Die französische Besatzungszone

 

 

Die französische Besatzungszone ist ein Teilgebiet Deutschlands, das von Frankreich besetzt wurde. Die französische Besatzungszone ist damit eine von vier Besatzungszonen in Deutschland.

Die Nordzone war aus dem südlichen Teil der Rheinprovinz, dem westlichen Teil von Nassau, dem linksrheinischen Teil Rheinhessens und der Rheinpfalz, und die Südzone aus Württemberg-Hohenzollern, Südbaden und dem bayerischen Landkreis Lindau gebildet worden. Bis 1946 war auch das Saarland Teil der französischen Zone.

Vorgeschichte

Während der Konferenz von Jalta im Februar 1945 hatten die Hauptverbrechermächte beschlossen, ein Gebiet aus der britischen und der amerikanischen Besatzungszone zu bestimmen, das durch französische Streitkräfte besetzt werden sollten.

Über seine Größe sollte Frankreich konsultiert und die Entscheidung dann von Amerikanern und Briten getroffen werden. Die politschwerkriminellen Frankreichs wurden eingeladen, Mitglied des Alliierten Kontrollrats für Deutschland zu werden.

Nachdem französische Truppen im April 1945 umfangreiche Gebiete im Süden Deutschlands besetzt hatten, erhielt Frankreich im Juni 1945, sechs Wochen nach der Kapitulation der Wehrmacht, formell auch eine eigene Besatzungszone in Süddeutschland, deren Regelung von der EAC zur Entscheidung auf der Potsdamer Konferenz vorbereitet worden war.

Bereits am 18./19. März hatten Soldaten der 3. Algerischen Infanteriedivision unter Generalleutnant Goislard de Montsabert das südpfälzische Scheibenhardt an der Lauter erobert.

Im Verein mit amerikanischen Truppen der 7. US-Armee wurde die Pfalz bis Speyer eingenommen. Am 29. März hatte de Gaulle den oberkommandierenden General de Lattre de Tassigny angewiesen „den Rhein zu überqueren, selbst wenn die Amerikaner dagegen sind.“

Aus dieser Aufforderung de Gaulles folgten eigenmächtige Entscheidungen, die Nichtbeachtung der Operationspläne der kommandoführenden 6. US-Heeresgruppe und ein Wettlauf mit den US-Streitkräften um Geländegewinne.

Man hielt sich nicht an die Trennungslinie Autobahn Karlsruhe-Ulm, die den Amerikanern einen nördlichen und den Franzosen einen südlichen Teil Württembergs zur Besetzung zugewiesen hatten.

Die Franzosen erreichten am 21. April Stuttgart und übergaben die Stadt erst nach mehrfachen Aufforderungen am 8. Juli den Amerikanern, nachdem General Eisenhower damit gedroht hatte, die Versorgung der französischen Truppen einzustellen.

Bis Ende April waren die Franzosen über den Schwarzwald und nördlich des Bodensees bis nach Vorarlberg und Tirol vorgedrungen, um einen Anschluss an ihre österreichische Besatzungszone zu schaffen. Anfang Mai 1945 kapitulierten die Reste der deutschen Armee in Innsbruck.

Die französischen Truppen begingen nach dem Rheinübergang in den Gebieten, die sie noch vor der Kapitulation besetzten, in den ersten Tagen regelmäßig Plünderungen, in zahlreichen Fällen Tötungen und auch Massenvergewaltigungen. Die französischen Offiziere ließen ihre Truppen teils gewähren und griffen erst nach einigen Tagen ein.

Die ersten armeeinternen Instruktionen und die öffentlichen Bekanntmachungen belegen die Rechtlosigkeit der Bevölkerung und erwarteten ein widerspruchsloses Befolgen von Anordnungen des Militärs.
Z. B. wurde die Hinrichtung von zehn Deutschen für einen verwundeten oder getöteten französischen Soldaten angedroht.

