Unser Star für Oslo 2010 – Lena gewinnt Eurovision Song Contest!

29. Mai 2010

 

Live – und Großbericht

wird Ihnen präsentiert von

Das Internet-Auktionshaus, wo Lena ihre Schuhe kauft 🙂

(cze) – Seit 28 Jahren wartet Deutschland auf den zweiten Sieg beim Grand Prix. Beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Oslo soll Lena die Durststrecke beenden – und wir sind live dabei!

20.55 Uhr: Bei der ESC-Party auf der Hamburger Reeperbahn tritt Xavier Naidoo auf – welchen Platz der in Oslo mit seinem Auftritt wohl belegen würde?

21.03 Uhr: Nach dem „Wort zum Sonntag“ beginnt der ESC 2010 nun mit der altbekannten Stimme des Grand Prix – Peter Urban.

21.04 Uhr: 18.000 Zuschauer in der Halle – unter ihnen der norwegische Kronprinz Haakon samt Gattin Mette-Marit – jubeln den Künstlern zu.

21.06 Uhr: Zur Einstimmung gibt es erst einmal den Vorjahressieger. Sie erinnern sich – Alexander Rybak mit seiner Geige.

21.09 Uhr: In diesem Jahr gibt es eine Neuerung: Die Fernsehzuschauer können ab dem ersten Song für ihren Favoriten anrufen. Also schnell noch über die Grenze fahren und für Lena stimmen!

21.11 Uhr: Der Wettbewerb beginnt gleich mit einer der Favoritinnen, der 17-jährigen Safura aus Aserbaidschan, sie gibt im knappen Glitzerkleidchen „Drip Drop“ zum Besten. Mit ihrem Tänzer führt sie einen interessant anzuschauenden Balztanz auf. Auch die Windmaschine kommt zum Einsatz, es sind also alle Kriterien für einen Auftritt aus dem Lehrbuch erfüllt.

21.15 Uhr: Als Zweiter tritt Daniel Diges für Spanien auf. Der lockenköpfige Musical-Darsteller setzt auf eine Bühnenshow, die er bestimmt irgendwann im Zirkus gesehen hat: Im Hintergrund tanzt unter anderem ein Clown.

21.17 Uhr: Beim spanischen Beitrag schleicht sich ein Fan auf die Bühne und tanzt mit. Macht er nicht schlecht.

21.18 Uhr: Mit der Startnummer drei der Titelverteidiger Norwegen mit dem Tenor Didrik Solli-Tangen. Sein Lied erinnert „My Heart Is Yours“ – völlig zufällig sicherlich – ein wenig an „A Time to Say Goodbye“.

21.23 Uhr: Die ersten Geigen in diesem Jahr! Dargeboten von der Formation Sunstroke Project & Olia Tira aus Moldau. Klassischer Eurodance – DJ Bobo wäre stolz.

21.27 Uhr: Jetzt Jon Lilygreen aus Wales, der für Zypern startet. Keiner weiß so recht, warum, aber sein Titel „Life looks better in Spring“ würde James Blunt wohl auf Platz eins der Charts bringen. Ob das aber der richtige Titel für den ESC ist, wird sich zeigen.

21.29 Uhr: Vukasin Brajic aus Bosnien-Herzegowina startet als Sechster. Er will mit „Thunder and Lightning“ wohl Bon Jovi Konkurrenz machen. Die haben den ESC aber auch noch nie gewonnen.

21.33 Uhr: Für Belgien tritt nun der Junge mit der Gitarre an. Tom Dice gewinnt mit „Me and my Guitar“ eindeutig den James-Blunt-Ähnlichkeitswettbewerb – sorry, Jon Lilygreen. Schöner Titel, guter Auftritt.

21.38 Uhr: „Ovo je Balkan“, „So ist der Balkan“, singt Milan Stankovic aus Serbien auf Startplatz acht. Seine Frisur mit dem akkurat geschnittenen Pony soll in seiner Heimat der große Renner sein. Grund genug, in Serbien vielleicht nicht zum Frisör zu gehen. Der Titel ist in der Tat sehr balkanesk, mal schauen, was am Ende dabei herauskommt.

