TV-Tipp für Sonntag: MONSTER

24. Februar 2012

 

 

Wer einen der besten Filme sehen will, der jemals gedreht wurde, der sollte am kommenden Sonntag den 26.02.2012 unbedingt den Fernseher einschalten. In diesem Film geht es um den Fall der Straßenprostituierten Aileen Carol Wuornos (Foto Unten), geboren 1956, hingerichtet 2002.

 

 

Aileen Wuornos ist in die amerikanische Kriminalgeschichte eingegangen. 1989/90 tötete sie in Florida sechs ihrer Freier, im Oktober 2002 wurde sie als Serienmörderin in Florida hingerichtet. Sie musste also 12 Jahre darauf warten, bis ihr die Todesspritze verabreicht wurde.

 

 

Die Regisseurin dieses Meisterwerkes, Patty Jenkins (Foto), erzählt diese authentische Geschichte aus der Perspektive des „Monsters“ Aileen Wuornos, einer jungen Frau aus der verelendeten Unterschicht, die als Kind vergewaltigt wurde und sich schon als Teenager prostituieren musste.

Als sich Aileen (Charlize Theron) in die junge Selby (Christina Ricci) aus scheinbar geordneten Verhältnissen verliebt, erfährt sie zum ersten Mal in ihrem Leben, dass es auch Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit gibt.

Sie will raus aus dem Dreck und für dieses Mädchen sorgen. Aber der letzte Freier ist der Falsche, ein perverser Gewalttäter, der Aileen Höllenqualen erleben lässt und den sie gerade noch erschießen kann, bevor er sie umbringen will.

Charlize Theron (gesprochen in ihrer Muttersprache Afrikaans: Charlize Tronn) spielt die Hauptrolle in diesem erschreckend bewegenden Film, der tief hinter die Schlagzeilen über die männerhassende und mordende Serienkillerin Aileen Wuornos blickt.

Der Film erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei selbstzerstörerischen Außenseiterinnen: Aileen Wuornos, spitzname „Lee“, einer herumreisenden Prostituierten, die letztlich ihre Freier umbringt, und Selby Wall, die von ihren Eltern zu einer Tante nach Florida geschickt wurde, um dort von ihrer Homosexualität „geheilt“ zu werden.

Nach einer etwa 20-minütigen Einleitung ist man auch schon mitten im Geschehen: Aileen ist am Ende und will nur noch sterben. Nur ein 5 Dollar-Schein, den sie erst noch ausgeben will, hält die vom Leben zutiefst gepeinigte junge Frau noch vom sofortigen Selbstmord ab. So landet Aileen schließlich in einer Bar, wo sie Selby kennenlernt. 

Aileen Wournos, in jeder Beziehung unbeschreiblich hervorragend dargestellt von Charlize Theron, lernt von kleinauf was es bedeutet, eigene Träume aufgeben zu müssen und keine Liebe zu erfahren.

Ihr Vater, ein im Knast sitzender krimineller Psychopat – ihre Mutter, drogenabhängig und ebenfalls kriminell, läßt die kleine Aileen irgendwann allein zurück.  

Um sich einigermaßen über Wasser zu halten, prostituiert sie sich. Der Alltag aus sexuellem Missbrauch, Gewalt und Verachtung nagt an ihr. Irgendwann, mitten in den 1980er Jahren, kann Aileen nicht mehr und beschließt sich umzubringen.

Doch während sie ihr letztes Geld in einer Raststätte ausgibt, lernt sie Selby kennen. Das naive Mädchen wurde nach dem Willen ihrer erzkonservativen Familie zu einer Tante geschickt, um ihr die als Krankheit empfundene Homosexualität auszutreiben.

Selby und Aileen sind (fast) von Beginn an unzertrennlich. Bald schon ziehen sie zusammen. Für Aileen bedeutet dies der Aufbruch in eine neue Zukunft ohne Prostitution.

Doch die Suche nach einem “anständigen” Job gestaltet sich als aussichtslos. Aileen hat keine Ausbildung und einen schwierigen Charakter. Selby gegenüber empfindet sie aufrichtige Liebe und das Bedürfnis, sie zu beschützen.

Um ihre junge Beziehung am Leben erhalten zu können, prostituiert sich Aileen erneut. Kurz zuvor wird sie auch noch von einem Polizisten vergewaltigt und entwickelt eine eskalierende Wut, die sich in einer brutalen Serie von Morden entlädt, welche sie in den Augen der Medien zu Amerikas erster Serienkillerin – einem Monster – macht.

Einen Mann erschoß sie in Notwehr. Doch bei diesem einen Toten blieb es nicht. Innerhalb eines knappen Jahres ermordet Aileen aus Rache sechs weitere Männer. Das Morden wird zum Ventil für Aileens angestaute Wut und Verzweiflung.

Als ihr die Polizei auf die Schliche kommt, kollaboriert Selby mit dieser, um einer möglichen Haftstrafe zu entkommen. Aileen wird schließlich zum Tode verurteilt.

Dieser Film schockt das Gemüt auf sehr besondere Art und Weise

Es wird Ihnen nämlich nicht gelingen (auch nicht nach tagelangem Nachdenken) ob Aileen Wuornos zu Recht zum Tode verurteilt worden ist, oder ob sie unschuldig dort hingetrieben wurde, wo sie sich am Ende fand: In abgrundtiefem Hass auf Männer, System und Gesellschaft.

Versuchen Sie sich in die Lage und Lebenssituation dieser Person hineinzuversetzen und fragen Sie sich, was Sie machen würden, wie Sie selbst reagieren würden, wäre Ihnen all das wiederfahren, was Aileen Wuornos ihr Leben lang über sich ergehen lassen musste.

