Wie der Handel die Bevölkerung täuscht

 

„Aktionspreis“ – „Günstig“ – „Aktionswochen“ – „Reduziert!“ – „Sparpreis“ – „Preisknüller“ – „Wir tauen die Preise auf“ – „Sale“ – „Schlussverkauf“ – „Preissenkung“ – „Sie sparen…“ –

und dann werden noch „Lebensmittel geliebt“, sowie „Kunden geschätzt“ und alles ist in „Top-Qualität“. Großartig!

Vergessen Sie den ganzen Quatsch, denn die Realität sieht vollkommen anders aus, was mittlerweile mehr und mehr Menschen bemerken: Lug und Trug in jedem Laden!

 

 

In der ohnehin schon teuren Vor- und Hauptweihnachtszeit sind Mogelpackungen besonders unbeliebt. Hersteller und Händler nutzen das Saisongeschäft, um die Preise ihrer Produkte unbemerkt anzuheben.

Beim Preisvergleich entpuppen sich kleine Weihnachtsmänner im Verhältnis zu den großen als maßlos überteuert – Pralinen kosten in der festlichen Verpackung gerne mal das Doppelte, als in der normalen Schachtel.

Gerade zur Weihnachtszeit werden die Preise überaus kräftig erhöht. Dem kann man entgehen, indem man sich schon lange vorher mit dem eindeckt, was man zur Weihnachtszeit benötigt.

 

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Auch außerhalb der Weihnachtszeit lohnt sich ein kritischer Blick! Da bleibt der Preis zwar meist gleich, doch der Inhalt ändert sich durch ständig wechselnde Verpackungsgrößen.

Ebenso sind die Luft- und Schrumpfverpackungen immer noch eine beliebte Methode, weniger Inhalt für viel Geld zu verkaufen.

 

 

Schon im Jahre 2012 wurden Preisfallen aufgedeckt. Hat sich irgendwas geändert? Aber natürlich nicht!

Hersteller und Händler führen die ach so „geschätzte Kundschaft“ auch im Jahre 2018 hinter´s Licht.

Weniger drin – Preis gleich

Auch wenn die Flut von angeblichen „Sonderangeboten“ auf Handzetteln oder in den Printmedien einen anderen Eindruck vermittelt: Die Preise im Einzelhandel werden teilweise kräftig erhöht und im Grunde nie sind die Preissteigerungen auf den ersten Blick zu erkennen.

Geschickte Täuschung macht´s möglich

Viele Hersteller reduzieren die Inhaltsmenge ihrer Produkte und sichern sich so höhere Profite. Seit Jahren ist im Handel diese Masche zu beobachten. Wir nennen sie:

Weniger drin – Preis gleich. Oder deutlicher: Versteckte Preiserhöhung.

Wir erklären Ihnen nun, wie das Ganze funktioniert: Kunden haben sich an den Preis eines Produktes gewöhnt, zum Beispiel 2,99 Euro.

Statt jetzt durch eine nominale Preiserhöhung, zum Beispiel auf 3,49 Euro, die Menschen vom Kauf abzuhalten, wird die Preiserhöhung verschleiert, indem bei gleichen Preis weniger Inhalt in die Packung gegeben wird.

 

 

Hier finden Sie eine Auflistung von Produkten und Herstellern (Stand: 24.09.2018), welche die Bevölkerung mit versteckten Preiserhöhungen hinter´s Licht führen wollen: „klick“

Nun wissen Sie schon mal, welche Produkte und welche Hersteller Sie ab sofort meiden sollten, da vorsätzliche Täuschung von Kundinnen und Kunden eine bodenlose Unverschämtheit ist!

Offensichtlich kapieren viele Hersteller einfach nicht, dass man die, von denen man lebt (Bevölkerung), nicht zu täuschen hat! Meiden Sie künftig Hersteller, die das einfach nicht kapieren wollen.