21.41 Uhr: Spanien darf wegen der Fanstörung am Ende noch einmal auftreten! Zirkusfans dürfen sich freuen.

21.43 Uhr: Nun Weißrussland mit der Band 3+2, die mathematisch korrekt tatsächlich auch aus fünf Mitgliedern besteht. (Den Pianisten unterschlagen wir an dieser Stelle.) Und da sind die Schmetterlingskostüme der drei Damen, die auch schon im Halbfinale zum Einsatz kamen – schließlich heißt die süß-kitschige Powerballade auch „Butterflies“.

21.48 Uhr: Auf Startplatz 10 nun Niamh Kavanagh mit „It’s for you“ für Irland. Sie hat 1993 schon einmal den Grand Prix gewonnen. Getragene Ballade, klassischer ESC-Titel mit großer Stimme, so was hat schon gewonnen.

21.51 Uhr: Als Elfter geht Giorgios Alkaios mit seinen Freunden für Griechenland an den Start – hätte man anhand des Namens beinahe vermutet. Er singt „Opa“, was keine Ode an seinen Großvater sein soll – mit diesem Ausruf fordert der Grieche zum Mitmachen auf. Unter anderem.

21.54 Uhr: „That sounds good to me“ singt Josh Dubovie aus Großbritannien. „Klingt gut“ soll das heißen, doch darüber lässt sich streiten. Dieter Bohlen würde wohl kritisieren, dass Josh seine Töne nicht alle trifft.

21.59 Uhr: Für alle, die diesen Ticker lesen, obwohl sie sich eher für Fußball interessieren: Deutschland hat das Testspiel gegen Ungarn mit 3-0 gewonnen.

22.02 Uhr: Nun Sofia mit „Shine“ für Georgien. Der Nachname wird nachgereicht, es ist nämlich nach georgischer Sitte ein langer und recht komplizierter. Ihr Lied wurde mal für Celine Dion geschrieben – muss man mehr sagen über den Stil?

22.05 Uhr: Manga sind eine Metalband aus der Türkei. Um beim ESC aber überhaupt eine Chance zu haben, haben sie ein wenig Gas raus- und dafür folkloristische Elemente mit reingenommen.

22.08 Uhr: Nun Albanien auf Startplatz 15: Juliana Pasha mit der harmlosen Popnummer „It’s all about you“. Und noch eine Geige, aber ob das für den Sieg reicht? Falls nicht – an der Geige hat’s nicht gelegen…

22.12 Uhr: Hera Björk für Island mit dem Titel „Wir können doch auch nichts für die Aschewolke“. Nein, natürlich nicht – „Je ne sais quoi“ heißt ihr Beitrag.

22.16 Uhr: Aljoscha aus der Ukraine tritt mit einer halben Mönchskutte auf. Bevor sie sich allerdings zum Refrain von „Sweet People“ aufschwingt, nimmt sie die Kapuze dankenswerterweise ab.

22.20 Uhr: Auf Platz 18 nun die Franzosen. Zur Erinnerung: Lena startet als 22. Der gebürtige Kongolese Jessy Matador gibt das mit afrikanischen Rhythmen versehene „Allez! Ola! Olé!“ zum Besten. Und wenn es heute mit dem Sieg nichts wird, kann er immer noch einen Sommerhit landen. Diesen Refrain singt man nämlich noch mit 4,8 Promille auf dem Ballermann mit.

Nur noch 3 Titel! Dann ist unsere Lena dran!


22.23 Uhr:
Für Rumänien startet das Duo Paula & Ovi mit „Playing with Fire“. Die beiden sitzen an einem gläsernen Doppelflügel. Der wird aber eigentlich nicht so wirklich gebraucht, sondern sieht hauptsächlich gut aus.

22.27 Uhr: Peter Nalitch und seine Band treten mit „Lost and forgotten“ für Russland an. Der Sänger sieht ein wenig aus wie Moritz Bleibtreu mit Topfhaarschnitt und scheint Probleme damit zu haben, sich seinen text merken zu können. Er hält ein Blatt Papier in der Hand, auf welches er des Öfteren draufschaut. 🙂 Aber singen kann er. Der Song klingt so melancholisch, als hätte man ihn ohne Wodka mitten in Sibirien ausgesetzt.

22.31 Uhr: Nun gleich Eva Rivas mit „Apricot Stone“ für Armenien, bevor endlich Lena antritt! Die Aprikose ist offensichtlich die Nationalfrucht der Armenier, was den Titel des Songs erklären dürfte.

