Brasilien – Was ist dran, am Fleischskandal?

 

 

Brasilien ist der weltgrößte Exporteur von Rindfleisch. Der Export bringt jedes Jahr mehr als 14 Milliarden US-Dollar ein. Nun ist ein brasilianischer Gammelfleischskandal bekannt geworden.

Nach einer Razzia wirft die Polizei einigen Konzernen vor, vergammelte und überalterte Fleischprodukte auf den Markt gebracht zu haben.

Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen bestochen worden sein, um den Verkauf von verdorbenem Fleisch zuzulassen. 21 Firmen gerieten in ´s Visier der Ermittler.

Bisher wurden im Zuge der Operation „Carne Fraca“ („Schlechtes Fleisch“) rund 20 Verdächtige festgenommen. Sie sollen den Verkauf großer Mengen Gammelfleisch organisiert haben, das mit noch haltbaren Fleisch vermischt wurde. Betroffen ist auch der weltweit größte Fleischproduzent JBS.

Die Lieferungen der 21 unter Verdacht stehenden Produzenten würden abgewiesen und zurückgeschickt, erklärte der maltesische EU-Vorsitz.

Wie das Agrarministerium mitteilte, wurden bisher drei Produktionsstätten geschlossen und 21 Betriebe unter Sonderbeobachtung gestellt. Auch 33 Lebensmittelkontrolleure wurden bisher entlassen.

Abgelaufenes und vergammeltes Fleisch sei mit chemischen Produkten wieder ansehnlicher gemacht und zurück in den Verkauf gebracht worden sein.

Zudem sollen sogar Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet worden sein, berichtete das Portal „O Globo“.

In Brasilien schlägt der Gammelfleischskandal bereits deutlich auf die Ausfuhren durch. Seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe seien die Fleischexporte um 22 Prozent zurückgegangen.

 

 

Der Chef der brasilianischen Bundespolizei, Mauricio Moscardi, gab bekannt, dass die verantwortungslosen Produzenten von Säuren und anderen – darunter auch krebserregenden – Chemikalien Gebrauch gemacht hatten, um verdorbenen Erzeugnissen neues Leben einzuhauchen.

Die „aufgefrischte“ Ware war sogar an öffentliche Schulen im Süden des Landes geliefert worden.

Die Täter sollen dabei einen Teil des Erlöses als Bestechungsgeld an politische Parteien gezahlt haben. Auf der Liste stehe dabei auch der Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB) des amtierenden Staatschefs Michel Temer, so die Ermittler.

Unter den mutmaßlichen Panschern befinden sich auch die zwei Riesen JBS und BRF, die ihre Erzeugnisse im In- und Ausland vermarkten.

An der Untersuchung, die innerhalb von zwei Jahren in sieben Bundesstaaten stattfand, waren 1.100 Ermittler beteiligt.

Dabei wurde ein Korruptionsnetz enthüllt, zu dem auch Dutzende Mitarbeiter des brasilianischen Landwirtschaftsministerium gehörten, die für die Zertifizierung von Fleischprodukten zuständig waren.

Kartonhuhn

Allerdings wurden bei den Ermittlungen auch Fehler gemacht. Wie der Jamaica Observer berichtete, teilten etwaige Hersteller den Ermittlern Produktion und Verpackung betreffende Sachverhalte mit.

So wurde unter anderem verdeutlicht, dass Geflügelprodukte in Kartons verpackt werden. Ermittler und Medien machten daraus: „Karton im Geflügelfleisch“.

Gammelfleisch in Deutschland an der Tagesordnung

Was derzeit als „Riesenskandal“ aufgebauscht wird, ist in Deutschland schon lange gepflegter Alltag.

Das folgende Foto zeigt zum Beispiel gehacktes Fleisch (Mett):

 

 

Es ist grau-bräunlich. Kurzum: vergammelt (oder direkt davor). Für den Verzehr ist sowas auf keinen Fall mehr geeignet, sogar gesundheitsgefährlich, da Mett sehr schnell, sehr große Keimzahlen aufweist.

Werfen Sie nun jedoch einen Blick auf die Ränder. Die sind schön rötlich und machen keinen vergammelten Eindruck. Wie kommt das?

Das kommt so:

 

 

Die sogenannte „Schutzatmosphäre“ macht ´s möglich. Die sorgt dafür, dass Fleisch äußerlich einen frischen Eindruck macht, während sich im Innern womöglich schon „die Maden gute Nacht sagen“.

Gammelfleisch gibt ´s also nicht nur in Brasilien, sondern auch haufenweise in deutschen Supermärkten.

Von Graugrün bis Verkehrsrot

Hier mal die Ergebnisse, die ein Fleischer herausgearbeitet hat:

 

 

Foto:  Zwei Stücke Rindfleisch. Links eine Rinderhüfte  frisch zugeschnitten und nicht begast – rechts ein Stück Roastbeef, dass ich einige Tage in der Kühltheke hatte (auch nicht begast).

Aufgrund der Aktion von Foodwatch „Außen rosig-frisch – innen zäh und ranzig“ hat meine Lokalzeitung heute ebenfalls einen Beitrag zu dem Thema verfasst.

Es geht um die Begasung von Frischfleisch in „Schutzatmosphäre“-Packungen (was für ein gelungenes Wort!) die dem Verbraucher optisch frisches Fleisch vortäuscht.

Verpacke ich das Fleisch in dieser „Modified Atmosphere Packung“ mit einem hohen Sauerstoffanteil (High O2-MAP), so bleibt es rot.

