Vorsicht Betrug! BE- Fuelsaver

 

 

Der sogenannte „Fuelsaver“ ist ein Stück Metall, welches angeblich den Spritverbrauch senken, die Motorleistung erhöhen und die Abgaswerte um bis zu 90 Prozent reduzieren soll. Willkommen im Reich der Betrugsprodukte!

Der sogenannte „BE-Fuelsaver“ wird von der Betrugsfirma „New Generation BIO“ beworben.

Die Werbe-Versprechen auf der Homepage des Anbieters: „Spart Treibstoff – schützt Umwelt, 6 bis 20 Prozent Treibstoff sparen, Jahresersparnis bis zu 390 Euro. Für alle Benzin- und Dieselmotoren, Selbstmontage innerhalb einer Minute.“

Die Kosten des angeblichen „Spritsparwunders“: ab 79,90 Euro für ein Auto bis 90 PS – für ein Auto bis etwa 150 PS werden 199 Euro verlangt.

Der Hersteller wirbt unter anderem mit angeblichen „Kundenreferenzen“, „Geld zurück-Garantie“ und „Prüfstandmessungen“, was natürlich alles nur Theater ist, aber nun zeigen wir Ihnen das Ding erstmal:

 

 

Der sogenannte „Fuelsaver“ ist ein angeblich „speziell bearbeiteter“, rostfreier, nicht magnetischer Stift/Bolzen aus einer „bestimmten Metalllegierung“.

Er wurde natürlich mittels eines „Geheimverfahrens“ (was auch sonst?!) angeblich im „molekularen Bereich verändert“. Dieses Verfahren ermöglicht angeblich per angeblich „bio-energetischen Feld“ mit dem Treibstoff angeblich „in Interaktion zu treten“, um die „mikromolekulare Struktur“ des Kohlenwasserstoffs angeblich zu ändern.

 

 

Dr. Arnim Baitz ist Diplom-Chemiker und äußert sich zu dem angeblichen „Spritsparwunder“ wie folgt: „Der BE-Fuelsaver ist, wie mir als Naturwissenschaftler sofort klar war, nach der gegebenen Beschreibung absoluter Humbug“.

Im Test keinerlei Vorteile

Der ÖAMTC hat den sogenannten „BE-Fuelsaver“ gemeinsam mit der TU Wien zwei richtigen, tatsächlichen Tests unterzogen. Es wurde am Rollenprüfstand der TU Wien im Typisierungszyklus getestet.

Jedes Auto, das neu typisiert wird, muss in diesem Zyklus von der EU vorgegebene Abgas- und Verbrauchswerte erfüllen.

Das Fazit: Die Messergebnisse zeigen weder bei Kraftstoffverbrauch noch bei Emissionen einen Vorteil durch die Verwendung des sogenannten „Fuelsaver“.

Test auf der Straße

Zum anderen wurde der sogenannte „Fuelsaver“ auf der Straße getestet.

Das Testfahrzeug war mit einem „mobilen Abgaslabor“ ausgestattet. Die Testfahrten fanden in mehreren Durchgängen unter Alltagsbedingungen im Stadtverkehr und auf der Autobahn statt.

Das Ergebnis („oh Wunder“): Es wurden keine Unterschiede im Kraftstoffverbrauch sowie im Abgasverhalten festgestellt.

Fazit: Der sogenannte „Fuelsaver“ führt weder am Rollenprüfstand, noch auf der Straße zu messbaren Verbrauchsreduktionen, was einen nicht wundern muss, da ein Stück Metall im Tank nun mal nichts am Spritverbrauch oder am Abgasverhalten ändern kann.

Kurzum: Der sogenannte „Fuelsaver“ ist mal wieder nichts anderes, als ein nutzloses Betrugsprodukt.

Wer trotzdem ein nutzloses Stück Metall in seinen Tank werfen will, der sollte besser auf eine Schraube M8x40 zurückgreifen und die in den Tank schmeißen. Der Effekt ist derselbe (nämlich gleich null), aber eine solche Schraube gibt ´s schon für weniger als 3 Euro.

