Neues vom Geiz und der Gier nach Geld.

6. Januar 2010

 

Entscheidung im Streit um Lottogewinn

Hildesheim – Nach sechs Richtigen im Lotto streitet eine ehemalige Tippgemeinschaft um den Gewinn von rund 1,7 Millionen Euro. Das Landgericht Hildesheim will am Vormittag die Entscheidung verkünden.

Ein Vergleichsangebot des Richters hatten die drei Männer abgelehnt. Demnach sollten zwei Gewinner je rund 670 000 Euro, der dritte etwa 395 000 erhalten. Die Arbeitskollegen hatten sich nach ihrem Millionengewinn heillos zerstritten. Zwei von ihnen sehen sich als alleinige Gewinner, der Dritte stellte Strafanzeige.

Sechs Richtige mit Zusatzzahl brachten der Lotto-Tippgemeinschaft von Monteuren des Hildesheimer Bosch-Werks im vergangenen Juli gut 1,7 Millionen Euro ein. Leider auch eine Menge Ärger, weil zwei Gewinner ihren neuen Reichtum nicht mit einem dritten teilen wollen. Am Donnerstag sahen sich die Kollegen vor Gericht wieder – unversöhnlich auf ganzer Linie.

Es gab eine Zeit, in der sich die drei Schichtarbeiter privat besuchten und sich kumpelhaft „Baby“ nannten. Im schmucklosen Saal 142 des Hildesheimer Landgerichts ist davon nichts mehr zu spüren. Wenn sich die rechtmäßigen Gewinner Adam B. und Waldemar S. auf der einen und ihr vermeintlich ausgebooteter Mitspieler Jerzy S. auf der anderen Seite anblicken, dann nur, um abschätzig zu grinsen und den Kopf zu schütteln. Das „Lotto Superding 2008“ hat die Männer auseinandergebracht.

Exakt 1.735.450,90 Euro strichen die Arbeiter im Juli vergangenen Jahres ein. Adam B. (44) und Waldemar S. (47), beide ohne Zweifel Gewinner, teilten sich die Summe und erfreuten sich an ihrem plötzlichen Reichtum. Bis ihr Kollege Jerzy S. sie anzeigte. Sie enthielten ihm sein Drittel vor, sagte er und fand bei der Hildesheimer Staatsanwaltschaft Gehör. Die pfändete daraufhin die komplette Summe und klagte die beiden Männer wegen Betruges vor dem Amtsgericht an.

Wann der Strafprozess beginnt, steht noch nicht fest. Für Richter Michael Meyer-Lamp, den Vorsitzenden der 4. Zivilkammer des Hildesheimer Landgerichts, spielt das zunächst auch keine große Rolle. Meyer-Lamp muss nämlich über eine Klage der beiden Männer gegen den dritten entscheiden. Vertreten durch den Anwalt Friedrich-Wilhelm Korn fordern sie, Jerzy S. möge das gepfändete Vermögen freigeben. Zudem solle er für den durch die Pfändung entstandenen finanziellen Schaden geradestehen. In jedem Fall habe der Dritte nie zur Tippgemeinschaft gehört. „Der lügt ohne Ende“, sagt Adam B., der stets die Tippspiele im Kollegenkreis organisierte und die Tippscheine in einer Sarstedter Annahmestelle abgab.

Um festzustellen, welche der beiden Parteien lügt, kann der Richter nur auf Indizien zurückgreifen. Er versucht es deshalb mit einem Vorschlag zur Güte. Je 670 000 Euro für die beiden Kläger, 395 000 Euro für den Dritten. Tatsächlich deutet Anwalt Reinald Gutkess, der Jerzy S. vertritt, Gesprächsbereitschaft an. Doch sein Gegenpart Friedrich-Wilhelm Korn schüttelt vehement den Kopf.