„Aber dann kann ich ja fast gar nichts mehr kaufen…“

Gut so! Lassen Sie sich von Unmengen unaufrichtiger Hersteller ruhig in die Selbstversorgung und Eigenherstellung treiben. Da sind Sie nämlich am allerbesten aufgehoben und die Hersteller wollen es ja offenbar nicht anders, denn sonst hätten die in den vielen Jahren ja mal ihre Täuschereien einstellen können.

Nun möchten wir Sie mit einem Video beglücken:

 

 

Was ist der Grundpreis? Das ist schnell erklärt: Kilo, Liter, Meter, Quadratmeter, Kubikmeter. Davon der Preis, ist der Grundpreis. Zum Beispiel: Ein Kilo mit Nitritpökelsalz vergifteter Kochschinken: 3,99 Euro.

Werfen wir mal einen Blick in die „Preisangabenverordnung“. Die ist von 1985 und somit sowieso ungültig, aber wir schauen da trotzdem mal auszugsweise drauf:

Gemäß § 2 PAngV muss der Grundpreis für Waren angegeben werden. Diese Verpflichtung zur Angabe eines Grundpreises bezieht sich auf

    Waren in Fertigpackungen; dies sind Verpackungen, welche in Abwesenheit des Kunden gefüllt und verschlossen werden, beispielsweise Nudeln

    Waren in offenen Packungen; dies sind Waren, welche zwar in Abwesenheit des Kunden abgepackt wurden , aber nicht verschlossen sind, beispielsweise lose Erdbeeren in einem Körbchen

    Lose Waren; dies sind Waren ohne Umverpackung, welche nach Gewicht, Länge, Volumen etc. an den Kunden abgegeben werden, beispielsweise Meterware Teppichboden.

Bei den losen Waren ist zu beachten, dass sie nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche angeboten werden (Gemüse, Benzin, Holzleisten, Teppichboden).

Dabei ist zu beachten, dass jeweils der Grundpreis für 1 Kilogramm, 1 Liter, 1 Meter, 1 Quadratmeter oder 1 Kubikmeter angegeben werden muss.

Ausnahmen bestehen gemäß § 2 Abs. 3 lediglich für jene Waren, die üblicherweise in Einheiten zu 250 g abgegeben werden: hierbei ist eine Mengeneinheit für den Grundpreis von 100 Gramm oder 100 Millilitern gestattet.

Besondere Aufmerksamkeit verlangen Waren, welche ein sogenanntes Abtropfgewicht besitzen. Dies ist beispielsweise bei Peperoni in Lake der Fall.

Bei diesen Waren ist der Grundpreis auf das angegebene Abtropfgewicht zu beziehen, also auf das Reingewicht der Peperoni ohne ihre Lake.

Eine Sonderregelung besteht gemäß § 2 Abs. 4 PAngV für Waschmittel: Bei Waschmitteln ist es gestattet, als Mengeneinheit für den Grundpreis eine übliche Anwendung verwendet werden.

Dies bedeutet, dass ein Waschmittel nicht unbedingt von einem Grundpreis pro Kilo ausgeht, sondern von einem Grundpreis pro Waschladung. In der Praxis stellt sich dies häufig in Form von „eine Flasche Flüssigwaschmittel = 5,- €; Grundpreis pro Waschladung = -, 25 €“ dar.

Und nun werfen wir mal einen Blick auf den

Zweck der Preisangabenverordnung

Zweck der Preisangabenverordnung ist die Gewährleistung einer vollständigen und sachlich zutreffenden Verbraucherinformation bezüglich der Höhe des Preises für eine Ware beziehungsweise eine Dienstleistung. Diese soll unter anderem dazu dienen, dass es dem Verbraucher ermöglicht wird, Preisvergleiche durchführen zu können.

Da sind wir beruhigt! Wir sind beruhigt, dass der Zweck der Preisangabenverordnung nicht Transparenz ist, da diese Verordnungen Transparenz erheblich missen lässt. Warum ist das so?

Das ist darum so, da Transparenz unerwünscht ist. Transparenz sorgt nämlich für Klarheit und Durchblick. Das würde so manche positive Kaufentscheidung vereiteln, was der Grund dafür ist, dass Transparenz unerwünscht ist, zumindest bei den Herstellern, den Händlern und dem Scheingesetzgeber.

