Vorsicht Lebensmittelbetrug! Teil 4: „Der Metzger des Vertrauens“

14. Februar 2017

 

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Es geht noch einmal um die Wurst und in diesem Artikel explizit um ´s traditionelle Handwerk.

„Naaaaein. Industriewurst aus dem Supermarkt kaufe ich nicht. Da gehe ich lieber zum Metzger meines Vertrauens. Da bezahle ich zwar deutlich mehr, aber da weiß ich wenigstens was ich habe.“

Ach ja!? Wissen Sie das wirklich?! Woher wissen Sie das denn?

Sie wissen ´s natürlich nicht. Sie bilden sich nur ein, etwas zu wissen, weil Sie gern Ihr Gewissen beruhigen möchten, aber wirklich wissen tun Sie diesbezüglich gar nichts.

Sie haben nämlich noch nie beobachtet, wie die Wurst bei Ihrem „Metzger des Vertrauens“ in seine Verkaufstheke gelangte.

Sie glauben, dass Ihr „Metzger des Vertrauens“ das alles selbst hergestellt hat und dass mit den Produkten alles in feinster Ordnung ist?

Bei einigen ganz wenigen Metzgern könnte das vielleicht sogar noch so sein, doch das sind absolute Ausnahmen.

„Hausgemachte Wurst“ heißt es oft bei den „Metzgern des Vertrauens“, doch leider bleibt da in den allermeisten Fällen nur der Wunsch der Vater des Gedankens.

 

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Ein Redaktionsmitglied von News Top-Aktuell kann darüber ein Liedchen pfeifen. Dieses Redaktionsmitglied erwischte nämlich mehrfach einen sogenannten „Metzger des Vertrauens“ dabei, wie dieser einen voll beladenen Wagen mit Fleischereiprodukten aus dem Großmarkt schob.

 

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So viel dann mal zu „Hausmacher“ und „Metzger des Vertrauens“. Das ist aber noch nicht alles.

Da gibt ´s ja dann auch wirklich Metzger, die das eine oder andere Fleischereiprodukt in Eigenleistung selbst herstellen.

Früher war das übrigens ausschließlich so. Da gab es nämlich keine Großmärkte und auch keine Supermärkte. Da wurde noch traditionell von Hand produziert, wie sich das gehört.

Das Problem ist nun, dass auch in diese von Hand gefertigten Produkte leider Stoffe eingearbeitet werden, die absolut nichts darin zu suchen haben.

Einer dieser Stoffe ist das Nitrit (Natriumnitrit), welches sich in Nitritpökelsalz (NPS) befindet, welches sich wiederum in so gut wie jedem Schinken- und Wurstprodukt befindet.

Da müssen wir doch kurz mal eine kleine Geschichte erzählen….

Als damit begonnen wurde, Nitritpökelsalz (E 250) in Fleischereiprodukte einzuarbeiten, da wurden doch tatsächlich so einige Menschen krank.

Daraufhin wurde der Grenzwert herabgesetzt, also die Menge an Nitrit, die Nitritpökelsalz enthalten darf. Vorher waren bis zu 2 Prozent statthaft, nachdem die Menschen krank wurden, nur noch 0,5 Prozent.

Wenn Sie sich jetzt fragen – „Was ist denn Nitrit und warum sind die Menschen krank geworden?“ – dann stellen Sie genau die richtige Frage.

Das wird Sie jetzt vielleicht überraschen, aber Nitrit, bzw. Natriumnitrit ist ein Stoff, der in Säcken oder Eimern mit „total lustigen“ Symbolen gelagert wird.

Diese Symbole möchten wir Ihnen nun zeigen:

 

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Natriumnitrit kommt gleich mit einer ganzen Batterie Gefahrstoffkennzeichen daher. Das liegt übrigens daran, dass Natriumnitrit so stark giftig ist.

Und dieses Zeug packen die Metzger (ob nun die mit oder ohne Vertrauen spielt da auch keine Rolle mehr) in so gut wie jedes Schinken- und Wurstprodukt.

 

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Nitrite haben „ganz tolle“ Eigenschaften. Säuglinge unter sechs Monate sind da wegen fehlender Enzyme ganz besonders empfindlich für die Auswirkungen von Nitriten auf das Hämoglobin im Blut.

Nitrite aus nitratreichen Wasser oder Gemüse können bei Säuglingen daher zu innerem Ersticken führen.

Für die Menschen ist es wichtig zu wissen, dass sich aus Nitriten und Aminen krebserregende Nitrosamine bilden können. Nitrosamine entstehen beispielsweise beim Erhitzen von gepökelten Fleisch.

 

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Und nun raten Sie mal, was denn wohl in der Bratwurst drin ist, die im Sommer immer so gern auf den Grill geworfen wird. Richtig! Nitritpökelsalz natürlich.

Wissen Sie, wie ein Pizzabäcker Pizza gart? Ganz einfach: Er heizt seinen Pizzaofen auf ca. 350 Grad Celsius hoch und schon kann ´s losgehen.

Essen Sie gern Pizza mit Salami? Das ist keine gute Idee, denn in Salami steckt selbstverständlich ebenfalls Nitritpökelsalz, welches ab erreichen von ca. 130 Grad Celsius krebserregende Nitrosamine bildet.

Nitritpökelsalz kann im menschlichen Körper übrigens ebenfalls zu stark krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden.

Noch einige Informationen „vom anderen Ende der Welt“: In Australien und den Vereinigten Staaten wurden Giftköder auf der Basis von Natriumnitrit entwickelt.

Bisher wurden diese Köder, die bei einer Aufnahmemenge von 135 mg Natriumnitrit/kg zu einem schnellen Erstickungstod führen, gegen Wildschweine, verwilderte Hausschweine und in Neuseeland gegen Possums mit Erfolg eingesetzt.

Informationen für die „BIO-Freaks“: Natriumnitrit darf grundsätzlich auch für sogenannte „Biolebensmittel“ verwendet werden.

Wer ´s vergessen haben sollte: „BIO“ – das war die Sache mit dem Etikettenschwindel, der allein dazu dient, um unwissenden Leutchen für Normalitäten das dreifache Geld aus der Tasche ziehen zu können.

Zum Abschluss noch ein Video zum Thema:

 

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Übrigens! Was für den „Metzger des Vertrauens“ gilt, gilt auch für den „Landwirt des Vertrauens“, denn auch bei dem müssen nicht zwingend alle angebotenen Produkte vom eigenen Hof stammen.

Abschließend ist wie immer die Selbstversorgung und Eigenproduktion zu empfehlen, denn dann bestimmt man selbst, was in die Wurst ´rein kommt.

Rezepte, für die eigene Wurstherstellung, gibt ´s übrigens jede Menge. Schauen Sie mal:  Wurstrezepte

                                                                                                                                
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