„Preiskampf“ in Deutschland

9. Oktober 2009

deflation-12324108-mfbq,templateId=renderScaled,property=Bild,width=465[1]

Käse, Fleisch etc….
„Alles wird billiger“ (zumindest angeblich).
Zum bereits 10. Mal in diesem Jahr senkt der Einzelhandel (zumindest angeblich) die Preise.

„Aldi“ leitet nun die nächste Senkung ein und reduziert bei 30 Artikeln die Preise. Rewe, Real und Lidl wollen in den kommenden Tagen nachziehen. Gut für die Verbraucher, sagen die Einen – schlecht für die Wirtschaft, sagen die Anderen. Einige wenige „Experten“ halten die derzeitige Deflation sogar für „gefährlich“ – doch wie schaut eigentlich die Realität aus!?

Sicherlich sind einige Produkte ein wenig billiger geworden, was allerdings nicht heißt, dass diese nun „günstig“ oder gar „preiswert wären. Schaut man sich z.B. die aktuellen Benzinpreise an, so sind diese in der Tat im Gegensatz zum Jahresanfang gefallen und liegen derzeit bei 1,20 bis 1,30 Euro pro Liter. Von „günstig“ kann allerdings auch hier keinerlei Rede sein – bezahlte man bei Einführung des Euros doch noch weit unter einem Euro für den gleichen Liter Benzin.

Kühltheke

Bei Fleisch und Käse lassen sich (bis auf wenigste Ausnahmen) nach Recherche von newstopaktuell.wordpress.com im Grunde so gut wie gar keine Änderungen feststellen.

Doch z.B. Coca Cola, ist hingegen im Vergleich zu vorher, zu geringeren Preisen zu haben. Kostete die entsprechende „Kiste Cola“ vor einigen Monaten noch 12,00 Euro – so zahlt man nun im Schnitt nur noch ca. 8,00 Euro.

„Die armen Discounter, Supermarktbetreiber und Erzeuger! Müssen wir uns um sie sorgen!? Die verdienen ja bald gar nichts mehr“ wird so mancher denken – doch weit gefehlt! Die „Roherzeugerpreise“ sind derart „im Keller“, so dass Hersteller, Supermärkte und Discounter noch immer satte Gewinne einfahren, selbst wenn zu vermeintlichen „Kampfpreisen“ gegriffen wird.

„Aber das kostet doch bestimmt Arbeitsplätze…?!“ könnte man besorgt fragen.
Bevor wir diese Frage beantworten, werfen wir zunächst einen Blick auf einige Unternehmenszahlen aus 2008:

Gewinn nach Steuern Coca Cola: 5,8 Milliarden US-Dollar
Gewinn nach Steuern Volkswagen: 6,3 Milliarden Euro
Mineralöl- und Energiekonzerne: mögen wir auf Grund von Absurdität gar nicht veröffentlichen.
Aus diesem Grunde auch kein Wort zu J.P.Morgan.
Kommen wir zurück zu „ärmeren“ Unternehmen:
Umsatz „Aldi“: ca. 30 Milliarden Euro.

Die Aldi-Gründer Karl und Theodor Albrecht bleiben mit großem Abstand auch weiterhin die reichsten Deutschen. Laut aktuellem Ranking verfügen die beiden Brüder über ein Vermögen von jeweils ca. 21 Milliarden Euro. Im weltweiten Vergleich sind sie jedoch etwas abgerutscht und jetzt nur noch auf den Plätzen zehn und elf zu finden.

Schon seit Jahren führen die Aldi-Brüder die Milliardärs-Listen der Republik unangefochten an. Während es Karl Albrecht (Aldi-Süd) inzwischen auf ca. 21,5 Milliarden Euro bringt, ist Theodor Albrecht (Aldi-Nord) bei ca. 21 Milliarden Euro angelangt.

Daraus wird deutlich, dass selbst wenn man „billigster Anbieter“ ist, dies nicht zwangsläufig „Armut“ zur Folge hat.
Was darüber hinaus noch viel deutlicher wird ist das Faktum, dass in Sachen Preisgestaltung noch eine Menge Luft nach Unten vorhanden sein muss, ohne dass derlei Konzernbosse „am Bettelstab“ enden müssen. 

Wie war noch gleich die Frage:
„Aber das kostet doch bestimmt Arbeitsplätze, wenn ständig die Preise gesenkt werden…!?“

Na was denken Sie denn?!!

Den Damen und Herren „Aldi“, „Lidl“ und „VW“ dieses Landes ist es unter gar keinen Umständen zuzumuten, dass man statt 4 Milliarden Euro- nur noch 2 Milliarden Euro pro Jahr und Nase einstreicht und das womöglich nur, um „lästiges Personal“ zu bezahlen, welches diese Milliardensaläre überhaupt erst möglich macht.
Das kann man von den Damen und Herren „Aldi“, „Lidl“, „VW“ etc. natürlich weder verlangen- noch erwarten; – Preise zu senken und den kompletten Personalstamm zu behalten und zu großen Teilen unterzubezahlen!