Nun möchten wir aber nicht versäumen Ihnen die Hauptdarstellerin vorzustellen, die für ihre außergewöhnlich hervorragenden, schauspielerischen Leistungen mehrfach ausgezeichnet wurde.

 

Meine Damen und Herren…

 


Charlize Theron, welche das „Monster“ Aileen Wuornos spielte.

Nun stellt sich die schwierige Frage: Wie bekommt man diese bildhübsche, junge Frau zu dem, was Sie auf dem nun folgenden Foto sehen werden.

 


Charlize Theron als Aileen Wuornos

Wie man erkennen kann, haben die Make-Up-Artists ganze Arbeit geleistet. Das Haar von Miss Theron musste auf ungepflegt und spröde umfunktioniert, die Gesichtshaut auf unrein und mit Sommersprossen übersät werden.

 

 

Das Aufbringen der „unreinen Haut“ und der Sommersprossen dürfte wohl die größte Herausforderung gewesen sein. Jede einzelne Sommersprosse wurde via „air-brush-Verfahren“ auf das Gesicht der Schauspielerin aufgebracht, was Charlize Theron täglich mehrere Stunden in den Räumen der Make-Up-Artists bescherte.

 

 

Ein tadelloses Gebiss passte natürlich auch nicht zu der Rolle der Serienkillerin und so musste Charlize sich eine künstliche Knabberleiste einsetzen. Hinzu kamen dunkle Kontaktlinsen, da Miss Theron eine eher helle Augenfarbe hat, Aileen Wuornos aber dunkle Augen besaß. Doch auch das war noch nicht alles.

 

 

Um der Rolle der Aileen Wuornos gerecht zu werden, musste sich Charlize Theron auch noch ein Bäuchlein anfuttern. Extra für diese Rolle legte die Schauspielerin 15 Kilo Gewicht zu.

Patty Jenkins über Charlize:

Die Rolle der Aileen Wuornos ist nicht die einfachste Rolle, die man als Schauspielerin bekommen kann. Ich sah Charlize in einem Film mit tropfender Nase und wusste sofort: Das ist meine Aileen Wuornos.

Es lassen sich nämlich nur sehr, sehr wenige Schauspielerinnen in Großaufnahme mit laufender Nase filmen. Als ich sah, dass Charlize das erlaubt, wusste ich, dass mit dieser Frau noch viel mehr möglich sein wird.

So kam es, dass Charlize Theron für Patty Jenkins´ Film verpflichtet wurde. Es würde einem auch keine Schauspielerin einfallen, welche die Rolle der Aileen Wuornos besser hätte verkörpern können, wie Sie am Sonntag den 26.02.2012 werden sehen können.

Charlize Theron wurde für ihre Darstellung der Serienmörderin mit internationalen Filmpreisen ausgezeichnet, unter anderem dem Oscar für die Beste Hauptdarstellerin 2004.

 

MONSTER

Am 26.02.2012 auf Tele 5 ab 22.25 Uhr

 

Hier noch ein Auzug aus dem Leben der Aileen Wuornos:

Aileen Carol Wuornos, geborene Pittman (* 29. Februar 1956 in Rochester, Michigan; † 9. Oktober 2002 in Florida) war eine US-amerikanische Prostituierte und Serienmörderin. Ihre Vorfahren kamen aus Finnland.

Ihre Eltern, Diane Wuornos und Leo Dale Pittman, ließen sich einige Monate vor ihrer Geburt scheiden. Ihr Vater starb im Gefängnis als sie 13 Jahre alt war.

Ihre Großeltern Lauri und Britta Wuornos adoptierten sie und ihren Bruder Keith am 18. März 1960, nachdem die beiden von ihrer Mutter sitzengelassen worden waren.

Als 14-Jährige wurde sie schwanger und kam in ein Heim für ledige Mütter. Am 23. März 1971 gebar sie ihren Sohn, der kurz danach adoptiert wurde. Am 4. Mai 1976 heiratete sie Lewis Fell. Die Ehe wurde einen Monat nach der Heirat annulliert.

Das erste Opfer Wuornos‘ war der Ladenbesitzer Richard Mallory aus Palm Harbor, Florida, den sie am 30. November 1989 tötete. Von den weiteren sechs Opfern konnten nur fünf aufgefunden werden. Die Bar in Port Orange, Florida, in der sie am 9. Januar 1991 festgenommen wurde, wurde in „Cold Beer and Killer Woman“ umbenannt.

Wuornos gestand, sieben Männer ermordet und ausgeraubt zu haben. Ihre Verteidigung, bezüglich ihrer Lebensumstände, blieb erfolglos. 1992 wurde Wuornos von einem Gericht in Florida zum Tode verurteilt.

Während des Prozesses, am 22. November 1991, wurde Wuornos von Arlene Pralle und deren Ehemann adoptiert, die von Wuornos‘ Fall aus der Zeitung erfahren hatten.

Trotz der anfänglichen Hilfe erwies sich die Freundschaft als nachteilig für Wuornos, da Arlene Pralle sowie der unerfahrene Rechtsanwalt eher am lukrativen Verkauf der Story interessiert waren und Wuornos sogar davon überzeugten, das Todesurteil anzunehmen.

Ein sehr spät engagierter neuer Anwalt konnte beim Obersten Gerichtshof die Vollstreckung der Todesstrafe nicht mehr verhindern.

 

 

Die Hinrichtung fand einen Tag nach dieser Aufzeichnung, am 9. Oktober 2002 statt. Nach der Exekution wurde Aileens Asche in ihrer Heimatstadt in Michigan um einen Baum gestreut.

 

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