Trommelwirbel!!!

Jetzt kommt Deutschland!!!

Jetzt kommt unsere Lena!!!

OLE OLE!!!

22.35 Uhr: Lena! Mehr Natürlichkeit und Sympathie geht ja überhaupt nicht!!! Super gesungen!!! Super gelächelt!! Super Auftritt!!!

Germany: 12 points !!!
Ganz klar 🙂

22.40 Uhr: Nun Portugal. Filipa Azevedo mit „Ha dias assim“. Ebenfalls ein sehr schöner Titel. Perfekt von der sympatischen Portugiesin vorgetragen.

22.44 Uhr: Auf Startplatz 24 nun Israel: Harel Skaat singt „Milim“. Etwas gewöhnungsbedürftig und leider gelang es dem jungen Künstler nicht, alle Töne präzise zu treffen.

22.48 Uhr: Jetzt eigentlich mit Dänemark der letzte Starter – aber Spanien darf danach ja noch einmal. Nun aber erst noch Chaneé & N’evergreen mit „In a Moment like this“.

22.52 Uhr: Daniel Diges küsst nochmal seinen Glücksbringer. Auf dass diesmal kein Fan den Auftritt stören möge. Dieses mal läuft aber alles gut. Es sind nur die Tänzer auf der Bühne, die da auch hingehören.

22.55 Uhr: Die Welt hat nun alle Auftritte gesehen und gehört. Es folgt der Schnelldurchlauf.

23.11 Uhr: Die Wahllokale sind geschlossen, es kann nicht mehr angerufen werden. Sollen wir eine Prognose wagen? Nein. Wir lassen´s besser. 🙂

23.50 Uhr Zwischenergebnis: Lena ist mit 134 Punkte auf Platz 1 mit einem Vorsprung von 38 Punkten vor der Türkei.

24.00 Uhr: Zweites Zwischenergebnis: Lena auf Platz 1! Bei der Abstimmung zum Eurovision Song Contest liegt die 19-Jährige mit sagenhaften 208 Punkten vorn vor Belgien mit 135 Punkten . Hält der Vorsprung bis zum Schluss? Wir sagen: NA UND OB DER VORSPRUNG HALTEN WIRD!!! 🙂

 0.05 Uhr stand fest:

Deutschland ist uneinholbar! Die Sensation ist perfekt: Deutschland gewinnt zum ersten Mal nach 28 Jahren den „Grand Prix“. Lena kam in ganz Europa gut an – und wir dürfen jubeln! Hannover und Hamburg tobt!!! Deutschland tobt!!!

Lena hat für Deutschland den Eurovision Song Contest gewonnen!!! Sagenhaft! Respekt! Ganz Deutschland gratuliert Lena Meyer-Landrut aus Hannover und Stefan Raab zu diesem unfassbaren Erfolg! Deutschland bedankt sich bei Europa!

Das amtliche Endergebnis:

Platz 1:
Deutschlands Lena mit Satellite
246 Punkte

und News Top-Aktuell sagen:
Herzlichen Glückwunsch Lena

Nun brauchen wir nur noch Fußball-Weltmeister zu werden. 😉

Hier nochmal exklusiv für die Leserinnen und Leser von News Top-Aktuell:

Der Siegertitel 2010 „Satellite“ von Lena:

Die weiteren Platzierungen im Überblick und alles Wissenswerte, rund um den „Grand Prix“ 2010:

2. Türkei: (170)

3. Rumänien (162)

4. Dänemark (149)

5. Aserbaidschan (145)

6. Belgien (143)

7. Armenien (141)

8. Griechenland (140)

9. Georgien (136)

10. Ukraine (108)

11. Russland (98)

12. Frankreich (98)

13. Serbien (82)

14. Israel (71)

15. Spanien (68)

16. Albanien (62)

17. Bosnien-Herzegowina (51)

18. Portugal (43)

19. Island (41)

20. Norwegen (35)

21. Zypern (27)

22. Moldau (27)

23. Irland (25)

24. Weissrussland (18)

25. Großbritannien (10)

 

Eurovision Song Contest 2010 logo.svg

Die Teilnehmer im Überblick:

