen im hiesigen Land.

Eine der wenigen Psychologinnen, die in Deutschland das pathologische Kaufen erforscht, ist Professor Astrid Müller von der Medizinischen Hochschule in Hannover.

 

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„Also das Kernsymptom von Kaufsucht besteht darin, dass exzessiv mit einem großen Kontrollverlust beim „Shoppen“ immer wieder Waren konsumiert werden, die Menschen entweder überhaupt nicht brauchen, oder in der Anzahl nicht brauchen.

Sie kaufen, um ihre Gefühle zu „modulieren“ – also wenn sie sich langweilen, wenn sie traurig oder gefrustet sind. Das heißt: es geht also nicht primär darum, etwas zu erwerben, um es hinterher auch nachhaltig zu benutzen, sondern es geht um den Kaufmoment und die Ablenkung an sich.

Also die Patienten erzählen mir, dass sie einen Großteil der Waren nie auspacken, dass sie (noch mit Preisschildern versehen) in ihren Schränken, in Kisten, unterm Bett, im Keller, in der Garage oder sonst irgendwo landen – dass sie sie also horten sozusagen. Das machen zwei Drittel der Patienten.

Und wenn ich trotzdem nicht aufhören kann zu kaufen, obwohl ich schon finanzielle Probleme habe, meine Miete nicht mehr bezahlen kann, meine Privatschulden bei meiner besten Freundin nicht zurückzahlen kann, dass ich, sobald ich Geld in der Hand habe, das ausgeben muss für irgendetwas, was nicht sein muss, dann ist das Kaufsucht“.

Dabei ist Einkaufen eigentlich „eine tolle Sache“. So jedenfalls wird es von der Werbung suggeriert. Leider gibt ´s sehr viele gedankenlose Menschen, die das auch noch glauben, was die Werbung erzählt.

Wer einkaufen kann, sei angeblich „erfolgreich“. Angeblich können wir uns sogar „glücklich kaufen“. Fragt sich nur wie lange?! Die Kaufsucht ist die dunkle und leider deutlich weniger beachtete Seite dieser Angelegenheit.

 

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Schulden über Schulden

Sieglinde kaufte jahrelang maßlos ein – macht viele zehntausend Euro Schulden und sitzt am Ende acht Jahre in der Forensischen Psychiatrie.

Begonnen – das sagt die heute 60-Jährige im Rückblick – hat alles in ihrer Jugend.

„Also, ich war damals Lehrling und da gab es halt wenig Geld. Das waren so heutige 50 Euro pro Monat im ersten Lehrjahr und ich hab natürlich dann angefangen am Tage so in der Stadt zu sein und mir so Dinge zu kaufen.

Irgendwann häuften sich die ersten Schulden an, die Jahr für Jahr größer wurden.

„Und ich hab lange gedacht: Das krieg´ ich wieder hin. Ich krieg´ es hin. Das krieg´ ich in den Griff. Wenn am Ersten das Geld kommt, dann gleiche ich die Konten aus und gebe meinen Eltern ihr Geld zurück.“

Doch dann kamen private Sorgen dazu: Nach langem Klinikaufenthalt stirbt Sieglindes Mann.

Die junge Frau trauert und fühlt sich überfordert von der Verantwortung für ihre Kinder, die sie nun alleine trägt. Noch häufiger als zuvor geht sie jetzt einkaufen.

„Ich hab jemanden verloren, was mir das Herz zur Hälfte ´rausgerissen hat und das hab´ ich versucht, ja, mit dem, was ich gekauft habe, irgendwo wieder heile zu machen.“

„Shoppen“ ist das Einzige, was Sieglinde Zimmer nach dem Tod ihres Mannes noch ein gutes Gefühl verschafft.

Mit der Zeit merkt ihr Umfeld, dass etwas nicht stimmt

„Und meine Mutter sagte immer: Du läufst ´rum wie Lady Di“. Gleichzeitig bekommt sie für ihr Aussehen Komplimente.

„Und dann kam natürlich auch: Tolle Sachen hast Du. Das sieht ja toll aus. Wo hast’n das her?“

Es ist dieser Zuspruch, in dem sie sich sonnt – gleichzeitig wird ihr immer bewusster, dass ihr Einkaufsverhalten nicht normal ist.

 

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„Zwei Jahre später bin ich eigentlich schon von mir aus zum Therapeuten gegangen und habe gesagt: Ich geh immer los und irgendwo habe ich das Gefühl, ich muss kaufen und ich kann das nicht abstellen.

