Stoppt endlich den Etikettenschwindel!

 

 

Im Saftregal sehen die Produkte auf den ersten Blick alle wie Säfte aus, doch viele davon sind gar keine Säfte.

Es ist eine bodenlose Frechheit, wie Konsumentinnen und Konsumenten mit Etikettenschwindel überhäuft werden!

Soll das etwa eine gewinnbringende Strategie sein, die Kundschaft zu belügen und für blöd zu halten?!

Wenn dem so sein sollte, dann sollte das dringend überdacht werden. Ein potentieller Kunde mag es nämlich gar nicht, wenn er belogen und betrogen wird.

Der Saftschwindel

Sieht aus wie Saft, ist aber keiner. Zahlreiche Hersteller täuschen auf Getränkeverpackungen echten Saft vor, auch wenn dieser mit Zuckerwasser verdünnt ist.

Der Trick ist immer derselbe: Auf der Vorderseite der Etiketten prangen große Früchte und der Hinweis auf die Geschmacksrichtung.

Ob es sich jedoch tatsächlich um echten Saft handelt und wie hoch der Fruchtsaftanteil ist, können Konsumentinnen und Konsumenten bei Produkten vieler Hersteller (unter anderen Rauch, Albi, Beckers Bester, Lausitzer, Voelkel und Solevita) nur auf der Rückseite im Kleingedruckten erfahren.

Diese sechs Hersteller fallen besonders negativ auf, denn deren Produkte weisen auf der Vorderseite keinerlei Hinweise auf den Fruchtgehalt auf.

Dabei wären diese Angaben besonders wichtig beim Einkauf, da es zwischen den verschiedenen Getränkearten entscheidende Qualitätsunterschiede gibt.

Verwirrung zwischen „Saft“, „Nektar“ und „Fruchtsaftgetränk“

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Verpackungen zahlreicher sogenannter „Nektare“ und „Fruchtsaftgetränke“ nicht von denen echter Säfte.

Während ein echter Saft aus 100 Prozent Frucht bestehen muss, darf ein sogenannter „Nektar“ je nach Sorte zu 50 bis 75 Prozent mit Wasser und Zucker verdünnt sein.

Aromatisierte Getränke mit geringerem Fruchtanteil (6 bis 30 Prozent) dürfen „Fruchtsaftgetränk“ genannt werden, obwohl diese Produkte korrekterweise Fruchtsaftimitat heißen müssten.

Beispiele

Unter dem Namen „Himbeer-Rosa Pfeffer“ von Rauch verbirgt sich ein mit Wasser und Zucker verdünnter, aromatisierter Apfelsaft, der nur 7,5 Prozent Himbeermark enthält.

Das erfährt aber nur, wer die Verpackung umdreht und sich durch einen Dschungel aus Kleingedruckten in 16 Sprachen kämpft.

Die Vorderseite der Verpackung schmückt Rauch dagegen überwiegend mit großen Himbeeren.

Ähnlich macht es Hersteller Albi: Das Produkt „Guave Maracuja“ enthält – anders als die Vorderseite der Verpackung vermuten lässt – lediglich ein lausiges Prozent Maracujasaft!

Auf der Internetseite listet das Unternehmen zahlreiche Produkte in der Rubrik „Säfte“ auf, die gar keine Säfte sind.

Bei „Beckers Bester“ ist, ohne einen Blick ins Kleingedruckte, die Qualität des Produkts der Sorte „Kirsche“ nicht vom Produkt der Sorte „Orange“ zu unterscheiden.

Die entscheidende Information versteckt „Beckers Bester“ auf der Rückseite: Während „Orange“ ein echter Saft aus 100 Prozent Frucht ist, ist die „Kirsche“ ein sogenannter „Nektar“ mit nur 35 Prozent Frucht und der Hauptzutat Wasser.

Auch „Bio-Hersteller“ („Bio“ – schon von Haus aus ein Etikettenschwindel) Voelkel tarnt seine aromatisierten Fruchtsaftimitate „Ananas Kokos“ und „Kokos Mango“ mit großen Bildern von Kokosnüssen und Früchten als Säfte, ohne auf der Vorderseite auf den Fruchtgehalt hinzuweisen.

„Es ist ärgerlich, wenn man selbst am Saftregal den Zutaten-Detektiv spielen soll. Das muss aufhören!

Die Hersteller müssen ihre Produkte endlich verständlich kennzeichnen und auf der Vorderseite der Verpackung Fruchtgehalt und Getränkeart angeben“, sagt Sophie Unger von foodwatch und damit hat sie vollkommen Recht.