Aserbaidschan: Safura © Dmitry Peretrutov Fotograf: Dmitry Peretrutov
Aserbaidschan: Safura © Dmitry Peretrutov Fotograf: Dmitry Peretrutov

Safura:

„Drip Drop“

Spanien: Daniel Diges © RTVE
Spanien: Daniel Diges © RTVE

Daniel Diges:

„Algo pequeñito“

Norwegen: Didrik Solli-Tangen © NRK Fotograf: Fredrik Arff
Norwegen: Didrik Solli-Tangen © NRK Fotograf: Fredrik Arff

Didrik Solli-Tangen:

„My Heart Is Yours“

Moldau: Sunstroke Project & Olia Tira © Roman Rybaleov Fotograf: Roman Rybaleov
Moldau: Sunstroke Project & Olia Tira © Roman Rybaleov Fotograf: Roman Rybaleov

Sun Stroke Project & Olia Tira:

„Run Away“

Zypern: Jon Lilygreen & The Islanders © CyBC
Zypern: Jon Lilygreen & The Islanders © CyBC

Jon Lilygreen:

„Live Looks Better In Spring“

Bosnien-Herzegowina: Vukašin Brajić © BHRT Fotograf: Jasmin Fazlagic
Bosnien-Herzegowina: Vukašin Brajić © BHRT Fotograf: Jasmin Fazlagic

Vukašin Brajić:

„Thunder And Lightning“

Belgien: Tom Dice © VRT Fotograf: Bart Muschoot
Belgien: Tom Dice © VRT Fotograf: Bart Muschoot

Tom Dice:

„Me And My Guitar“

Serbien: Milan Stanković © RTS Fotograf: Slobodan Saric
Serbien: Milan Stanković © RTS Fotograf: Slobodan Saric

Milan Stanković:

„Ovo je Balkan“

Weißrussland: 3+2  © BTRC
Weißrussland: 3+2  © BTRC

3+2:

„Butterflies“

Irland: Niam Kavanagh © RTE
Irland: Niam Kavanagh © RTE

Niamh Kavanagh:

„It’s For You“

Griechenland: Giorgos Alkaios & Friends © ERT
Griechenland: Giorgos Alkaios & Friends © ERT

Giorgos Alkaios & Friends:

„OPA“

Großbritannien: Josh Dubovie
Großbritannien: Josh Dubovie

Josh Dubovie:

„That Sounds Good To Me“

Georgien: Sofia Nizharadze © GPB Fotograf: Gigi Regini
Georgien: Sofia Nizharadze © GPB Fotograf: Gigi Regini

Sofia Nizharadze:

„Shine“

Türkei: Manga
Türkei: Manga

Manga:

„We Could Be The Same“

Albanien: Juliana Pasha © RTVSH Fotograf: Albert Thoma
Albanien: Juliana Pasha © RTVSH Fotograf: Albert Thoma

Juliana Pasha:

„It’s All About You“

Island: Hera Björk © Hera Björk
Island: Hera Björk © Hera Björk

Hera Björk:

„Je ne sais quoi“

Ukraine: Aljoscha © NTU
Ukraine: Aljoscha © NTU

Aljoscha:

„Sweet People“

Frankreich: Jessy Matador  Fotograf: tino C
Frankreich: Jessy Matador  Fotograf: tino C

Jessy Matador:

„Allez! Ola! Olé!“

Rumänien: Paula & Ovi © Paula Selig Fotograf: Cristi Serban
Rumänien: Paula & Ovi © Paula Selig Fotograf: Cristi Serban

Paula & Ovi:

„Playing With Fire“

Russland: The Peter Nalitch Band © Nikolay Rykov Fotograf: Nikolay Rykov
Russland: The Peter Nalitch Band © Nikolay Rykov Fotograf: Nikolay Rykov

The Peter Nalitch Band:

„Lost And Forgotten“

Armenien: Eva Rivas © The First Channel
Armenien: Eva Rivas © The First Channel

Eva Rivas:

„Apricot Stone“

Deutschland: Lena  Fotograf: Willi Weber
Deutschland: Lena  Fotograf: Willi Weber

Lena:

„Satellite“

Portugal: Filipa Azevedo © RTP Fotograf: Cátia Castel-Branco
Portugal: Filipa Azevedo © RTP Fotograf: Cátia Castel-Branco

Filipa Azevedo :