Tipp noch, wie man tatsächlich Sprit sparen kann:

1.) Luftfilter reinigen oder erneuern.
2.) Früh hochschalten und die Drehzahl so gering wie möglich halten.
3.) Vollgasfahrten unterlassen.

Schon spart man messbar Sprit.

 


Update: Der Kopp-Verlag hat darüber berichtet, man könne den Stift beim Hersteller Herbert Renner oder in Deutschland beim Versandhandel Norbert Hammer in Wendisch Evern bei Lüneburg bestellen und 60 Tage lang ausprobieren.

Hält er nicht, was er verspricht, dann nehmen ihn Hersteller und Versender wieder kostenlos zurück.

Das stimmt so allerdings nicht, denn die Fa. Hammer teilte dazu folgendes mit:

Entgegen der Meldung des Kopp-Verlages verleihen wir die Fuelsaver jedoch nicht, sondern gewähren eine dreimonatige Geld-zurück-Garantie nach dem Kauf.

Diese Garantie gilt nur ab der Größe M, da nur diese mit einer gelaserten Individualnummer gekennzeichnet sind.

Mit der „Geld-zurück-Garantie“ verhält es sich dann wie folgt: Dem Betrogenen wird „falsche Anwendung“ unterstellt, weswegen man den Kaufpreis „leider“ nicht erstatten kann.

Die Geld-zurück-Garantie-Betrugsmasche ist also praktisch dieselbe, wie bei Aquapol, nur dass die Unterstellung da etwas anders lautet. Das Ergebnis ist jedoch dasselbe: Kunde kriegt sein Geld nicht zurück.

Aus diesem Grunde warnen wir noch einmal eindringlich vor solchen Betrugsfirmen!

Lassen Sie sich nicht von angeblichen „Kundenreferenzen“, angeblichen „hohen Verkaufszahlen“, angeblichen „zufriedenen Kunden“, „Zertifikaten“, „TÜV-Gutachten“, „Geld-zurück-Garantien“ und ähnlich wohlklingenden Dingen blenden!

Informieren Sie sich via Internet, bevor Sie etwas kaufen, damit Sie nicht auf solche Betrüger ´reinfallen, wovon es leider unzählige gibt!

Sollten Sie trotz aller Warnungen mal auf eine Betrugsfirma ´reingefallen sein, so kann Ihnen womöglich das BGB weiterhelfen:

(1) Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war…, kann die Erklärung anfechten…

(2) Als Irrtum über den Inhalt der Erklärung gilt auch der Irrtum über solche Eigenschaften der Person oder der Sache, die im Verkehr als wesentlich angesehen werden.

                                                                                                                                
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11 Responses to Vorsicht Betrug! BE- Fuelsaver

  1. News Top-Aktuell sagt:

    Da wir weder Zeit noch Lust dazu haben, auf weitere Lügen- und Unsinnskommentare einzugehen, wird die Kommentarfunktion zu diesem Thema nun deaktiviert.

    Zuvor haben wir allerdings noch weitere Hinweise und Tatsachen für unsere werten Leserinnen und Leser:

    Wie aus den Kommentaren ersichtlich ist, wurde von angeblich „300 Referenzen mit Namen und Telefonnummern“ fabuliert.

    Daraufhin baten wir um einen link zu diesen angeblichen „300 Referenzen mit Namen und Telefonnummern“, doch plötzlich schweigt des Sängers Höflichkeit (was nicht anders zu erwarten war). Man kann nämlich keinen link zu etwas legen, was es gar nicht gibt. In diesem Fall sind es die „300 Referenzen mit Namen und Telefonnummern“, die nicht existieren.

    Allein daran lässt sich bereits überdeutlich erkennen, dass in Sachen des sogenannten „BE-Fuelsaver“ gelogen wird, dass die Schwarte nur so kracht.