Der Kunde kann also nicht altes und frisches Fleisch unterscheiden, weil alles gleich aussieht. Aus meiner Sicht ist das eine Täuschung, weil ich durch eine technische Behandlung des Fleisches eine „Frische-Illusion“ vortäusche.

Ich habe erheblich bedenken, wenn z.B. Hackfleisch nach sieben Tagen (!!!) immer noch „frisch“ aussieht, weil es begast worden ist.

Eine „tickende Zeitbombe“, die für den Menschen gefährlich werden kann (Salmonellen). Wenn ich am Abend Hackfleisch nicht verkauft habe, kann ich am morgen schon gräuliche Stellen erkennen. Das Fleisch verkaufe ich schon nicht mehr.

Gammelfleisch als Delikatesse

 

 

In Fachgeschäften, Supermärkten und Restaurants werden hierzulande sogenannte „dry aged“-Produkte an nichts ahnende Konsumentinnen und Konsumenten für sehr teures Geld verkauft.

Bei News Top-Aktuell kann ein Blick auf sogenannte „dry aged“-Produkte geworfen werden, wie sie „König Kunde“ niemals zu Gesicht bekommen würde:

 

 

 

Komplett vergammeltes Fleisch! Ein Skandal? Gammelfleisch im Steakhaus? Ganz im Gegenteil! Das Gammelfleisch wird dort als teure „Delikatesse“ angeboten.

Das soll dann „das beste Fleisch“ sein, „das es für Geld zu kaufen gibt“. Leider sieht die Realität völlig anders aus, denn die Sache ist nämlich die:

 

 

Von mikrobiellem Verderb wird gesprochen, wenn Mikroorganismen wie Bakterien oder Schimmelpilze durch ihre Vermehrung und Stoffwechseltätigkeit ein Lebensmittel so weit in seiner Beschaffenheit verändern, dass es nicht mehr für den Verzehr geeignet ist.

Wenn Fleisch bei Kühlhaustemperaturen vergammelt, so können sich dabei auf dem Fleisch nicht nur Schimmel, sondern auch Enterobakterien vermehren, die ein Indikator z. B. für Salmonellen sein können.

In der Tiefe der Muskulatur können sich Clostridien vermehren, deren Gifte zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall und auch Erbrechen führen können.

Wenn sich auf natürliche Weise Schimmel auf Fleisch bildet, dann ist dieser grundsätzlich toxisch!

Schimmelpilze bilden im Lebensmittel ein Hyphengeflecht, welches Myzel genannt wird. Sichtbar sind aber nur weiße oder farbige Flecke am äußeren Teil der Speisen.

Schimmel, Keime und Bakterien vermehren sich unter gewissen Bedingungen wie die sprichwörtliche Pest und erzeugen Gifte.

Darum sollte man Lebensmittel wegwerfen, wenn diese auch nur den kleinsten Schimmelbefall aufweisen.

Die Gifte dieser Schimmelpilze haben noch einen weiteren Nachteil: sie sind thermostabil (hitzebeständig).

Soll heißen: Backen, Braten, Brutzeln, Kochen, Grillen interessiert diese Gifte nicht – sie bleiben trotzdem erhalten.

Es handelt sich also keineswegs um „das beste Fleisch, das es für Geld zu kaufen gibt“, sondern um Gammelfleisch, welches dazu in der Lage ist, Ihre Gesundheit massiv zu schädigen.

Spätfolgen

Durch die Aufnahme von toxischen Schimmelpilzen oder Schimmelsporen – sei es durch Nahrungsaufnahme oder Inhalation über die Atemwege – kann es zu sehr unschönen Krankheiten kommen, die erst viel später auftreten.

Viel später heißt, dass es sogar Jahrzehnte dauern kann, bis der gesundheitliche Schaden spürbar auftritt.

Das Schimmelsteak ist also längst verdaut, wieder ausgeschieden und vergessen, bis Sie überhaupt merken, dass es Sie krank macht.

Von Schwächung des Immunsystems über Asthma, bis hin zu Krebs ist da so ziemlich alles dabei.

Der Verkäufer des Schimmelsteaks ist dabei fein raus, denn dem kann nämlich niemals nachgewiesen werden, dass sein Gammelfleisch der Verursacher etwaiger, später auftretender Krankheiten ist.

Gammelfleisch in Fastfoodrestaurants

McDonald’s, Burger King und wie sie nicht alle heißen. Was machen die denn anders? Respektive: Was wird da wie verarbeitet und befindet sich zum Beispiel in sogenannten „Chicken Nuggets“?

Wenn Sie wüssten, was da so alles verarbeitet wird, dann würden Sie um diese Vergifter einen großen Bogen machen und dort nie wieder etwas essen!

Etwa 50 Prozent besteht bei einem „Chicken Nugget“ aus Fleisch. Der Rest ist etwas anderes, was noch nicht einmal ein Hund fressen würde.

„Hamburger“, „Cheeseburger“, „Big Mac“ usw. bei McDonald’s! Darin befindet sich ein sogenanntes „Patty“, das vorgaukelt, es würde sich um bestes Rindfleisch handeln. Wenn Sie wüssten…

Sie werden ´s bald wissen (wenn Sie möchten). Demnächst veröffentlichen wir einen Artikel darüber. Wenn Sie den gelesen haben, werden Sie nie wieder McDonald’s, Burger King und so weiter aufsuchen. Garantiert!

                                                                                                                                
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