 

 

Noch einmal zurück zu den Verpackungen und deren Inhalt. Stellen Sie sich vor, Sie wären in einem sogenannten „Supermarkt“ und hätten eine „Röntgenbrille“ auf, mit welcher Sie durch die Verpackung hindurchsehen können.

Was Sie dann sehen würden, wäre das hier:

 

 

Da sind zwei Dinge zu erwähnen: Zunächst würden Sie wohl die meisten Produkte im Laden stehen lassen, weil da mit der Füllung irgendwas nicht dem entspricht, was Sie erwarten und gern hätten.

Zum zweiten ist zu erwähnen: Sogenannte Supermärkte bräuchten eigentlich nur halb so groß sein, wenn man mal die ganze Luft aus den Verpackungen ´rauslassen würde.

Wie können Hersteller und Handel der Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit denn nun eigentlich näher kommen?

Darüber haben wir uns laaaaaaange Gedanken gemacht (ungefähr 2,76 Sekunden), bis uns dann das hier eingefallen ist:

 

 

 

Es wäre auch mal zu überdenken, auf Anfragen ehrlich zu antworten. Also nicht:
„Im Gegensatz zu…. ist der Produktionsaufwand größer…“
oder
„Um die Hochwertigkeit unserer Produkte aufrecht erhalten zu können,…“

Das sind doch lächerliche Monty Python-Nummern, so auf Anfragen zu antworten, insbesondere darum, da von Produkthochwertigkeit doch nun schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesprochen werden kann.

Man schaue sich nur mal das an:

 

 

Eine Gemüsebrühe mit 2,1 Prozent Gemüse. Der Rest ist gesundheitlich bedenklicher Scheißdreck, der nichts mit Nahrung und schon gar nichts mit Hochwertigkeit zu tun hat.

Also wie könnte eine ehrliche Antwort auf eine Anfrage lauten? Zum Beispiel so:

„Mit der Verminderung des Verpackungsinhaltes haben wir eine versteckte Preiserhöhung durchgeführt.“

Das wäre mal eine ehrliche Antwort. Seltsamerweise hat es eine solche noch nie gegeben – und zwar von keinem einzigen Hersteller. Warum eigentlich nicht?

Fürchtet man sich davor, dass Ehrlichkeit womöglich gut ankommt?

                                                                                                                                
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2 Responses to Wie der Handel die Bevölkerung täuscht

  1. L.Bagusch sagt:

    Heute vor der Kasse bei Netto habe ich Weihnachtsmänner von Kinderschokolade gesehen die >nurgute< Produkte kaufen, weil der Preis höher ist. Dabei bezahlen die nebenbei die komplette Werbeaktion (TV, Radio, Herrstellerprospekte und Presse) von solchen Artikeln!!!

    Die Dummheit der Bevölkerung ist nunmal grenzenlos.

    • A. Schäfer sagt:

      Die Dummheit (mittlerweile zur völligen Blödheit herangewachsen) geht soweit, dass wir nichts mehr bekommen was wir wollen, sondern nur noch das, was wir haben sollen/müssen/dürfen.

      Z.B. mir ist heute der Fernseher kaputt gegangen, kann passieren, aber warum genau nach Ende der Garantie, habe ihn gestern vor 2 Jahren gekauft.

      News Top-Aktuell:

      Eingebaute Obsoleszenz ist bei elektronischen Geräten auf die Sekunde zu verwirklichen. Man nehme einen winzigen Computerchip und programmiere ihn so, dass er zu einem gewissen Zeitpunkt etwas nicht mehr fuktionieren lässt. Übrigens!

      Gratulation! Wir freuen uns aufrichtig mit Ihnen, dass Ihre Verblödungsglotzkiste nicht mehr funktioniert. Willkommen in etwas mehr Freiheit. 🙂

      Kein Land wurde so für dumm verkauft, wie Deutschland. Wollte ich darüber was erzählen, da wüsste ich nicht wo ich anfangen und wo ich enden sollte.

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