Der Weg in die deutsche Teilung – Teil 3

14. November 2018

 

 

Kadergruppen, die während des Krieges in der Sowjetunion ausgebildet wurden, übernahmen bereits vor Schusswaffenstillstand ihre Tätigkeit in Berlin (Walter Ulbricht), Sachsen und im Ostseegebiet.

Im Juli 1945 kam es zur Errichtung von fünf Landes- und zwölf Provinzverwaltungen. Die von der sowjetischen Militärregierung gebildeten Zentralverwaltungen (für Volksbildung, Finanzen, Arbeit und Sozialfürsorge sowie für Landwirtschaft) standen unter dem beherrschenden Einfluss der „Kommunistischen Partei (KPD)“.

Die Gründung der „DDR“

Im Juni 1945 ergeht der Befehl der Sowjetunion zur „Bildung und Tätigkeit antifaschistisch-demokratischer Parteien“. Sie unterstehen der Kontrolle der sowjetischen Militäradministration (SMAD).

Während der Monate Juni und Juli wurde die Gründung folgender „Parteien“ genehmigt: „KPD (Wilhelm Pieck), SPD (Otto Grotewohl), Christlich-Demokratische Union Deutschlands, Liberal-demokratische Partei Deutschlands“.

In der sowjetischen Besatzungszone breitete sich also derselbe Parteienschwindel aus, wie in allen anderen Besatzungszonen.

Am 14. Juli 1945 wurden die vier „Parteien“ zum „antifaschistisch-demokratischen Block“ zusammengeschlossen.

Wie sagte schon Hitler: „Die kennen sie ja… die alten „Parteien“. Das war immer eines und dasselbe“.
Bedeutung: Parteien, also Unterschiede, hat es nie wirklich gegeben. Es war und ist noch heute: immer eines und dasselbe, nämlich immer ein und derselbe braune Nazisumpf.

Erkennen kann man das auch heute ganz leicht, sogar so leicht wie nie zuvor, denn bis zur Sekunde werden im hiesigen Land Nazigesetze angewendet, wie zum Beispiel das Einkommensteuergesetz, das Gewerbesteuergesetz oder auch die Justizbeitreibungsordnung.

All das stammt aus den 1930er Jahren – also aus der allertiefsten Nazizeit und ist bis zur Sekunde in Anwendung. Damit ist der klare Beweis erbracht, dass sowohl die Scheinregierung, wie auch die Scheinopposition des hiesigen Landes, welche auf Kosten und zum Schaden der gesamten Bevölkerung im Reichstagsgebäude hocken, komplett aus Nazis, bzw. aus Nachfolgenazis besteht.

Zurück zum Eigentlichen:

Am 22. April 1946 wurden „KPD“ und „SPD“ zwangsweise zur „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)“ verschmolzen. Vorsitzende wurden Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl.

Im Januar 1949 wurde das paritätische Prinzip aufgegeben. Ein Politbüro mit 7 Mitgliedern und 2 Kandidaten wird gebildet.

Im Juli 1950 wurde der Vorstand abgeschafft und es entsteht ein „Zentralkomitee“ mit 51 Mitgliedern und 30 Kandidaten. Walter Ulbricht wurde Generalsekretär (später Erster Sekretär).

Wem die bekannten Worte des Walter Ulbricht entfallen sein sollten, kann hier die Erinnerung auffrischen:

 

 

15. Juni 1961: Walter Ulbricht sagt auf einer Pressekonferenz: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“.

 

Schon zwei Monate später wurde eine Mauer errichtet und Menschen hingerichtet, welche die Mauer, von welcher „niemand die Absicht hatte, sie zu errichten“, hinter sich zu lassen versuchten.

Weit über 100 000 Menschen in der DDR versuchten zwischen 1961 und 1988 über die innerdeutsche Grenze oder über die Berliner Mauer zu fliehen.

 

 

Weit mehr als 600 von ihnen wurden zwischen 1961 und 1989 von Grenzsoldaten der DDR erschossen oder starben bei Fluchtversuchen. Sie ertranken in Gewässern, erlitten tödliche Unfälle oder begingen Selbstmord bei ihrer Entdeckung.

Allein an der Berliner Mauer wurden zwischen 1961 und 1989 mindestens rund 140 Menschen getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben:

– 100 DDR-Flüchtlinge, die beim dem Versuch die Grenzanlagen zu überwinden, erschossen wurden, verunglückten oder sich das Leben nahmen

– 30 Menschen aus Ost und West ohne Fluchtabsichten, die erschossen wurden oder verunglückten

– 8 im Dienst getötete DDR-Grenzsoldaten, die durch Fahnenflüchtige, Kameraden, einen Flüchtling, einen Fluchthelfer oder einen Polizisten getötet wurden.

Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen.

Ungezählt sind die Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung starben, über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihr Leben.

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Reformen

Die sowjetische Besatzungsmacht entwickelte auf ihrem Territorium neue Strukturen und wollte eine „neue Gesellschaft“ formieren.

