Fukushima 2017 – Hohe Strahlung!

 

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6 Jahre nach der Dreifach-Nuklearkatastrophe von Fukushima messen Roboter im havarierten japanischen Atomkraftwerk alarmierend hohe Werte.

Die Aufräumarbeiten in den heißen Bereichen der Atomruine Fukushima gestalten sich offenbar noch viel schwieriger, als erwartet.

Der Grund: Die Schäden im Innern der havarierten Reaktoren sind nach neuen Erkenntnissen schlimmer als bisher angenommen.

Das zeigten Aufnahmen und Strahlenmessungen aus dem Innern von Reaktor Nummer zwei.

Besonders Aufsehen erregte die Mitteilung des Betreibers Tepco, wonach an einer Stelle in der Anlage sage und schreibe 530(!) Sievert(!) pro Stunde(!), also eine extrem hohe Strahlendosis gemessen wurde.

Der 2012 ermittelte bisherige Höchstwert hatte 73 Sievert pro Stunde betragen – und das war schon eine wahnsinnig hohe Strahlendosis.

Die Zeitung „Asahi Shimbun“ titelte: „Radioaktive Strahlung in Fukushima-Reaktor könnte einen Menschen in einer Minute töten.“

Akute Strahlenschäden treten beim Menschen bereits auf, wenn er nur kurzzeitig einer Strahlung von einem Sievert ausgesetzt war. Sechs Sievert lösen grundsätzlich tödliche Folgen aus.

Zum Vergleich: Wer in Deutschland lebt, ist im Schnitt einer Belastung von 2,1 Millisievert (tausendstel Sievert) pro Jahr, und nicht etwa pro Stunde ausgesetzt.

Tepco beeilte sich allerdings mitzuteilen, dass an zwei anderen Stellen im Reaktor niedrigere Werte festgestellt worden seien. Zudem trete keine Radioaktivität aus der Anlage aus.

 

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Die an anderen Stellen gemessenen Werte von 20 bis 50 Sievert pro Stunde sind allerdings ebenfalls extrem hoch. Dass keine Radioaktivität austreten würde, kann ja wohl auch mal wieder nur ein üblicher schlechter Scherz der Atommafia sein.

Die hohen Strahlungswerte verkomplizieren die geplante Beseitigung des Brennstoffs aus den Reaktoren eins bis drei, in denen die Kerne bei dem Super-GAU am 11. März 2011 zumindest teilweise geschmolzen waren.

Schon lange ist klar, dass die Überreste des stark strahlenden Materials nur mit Robotern geborgen werden können.

Jemand vom Nationalen Instituts für Strahlenforschung in Tokio kommentierte: Man habe nicht damit gerechnet, mit derart hohen radioaktiven Belastungen umgehen zu müssen.

 

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Zu Beginn voriger Woche hatte eine Kamera erstmals Bilder von der Situation im Kern von Reaktor zwei geliefert. Die Bilder zeigten eine schwarze Masse unterhalb des Sicherheitsbehälters der Anlage.

 

 

Tepco zufolge könnte es sich um geschmolzenen Brennstoff handeln, der sich durch den Stahlmantel gefressen hat.

Dank Robotertechnik ist es seit der Havarie das erste Mal, dass die Bergungsingenieure in einem der zerstörten Reaktorblöcke geschmolzenen Brennstoff geortet haben.

Auf Grund der Zerstörungen in den Gebäuden, und auf Grund dessen, dass sich der heiße Kernbrennstoff durch den Reaktordruckbehälter gefressen hat, wusste man bisher nicht, wo das maximal strahlende Zeug überhaupt abgeblieben ist, da ein Mensch diese Bereiche gar nicht betreten kann.

Die hohen Strahlungswerte machen nicht nur das Arbeiten von Menschen unmöglich, sondern begrenzen auch die Einsatzzeiten der ferngesteuerten Geräte.

Die Strahlung ist nämlich derart hoch, dass selbst die Elektronik von Maschinen das nicht überstehen kann.

