Fukushima 2019 – die unendliche Katastrophe

11. März 2019

 

 

Am 11. März des Jahres 2011 hatte ein besonders schweres Erdbeben vor der japanischen Küste, nordwestlich von Tokio, einen Tsunami ausgelöst, dem in und um die Präfektur Fukushima tausende Menschen zum Opfer fielen.

Auch das unmittelbar an der Küste stehende AKW Fukushima Daiichi war schwer betroffen und eine Beherrschung der Folgen ist nicht in Sicht.

Bereits das Erdbeben verursachte erheblich Zerstörungen. Die Gewalt der Flutwelle tat ihr übriges, sodass es zur mehrfachen Kernschmelze und einer extrem radioaktiven Verseuchung kam.

Roboter berührt erstmals geschmolzenes Material in Reaktor 2

 

 

Es ist ein Erfolg, der allerdings zeigt, wie lange man noch von einer Lösung entfernt ist und wie lange eine Hightech-Nation benötigt, um mit einem Roboter nach mehreren gescheiterten Versuchen in den Reaktor vorzudringen.

Am 13. Februar 2019 wurde mittels eines ferngesteuerten Roboters erstmals erreicht, im Reaktor 2 von Fukushima die Ablagerungen der Schmelze auf dem Gehgitter unterhalb des Druckkessels zu berühren.

Tepco (der Betreiberkonzern des havarierten Atomkomplexes) berichtet, dass sechs Mal mit den Roboterfingern an verschiedenen Stellen der Boden kontaktiert wurde. An 5 Stellen habe man Ablagerungen bewegen und ein wenig in die Höhe heben können.

Der von Toshiba und dem International Research Institute for Nuclear Decommissioning (IRID) entwickelte 30 cm lange und 19 cm breite Roboter ist allerdings eher eine Sonde und wird durch eine Röhre in den Reaktor eingebracht.

Der Roboter verfügt über eine Kamera, LED-Lampen, ein Thermometer, ein Dosimeter und einen Schwenkkopf, an dem sich Greifarme befinden, die Druck ausüben und ein Gewicht von bis zu 2 kg heben können.

Im Inneren wurde die Strahlung und die Temperatur gemessen, allerdings eben nicht am Boden, wo sich der Großteil des geschmolzenen Materials befindet, das aus dem Druckkessel durchgebrochen ist.

Man werde die aufgenommenen Bilder und die gemessenen Werte analysieren, meldet Tepco. Bilder wurden bereits veröffentlicht, die Daten aus dem Inneren allerdings noch nicht.

Versichert wird aber, dass während der Untersuchung, bei welcher der Roboter durch eine Öffnung in den Reaktor eingeführt wurde, keine zusätzliche Strahlung in der Umgebung entstanden sei, doch ähnliche Versprechungen wurden ja schon oft genug gemacht, die sich dann als Lügen herausstellten.

Der Erfolg wird schon dadurch getrübt, dass der Roboter das meiste Material auf dem Gitter nicht greifen und heben konnte, weil die Brocken zu groß sind. Weiteres Material ist mit dem Gitter verschmolzen.

Im Laufe des Jahres soll dann das erste Mal eine kleine Menge herausgeholt werden, um die Beschaffenheit genauer untersuchen und klären zu können, mit welcher Ausrüstung und Technik der nukleare Abfall herausgeholt werden kann.

Die Bergung des geschmolzenen Brennstoffs ist eine der schwierigsten Aufgaben in der havarierten Todesfabrik Fukushima.

Wo soll das Material dann eigentlich gelagert werden!?? Die Politschwerkriminellen der Präfektur fordern, so berichtet Asahi Shimbun, dass das geschmolzene Material weggebracht wird – doch wo ist „weg“!??

 

 

Ursprünglich war Tepco übrigens davon ausgegangen, 2021 mit dem Abbau des AKW zu beginnen.

Erwartet wird, dass damit tausende von unschuldigen Arbeitern 30 bis 40 Jahre lang beschäftigt sein werden, deren Gesundheit darunter entsprechend zu leiden haben wird.

Es ist nicht geklärt, wo der hochkontaminierte Abfall deponiert werden soll. Es ist auch noch keine Lösung für das weiterhin durch Tritium und Jod 129 belastete Wasser gefunden worden, das in hunderten von haushohen Tanks, die jeweils 1000 Tonnen fassen, auf dem Gelände gelagert wird.

Tepco verbreitet Optimismus

Die Blumenbeete sind frisch geharkt – die verspiegelten Scheiben geputzt. Schon die Anfahrt soll den Eindruck von „alles in Ordnung“ vermitteln.

Dass der „Technologiepark“, der hier seine Besucher begrüßt, in Wirklichkeit eine Atomruine ist, ist im ersten Moment schwer zu realisieren.

Heute gehen hier hunderte Arbeiter täglich ein und aus – von Krisenstimmung ist nichts mehr spürbar. Tepco hat nämlich den Betriebsablauf neu organisiert. So darf auf 96 Prozent des Geländes inzwischen einfache Straßenkleidung getragen werden. Tepco verweist stolz darauf, dass die Oberflächenstrahlung abgesenkt werden konnte.

Mit Spritzbeton gegen strahlenden Staub

Möglich wurde das angeblich durch die Versiegelung des Bodens. Großflächig verteilter Spritzbeton habe den strahlenden Staub fixiert. Damit sei hier das tägliche Arbeiten gefahrlos möglich, so Tepco.