Dabei gibt es Indizien, die auch die Staatsanwaltschaft zur Anklage bewogen haben. Von „ganz gewaltigen Indizien“ spricht auch Meyer-Lamp, als er von den Handy-Daten berichtet, die die Polizei inzwischen ausgewertet hat. Demnach hat Organisator Adam B. schon Minuten nach der Ziehung der Lottozahlen eine SMS an Jerzy S. geschickt und nach Waldemar S.’s Telefonnummer gefragt. „Was, wir haben gewonnen?“, soll der später angeblich Ausgebootete gefragt und per Telefon die Antwort bekommen haben: „Wir haben gewonnen, wir haben einen Sechser mit Zusatzzahl.“ Eine halbe Stunde später erreichte den Dritten dann aber eine neue Kurznachricht: „Es war nur’n Fünfer mit Zusatzzahl, er hat sich verguckt vor Aufregung.“ Dieses Hin und Her und die anschließende Lüge mit dem Fünfer erklären die beiden Lottogewinner vor Gericht mit ihrem Streben nach „Geheimhaltung“. Man habe eben versucht, den Gewinn zu vertuschen.

Früher waren sie Freunde, doch dann zogen es zwei der Freunde vor, den dritten wegen überschwänglicher Gier nach Geld zu betrügen. Absolut abscheulich und erbärmlich, doch leider Fälle, wie sie von Menschen mit der Geistesleistung einer Mikrobe, immer wieder hervorgerufen werden.

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Katja Günther muss zahlen!

26. August 2009

 

 

Wie bekannt wurde, muss Katja Günter nun Schadenersatz leisten!
Die bereits seit langer Zeit aus den Medien bekannte Katja Günther ist eine so genannte „Mahn-Anwältin“, welche für betrügerische Firmen (namentlich: „Online Content Ltd.“), Mahnungen in ungezählten Mengen an  Bürger versendete, welche sich guten Glaubens auf einer Vielzahl dubioser Plattformen  angemeldet hatten und unrechtmässig zur Kasse gebeten wurden.

Die Masche war dabei immer die Gleiche:

Es wurde unter zur Hilfe nahme verheissungsvoller Namen wie z.B. „Fabrikverkauf“ mit vermeintlichen Schnäppchen gelockt. Um die vermeintlichen Schnäppchen überhaupt zu Gesicht zu bekommen, musste sich bei den entsprechenden Plattformen zunächst angemeldet werden und damit war die Falle auch schon zugeschnappt. Denn jeder der sich anmeldete, schloss „angeblich“ einen Abo-Vertrag über ein Jahr ab. Zu zahlen waren dafür meist ca. um die 50,- Euro, welche zunächst per E-mail, dann auf dem normalen Postweg eingefordert wurden. 

Warum so viele Menschen in diese Falle tappten liegt darin begründet, dass der Betrag in Höhe von ca. 50,- Euro nicht ordnungsgemäß dem Deutschen Recht entsprechend deutlich ausgewiesen- sondern feinsäuberlichst im so genannten „Kleingedruckten“ versteckt war. Eine solche Vorgehensweise ist nach Deutschem Recht und Gesetz unzulässig – ein geschlossener Vertrag somit nichtig.

Dass diese Tatsache nicht jedem bekannt ist, wussten auch die Betreiber zahlreicher Internet-Plattformen, die sich dieses allgemeine Unwissen zu Nutze machten und so ungezählte Menschen in die Abo-Falle lockten.

Weigerte sich der getäuschte Interessent nach mehrmaliger Aufforderung zu zahlen, trat Katja Günther auf den Plan!
Diese verschickte dann in gewissen Zeitabständen immer wieder bis zu 4 Mahnschreiben, mit immer horrenderen Forderungen. Auch vor haltlosen Drohungen, welche zur Eintreibung dieser unrechtmässigen Forderungen dienen sollten, machte Katja Günther keineswegs halt!