Der Sanierungsplan sah bisher vor, die leckgeschlagenen Sicherheitsbehälter bis 2021 zu reparieren und sie dann mit Wasser zu füllen, um die Strahlung abzuschirmen.

Was das bringen soll ist uns unbekannt, da sich nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb der sogenannten Sicherheitsbehälter stark strahlendes Material befindet.

Ist es zu einer Teilkernschmelze gekommen, so befindet sich ein Teil der Brennelemente womöglich noch im Reaktordruckbehälter. Damit ist aus kernphysikalischer Sicht allerdings nicht zu rechnen, da die Sache ja die ist:

Die Kühlung des Kernbrennstoffs fiel bei den betroffenen Reaktoren komplett aus. Das hatte zur Folge, dass die Reaktoren vollständig austrockneten, was wiederum nur zu einer vollständigen Kernschmelze führen kann.

Aber man kennt die hochkriminelle Atommafia ja zwischenzeitlich: verharmlosen, verheimlichen und vertuschen, auf Deubel komm ´raus. Zugegeben wird nur das, was sich nicht mehr vertuschen und verheimlichen lässt.

Bis 2025 sollten die Überreste der teilweise geschmolzenen Brennstäbe entfernt werden, um die Reaktorgebäude abreißen zu können. Den Abschluss der Arbeiten hatte man etwa Mitte des Jahrhunderts erwartet.

Allein ein Blick nach Tschernobyl genügt, um diese „Sanierungspläne“ als albern und haltlos erkennen zu können.

Erst im Jahre 2016 bekam die Tschernobylkatastrophe einen neuen Sarkophag, denn der gesamte hochradioaktive Schrott befindet sich nach wie vor dort, wo er sich schon seit rund 30 Jahren befindet.

Es ist also vermessen und vollkommen lächerlich, wenn Tepco davon fabuliert, die Überreste der Kernschmelze bis 2025 geborgen haben zu wollen.

Verbraucherschützer und Agrarproduzenten aus der Präfektur Fukushima kritisierten unterdessen Pläne der Regierung in Tokio, die Radioaktivitätskontrollen von Lebensmitteln aus dem weiteren Umfeld des havarierten Atomkraftwerks zu reduzieren.

Tokio will die Kontrollen für landwirtschaftliche Produkte aus 17 Präfekturen lockern, da dort seit geraumer Zeit angeblich keine Überschreitungen der Grenzwerte mehr festgestellt worden seien.

Ist das aber tatsächlich so und was sind eigentlich immer diese ominösen „Grenzwerte“!?

Beginnen wir mit den sogenannten „Grenzwerten“. Diese werden völlig willkürlich, wie es gerade passt festgelegt.

Nachdem Reaktorgebäude Nummer 4 in Tschernobyl in die Luft geflogen war, wurden die sogenannten „Grenzwerte“ „plötzlich“ nach oben korrigiert, und zwar hochgradig.

Mit anderen Worten: Was gestern noch radioaktiver Sondermüll war, war über Nacht zu gesunden Lebensmitteln geworden.

Auf sogenannte „Grenzwerte“ kann also ein großer Haufen gekotet werden, denn diese haben nichts mit Schutz der Bevölkerung zu tun.

Im hiesigen Land liegen die sogenannten „Grenzwerte“ für Erwachsene derzeit bei 600 Becquerel pro Kilogramm beliebiger Lebensmittel.

Das sind 600 radioaktive Zerfälle pro Sekunde, wobei bei jedem einzelnen dieser Zerfälle Strahlung frei wird, welche die menschlichen Zellen schädigt.

Normalerweise müsste der Grenzwert bei null liegen, denn schon ein einziges Becquerel kann für gesundheitliche Schäden sorgen.

Das geht so natürlich nicht, denn dann könnte man das ganze radioaktiv verseuchte Zeug (sogenannte „Lebensmittel“) ja nicht mehr verkaufen.