Es ist jedoch überhaupt eine bodenlose Unverfrorenheit, dass bei den Herstellern Verbrauchertäuschung und Betrug offenbar zu etwas wie einem „Volkssport“ mutiert ist.

Dabei ist ehrliche Kennzeichnung gar nicht schwer. Einfach draufschreiben was drin ist, statt hervorzuheben, was kaum drin ist.

Zu Fragen ist: Was sollen diese ganzen dummen und somit vollkommen überflüssigen Fantasienamen, wie zum Beispiel „Schweinelachs“, „Hähnchenbrustfilet“ (noch schlimmer: „Hähnchen-Innenbrustfilet“)?

Warum kann man das nicht als das benennen, was es ist? Nämlich Schweinerücken und Hähnchenbrust!

Oder auch die sogar gleich doppelte Verbrauchertäuschung mit dem „Seelachsfilet“ – ein Filet, welches Fische nicht haben, von einem Fisch, den es noch nicht einmal gibt!

Wieso kann man das nicht so benennen, wie der Fisch tatsächlich heißt? Nämlich Köhler oder Pollack!

Auch in Mengen verwendete, vollkommen leere Worthülsen sind die Folgenden: „Premium“, „Gourmet“, „Deluxe“, „Echt“, „Sonderedition“, „Feinkost“, „Bio“, „Öko“, „Gold“, „Luxury“ und so weiter und so weiter. Was soll das?!

Wer mit all diesem Unsinn die Bevölkerung zutextet, muss sich nicht wundern, wenn „König Kunde“ sich abwendet und im Handel bald gar nichts mehr geht!

Daran sind dann nicht nur die unzählbaren Etikettenschwindeleien schuld, sondern auch der Zustand der Produkte selbst: verstrahlt, vergiftet und sogar noch zusätzlich von den Herstellern vergiftet, durch Zugabe von ausgewiesenen Giftstoffen, welche mit Gefahrenzeichen bepflastert sind, wie zum Beispiel das Nitrit im Nitritpökelsalz, welches sich in fast jedem Fleischereiprodukt befindet.

Die Hersteller haben das Wort

Hersteller Voelkel hat angekündigt, die Etiketten zu überarbeiten. „Damit kein falscher Eindruck über die Qualität des Produktes entsteht, würden die Etiketten umgestaltet und der Fruchtgehalt direkt auf der Front angegeben“, erklärte Voelkel in einem Schreiben.

„Beckers Bester“ kündigte neue Etiketten an.

Auch Hersteller Lausitzer will seine Kartonverpackungen verständlicher kennzeichnen.

Was fällt auf? Das hier: Einige Hersteller kündigen an und wollen angeblich dieses und jenes machen, bzw. ändern, doch was wird davon letztendlich tatsächlich umgesetzt!? Ankündigen ist das Eine – tatsächlich machen das Andere!

Mehr als genug „Ankündigungen“ und „Versprechungen“, die nie umgesetzt worden sind, kennt die Bevölkerung bereits von den Politschwerverbrechern.

Klare Aussagen auf Etiketten wären toll, doch dann ist da leider noch das Zustandsproblem der Produkte.

Mögen die Hersteller doch mal hier unter diesem Artikel kommentieren, welche heutzutage im Handel erhältlichen Produkte noch bedenkenlos verzehrt werden können und ohne Etikettenschwindel daherkommen.

Unsere werten Leserinnen und Leser sind selbstverständlich ebenfalls herzlich dazu eingeladen, sich diesbezüglich zu äußern und mitzuteilen.

                                                                                                                                
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4 Responses to Stoppt endlich den Etikettenschwindel!

  1. renard sagt:

    Die Hauptursache für den Etikettenschwindel im Fruchtsaftbereich, liegt wie in allen anderen „Lebensmittel“-Bereichen in der maßlosen Profitgier der Hersteller. Gewinnmaximierung ist die oberste Devise bei diesen Gangstern. Und dafür gehen die buchstäblich über Leichen.

    „Gesetze“ und „Verordnungen“ taugen Oberhaupt nichts, denn z. B. eine Fa. Lausitzer lässt sich von der Fa. „Bundesregierung“ keinerlei Vorschriften machen und zudem stecken diese Banditen alle unter einer Decke.

    Der Gelackmeierte ist der Verbraucher, er zieht die A…Karte. Er kann sich eigentlich nur mit Boykott wirkungsvoll zur Wehr setzen. Das erfordert allerdings Gemeinschaftssinn – ob dieser wohl vorhanden ist!?

