Was wird aus den „Quelle-Shops“?

23. Oktober 2009

 

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Er will 1500 Quelle-Shops retten: Detlef Stechert

 

Nach dem endgültigen Aus für Quelle läuft der Ausverkauf der letzten rund 18 Mio. Artikel auf Hochtouren. Schnäppchenjäger brachten die Internet-Seite zum Erliegen und stürmten die 1500 deutschen Quelle-Shops.

Die Shop-Inhaber, bisher eine Stütze des Versandhandels, bangen um ihre Existenz. Denn mit Eröffnung der Insolvenz wurden die Quelle-Verträge automatisch gekündigt.

Neue Hoffnung macht jetzt der Vorsitzende des Interessenverbands der Quelle-Shops Detlef Stechert (61).

Gemeinsam mit erfahrenen Branchenkennern gründet er eine Einkaufskooperationsgemeinschaft für die Shops. Die Gewerbeanmeldung läuft, die Finanzierung steht.

 „Es wäre fatal, die Läden und deren Mitarbeiter. Wenn alles klappt, können wir rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft starten. Zahlreiche Lieferanten für zum Beispiel Spielwaren, Elektrogeräte, Büro- und Schulbedarf stehen in den Startlöchern. Mit unserer Einkaufsmacht können wir Preise auf Discount-Niveau anbieten“, so Stechert.

Er gehörte zur Standardausstattung fast eines jeden deutschen Wohnzimmers und war über Generationen „die Bibel des Konsums“: der Quelle-Katalog.

Blättern, stöbern, bestellen – und sich dann auf ein Paket aus Fürth freuen. Das war einmal. Quelle ist pleite und der berühmte Katalog – in diesem Jahr nur noch mit Hilfe einer staatlichen 50-Millionen-Euro-Garantie erschienen – gehört in die Geschichtsbücher. Auch wenn er dafür reichlich dick ist.
Aber was ist mit den Geschäften vor Ort? Pauline Schürmann, Inhaberin des Quelle-Shops an der Welle hat keine Ahnung, wie es weitergeht: „Alles was ich weiß, habe ich aus den Nachrichten erfahren. Ich habe bisher noch keine Benachrichtigung von Quelle bekommen, außer dass in der nächsten Woche Informationen kommen sollen.“ Momentan, so Schürmann, laufen die Bestellungen bei ihr weiter wie bisher. Die Kunden hielten ihr die Treue, was sich auch daran zeige, dass immer noch teurere Bestellungen aufgegeben würden. Das ändert aber nichts an der Unsicherheit, die Schürmann wie viele andere Betreiber von Quelle-Shops plagt. „Ich kann nichts machen außer warten“, klagt die Inhaberin.

Nach WN-Informationen geht es Betreibern anderer Quelle-Shops im Münsterland nicht besser. Auch sie mokieren, dass es detaillierte Informationen seitens des Quelle-Konzerns noch nicht gibt. Die Betreiber hängen in der Luft und haben im Einzelfall die Hoffnung schon so gut wie aufgegeben. Einige sagen es ganz offen: Sie glauben nicht daran, dass es Quelle-Läden am Ende dieses Jahres noch gibt. Das hat will der Vorsitzende des bundesweiten Interessenverbandes der Quelle Shops Detlef Stechert, schon lange geahnt haben. der das Verhalten von Quelle übrigens „beschämend“ finfet. Stechert: „So geht man mit nicht mit Partnern um.“

 

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