Also ändert man die sogenannten „Grenzwerte“ nach Belieben hoch und ´runter.

So sieht ´s auch in Japan aus: Die Kritiker argumentierten, Tokio habe die Grenzwerte für belastete Agrarprodukte zu hoch angesetzt.

Kommen wir nun erneut zu diesen ominösen „Grenzwerten“, die ja angeblich „seit geraumer Zeit nicht mehr überschritten werden sollen“.

Messprotokolle

Entgegen den Behauptungen der Regierung und weiteren Atomlobbyisten, ist die Höhe der Radioaktivität in einigen Gebieten alles andere als gesundheitlich unbedenklich.

Schnell fanden unabhängige Umweltorganisationen heraus, dass die meisten der fest installierten Strahlenmesssonden in der Präfektur Fukushima viel zu niedrige Werte anzeigen.

Der daraufhin erhobene Verdacht, dass die Messsonden aufgrund von Manipulationen falsche, niedrige Messwerte anzeigen, hat sich rasch bestätigt.

Viele Orte nahe dem AKW Fukushima wurden, bzw. werden „dekontaminiert“ und wiederbesiedelt. Allerdings steigt die Strahlung nach kurzer Zeit wieder an.

Andere Orte, wie z.B. Fukushima City, wurden erst gar nicht evakuiert. Das sei angeblich nicht nötig, da die Radioaktivität nicht so hoch sei.

Während die festen Sonden tatsächlich „nicht so viel“ anzeigen, weisen die selbst erhobene Messungen und Bodenproben zum Teil sehr hohe Werte auf. Selbst die Werte, welche die festen Sonden zum Teil anzeigen, müssten ja schon Anlass zum Handeln geben!

Stattdessen treibt die Regierung, die die Akte „Fukushima“ so schnell wie möglich schießen will, die Wiederbesiedelung verstrahlter Gebiete voran. Das sind die sogenannten dekontaminierten Gebiete, wo u.a. reichlich Erdboden abgetragen worden ist.

Dazu gehört auch die Stadt Iitate, die zur Zeit dekontaminiert und 2017 wiederbesiedelt werden soll. Iitate liegt genau in der radioaktiven „Schmauchspur“, die vom havarierten AKW in Richtung Fukushima City führt. Nur wenige Gebiete gelten offiziell als längerfristig unbewohnbar.

Auch antiatom-fuku hat Messungen durchgeführt. Es wurde stichprobenartig die Radioaktivität in der Luft, also 1 Meter über dem Boden und direkt am Boden gemessen.

Vor der Reaktorkatastrophe lag die Ortsdosisleistung (ODL) bei durchschnittlich 0,040 Mikrosievert pro Stunde.

 

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Auch in Tokio (230 km südlich vom AKW Fukushima) gibt es hier und dort radioaktive Hotspots, die gar nicht mal so selten sind.

Hier wurde in Tokyo-Koiwa am Fluss Edogawa gemessen, wo Schulkinder auf dem Bolzplatz spielten und Leute im angrenzendem Park die Sonne genossen.

Laut den amtlichen Messungen (ODL-Messsonde in Tokio-Okubo), liegt die Radioaktivität in Tokyo bei etwa 0,033 µSv/h im Schnitt.

Vor der Reaktorkatastrophe waren diese Werte noch realistisch – jetzt aber jetzt nicht mehr:

 

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Aktuelle Strahlenwerte (letzte Aktualisierung am 17.02.2017)

 

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Farbmarkierungen/ Richtwerte

Grün: Strahlenwerte unter 0,100 µSv/h, die als ,,Umweltstrahlung“ noch weitgehend ,,vertretbar“ sind.

Gelb: Strahlenwerte von 0,100 bis zu 0,200 µSv/h, die vor allem über eine längere Zeit hinweg schon als gesundheitlich bedenklich eingestuft werden.

Rot: Strahlenwerte ab 0,200 µSv/h, die mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit, vor allem über einen längeren Zeitraum hinweg, gravierende Gesundheitsschäden verursachen können.

