Kraftstoff „günstig wie lange nicht mehr“ – oder: Der Betrug mit den Angeblichkeiten!

20. November 2014

 

Tankstelle - Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten

 

„Zeit zum Volltanken – Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr“, titeln die organisierten Bevölkerungsbelügungsmedien gerade mal wieder. News Top-Aktuell zeigt Ihnen hingegen wie immer die Realität.

In den 80ern lag der Spritpreis tatsächlich noch teilweise im zweistelligen Pfennig(!)-Bereich, wie das schöne Bild mit der Tankstelle aus dem Jahre 1984 beweist (siehe oben).

Wer heute sein Auto betanken will, der bezahlt durchschnittlich zurzeit 1,429 Euro für einen Liter Super E10.Diesel kostet aktuell 1,30 Euro.

Der Grund für das sogenannte und angeblich „niedrige Preisniveau“ sei der Ölpreis. Dieser sank für ein Barrel Rohöl um drei Dollar auf rund 79 Euro. Aha!

Werden sinkende Preise an die Verbraucher weitergegeben? Das wäre uns neu! Dazu kommen wir noch im weiteren Verlauf.

Kraftstoff ist natürlich alles andere als günstig, sondern völlig überteuert. Bloß weil der Preis zufällig mal um einige Cent fällt, hat das noch lange nichts mit „günstig“ zu tun.

Anfang der 50er Jahre kostete ein Liter Benzin durchschnittlich etwa 50 bis 60 Pfennig, was nach heutigem Stand der Dinge etwa 25 bis 30 Cent bedeutet.

Das änderte sich allerdings, als 1973 die erste sogenannte „Ölkrise“ anbrach, die es niemals gegeben hat.

Behauptete Ölknappheit sorgte für eine Begründung für steigende Preise. Nichts anderes war der Sinn und Zweck dieser angeblichen „Ölkrise“: den Menschen mehr Geld aus der Tasche ziehen zu können.

Infolge dessen stieg der Benzinpreis Anfang der 70er Jahre drastisch an, bis er 1974 schließlich die damals unerreichte Grenze von 80 Pfennig (0,80 D-Mark oder auch 40 Cent) pro Liter hinter sich ließ.

 

Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - BILD

 

1973 kostete die Lügenpostille „BILD“ noch 20 Pfennig, also 10 Cent. Heute kostet dasselbe Schmierblatt 80 Cent, also acht Mal so viel wie 1973! Dankenswerterweise kaufen den Schund ja sowieso nur noch einige letzte Bestandsnaive und/oder Gewohnheitstiere.

Zurück zum Sprit:

„Das hat doch prima geklappt“, dachte sich die Kraftstoffmafia – und so zauberte man 1979 die zweite behauptete Ölkrise aus dem Ärmel, die den Preis für einen Liter Öl innerhalb von wenigen Jahren auf damalige Rekordpreise von über 1,30 D-Mark pustete.

Nach dem ersten Golfkrieg, der selbstverständlich auch als Scheinbegründung für steigende Preise hergenommen wurde, sackte der Literpreis Anfang der 90er wieder auf rund 1,- D-Mark ab – aber nur kurzzeitig, da der zweite Golfkrieg folgte.

Binnen des folgenden Jahrzehnts stieg der Spritpreis kontinuierlich an und erreichte 2000 eine Höhe von einem Euro (2,- D-Mark) pro Liter.

Die Einführung des Euros im Jahr 2001 sorgte für ein weiteren erheblichen Anstieg. Aus 1,42 D-Mark wurden 98, statt 71 Cent – schöne saftige Preiserhöhung.

Dann kam, über mehre Jahre verteilt, noch Kanzlerdarsteller Schröders „Ökosteuer“ hinzu und die Preise kletterten und kletterten.

Nach dem Attentat auf das World Trade Center ging die Nachfrage nach Kerosin allerdings zurück und somit auch die Höhe des Benzinpreises.

Das sollte aber nicht so bleiben. Bereits gegen Ende 2002 stieg der Preis wieder enorm an und erreichte 2005 eine Höhe von 1,20 €.

Im Jahre 2008 verdoppelte sich der Rohölpreis innerhalb eines Jahres und erzeugte einen neuen Anstieg in der Benzinpreisentwicklung.

Zwar sanken die Ölpreise mit der folgenden Finanzkrise enorm, doch die Spritpreise folgten diesem Trend nicht wirklich.

Die Literpreise erreichten in den folgenden Jahren – inklusive 2011 – eine Höhe von rund 1,40 € pro Liter.

In 2012 kostete der Sprit sogar mal bis zu 1,78 Euro – das wären dann 3,56 D-Mark gewesen.

Von 1950 bis heute hat sich der absolute Preis für Benzin mehr als verfünffacht! Darüber schreiben die Massenbelügungsmedien natürlich kein einziges Wort.

Sie „jubeln“ stattdessen, dass der Preis für Kraftstoff ausnahmsweise mal um ein paar lausige Cent gesunken, teilen aber nichts davon mit, dass der Preis nach wie vor total überteuert ist.

