Vorsicht Lebensmittelbetrug! – Teil 13 – Warum Scheibletten-Käse der Gesundheit schadet

20. Dezember 2017

 

 

Viele Menschen lieben es, wenn Gerichte mit ordentlich viel Käse überbacken sind. Über Aufläufe oder die selbst gebackene Pizza wird meist geriebener Käse wie z.B. Gouda oder Mozzarella gestreut.

Andere „Klassiker“ wie z.B. der „Toast-Hawaii“ oder „Cheeseburger“ werden hingegen oft mit Scheiblettenkäse belegt, doch das ist gesundheitlich nicht unbedenklich!

Schmelzkäse in Scheibenform enthält künstliche Phosphate, welche das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen oder zu Osteoporose führen können.

Käse ist an sich ein sehr gesundes Nahrungsmittel, denn er ist unter anderem besonders reich an Vitamin A und verschiedenen B-Vitaminen (vor allem Vitamin B2 und B12), Kalzium und hochwertigem Eiweiß.

Ebenso enthält Käse natürliche Phosphate, welche im menschlichen Körper z.B. für sämtliche Wachstums- und Entwicklungsprozesse, die Herstellung der Erbsubstanz und den Eiweißstoffwechsel eine wichtige Rolle spielen.

Der beliebte Schmelzkäse in Scheiben enthält jedoch auch künstliche Phosphate. Diese sorgen dafür, dass der Käse gleichmäßig schmilzt – und damit genau das tut, was die Verbraucher wollen, wenn sie ihn z.B. für Burger oder überbackenen Toast verwenden.

Die künstlichen Stoffe finden sich aber nicht nur im Schmelzkäse, sondern ermöglichen z.B. stabilen Schaum im Fertig-Cappuccino, halten Puddingpulver rieselfähig und werden bei Fleisch- und Wurstwaren als Verbindungsmittel zugesetzt.

Das Problem dabei: Die künstlichen Phosphate sind meist frei löslich und bleiben daher fast vollständig im Blut. Je mehr fast food und andere verarbeitete Fertiglebensmitteln gegessen werden, desto mehr wird der Körper mit künstlichen Phosphaten überschwemmt.

Herzinfarkt und Schlaganfall

Menschen mit Nierenerkrankungen können das Phosphat oft nicht mehr über den Urin ausscheiden, was zahlreiche böse Folgen haben kann.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Phosphat die Innenwände der Gefäße verändert, wodurch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt.

Auch das Osteoporose-Risiko wird durch zu viel Phosphat im Körper erhöht, denn die künstlichen Stoffe lösen Kalzium aus den Knochen und lassen diese brüchig werden. Im Weiteren könnte die Alterung von Haut und Muskeln beschleunigt werden.

Große Mengen Phosphat sind auch für gesunde Menschen problematisch

Zu viel Phosphat im Blut birgt nicht nur für nierenkranke Menschen gesundheitliche Gefahren, sondern stellt auch für gesunde Menschen ein schleichendes Risiko dar.

Wird ständig zu viel davon aufgenommen, verliert die Niere nach und nach die Fähigkeit, den Überschuss aus dem Blut heraus zu filtern. So würde bereits ein leicht erhöhter Wert die Blutgefäße am Herzen schädigen.

„Experimentell konnte man zeigen, dass zu viel Phosphat im Blut zu Muskelabbau führt – auf der anderen Seite aber auch zu Verkalkungen an den Gefäßen, den Weichteilen oder zu einer Herzwandverdickung und nachfolgendem Herzpumpversagen“, erklärt der Internist und Nierenexperte Dr. Kai-Michael Hahn.

Auf Cheeseburger und Fertiggerichte lieber verzichten

Anstelle von haltbar gemachten Lebensmitteln oder Fertiggerichten, sollten besser frische Nahrungsmittel auf den Teller kommen.

Um zu prüfen, ob sich in einem Lebensmittel zugesetzte Phosphate befinden, genügt ein Blick auf das Etikett.

Kennzeichnungen sind unter anderem die Codes: E338, E339, E340, E341, E1412, E1413 und E1414.

Wie viel Phosphat den jeweiligen Produkten zugesetzt wurde, lässt sich aus den Angaben jedoch leider nicht entnehmen.

Dementsprechend sollten Fans der Scheibletten nicht zu viel, oder am besten gleich gar nichts davon essen, sondern stattdessen lieber zu gesunden Alternativen greifen.

                                                                                                                                
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