Pfeile: Wenn die Umweltstrahlung im Gegensatz zur Stichprobe in der Vorwoche gesunken, gestiegen bzw. gleich geblieben ist, wird das über entsprechende Pfeile in der aktuellen Tabelle markiert.

Die Städte Düsseldorf, Hannover und Bernhardswald wurden als Vergleich angeführt. Bernhardswald liegt in Bayern, wo noch reichlich Reste aus Tschernobyl am und im Boden vorhanden sind.

Die Strahlenwerte schwanken teilweise von Standort zu Standort sehr stark. An Schulen sind die Werte aufgrund laufender Dekontaminierung niedriger.

Bitte beachten: Teilweise geschlossene Schneedecke in Nord-Ost-Japan und Bayern, somit niedrigere Strahlenwerte, als an anderen Tagen.

Wichtige Anmerkung: Auch wenn die durch die fest installierten Messsonden erfassten Strahlenwerte in Bernhardswald momentan höher sind, als in Fukushima City, so muss man beachten, dass die Messsonden in Fukushima vorsätzlich verkehrt kalibriert worden sind.

Dadurch fallen die Strahlenwerte um etwa 50 Prozent niedriger aus, als es der Realität entspricht.

Zudem werden die Standorte der Messsonden, um dort die Strahlung niedrig zu halten, regelmäßig dekontaminiert.

Wir wissen, dass Radioaktivität auch schon in geringen Dosen, zum Beispiel im Rahmen der dauerhaften Niedrigstrahlung in der Umgebung von Kernkraftwerken, gesundheitliche Schäden anrichten kann.

Starke Schwankungen

Die an den Messstellen abgelesenen Werte sind nicht für den gesamten Ort verbindlich, sondern nur in unmittelbarer Umgebung der Messsonde.
In Tokio zum Beispiel schwanken die Werte von 0,049 µSv/h bis 0,250 µSv/h; trotz geringer Abstände von nur wenigen Metern bzw. geringen Höhenunterschieden.

Somit gib es auch in Tokio zahlreiche Stellen, an welchen eine höhere Strahlung gemessen wird.

Diese Daten werden offiziell jedoch nicht bekannt gegeben. Die offiziell bekannt gegebenen Radioaktivitätsmesswerte liegen bei etwa 0,049µS/h.

Dem entsprechend sind in der Präfektur Fukushima die Strahlenwerte zum Teil viel höher als an den über 500 fest installierten Messsonden, dessen Werte ohnehin schon sehr hoch sind.

Hinzu kommt noch die laufende ,,Reinigung“ der fest installierten Messsonden, die dem Zweck dient, dass die Sonden nicht zu hohe Werte anzeigen.

Auch über weitere Manipulationen dieser behördlich betreuten Messsonden wurde in der Vergangenheit schon spekuliert bzw. eine Manipulation nachgewiesen. Das betrifft vorwiegend jene Sonden, die sehr hohe Werte anzeigen.

Vor der Installation der Messsonden wurde eine besonders gründliche Dekontamination mit Austausch bzw. Sanierung der obersten Erdschicht/ Neuasphaltierung etc. vorgenommen.

Durch all diese Maßnahmen wurde die Radioaktivität in unmittelbarer Nähe der Messsonden bis zu 50% gesenkt.

In Deutschland ist das Bundesamt für Strahlenschutz für die Messung der Umweltradioaktivität zuständig.

 

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Zu den Messwerten: http://odlinfo.bfs.de/DE/themen/wo-stehen-die-sonden/messstellen-in-deutschland.html

                                                                                                                                
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Eine Antwort zu Fukushima 2017 – Hohe Strahlung!

  1. Rainer Klute sagt:

    *Kommentar ausgeblendet*

    News Top-Aktuell:

    Kommentare von Atomlobbyisten, Atommafiaangehörigen und ähnlich geisteskranken Abschaum in Menschengestalt, sind hier unerwünscht.

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