Wir fragten schon zu Beginn: Werden sinkende Preise an Verbraucher weitergegeben? Das wäre uns neu!

Um das zu verdeutlichen, schauen wir uns kurz mal an, was man als Verbraucher für Schweinefleisch und Rindfleisch so zu bezahlen hat:

 

Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - Filet Auswahl

 

Deutsches Schweinefilet ist hier für 0,99 Euro für 100 Gramm, also 9,90 Euro pro Kilogramm zu haben.

Neuzeller Schweinefilet schlägt hingegen mit 1,69 Euro pro 100 Gramm, also mit 16,90 Euro pro Kilogramm zu Buche. Warum eigentlich???

Neuzelle ist eine Gemeinde im Südosten von Brandenburg, also ebenfalls Deutschland. Warum kostet das Schweinefleisch mit Neuzeller-Bezeichnung so viel mehr??? Das weiß keine Sau.

Es gibt keinen Grund für derart überzogene Preise, aber es funktioniert. Wie funktioniert das? Ganz einfach!

Die Herkunftsmitteilung eines Produktes macht es gleich schon mal teurer. Dafür gibt ´s zwar keinen einzigen Grund, aber es funktioniert.

„Pommersche Leberwurst“, „Neuzeller Schweinefilet“, „Dinkelsbühler Weißnichwas“, und schon steigen die Preise.

Wenn man den Begriff „Leberwurst“ auch noch mit „Guts“ verfeinert, also „Gutsleberwurst“ daraus macht, dann ist die Gehirnwäsche noch perfekter.

Das Wörtchen „Guts“ trägt ja schon den Begriff „Gut“ in sich. Außerdem suggeriert es „Bauernhof“, sowie „glückliche Tiere“, die auf der grünen Wiese fröhlich ´rumschnaufen und so weiter.

Gern werden auch Begriffe wie „Gut und Günstig“ verwendet oder „Dauertiefpreis“.

Eine der besten Verbrauchertäuschungen ist jedoch, wenn die Worte „BIO“ oder „ÖKO“ auf Verpackungen zu lesen sind. Das schaltet bei einigen Leuten dann jede Gehirn-Restaktivität ab.

Hier gibt ´s mehr zum Thema der angeblichen „BIO“-Produkte:
Die Bio-Lüge

Das mit den höheren Preisen funktioniert aber auch auf andere Art, indem man zum Beispiel „Prämiumqualität“ oder „Deluxe“ auf die Verpackung schreibt.

 

Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - angeblich Deluxe

 

Gern hergenommen werden auch Dinge, die es gar nicht gibt, wie zum Beispiel „Hänchenbrustfilet“.

 

was bitte ist ein Hähnchenbrustfilet

 

Ein Hähnchen besitzt an und in seinem Körper kein einziges bisschen Filet – schon gar nicht in seiner Brust.

Das hier ruft auch ´ne Menge Lacher hervor:

 

Lammlachse_mariniert

 

Im Grunde ist das schlicht und ergreifend Lammrücken, aber „Lammlachs“ klingt natürlich „edler“, ist also eine edlere Kundenverschaukelung.

Lustige Begriffe sind auch „Lammkaree“ oder noch besser: „Lammkrone“.

 

Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - Lammkaree

 

Dahinter verbirgt sich nichts anderes, als Lammrücken mit Rippenknochen, aber „Lammkrone“ klingt natürlich besser – ist es nur leider nicht.

Wonach wir auch schon vergeblich gefahndet haben, ist das Filet in einem Lachs:

 

Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - was bitte soll Lachsfilet sein

 

Man kann suchen so lange man will: man wird in einem Lachs oder auch Wildlachs nirgendwo ein Filet finden.

Was wir dann auch gern mal wüssten, was denn bitte ein „Hüftfilet“ sein soll? Das gibt ´s nämlich ebenfalls nicht:

 

Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - nicht existentes Hüftfilet

 

Hier nun noch ein paar weitere Tierchen, die es gar nicht gibt:

 

Was bitte soll eine Lachsforelle sein

 

Es gibt keinen Fisch und auch kein Säugetier mit dem Namen Lachsforelle. Ein Filet hätte die „Lachsforelle“ selbstredend schon zweimal nicht.

Hier ein weiteres Tierchen aus der Galerie der erfundenen Geschöpfe der Nahrungsmittelindustrie:

 

Seelachs gibt es nicht

 

Bei diesem Fisch handelt es sich meistens um den gemeinen Köhler, aber als „Seelachs“ lässt sich das Tierchen natürlich teurer an Frau und Mann bringen. Ein Filet ist selbstverständlich auch in diesem Fisch nicht auffindbar.

Das hier kannten wir bisher noch gar nicht: „Beiriedscheibe“:

 

Beireidscheiben

 

„Beireidscheibe“ soll angeblich ein Begriff aus Österreich sein und Roastbeef bedeuten. In diesem Fall ist es aber offensichtlich ein gewöhnliches Rumpsteak.