Dann bin ich in eine Klinik gegangen und von allen Seiten hörte ich: Ach, das ist vom Tod Ihres Mannes, Sie trauern, das wird schon wieder. Und dann habe ich gedacht: Na gut, die müssen das ja irgendwie wissen, die werden das irgendwo schon so meinen, wie sie das sagen. Und so ist das Ganze noch mehr ausgeufert.“

Jahrzehntelang wurde die Kaufsucht auch von Medizinern entweder gar nicht erst erkannt, oder nur milde belächelt.

In den 80er und 90er Jahren war das Phänomen noch unbekannt und weitgehend unerforscht. Inzwischen wird Kaufsucht von Medizinern und Wissenschaftlern sehr ernst genommen!

An manchen Tagen fährt Sieglinde Waren im Wert von mehreren tausend D-Mark in ihrem Kofferraum nach Hause.

Die Tüten trägt sie häufig erst nachts ins Haus, wenn ihre Kinder schlafen. Die Rechnungen versteckt sie in Blumenvasen und Schubladen.

Immer wieder nimmt sie sich vor, am nächsten Tag nicht mehr „shoppen“ zu gehen – und kann dann doch nicht anders, als wieder und wieder loszugehen.

Häufig bestellt sie in Versandhäusern. Als sie die Rechnungen nicht mehr bezahlt und deshalb keine Waren mehr bekommt, ordert sie die Sachen auf die Namen ihrer Töchter.

Dann kam die Zeit, in der Stammkundinnen Waren ohne Bezahlung zur Auswahl mit nach Hause nehmen durften. Immer häufiger bringt sie die Sachen nicht zurück – bezahlt sie aber auch nicht. Wovon denn auch?

65 Ladeninhaber und Kaufhausketten haben Sieglinde im Laufe der Zeit angezeigt, weil sie Waren nicht zurückgebracht und Rechnungen nicht bezahlt hat.

Insgesamt – so wird später festgestellt werden – belaufen sich ihre Schulden zu diesem Zeitpunkt auf mindestens 65.000 DM.

Schließlich landet sie wegen Betrugs drei Jahre in der Forensischen Psychiatrie – da ist sie 39 Jahre alt.

Keiner der Psychiater nimmt richtig wahr, dass sie unter einer ausgeprägten Kaufsucht leidet. Behandelt wird sie mit einer Familientherapie.

Als die drei Jahre vorbei sind, wird Sieglinde trotzdem nicht entlassen, weil sie noch immer gefährlich für die Allgemeinheit sei.

Immerhin werden ihre Unterbringungsbedingungen gelockert: Alle zwei Wochen darf sie jetzt am Wochenende nach Hause zu ihren Kindern.

Während der Woche darf sie die Forensik verlassen, um ihren Beruf auszuüben. Sie arbeitet zu diesem Zeitpunkt als Sekretärin bei der sogenannten „Bundeswehr“. Dass sie in ihren Job zurückkehren „darf“, gilt als Therapiemaßnahme.

Doch dieses neu gewonnene Stückchen Freiheit wird für sie schnell zur Falle: Wann immer sie die Möglichkeit hat, kauft sie jetzt wieder ein – bestellt Waren im Katalog, ohne sie zu bezahlen.

Parallel zu ihrem Aufenthalt in der Forensik gibt es deshalb neue Anzeigen gegen sie. Beim alljährlichen Begutachtungstermin wird immer wieder entschieden, dass sie auf Grund der neuen Vorfälle noch nicht entlassen werden kann.

So sitzt Sieglinde insgesamt schließlich acht Jahre in der Forensik – zusammen mit Mördern, Kinderschändern und Vergewaltigern.

Nach acht Jahren wird Sieglinde schließlich aus der forensischen Psychiatrie entlassen. Nicht, weil sie nicht mehr „shoppt“, sondern weil auf Unverhältnismäßigkeit plädiert wird: Es sei nicht gerechtfertigt, jemanden wegen massiver Kaufeskapaden ähnlich zu bestrafen, wie Mörder und Vergewaltiger.

Geheilt von ihrer Sucht ist Sieglinde noch lange nicht. In all den Jahren in der Forensik, so erzählt sie, hat nie ein Therapeut mit ihr über die Kaufsucht gesprochen.

Ihre Kinder haben den Kontakt abgebrochen. Sie weiß nicht, wie ihr Leben in „Freiheit“ weitergehen soll.

Irgendwann meldet sich die Mitarbeiterin einer Selbsthilfeorganisation bei ihr. Sie fragt, ob Sieglinde sich vorstellen könne, eine Selbsthilfegruppe für Kaufsüchtige zu leiten. Sie kann. Wenige Wochen später meldet sich die erste Betroffene.

