Die DGfM warnt vor Gammelpilzen im Handel!

 

 

So (wie auf dem Foto) kennen die allerwenigsten Menschen Pfifferlinge. Nur Pilzsammlern sind Pfifferlinge im diesem erntefrischen Zustand geläufig.

Der gemeine Supermarktkunde hingegen, hat solche Pfifferlinge noch nie gesehen, denn in Supermärkten gibt es diesbezüglich ausschließlich Rott.

 

 

Die Qualität von vermeintlichen „Frischpilzen“ ist im Handel so gut wie immer schlecht. Die empfindliche Ware wird ungeeignet verpackt und bereits die Produzenten sorgen für Bakterienflecken und Wasserstiele.

 

 

Dass Pilze nicht in das Gemüseregal gehören, sondern in die Kühltheke, ist sämtlichen Supermarktbetreibern offenbar vollkommen unbekannt, denn wo man auch schaut: die vermeintlichen „Frischpilze“ liegen im ungekühlten Gemüseregal.

Champignons sieht man überaus häufig in enge Plastikverpackungen eingepfercht. Dadurch entstehen Druckstellen die meist als erstes zu gammeln beginnen.

Der Rest des Pilzes folgt dem Gammelprozess jedoch recht zeitnah nach, denn das Behältnis ist mit einer Plastikfolie luftdicht oder nahezu luftdicht verschlossen, was Pilze absolut nicht mögen. Das Ende vom Lied sieht dann stets so aus:

 

 

Zum Vergleich zeigen wir Ihnen nun in der Natur gewachsene, frische Wiesenchampignons:

 

 

Zurück zu den Pfifferlingen:

Gerade bei Pfifferlingen hat man es im Supermarkt grundsätzlich mit Ware zu tun, die für den Verzehr nicht geeignet ist.

Immer handelt es sich um Ware, die bereits angefault und verschimmelt ist, oder andere Mängel aufweist. Der Grund dafür ist Überlagerung und unsachgemäßer Umgang mit den Frischpilzen.

Das folgende Bild zeigt, was im Handel vorzufinden ist:

 

 

Die Krone der Unverschämtheit ist die Preisgestaltung. Da werden Pilze zum Kauf und Verzehr angeboten, die schon längst in den Müll gehören, und dann auch noch zu Preisen, dass einem fast schwarz vor Augen wird.

Werfen Sie einen weiteren Blick auf die eben gezeigte Gammelware. Dieses Mal allerdings mit Preisschild:

 

 

Im Supermarkt werden Sie niemals frische Pfifferlinge kaufen können, denn die Zeit, welche von der Ernte, bis zum Angebot im Supermarkt verstreicht, beträgt mehrere Wochen.

Entsprechend sieht die Ware aus, die in den Supermärkten zum Kauf angeboten wird, was nicht nur eine Unverschämtheit, sondern sogar eine akute Gesundheitsgefährdung ist.

Mit den Informationstafeln der DGfM kann jede Kundin und jeder Kunde nun den Zustand der wichtigsten Marktpilze beurteilen und so ihre, bzw. seine Gesundheit schützen.

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) warnt vor verdorbenen Frischpilzen im Handel!

„Bis zu 30 Prozent aller Pilzvergiftungen gehen auf den Verzehr verdorbener Speisepilze zurück“, berichtet Prof. Dr. Siegmar Berndt (Paderborn) vom Fachausschuss „Pilzverwertung & Toxikologie“ der DGfM.

Sein Kollege, Georg Müller (Ganderkesee), hat deshalb Informationstafeln entwickelt, damit auch Laien die Qualität von Wald- und Zuchtpilzen einordnen können: http://www.dgfm-ev.de/tafeln.

Ein Set besteht aus fünf Tafeln und behandelt die wichtigsten Marktpilze: Pfifferlinge, Zucht-Champignon, Maronenröhrling, Steinpilze und Seitlinge.

Anhand der Abbildungen und Beschreibungen lassen sich der Frischegrad, der Alterungszustand, die Essbarkeit und die Verkehrsfähigkeit von Frischpilzen überprüfen und bestimmen.

Die Informationstafeln liegen gedruckt im DIN-A4-Format vor. Ein Satz „Informationstafeln über Marktpilze“ besteht aus 5 Tafeln.