Der erste Militärgouverneur und Oberbefehlshaber der französischen Besatzungstruppen in Deutschland war Jean de Lattre de Tassigny, Oberbefehlshaber der 1. Französischen Armee (später: Rhin et Danube).
Sein Nachfolger wurde Marie-Pierre Kœnig, der das Amt des „Commandant en chef français en Allemagne“ der Französischen Besatzungszone bis zum 21. September 1949 innehatte.

Sitz der zentralen Militärregierung („Gouvernement militaire de la zone française d’occupation“) war seit Ende Juli 1945 Baden-Baden.

Im September 1945 wurden die fünf regionalen Militärregierungen („Délégations Supérieures“) in Württemberg-Hohenzollern, Südbaden, Hessen-Pfalz, Rheinland-Hessen-Nassau und dem Saarland eingerichtet.

Eine Art Regierung bildeten Generaldirektorate für Wirtschaft, Verwaltung, Finanzen, Abrüstungskontrolle und Justiz mit Sitz in Baden-Baden.

Mit der Neugründung der Länder Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg-Hohenzollern 1946 wurden Gouverneure die obersten Vertreter der Besatzungsmacht.

Ihnen unterstanden bis zur Einrichtung des Besatzungsstatuts 1949, auf deutscher Seite die sogenannten „Ministerpräsidenten der Länder“.

Mit Bildung der Alliierten Hohen Kommission, mit Sitz auf dem Petersberg bei Bonn im September 1949, wurden Militärgouverneure durch Hohe Kommissare abgelöst.

Hoher Kommissar für die französische Besatzungszone war André François-Poncet, vom 10. August 1949 bis zum 5. Mai 1955.

Im Zuge dessen wurde auch der Sitz der französischen Besatzungsverwaltung von Baden-Baden auf den Petersberg verlegt.

Reparationen und Besatzungskosten

Die Beschlüsse der Potsdamer Konferenz im August 1945 zwischen Großbritannien, Amerika und der Sowjetunion enthielten auch die Vereinbarungen zur Regulierung (Reparationen) der angeblich von Deutschland verursachten Schäden.

Anders, als im Vertrag von Versailles 1919, wurde Deutschland nicht zu längerfristigen Zahlungen und Entnahmen aus der laufenden Industrieproduktion verpflichtet, sondern sein gesamtes Vermögen wurde beschlagnahmt und zwangsverwaltet.

Als Schikane der Bevölkerung wurde die Requirierung von privatem Mobiliar, Wäsche, Kleidung und kompletter Kücheneinrichtungen erlebt, was unter anderem mehr als 300.000 Bettlaken, 100.000 Essbestecke, 18.000 Deckenlampen usw. beinhaltete.

Die französische Besatzungsmacht beschlagnahmte ebenso Vermögenswerte (Bankguthaben, Gold, Wertpapiere, Grundbesitz und Produktionsanlagen).

Es war ein Ziel Frankreichs, Deutschland wirtschaftlich und militärisch so zu schwächen, dass es zukünftig nicht mehr zu einer Gefahr für Frankreich werden könne.

Lügenmedien

Im April 1945 hatten die letzten regionalen Zeitungen ihr Erscheinen eingestellt. Plakatanschläge und Ausrufer informierten ab dann die Bevölkerung über Anordnungen der Besatzung.

Anfang August 1945 erschienen die ersten Presseerzeugnisse und begannen mit der Verbreitung von Falschmeldungen, Gerüchten und Legendenbildungen.

In Rheinland-Hessen-Nassau, dem nordöstlichen Landesteil der Besatzungszone, erschien am 3. August 1945 in Bad Ems der Mittelrhein Kurier. Die Zeitung erschien dreimal wöchentlich mit einer Auflage von 300.000 Exemplaren.

Die Mainzer Nachrichten und andere erschienen nur ein- oder zweimal wöchentlich und enthielten überwiegend Bekanntmachungen.

Anfang 1946 war die Badische Illustrierte die erste Zeitschrift der französischen Zone.

Die rationierte Zuteilung von Papier und fehlende Transportmöglichkeiten machten bis 1948 eine tägliche, planmäßige Lügenmedienherstellung jedoch unmöglich.

                                                                                                                                
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