Auch einen kleinen Supermarkt gibt es hier für die todgeweihten Beschäftigten und Aufenthaltsräume für das Mittagsschläfchen.

Selbst unmittelbar vor den Reaktorgebäuden bleiben die Gastgeber gelassen. Hideki Yagi, in der Unternehmenskommunikation für „Risikokommunikation“ zuständig, ist ein Mann in mittleren Jahren, der äußerlich wie die verkörperte Seriosität schlechthin auftritt.

Er gibt unbeeindruckt an Ort und Stelle ein Interview – ohne schwere Schutzkleidung.

Auf etwa 880 Tonnen wird das sogenannte Corium geschätzt, der Brei aus dem, was einmal ein Reaktorkern war, doch Yagi ist „ganz sicher“: Tepco wird das Corium bergen und unschädlich machen. Wie genau das gelingen soll, dazu natürlich kein Wort, da niemand weiß, wie das gelingen könnte.

Die Aktion soll in spätestens 40 Jahren abgeschlossen sein, doch Sachverständige sind skeptisch: Noch nie ist es gelungen, eine solche Menge hochradioaktiven Materials zu bewegen.

In anderen havarierten Todesfabriken, sei es Three Mile Island in den USA, oder Tschernobyl in der Ukraine, hat man lieber die Finger davon gelassen. Dort wurde das Corium vor Ort beerdigt.

Was Tepco leisten will, wäre eine Weltpremiere – ebenso die Entsorgung des hochgradig verstrahlten Wassers, das sich überall auf dem Gelände in haushohen Tanks befindet. Die Sache ist nämlich die:

Nur der Ablauf von Zeit kann Strahlung verringern. Leider ist dafür sehr viel Zeit nötig… ja teilweise sogar derart viel Zeit, dass die Menschheit das nicht mehr erleben können wird.

Am Ausgang des sogenannten „Technologieparks“ (havarierte Atomruine) will Tepco endgültig überzeugen, und zwar mit dem „body-scan“, der für jeden einzelnen Gast die Zahl der radioaktiven Zerfallsprozesse im Körper anzeigt.

Das persönliche Dosimeter zeigt eine kumulierte Belastung von 46 Mikrosievert an. Das klingt nach wenig, ist tatsächlich aber enorm viel.

Wie groß die Katastrophe ist und bleibt, wird bei der Heimfahrt umso deutlicher – vorbei an verlassenen Siedlungen und Bergen von verstrahlter Erde, erkennbar an den fein säuberlich aufgereihten schwarzen Säcken. Es ist ein Erbe für viele tausende Generationen.

Aus Anlass des Jahrestages der japanischen Reaktorkatastrophen, warnen wir vor den Gefahren, die von Europas alternder AKW-Flotte ausgeht!

In Deutschlands westlichen und südlichen Nachbarländern sind insgesamt 14 Reaktoren bereits seit 40 Jahren oder länger in Betrieb.

 

 

Kernreaktoren sind im Neuzustand schon gefährlich genug, doch ganz besonders diese Uralt-Reaktoren sind eine sehr große Gefahr!

Einer davon, der Reaktor 1 im Schweizer AKW Beznau, der erst im vergangenen Jahr für den weiteren Betrieb freigegeben wurde, läuft sogar schon seit fast 50 Jahren!!

Einzige Auflage, für die erneute Freigabe, nach rund drei Jahren Stillstand: Der Reaktordruckbehälter soll künftig regelmäßig mit Ultraschall untersucht werden – das nächste Mal jedoch erst 2022!

Das AKW liegt südlich des Rheins im Kanton Aargau, unweit zur Grenze mit Baden-Württemberg. Der zweite dortige Reaktor ist seit 1971 im Betrieb – also ebenfalls eine uralte Todesmaschine, die jeden Tag zu jeder Sekunde einen Supergau produzieren kann.

Mit dem Alter der Anlagen nehmen die Gefahren erheblich zu – zum Beispiel versprödet der Stahl des Reaktordruckbehälters, der das Herz des Reaktors darstellt und die Brennstäbe enthält.

Die Versprödung führt zu Mikrorissen im Reaktordruckbehälter, die im Laufe der Zeit größer und größer werden.

Außerdem sind die Sicherheitskonzepte veraltet. Trotz Nachrüstungen wird das heute von Neuanlagen geforderte Sicherheitsniveau nicht erreicht. So sind viele dieser Todesfabriken zum Beispiel unzureichend gegen Flugzeugabstürze geschützt.

Auch stehen in vielen alten AKW weniger Sicherheitseinrichtungen, wie Notstromaggregate und Notkühlpumpen zur Verfügung.

Ein Ausfall der Kühlung führt in einem Reaktor unweigerlich zur Kernschmelze und damit unvermeidbar zur Freisetzung großer Mengen radioaktiven Materials.

Legt die Todesfabriken still!

Noch nie ist ein Kernreaktor in Betrieb gegangen, um damit Strom zu erzeugen. Das hat man den Bevölkerungen nur immer erzählt, dass man damit „billigen und sauberen Strom“ herstellen wolle.

Tatsächlich hatten und haben diese Todesfabriken eine ganz andere Aufgabe, nämlich das Erzeugen von atomwaffenfähigen Material, um daraus nukleare Massenmordwaffen bauen zu können.

Dieser Wahnsinn ist zu beenden! Weltweit! Sofort!!!

 

                                                                                                                                
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