Die Tafeln können zum Selbstkostenpreis (10 Sätze = 1 EUR zzgl. Versand) bei der Geschäftsstelle der DGfM bezogen werden.

Die im Handel angebotenen Wildpilze, wie Pfifferlinge und Steinpilze, stammen überwiegend aus Osteuropa, weil sie hierzulande weitgehend durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) geschützt sind.

(Dass die „Bundesartenschutzverordnung“ ungültig ist, erwähnen wir an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber.)

Die zu langen Lagerzeiten und mehrtägigen Transportwege fordern ihren Tribut: Die Fruchtkörper bekommen faulige braune Stellen, ein glasig marmoriertes Fleisch und verströmen einen unangenehmen Geruch.

In folierte Schalen verpackte Pilze werden zudem schnell schmierig und sind durch das feuchte Mikroklima in der Verpackung anfällig für Schimmel.

Pilze sind schnell verderbliche Lebensmittel

Im Verkauf müssen Pilze schnell umgeschlagen werden, ehe sie verderben, doch die geernteten Fruchtkörper sind zum Teil bereits über eine Woche lang unterwegs, bevor sie den Konsumenten erreichen. Zudem lagern sie beim Großhändler oder Hersteller in der Pilzfarm bereits viel zu lange.

Oft sind die Pilze überlagert oder wurden falsch gelagert. Der Verzehr verdorbener Speisepilze kann dann eine „unechte Pilzvergiftung“ verursachen.

Warum scheint unbekannt zu sein, was bei Fisch längst bekannt ist? Genau wie Fisch, sind auch Pilze sachgerecht zu behandeln und schleunigst an die Konsumenten zu verkaufen. Warum kapiert man das bei Fisch, aber nicht bei Pilzen?!

Gefahr einer „unechten Pilzvergiftung“

Das Problem des großflächigen Verkaufs verdorbener Pilze und der „unechten Pilzvergiftung“ ist der breiten Öffentlichkeit bisher unbekannt gewesen.

 

 

Durch Bakterien- und Schimmelpilzbefall oder die fortgeschrittene Eiweißzersetzung der Pilzfruchtkörper, können auch Speisepilze Vergiftungen auslösen.

Bei diesen „unechten Pilzvergiftungen“ handelt es sich um Lebensmittelvergiftungen.

Der Verzehr verdorbener Pilze kann Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Bauchkolik, Schüttelfrost, Kreislaufkollaps usw. auslösen.

DGfM-Toxikologe Berndt weiß: „Bei gehandelten Pilzen kann eine Unterbrechung der Kühlkette während des Transports und bei der Zwischenlagerung fatale Folgen haben.

Auch beim Sammeln in Plastiktüten können Pilze sehr schnell verderben, wenn sie zu lange derart unsachgemäß aufbewahrt werden.

Durch die Kontamination mit Bakterien, Schimmelpilzen und giftigen Eiweißzersetzungsprodukten kommt es dann zu einer Lebensmittelvergiftung, die sich nach ca. 30 Minuten bis 2 Stunden mit heftiger Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen äußert.

Ist die Ware von Schimmel befallen, können die gesundheitlichen Folgen weitaus fataler sein und treten oftmals erst nach vielen Jahren auf.

Verkauf verdorbener Pilze

Der Verkauf verdorbener Pilze im Einzelhandel hat in den vergangenen Jahren erschreckende Dimensionen angenommen!

So wurden von Herrn Müller im September 2003 für die Verbraucherzentrale in Bremen 14 Proben Pfifferlinge von unterschiedlichen Verkaufsständen untersucht und festgestellt, dass rund 30 % der Proben nicht mehr verkehrsfähig waren.

Sie waren zum größten Teil verfault, matschig, verdorben oder/und verschimmelt.

In anderen Proben, die Müller für zum Beispiel Krankenhäuser begutachtete, waren sogar bis zu 100 % der Pilze verdorben.

Das ist kein regionales Problem, sondern betrifft den Pilzverkauf in ganz Deutschland.

DGfM-Experte Georg Müller war im Juli 2004 auf dem Münchener Viktualienmarkt. Dort wurden unter anderem große Mengen Pfifferlinge angeboten, von denen rund 25 %, der in Augenschein genommenen Pilze, nicht mehr einwandfrei, bzw. verkehrsfähig waren.

