Smartphone – die Spione immer dabei haben

15. März 2018

 

 

Er ist nervig! Überall läuft er herum! Man begegnet ihm auf der Straße, im Cafe, im Restaurant, auf Bahnhöfen, in Bussen und Bahnen, und, und, und. Er ist einfach überall: Der Homo Smartphonicus!

Kommen, setzen, Smartphone auf den Tisch und dann wird getippt und gewischt, dass die Schwarte kracht! Furchtbar!

Das Smartphone ist zu einer sehr weitverbreiteten Sucht geworden und alle, die sowas nutzen, finden das unheimlich toll und so praktisch…

Die vielen sogenannten „APPS“ sind eine wahre Freude für den Homo Smartphonicus, denn ohne sie, würde er kaum noch eigenständig zur Toilette finden.

Die Hersteller dieser Dinger „haben natürlich nur an das Wohl der Menschen gedacht“, als sie die Smartphoneseuche auf den Markt warfen.

Nun haben wir den Salat! Das Ding geht überall mit hin und ist ständig aktiviert. Da freuen sich alle… und ganz besonders die Industrie und andere, die es nichts angeht, wer Sie sind, wo Sie wohnen, wofür Sie sich interessieren, wer Ihre Freunde sind, was Sie mit denen zu „bekakeln“ haben, und so weiter, und so weiter.

Vorinstallierte Spionageprogramme („APPS“)

G Data fand schon im Jahre 2015 heraus: Über 250 Modelle enthalten Schnüffelfunktionen, darunter auch Geräte von bekannten Herstellern.

Meist stecken die Schadprogramme in den allseits ach so beliebten „APPS“, die ab Werk installiert sind; beispielsweise die „Facebook-APP“.
Der Homo Smartphonicus kann diese ganz normal nutzen und merkt nicht, dass im Hintergrund Unmengen Daten abgegriffen werden.

Eine Deinstallation der „APPS“ sei häufig gar nicht möglich, da sie zu den fest installierten Anwendungen in der Firmware gehören.

Im Falle der „Facebook-APP“ fanden die Sicherheitsexperten beispielsweise die Malware »Android.Trojan.Andup.D«.

Diese kann umfangreich auf die Daten des Nutzers zugreifen, darunter auch Kontakte und Standortdaten.

Zudem ist sie in der Lage andere spionierende „APPS“ zu installieren, Nachrichten mitzulesen, Gespräche abzuhören und vieles mehr.

Die Daten überträgt sie ins Internet. Die Übertragung erfolge meist unverschlüsselt und ohne Überprüfung des empfangenen Servers. So können sich Angreifer einfach einklinken, die Daten abgreifen und auch die Kontrolle über die Malware übernehmen.

Es geht noch weiter! Manche „APPS“ können unter anderem Anrufe, SMS, GPS Daten, Kameradateien, Anrufgeschichte, Kontakte, Kalender usw abhören, abgreifen und ausspionieren.

Außerdem kann so manche „APP“ das Smartphone als Wanze benutzen und so Gespräche abhören, die man in der Nähe des Gerätes führt.

Sehr praktisch, das Ganze… und Homo Smartphonicus kriegt davon absolut nichts mit.

Spionagefunktionen gehören zur Grundausstattung fabrikneuer Smartphones und verwandeln jedes Gerät in eine Abhörstation und sogar noch viel mehr:

Im Namen des Smartphone-Besitzers können Betrüger in Onlineshops einkaufen und das Onlinebankkonto belasten, denn auch die per SMS/MMS/WhatsAPP übermittelten Zugangscodes können sie mitlesen.

So liest die Firma POLIZEI Ihre Chats und macht „Selfies“

„Skygofree“ nennt sich ein Scheinstaatstrojaner für Geheimdienste, der Inhalte verschlüsselter WhatsApp-Nachrichten an sogenannte „Behörden“ übermitteln, das Mikro einschalten und Selfies machen kann. Die Software ist ein kompletter Spionage-Werkzeugkasten.

Laut dem Sicherheitssoftwareunternehmen Kaspersky Lab ist der Android-Trojaner „Skygofree“ bereits seit 2014 im Einsatz.

Es handelt sich um eine hoch entwickelte, mehrstufige Spyware, welche die vollständige Fernsteuerung eines Gerätes ermöglicht.

Dazu gehört neben dem Mitlesen der eigentlich verschlüsselten Chat-Nachrichten auch standortbasierte Audioaufnahmen.

Das bedeutet im Klartext, dass scheinstaatliche Organisationen mit Skygofree unter anderem folgendes können:

WhatsApp-Nachrichten mitlesen, trotz Verschlüsselung
SMS mitlesen
den aktuellen Standort des Handys ermitteln
Bilder und Videos aufnehmen (auch Selfies)
Das Mikrofon des Handys heimlich aktivieren

Skygofree beherrscht laut den Sicherheitsexperten insgesamt 48 verschiedene Befehle, die von den Spionen genutzt werden können.

„Der Trojaner kann Ziele intensiv ausspionieren, ohne Verdacht zu erregen“, so Alexey Firsh, Malware Analyst, Targeted Attacks Research, bei Kaspersky Lab.

Spione selber einladen

Es geht nicht nur vorinstalliert, sondern auch so: Der Homo Smartphonicus befindet sich auf einer täuschend echt aussehenden Download-Seite.

Nun meint er, sich auf einer offiziellen Seite eines Providers zu befinden und wird dort zum Softwareupdate aufgefordert, was dann natürlich auch gleich gemacht wird. Schon hat er sich weitere Spionageprogramme eingefangen. Toll, nech. 🙂

Wir hoffen, dass der Homo Smartphonicus seine Schiebe- und Wischkiste nun mit ganz anderen Augen sieht und das Ding bestenfalls weit von sich wirft.

Das wäre toll, denn dann könnte man sich nämlich mal wieder Auge in Auge miteinander unterhalten, was sehr erfrischend wäre.

 

                                                                                                                                
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