    News Top-Aktuell:

    Also wir sind schon mal dabei. Wir kaufen keine Produkte, die mit Etikettenschwindel versehen sind. Wir kaufen auch keine Produkte, die mit irgendwelchen Siegelchen und „Zertifikaten“ daherkommen.

    Schon gar nicht kaufen wir Produkte, welche mit Giftstoffen vollgestopft sind, die von der Lebensmittelmafia in „Zusatzstoffe“ umbenannt wurden.

    Was kaufen wir denn dann eigentlich noch???
    Einfache Antwort: So gut wie gar nichts mehr.
    Wir machen das Beste, was man machen kann:
    Wir produzieren weitestgehend selbst.

  2. aladur sagt:

    Diese Feststellung musste ich leider auch machen. Wobei das besonders Hinterlistige dabei die versteckte %-Angabe ist, die man nur mühsam findet und so klein geschrieben istm dass man sie nur lesen kann, wenn man gute Augen hat.

    Eines ist klar: Es geht hier um bewusste Verbrauchertäuschung.

    News Top-Aktuell:

    Der Begriff ist sehr freundlich gewählt. Tatsächlich handelt es sich um vorsätzlichen Betrug.

    Dabei war das vor etwa 10 Jahren noch ganz anders. Da könnte man blind ins Regal greifen: wo Saft draufstand war Saft drin. Die Frechheit dabei – die Preise sind mit der Minderqualität nicht gefallen. Ich kaufe so etwas nicht mehr, nachdem ich zu Anfang auch einmal reingefallen bin.

    News Top-Aktuell:

    Wo Saft draufstand, war Saft drin? Wir haben das jetzt nicht recherchiert, aber wir wagen mal zu bezweifeln, dass das vor 10 Jahren so war.

    • Ernst sagt:

      Die KinderCola von Aldi-Süd, die es im letzten drittel des letzen Jahrhunderts zu Kaufen gab, war so eine chemische Keule. Nektar wurde immer schon aus chemischen Konzentraten hergestellt, wobei die Vielfalt von Farben und Geschmäcker, nachgeahmt werden konnte/sollte. Das ist auch der unterschied, zwischen Nektar und Saft. Saft muss oder sollte zu 99% von der Frucht selbst stammen, plus eigenem Fruchtzucker. Nektar zu 99% aus dem Labor plus Wasser aus dem Hahn und raffinierten Zucker.

  3. Ernst sagt:

    Das ganze fängt mit unserem „Persönlichen“ Etikettenschwindel an. Denn ohne Geburtsurkunde, was ja die Mutter des Etiketten-Schwindels selbst ist, gäbe es diese Illusionen der Vielheit nicht wirklich.

    Chemisch produzierte oder chemisch nachgeahmte Produkte wie Konzentrate, etc., ist Gift. Zudem sind sie genauer betrachtet ziemlich schädlich für unser Geist/Wesen. Da wird die Wahl doch eng, warum es so ist wie es ist.

    News Top-Aktuell:

    Das widerlegen wir dann mal eben: „klick“

    Übrigens, nichts wird sich ändern, denn die Gifte sind seit der unserer Geburt in unserem Kreislauf. Um diese Gifte zu neutralisieren, benötigen wir das Gegenstück zum Gift, nämlich das Serum.

    News Top-Aktuell:

    Unser Vorschlag: Einfach keine Gifte mehr konsumieren, bzw. den Konsum von Giften so weit wie möglich reduzieren.

    Und nicht noch mehr Gifte in Form von „Intranervöse“ Therapien, sprich Impfungen, Konzentrate, Nitrite, etc.

    Ein sehr altes Sprichwort sagt: nicht die Menge macht das Gift, sonder das Gift macht das Gift. Im lateinischer Sprache gern auch als Virus bezeichnet bzw. benannt. Virus=Gift! Man darf es also so benennen, da sie es ja offensichtlich tun.

    Sie vergiften uns und Steuern so unseren Krankheitsverlauf, vom erbärmlichen Geisteszustand, sei mal hier nicht die Rede. Die Pointe ist: wir finanzieren unsere Auslöschung/Vergiftung selbst – mehr noch – wir schreien regelrecht nach mehr, mehr, mehr, bis uns die Leiden schaffen, die unsere Leiden schafften.

    P.S.: Falls nicht erwünscht ist, dass unsere Zukunft der Vergangenheit gleichen soll, dann sollten wir rasch unsere Vergangenheit ändern.

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