In Leer waren rund 40 % der geprüften Pilze und in Oldenburg sogar über 60 % der Proben in einem nicht mehr einwandfreien oder verkehrsfähigen Zustand.

Dieses Problem ist in der Öffentlichkeit nur einem sehr kleinen Kreis bekannt.

Es gibt im Grunde keinen Pilzverkaufstand oder Großmarkt, mit ausschließlich einwandfreier Ware. Sie glauben das nicht? Kaufen Sie willkürlich über 3 bis 4 Tage in einigen Geschäften oder auf dem Wochenmarkt Champignons ein.

Vergleichen Sie diese anschließend mit der Informationstafel Nummer 2 „Zucht-Champignons“. Sie werden über das Ergebnis sehr erstaunt sein!

Wer denkt schon daran, gesundheitliche Probleme zu bekommen, wenn er ein Schnitzel mit einigen Champignons verzehrt?

Anschließendes akutes Unwohlsein ist häufig kein Salmonellenproblem oder eine Fleischvergiftung, sondern eine „unechte Pilzvergiftung“.

Nach einer eher sehr vorsichtigen Schätzung erkranken ernsthaft hierzulande jährlich mindestens 5.000 bis 10.000 Menschen an einer unechten Pilzvergiftung, wovon kaum eine als solche erkannt wird.

Unzureichende Kontrollen

Die Konsumenten, welche Pilze auf einem Markt oder in einem Geschäft kaufen, gehen grundsätzlich davon aus, dass die gekaufte Ware einwandfrei ist.

Sie vertrauen darauf, dass die Lebensmittel kontrolliert und keine verdorbenen, bzw. nicht mehr verkehrsfähigen Lebensmittel verkauft werden.

Leider ist das ein Trugschluss! Vertrauen sollte man sich diesbezüglich daher unbedingt abgewöhnen.

Zwar kontrollieren Lebensmittelkontrolleure die Geschäfte und Märkte, doch bei Pilzen existieren gefährliche Wissenslücken.

Deshalb wissen die Lebensmittelkontrolleure meistens nicht, was sie da kontrollieren, bzw. sind unsicher oder auch unwissend, ob der Pilz noch verkehrsfähig ist oder nicht. Unterm Strich fehlt es schlichtweg am nötigen Fachwissen.

Verkäuferinnen und Verkäufer, die meist unausgebildet sind, vertrauen ebenfalls aufgrund fehlender Fachkenntnisse darauf, dass die erworbenen Pilze aus dem Großhandel oder vom Hersteller in einem einwandfreien Zustand sind.

Das Fatale: Die wirksamen Marktpilzkontrollen durch Pilzsachverständige der DGfM sind in den meisten Kommunen in den letzten Jahren abgeschafft worden. So schließt sich dann der Kreis.

Obwohl die großen Einzelhändler immer wieder Besserung versprachen, hat sich bis Ende 2017 leider gar nichts zum besseren verändert.

Wir verglichen Marktpilzananlysen aus den Jahren 2016 und 2017. Festzustellen ist: Trotz Beteuerungen, dass man für verkehrsfähige Ware sorgen werde, ist die Qualität, der vom Handel angebotenen Pilze, nach wie vor katastrophal!

 

 

Grundsätze für den Verkauf von Marktpilzen

Neben der Aufklärungsarbeit, durch die Informationstafeln der DGfM, gilt es die nachfolgenden Grundsätze für den Verkauf von Marktpilzen im Sinne der Konsumenten einzufordern:

  • Alle Gemeinden und Städte entwickeln eine Marktpilzordnung.
  • Eindeutiger Herkunftsnachweis und vor allem ein tatsächlich zutreffender (Hier wird ständig gemogelt!).
  • Das Pflück- bzw. Erntedatum muss zwingend angegeben werden.
  • Schulung der Lebensmittelkontrolleure durch die DGfM
  • Die Verkäufer von Pilzen müssen über einen Sachkundenachweis verfügen.
  • Marktpilzkontrolleure der DGfM sind von den Gemeinden und Städten einzustellen bzw. zu beauftragen, für sie tätig zu werden.
  • Jede Pilzverkaufsstelle hat an seinem Stand eine Tafel, entsprechend der zu verkaufenden Pilzart, auszuhängen. Der Verkäufer (auch der Konsument) kann so vor Ort eine Einschätzung der Ware vornehmen.