„Há dias assim“

Israel: Harel Skaat © IBA Fotograf: Ohad Romano
Israel: Harel Skaat © IBA Fotograf: Ohad Romano

Harel Skaat:

„Milim“

Dänemark: Chanée & N'evergreen © DR 2010 Fotograf: Bjarne Bergius Hermansen
Dänemark: Chanée & N'evergreen © DR 2010 Fotograf: Bjarne Bergius Hermansen

Chanée & N’evergreen:

„In A Moment Like This“

 

Nr. Land Sprache Interpret Titel
01 Aserbaidschan Aserbaidschan Englisch Safura Drip Drop  
02 Spanien Spanien Spanisch Daniel Diges Algo pequeñito (Something Tiny)  
03 Norwegen Norwegen Englisch Didrik Solli-Tangen My Heart Is Yours  
04 Moldawien Moldawien Englisch Sunstroke Project & Olia Tira Run Away  
05 Republik Zypern Zypern Englisch Jon Lilygreen & The Islanders Life Looks Better in Spring
06 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Englisch Vukašin Brajić Thunder and Lightning
07 Belgien Belgien Englisch Tom Dice Me and My Guitar
08 Serbien Serbien Serbisch, Englisch Milan Stanković Ovo je Balkan
09 Weißrussland Weißrussland Englisch 3+2 Butterflies
10 Irland Irland Englisch Niamh Kavanagh It’s for You
11 Griechenland Griechenland Griechisch Giorgos Alkaios & Friends OPA (ΟΠΑ)
12 Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Englisch Josh Dubovie That Sounds Good to Me
13 Georgien Georgien Englisch Sopho Nischaradse Shine
14 Türkei Türkei Englisch maNga We Could Be the Same
15 Albanien Albanien Englisch Juliana Pasha It’s All About You
16 Island Island Englisch Hera Björk Je ne sais quoi
17 Ukraine Ukraine Englisch Aljoscha Sweet People
18 Frankreich Frankreich Französisch Jessy Matador Allez Ola Olé
19 Rumänien Rumänien Englisch Paula Seling & Ovi Playing with Fire
20 Russland Russland Englisch Peter Nalitsch & Friends (MKPN) Lost and Forgotten
21 Armenien Armenien Englisch Eva Rivas Apricot Stone
22 Deutschland Deutschland Englisch Lena Satellite
23 Portugal Portugal Portugiesisch Filipa Azevedo Há dias assim
24 Israel Israel Ivrit Harel Skaat Milim
25 Dänemark Dänemark Englisch Chanée & N’Evergreen In a Moment like This

 

Oslo (dpa) – Lena hat den Eurovision Song Contest gewonnen. 28 Jahre nach dem Sieg von Nicole mit „Ein bißchen Frieden“ hat wieder eine junge Sängerin für Deutschland den Grand Prix geholt.

Die 19-jährige Lena aus Hannover lag am Samstagabend mit ihrem Song „Satellite“ sehr deutlich vor der Konkurrenz. Mit 246 Punkten gewann Deutschland vor der Türkei (170 Punkte) und Rumänien (162). Damit findet der 56. Eurovision Song Contest im Jahr 2011 in Deutschland statt.

Lena konnte ihren Sieg kaum fassen. „Oh mein Gott… ich dreh durch!“, rief sie völlig überwältigt aus. „Ich bin so glücklich. Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffen kann“, sagte sie auf der Osloer Eurovisions-Bühne auf Englisch, als sie ihre Gewinnerstatue vom Vorjahressieger Alexander Rybak samt Küsschen überreicht bekam.

Dann fragte sie etwas erschrocken: „Muss ich singen?“, bevor sie mit Deutschlandfahne in der Hand loslegte. „Oh my God, this is so crazy“, rief sie spontan mitten im Lied – wie schon bei ihrem Sieg in der Castingshow „Unser Star für Oslo“ im März, mit der TV-Entertainer Stefan Raab den Grand Prix aus der Versenkung hervorholte.

Schon vor dem Ende der dreistündigen Show, als noch sechs Länderwertungen ausstanden, hatte Lena uneinholbar vorn gelegen. Die Höchstwertung zwölf Punkte – „twelve points“ – für Lena gab es aus Dänemark, Estland, Finnland, Spanien, der Slowakei, Lettland, Norwegen, der Schweiz und Schweden. Von 38 Konkurrenzländern gaben nur fünf keine Punkte für Lena, aus allen anderen Nationen kamen Zähler für die 19-Jährige.