Höchst lächerlich wird ´s, wenn das Wörtchen „Gourmet“ irgendwo prangt, wie zum Beispiel hier:

 

Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - Gourmetblödsinn - Ottogourmet

 

Lächerlich ist hier nur die Bezeichnung. Eine Frecheit, bzw. Wucher sind hingegen die Preise, die für diese angeblichen „Gourmetprodukte“ verlangt werden.

Im Internet finden sich diesbezüglich einige Anbieter, welche unwissenden Menschen Horrorpreise für Normalitäten abknöpfen.

Ganz vorn mit dabei sind da „Otto Gourmet“ und „gourmetfleisch.de“

 

Tankstelle - Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - Otto Gourmet

 

Gourmetfleisch.de

 

Genug gelacht. Nun werfen wir gemeinsam einen Blick auf den Agrarmarkt für Schweinefleisch, damit Sie mal sehen, was Fleisch eigentlich so tatsächlich kostet:

 

Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - tatsächliche Schweinepreise

 

Wie zu erkennen ist, bezahlen die Verbraucher ein Vielfaches der Agrarmarktpreise.

Ebenfalls ist dokumentiert, dass die Preise für Schweinefleisch von 1,78 Euro auf 1,40 Euro gefallen sind. Das ist ein Preisverlust von mehr als 20 Prozent! UND!??

Ist Ihnen in den letzten 14 bis 21 Wochen mal aufgefallen, dass Schweinefleisch um mehr als 20 Prozent günstiger geworden wäre??? Ganz im Gegenteil!

Die Preise sind entweder halbwegs stabil geblieben oder gestiegen. Eine Preissenkung von 20 Prozent dürfte wohl kein Verbraucher beobachtet haben.

So viel zum Thema „Weitergabe von Preisvorteilen an die Konsumenten“. Vergessen Sie das einfach. Da wird nichts weitergegeben.

Noch unverschämter wird s beim Rindfleisch, wofür wir noch einmal dieses Bild hervorkramen wollen:

 

Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - Filet Auswahl

 

Deutsches Rinderfilet für 2,66 Euro pro 100 Gramm, also 26,60 pro Kilogramm.

Sogenanntes „Pommern Steak“ (exakt dasselbe wie Deutsches Rinderfilet) kostet sogar 5,99 Euro pro 100 Gramm, was 59,90 pro Kilogramm entspricht.

Ein weiterer Trickbetrug ist auch „dry aged beef“! Und so sieht das aus, bevor es bearbeitet wird:

 

dry-aged-beef - vergammeltes Fleisch

 

Doch, doch… Sie sehen schon richtig. Schimmel und Gammel so weit das Auge reicht. Hervorgerufen durch Lagerung, weit über das normale Abhängen (21 Tage) hinaus.

Das macht das Fleisch zwar überaus zart aber auch überaus gesundheitsgefährdend.

Das nächste Bild zeigt ein „dry aged- Steak“, nachdem der ganze Gammel und Schimmel weggeschnitten wurde:

 

dry-aged-steak - vergammeltes Fleisch- Finger weg von sowas

 

Schimmel hat nun aber leider ein ganz blöde Eigenschaft: er vermehrt sich wie die Pest und zieht sein Myzel durch das gesamte Fleisch.

Das Myzel ist zu filigran, als dass es das menschliche Auge noch erkennen könnte, ist aber genauso toxisch, wie der sichtbare Schimmelpilz.

Überaus unangenehm auch, dass die Gifte des diesbezüglichen Schimmelpilzes, wie auch in dessen Myzel, hitzebeständig sind.

Mit anderen Worten: Man kann die Gifte durch kochen, brutzeln, braten, grillen nicht zerstören und nimmt sie bei Verzehr auf, was später zu schwerwiegenden Krankheiten führen kann.

Hier dann mal einige Preise für das, was man früher folgerichtig als Gammelfleisch bezeichnet hat:

 

dry-aged-gammelfleisch-nach-der-bearbeitung

 

Mehr zum diesem Thema finden Sie übrigens hier:
Wenn Gammelfleisch plötzlich zu “Gourmetfleisch” wird

Wenn Sie nun noch einen Blick auf die Agrarpreise für Rindfleisch werfen, dann werden Sie nicht wissen, ob Sie lachen oder weinen sollen:

 

Kraftstoff günstig wie lange nicht mehr - oder - Der Betrug mit den Angeblichkeiten - tatsächliche Rindfleischpreise

 

2,70 bis 3,68 Euro pro Kilogramm Rindfleisch am Agrarmarkt!

Wenn man dann sieht, was man als Konsument beim Metzger oder im Supermarkt für Rindfleisch oder gar für Rinderfilet zu bezahlen hat, dann platzt einem die Hutkrempe weg.

Wirft man dann noch einen Blick auf die Preise, die manche „Gourmet-Schwindler“ im Internet für Fleisch verlangen, dann lacht und weint man sogar gleichzeitig!

Lassen Sie sich also bitte nicht länger verschaukeln. Achten Sie auf die Preise und teilen Sie Anbietern ruhig mit, was Sie von deren völlig überzogenen Preisen halten.

                                                                                                                                
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