Radioaktive Kontamination von Speisepilzen

 

 

Mehr als drei Jahrzehnte nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl werden in Pilzen erhöhte Aktivitäten des Radionuklids Cäsium-137 (Cs-137) gemessen, informiert das Bundesscheinamt für Strahlenschutz.

Schwer betroffen sind beispielsweise Trompetenpfifferlinge und Mohrenkopfmilchlinge aus dem Bayerischen Wald sowie braunscheibige und orangefalbe Schnecklinge, oder Semmelstoppelpilze aus dem Berchtesgadener Land.

Das Bundesscheinamt für Strahlenschutz verfolgt durch eigene Untersuchungen die radioaktive Kontamination wild wachsender Speisepilze im Süden Deutschlands und veröffentlicht die Messergebnisse in einem Bericht, der jährlich aktualisiert wird.

Was nicht mitgeteilt wird: es gibt auch noch andere Radionuklide.

Die Rede ist immer nur von Cäsium-137. In einem Kernreaktor entstehen jedoch bis zu ca. 1200 radioaktive Stoffe, die durch die Tschernobylkatastrophe ebenfalls freigesetzt worden sind, doch das soll offenbar gar nicht so unbedingt an die Öffentlichkeit gelangen.

Machen Sie sich keine Hoffnung

Es gibt radioaktive Stoffe mit recht kurzen Zerfallszeiten. Es gibt jedoch auch radioaktive Stoffe, mit extrem langen Zerfallszeiten und sehr langen Zerfallsketten.

Letzteres bedeutet, dass ein Zerfallsprodukt ebenfalls wieder radioaktiv ist und daraus wieder weitere radioaktive Zerfallsprodukte entstehen.

Radioaktive Verseuchung durch Tschernobyl ist heute gefährlicher als 1986

Reaktoren der Tschernobylbauweise RBMK produzieren ausgesprochen viel Plutonium, da sie (wie jedes andere Atomkraftwerk auch) genau dafür – nämlich zum Erbrüten von Plutonium für den Atombombenbau – konstruiert worden waren.

Folglich wurde bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl auch jede Menge radioaktives Plutonium freigesetzt, bei dessen Zerfall fast immer Alpha-Strahlung frei wird. Dies macht Plutonium bereits gefährlich genug.

Ein Plutonium-Isotop (Pu-241) ist ein Betastrahler mit einer Halbwertszeit von 14,4 Jahren. „Nur“ 14,4 Jahre? Das klingt ungefährlicher, doch das ist es nicht.

Nach 14,4 Jahren hat sich die Hälfte des Pu-241 in Am-241 umgewandelt – ein Americium-Isotop. Das hat eine Halbwertszeit von 432,2 Jahren und ist ein gefährlicher Alpha-Strahler.

Die Folge: Heute ist die Alphastrahlung überall dort, wo das Plutonium-Isotop hingelangt und zu Am-241 zerfallen ist, dreimal so hoch wie 1986.

Bedeutet: Wildbret, Beeren und Pilze aus solchen Gegenden sind und bleiben hochgefährlich.

                                                                                                                                
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3 Responses to Die DGfM warnt vor Gammelpilzen im Handel!

  1. Thor's Hammer sagt:

    Solche Pfifferlinge wie auf dem Bild habe ich auch noch nie gesehen…! 😜

    News Top-Aktuell:

    Welches Bild meinen Sie? Das mit den frischen Pfifferlingen, wie sie in der Natur zu finden sind, oder das mit den vergammelten Pfifferlingen, wie sie im Handel zu finden sind?

  2. Jan Gieseker sagt:

    Danke für den Beitrag. Willkommen zurück 😉

    News Top-Aktuell:

    Gern geschehen und vielen Dank für Ihren Willkommensgruß. 🙂

  3. renard sagt:

    Man könnte abkotzen, bei dem widerlichen, ekligen Anblick der Gruselregale. Die kriminellen Verantwortlichen für diese Schweinereien gehören hinter Schloss und Riegel und der vergammelte Scheißdreck sollte denen zum Fraß vorgeworfen werden. Aber was wird schon groß passieren? – NICHTS

    News Top-Aktuell:

    Aber ja wird etwas passieren. Der Handel wird auf dem Gammel und sonstigen vergifteten Scheißdreck mehr und mehr sitzen bleiben.

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