Schon 1945 wurde das Beamtentum abgeschafft. In der Justizreform von 1946 wurden mehr als 85 Prozent der „Richter und Staatsanwälte“ im Zuge der Entnazifizierung entlassen, doch sehr viele kehrten wieder zurück in die deutsche Nazi-Justiz:

 

 

Im September 1945 wurden Verordnungen über die Bodenreform erlassen. Mehr als 7000 Großgrundbesitzer wurden entschädigungslos enteignet.

Die Bodenreform umfasste 35 Prozent der Nutzfläche der sowjetisch besetzten Zone. Zwei Drittel des enteigneten Landes gingen an Bauern.

Anm. d. Red.: All jene, welche sich schon immer gefragt haben, wie sogenannte Bauern (oder auch Landwirte genannt) zu riesigen Landflächen kamen, haben nun Einblick bekommen, wie das so passieren konnte. Ende der redaktionellen Anmerkung.

Einrichtung von landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPGn).

Die Industriereform, eingeleitet im Oktober 1945, war ein großer Schritt in Richtung zentraler Planwirtschaft. Das Eigentum von Wehrmacht, NSDAP und ‚Kriegsverbrechern‘ wurde beschlagnahmt.

Die Unternehmen wurden zu ‚Volkseigenen Betrieben‘ (VEBn) umgewandelt. 25 Prozent der Gesamtindustrie werden im Rahmen der „Reparationszahlungen“ von der Besatzungsmacht übernommen.
Gleichschaltung des kulturellen Lebens (Theater, Kinos, Rundfunk, Zeitungen, Fernsehen, Literatur usw.).

Nebenbei bemerkt: Im Juni 1949 erscheint der Roman „1984“ des englischen Schriftstellers  George Orwell (*1903, † 1950), in dem der Schrecken einer totalitären Überwachung beschrieben wird.

Der Titel enthält den Zahlendreher des Jahres 1948 zu 1984 als Anspielung auf eine damals sehr fern erscheinende Zukunft.

„Big Brother is watching you“ ist heute zu einer spaßigen Redewendung verkommen, aber in Orwells  Parabel handelt es sich um eine düstere und hoffnungslose Zukunft – eine beklemmende Warnung vor der uneingeschränkten Vereinnahmung des Menschen durch Schwerverbrecher.

Obwohl George Orwell kaum voraussehen konnte, welche technischen Möglichkeiten durch die Entwicklung der Elektronik inzwischen für die lückenlose Überwachung existieren, hat er ein Gesellschaftssystem beschrieben, das über sechzig Jahre nach seiner Veröffentlichung zur Realität geworden ist.

Man denke nur an die gewaltigen Datenmengen, welche von sogenannten Geheimdiensten über alles, jede und jeden gesammelt werden.

Die sowjetische „Deutschlandpolitik“

Der sowjetische Machtbereich sollte durch die Schaffung eines ‚Schutzgürtels‘ gegenüber der westlichen Einflusssphäre abgeschirmt und nach dem kommunistischen Gesellschaftsmodell umgestaltet werden.

Die Außenpolitik der Sowjetunion war nicht nur defensiv ausgerichtet. In Teilen Europas und Asiens versuchte sie – sowohl aus ideologischen, als auch aus rein machtpolitischen Motiven heraus – den Herrschaftsbereich auszudehnen.

Die Schaffung des Schutzgürtels wurde durch direkte Annexionen (Baltikum) und durch Gründung von sogenannten „Volksdemokratien“ (Rumänien, Polen, Bulgarien) verwirklicht.

Die sowjetische Besatzungszone sollte zunächst neben anderen Ländern (CSSR, Ungarn, Jugoslawien) eine „Pufferzone“ zwischen Kapitalismus und Sozialismus bilden.

Die Einbeziehung der Sowjetzone in den ‚volksdemokratischen Gürtel‘ wurde durch die amerikanische Eindämmungspolitik (containment-policy) beschleunigt.

Vom „Deutschen Volkskongress“ zur „DDR“

Der ‚Zweite Deutsche Volkskongress‘ tagte am 17. und 18. März 1948. Das Vorhaben, im Mai ein Volksbegehren für die deutsche Einheit in allen vier Zonen durchzuführen, wurde in den Westzonen nicht erlaubt.

Der auf dem ‚Dritten Volkskongress‘ (29. und 30. Mai 1949) erneuerte ‚Zweite Deutsche Volksrat‘ konstituierte sich am 7. Oktober 1949 als ‚Provisorische Volkskammer der DDR‘ und setzte angeblich eine „Verfassung“ in Kraft.

Eine Verfassung war das jedoch nicht, da eine Verfassung ausschließlich von einer in freier Selbstbestimmung lebenden Bevölkerung beschlossen werden kann.

Die offizielle Gründung des zweiten deutschen Scheinstaates am 7. Oktober 1949 ist Endpunkt einer Entwicklung, deren Ziel von Beginn an die Gründung der „Deutschen Demokratischen Republik (DDR)“ war.

Ende Teil 3

                                                                                                                                
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