Lena war als 22. der 25 Finalteilnehmer mit „Satellite“ dran – und absolvierte ihren Auftritt auf der großen Eurovisions-Bühne mit Bravour. Zwar merkte man der 19-Jährigen ihre Nervosität an, und ab und zu schnappte sie hörbar nach Atem, doch das machte die 19-Jährige mit ihrer typisch koketten, frechen und unbekümmerten Art mehr als wett.

Vor allem hatte sie sichtlich Spaß während ihrer drei Minuten im Rampenlicht. Ihr Gesicht und ihre Körpersprache strahlten Freude pur aus. Im typischen Lena-Outfit – kurzes schwarzes Kleidchen, schwarze Strumpfhose, hohe Schuhe – flirtete sie zuweilen mit der Kamera, bewegte sich sparsam tänzelnd und unterstrich ihren Songtext mit ausladenden Gesten. Die 18.000 Fans in der Fußballhalle jubelten ihr zwischendurch immer wieder lautstark zu.

In Deutschland feierten Tausende Fans ihre Lena bei großen Grand-Prix-Partys. Auf der Hamburger Reeperbahn stieg traditionell die offizielle Eurovisions-Feier der ARD, die stets vor und nach dem Wettbewerb live übertragen wird. „Ich hab‘ voll Bock, das wird total geil“, hatte Lena ihren Fans bei einer Schalte noch kurz vor dem Start des 55. Eurovision Song Contests zugerufen. Auch in Lenas Heimatstadt Hannover stieg eine große Sause. Zum zentralen Public-Viewing unter dem Motto „Wir für Lena“ waren vor dem Rathaus zwei große Leinwände aufgebaut, auf denen der Contest live übertragen wurde.

Der fing pünktlich um 21.00 Uhr mit dem norwegischen Vorjahressieger Alexander Rybak an, der seinen 2009er Gewinnersong „Fairytale“ von der Bühne in Oslo schmetterte. Dann begann die Aserbaidschanerin Safura mit der Ballade „Drip Drop“.

Die Qualität der 25 Beiträge im größten Musikwettbewerb der Welt, den vermutlich mehr als 100 Millionen Fernsehzuschauer sahen, war im Großen und Ganzen gut und wesentlich besser als bei vielen Grand Prix‘ bisher. Von herzergreifenden Balladen über fetzige Dance-Pop-Nummern und Rock-Kracher bis zu mitreißendem Ethno-Pop war alles dabei; richtig üble Nummern zum Abschalten waren diesmal kaum dabei. „Ein Super-Jahrgang“, kommentierte ARD-Moderator Peter Urban.

TV-Entertainer Hape Kerkeling verkündete die deutsche Punktwertung – und begrüßte die Moderatoren in Oslo erst einmal auf Norwegisch. Die Höchstwertung zwölf Punkte – „twelve points“ – vergaben die deutschen Grand-Prix-Fans an den Belgier Tom Dice mit seiner Gitarrennummer „Me And My Guitar“; zehn Punkten gingen an die Türkei und acht an Griechenland – beide Länder bekommen traditionell ordentlich Punkte aus Deutschland.

Ganz zu Beginn des Wettbewerbs hatte es eine schwere Panne gegeben: Während des Auftritts des Spaniers Daniel Diges (Startnummer 2) stürmte ein Mann auf die Bühne und tanzte wenige Sekunden mit der Begleitgruppe des Spaniers, bevor ihn Sicherheitskräfte wieder in den Zuschauerraum trieben. Es handelt sich um Jaume Marquet Cotkjent aus Barcelona, der als „Jimmy Jump“ bekannt ist. Er hat sich mit derlei Aktionen schon einen Namen gemacht und es unter anderem beim Finale der Fußball-EM 2004 auf das Spielfeld geschafft. Diges durfte am Ende des 25er-Teilnehmerfeldes nochmal ran und seinen schönen Gauklersong „Algo pequenito“ singen, weil er „irritiert wurde“, wie die Veranstalter entschieden.

Unsere Lena störte das alles nicht und holte die Trophäe  sicher nach Deutschland.

 

 

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