Das Resultat solch rechtswidriger, unter vollem Vorsatz begangener Abzockereien ist ebenfalls immer das Gleiche:

Gewisse Prozentsätze der Angemahnten liessen sich von solchen Schreiben a la Katja Günther nicht beeindrucken, da diese um die Rechtslage wussten und ihnen bekannt war und ist, dass derlei hanebüchene, unrechtmäßige Forderungen auf Grund des Verstoßes gegen die Preisabgabeverordnungen weder zu zahlen- und schon gar nicht (wie von Katja Günther immer wieder angedroht wurde), einklagbar sind.

Doch leider gibt es auch einen nicht zu unterschätzenden Prozentsatz jener, welche nicht so rechtssicher waren und die horrenden Forderungen schliesslich bezahlten, um vermeintlich noch höhere Kosten zu vermeiden.  Für genau jene, die der unrechtmässigen Forderungen der Katja Günther nachkamen, dürfte das nun Folgende äußerst interessant sein!

Der Karlsruher Rechtsanwalt Benedikt Klas und sein Mandant haben die Inkasso-Anwältin Katja Günther erfolgreich auf Schadensersatz verklagt. Zunächst ließ der Anwalt feststellen, dass die Abo-Rechnung für ein dubioses „Geburtstags-Archiv“ nichtig ist.

Dann reichte er am Amtsgericht (AG) Karlsruhe Klage für seinen Mandanten ein. Darin forderte er von Katja Günther Schadensersatz für die entstandenden Anwaltskosten zur Abwehr der unberechtigten Inkasso-Forderung. Das AG gab Klas nun recht und verurteilte Katja Günther dazu, 46,41 Euro Anwaltsgebühr plus rund 150 Euro Gerichtsgebühr für das Verfahren selbst zu zahlen (Az. 9 C 93/09). 

Ein solches Urteil ist doch mal äußerst erfreulich und zeigt eindeutig in die richtige Richtung!
So darf es in Deutschland eben nicht einfach so gestattet und möglich sein, dass sich Anwälte ungestraft als Handlanger für Abzocker und Betrüger zur Verfügung stellen können. Meines persönlichen Erachtens nach ist hier sogar staatsanwaltlich wegen Mittäterschaft gegen Katja Günther zu ermitteln was (wie ich hoffe), längst geschieht!

Folgende Frage bleibt jedoch offen:
Warum hat man diese Person nicht schon längst „dingfest“ gemacht!? Es ist ein Skandal und ein eindeutiger Missstand des Deutschen Justizsystems, dass Katja Günther offenbar noch immer auf Kosten unbedarfter Dritter einem solchen „Banditengewerbe“ nachgehen kann!

Sämtlichen Geschädigten kann auf Grund des Oben genannten Urteils nur der dringende Gang zum Anwalt angeraten werden, um sich gegen Katja Günther zur Wehr zu setzen.

Auf diesem Wege erfährt Katja Günther einmal selbst, wie sich Forderungen anfühlen! 
Allerdings mit dem Unterschied, dass diese berechtigt sind!

Bleibt noch das Schlusswort:
Was in den Köpfen von Menschen wie Katja Günther eigentlich vor sich geht, vermag ich nicht zu beurteilen.
Warum man eine juristische Ausbildung durchläuft (welche ja eigentlich einmal dazu gedacht war, dem Recht zu selbigem zu verhelfen), um anschliessend „des Teufels Handlanger“ zu werden und vorsätzliches Unrecht zu vertreten, ist eine Frage, die nicht wirklich zu beantworten ist. Jedoch spielt Geld hier sicherlich keine untergeordnete Rolle.

Katja Günther wird nicht die Letzte bleiben, die aus überschwänglicher Gier nach Unmengen „schnellen Geldes“  nicht nur ihr Gewissen (falls ein solches  eventuell einmal vorhanden war), sondern auch ihren gesamten Werdegang und ihre berufliche Karriere und Zukunft „an den Teufel“ verkauft hat.

„Unrecht Gut, tut selten gut“.


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