    Auch baten wir um Prüf- und Messprotokolle vom TÜV-Dubai, sowie von diesem ominösen und angeblichen „MAN Test“, doch auch diesbezüglich stießen wir (wie erwartet) auf das große Schweigen im Walde.

    Damit ist offenkundig, dass zuzüglich zu den anderen Lügen, keinerlei Prüf- und Messprotokolle existieren, die dem angeblichen „Fuelsaver“ Spritverbrauchsenkungen und Emissionsreduzierungen bescheinigen.

    Dafür ist in Produktbeschreibungen des wirkungslosen Betrugsproduktes „BE-Fuelsaver“ von „bioenergetischen Feldern“ die Rede.

    Dummerweise sind solche „Felder“ weder in der Physik, noch in der Biologie anzutreffen. Bedeutet: „Bioenergetische Felder“ existieren weder in der Physik, noch in der Biologie.

    Was ein Stück Metall mit Biologie zu tun haben soll, erschließt sich noch nicht einmal dem Hausverstand, geschweige denn, naturwissenschaftlich gebildeten Menschen.

    Aber so ist das nun mal in der gesamten esoterischen Betrügerbranche: Da werden sich Dinge ausgedacht, die es in der Natur gar nicht gibt und Begriffe erfunden, die schon von Haus aus vollkommen blödsinnig sind.

    Wir geben ein weiteres Beispiel:

    In einem unserer Artikel aus unserer Serie > Vorsicht Betrug < ist von Tachyonen die Rede, welche angeblich Wirkungen entfalten sollen.

    Diese Betrüger haben den Begriff „Tachyonen“ wohl mal in einer Science-Fiction-Serie aufgeschnappt, ohne zu wissen, was „Science-Fiction“ überhaupt heißt: Wisssenschafts-Fiktion.

    Laut Onkel Duden bedeutet Fiktion: etwas, was nur in der Vorstellung existiert; etwas Vorgestelltes, Erdachtes (also nichts, was real existiert).

    Tachyonen sind so etwas. Tachyonen existieren in der Realität nicht. Tachyonen sind lediglich eine erdachte, theoretische Möglichkeit, die allerdings nicht zu realisieren ist.

    Zum besseren Verständnis erklären wir das mal kurz an einem anderen Beispiel:

    Die Längeneinheit > minus drei Zentimeter < kommt in der Mathematik (also in der Theorie) durchaus vor. In der Realität hingegen, wird man niemals etwas vorfinden, was minus drei Zentimeter lang ist, da negative Längeneinheiten in der Reaität nicht existieren.

    Auch das Betrügerpack, welches das wirkungslose Betrugsprodukt "BE-Fuelsaver" anbietet, kann keine Linie auf ein Blatt Papier zeichnen, die minus drei Zentimeter lang ist, aber die müssen das ja auch gar nicht können…

    Diese Art der esoterischen Betrüger faselt einfach nur von selbst ausgedachten oder irgendwo aufgeschnappten "bioenergetischen Feldern" und ähnlichen Mumpitz, den es in der Realität nicht gibt.

    Es ist daher überaus von Vorteil, wenn man sich naturwissenschaftliches Wissen zu eigen macht, denn dann erkennt man Betrüger und ihre Betrugsprodukte schon auf 100 Meter Entfernung. 🙂

    Schlussakkord: Den sogenannten "BE-Fuelsaver" braucht man noch nicht einmal zu testen, denn der ist schon von vorn herein eindeutig als Betrugsprodukt zu erkennen, da dieser angeblich via "bioenergetischer Felder" Moleküle aufspalten könne, was dann angeblich zu Spritersparnis und Emmissionsreduzierung führen soll.

    Dummerweise existieren keine "bioenergetischen Felder" und damit ist dem angeblichen "Spritsparwunder" auch schon seine Wirkungsgrundlage entzogen.

    Fazit: Der "BE-Fuelsaver" saved überhaupt nichts, da es sich erwiesenermaßen um ein wirkungsloses Stück Metall handelt.

    Ende der Durchsage.

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