„Ja, und wir haben erzählt und irgendwo kam aus beiden Mündern das Gleiche raus: Du auch? So hast du auch empfunden? So ist das bei dir auch abgegangen?

Wie so ´ne Blase, die aufgetuckt wurde, dass so da zwei sitzen und: …nee ehrlich?

Und da hab ich gedacht: Ey, das ist wie so ´n Zauber. Das kann jetzt nicht sein. Jahrelang glaubt dir kein Mensch und es hat auch nie irgendeiner jemals gesagt, ich glaub Ihnen oder so.“

Nach acht Jahren Forensik trifft Sieglinde zum ersten Mal in ihrem Leben jemanden, der sie wirklich versteht. Das war im Jahr 2002.

Damals ist sie 47. Heute, 15 Jahre später, leitet sie die Selbsthilfegruppe noch immer. Durchschnittlich 15 Personen kommen jede Woche zu den Treffen.

Seit sechs Jahren keinen Rückfall mehr

Die Gruppe wird auch für Sieglinde zur Therapie. Wann immer sie zurückfällt in alte Muster und exzessiv einkauft, zwingt sie sich dazu, in der Gruppe darüber zu berichten.

Ganz langsam kann sie sich auch zu Dingen durchringen, die sie früher nie übers Herz gebracht hätte: Sie kauft weniger ein, fängt an, gekaufte Kleidungsstücke zurück ins Geschäft zu bringen oder Verkäuferinnen ins Gesicht zu sagen, dass sie eine Hose oder einen Pullover nicht haben will.

Seit knapp sechs Jahren, so erzählt sie, hatte sie nun keinen Rückfall mehr. Leider ist kein Zeitpunkt in Sicht, an dem alles ausgestanden ist.

Regelmäßig bekommt sie Post von Gläubigern, bei denen sie vor 20 oder 30 Jahren eingekauft hat. Samt Zinsen und Mahngebühren haben sich teilweise beträchtliche Summen angehäuft.

„Also ich werd´ das bis zum Lebensende haben“, sagt Sieglinde.

Nun dürften so einige davon überzeugt sein: „Sowas kann mir nicht passieren. So weit habe ich mich im Griff, dass mir das nicht passieren kann“. Vorsicht mit solchen „Überzeugungen“!

Der Fall von Sieglinde mag sehr krass sein, doch das kann jedem anderen Menschen auch passieren.

Junge Menschen sind da besonders gefährdet, denn je jünger, desto kaufsuchtgefährdeter. Das kommt nicht von uns! Das hat Psychologin und Psychotherapeutin Astrid Müller von der Medizinischen Hochschule Hannover beobachtet.

Wir hoffen, dass dieser Artikel dazu bewegen kann, in einer stillen Stunde mal über das eigene Shoppingverhalten nachzudenken und gegebenenfalls, früh genug gegenzusteuern.

                                                                                                                                
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2 Antworten zu Kaufsucht ist sehr ernst zu nehmen

  1. VGebsattel sagt:

    Jede, wirklich JEDE Leidenschaft kann süchtig entarten. Ist das einmal passiert, bleibt nur noch die Frage, ob der neu geborene Süchtel sich selbst oder seinen Lieben mit seinem Suchtverhalten großen Schaden zufügen würde oder ob nicht. Das wiederum ist sehr stark von der Gesellschaft (vom Sozialverband) abhängig, in der er lebt.

    Grundsätzlich ist Sucht nur dann ein Problem, wenn es Umstände gibt, die sie zum Problem machen. Klingt gestelzt, ist aber wahr. Insoweit darf ein Suchtproblem niemals unabhängig vom Umfeld des Süchtels gesehen werden. Daraus darf auch schlussgefolgert werden, dass Süchte, die nicht genuin destruktiver Natur sind, hier geduldet und da verteufelt werden. Darum bitte niemals den Süchtel isoliert von seinen gesellschaftlichen Lebensumständen betrachten.

    • hansemann sagt:

      Zumal man nur einmal süchtig werden kann.
      Das Weitere ist dann Sucht-Substitution.
      Gruss
      hansemann

      News Top-Aktuell:

      Man kann keineswegs nur einmal süchtig werden. Manche Menschen sind mehrfach süchtig – also zum Beispiel kaufsüchtig, gleichzeitig smartphonesüchtig, und/oder nikotinsüchtig, und/oder alkoholsüchtig, und/oder sexsüchtig oder was auch immer es sonst noch für Süchte gibt.

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