Nachher „verhungern“ uns all diese Konzernboss-Milliardäre am Ende noch!

Schlusswort der Redaktion:

Überall in den Medien finden sich Statements wie:

„Discounter vor dem aus“
„Ruinöser Preiskampf“
und vieles ähnliches mehr.

Lassen Sie sich von derlei Pressemeldungen nicht für dumm verkaufen.
Die einzigen, die wirklich zu kämpfen haben sind die „kleinen Ladenbesitzer“ – nicht aber Discounter und andere Großunternehmen. Dies war übrigens noch zu keiner Zeit anders und ist von daher absolut nichts Neues, Ungewöhnliches oder gar für Dicounter und Konzerne, etwas Bedrohliches. Industrie, Unternehmen und Vermögen verzeichneten in 2007/2008 ein Plus von über 40 % – was ca. einen Gewinnzuwachs von 180 Milliarden Euro, zusätzlich – zu den ohnhin schon erheblichen Gewinnen entspricht.

Da die gemeinen Deutschen Unternehmen von diesen immensen Zuwächsen nicht einen Cent „nach Unten“ weiterreichten, können diese ohne weiteres langfristig mit einem Minus von 29 % klarkommen, ohne dabei auch nur im Ansatz auf den Umsatz- oder gar den Einkommensstandart verzichten zu müssen, welcher z.B noch im Jahre  2006 vorherrschte.  Sie – verehrte Leserinnen und Leser – können sich dessen sicher sein, dass sich auch in 2006, bereits dumm und dämlich verdient wurde.

Es gibt nichts, womit mehr Geld verdient wird, als mit Spekulationen, Kreditvergaben, Energie – und Dingen des täglichen Lebens, wie z.B Kleidung und Nahrungsmittel.Von daher braucht sich um die Brieftaschen der Großunternehmer, absolut keine Sorgen gemacht zu werden.

Werbeanzeigen

90000 Arbeitsplätze bedroht!

28. August 2009

 

Nach der Euphorie folgt nun das böse Erwachen:
Laut der Agentur Roland Berger sind in Deutschland 90000 Arbeitsplätze in der Autoindustrie bedroht!

Noch vor wenigen Wochen tönte es sehr zuversichtlich aus dem Bundeskanzleramt:
„Die Krise ist überwunden – die Rezession gestoppt“.
Pustekuchen!

Schon damals verhielt sich newstopaktuell gegenüber dieser gekünstelten „Zuversicht“ äusserst skeptisch, in dem wir die Frage stellten: „was passiert eigentlich, wenn die so genannte „Abwrackprämie“ ausläuft!?

Die Antwort auf diese Frage werden wir schon bald erhalten, da die Abwrackprämie in der Tat in Kürze ausläuft.
Die Agentur Roland Berger sieht die Zukunft der Autoindustrie ziemlich düster und schliesst sich damit der Ansicht von newstopaktuell an.  So genannte „Konjunktur- und Krisenpakete“ können die Probleme eben nur nach Hinten verschieben, jedoch mögen diese Maßnahmen nicht dazu gereichen, Probleme zu lösen.

Die Fahrzeugindustrie verzeichnete in den letzten Monaten auf Grund der „Abwrackprämie“ einen boom im mehrstelligen Prozentbereich. Fahrzeughersteller lobten zusätzlich „Umweltprämien“ im Wert von bis zu 2500,- weiterer Euro bei Kauf eines Neufahrzeuges aus. Hunderttausende Bürger kauften sich daraufhin ein neues Fahrzeug. Unfassbare Recourcen landeten in der Schrottpresse.

Nun neigt sich „der Spaß“ dem Ende zu und die Realität hält wieder Einzug in den gängigen Alltag der Autobauer, Händler und Zulieferer. Doch wie sieht diese Realität aus?

Nach Ansicht von newstopaktuell: „nicht sonderlich erfreulich“.
Wer sich ein neues Auto gekauft hat (und wir wissen ja, dass das nicht gerade wenige Bürger der BRD waren), der wird dies so schnell nicht wieder tun. Die Folge: erneuter Einbruch in der fahzeugeherstellenden Industrie. Dem folgt Arbeitsplatzverlust und weitere Insolvenzen. Am schlimmsten betroffen dürfte der ohnehin schon schwer gebeutelte Markt von Gebrauchtfahrzeugen und auch von Reparatur-Werkstätten sein.

Wer sich einen gebrauchten Kleinwagen zu kaufen gedenkt, der sollte dies im Grunde noch ein paar Jahre raus schieben. Die Schwämme gebrauchter Kleinwagen dürfte dann nämlich gigantisch werden – die Preise dementsprechend „in den tiefsten Keller fallen“.

Von der Fahrzeugindustrie hängt in Deutschland sehr viel ab. Mehrere hunderttausend Arbeitsplätze – mehrere zehntausende Existenzen. Der Fahrzeugmarkt ist der mithin wichtigste der BRD. Gerät dieser in Gefahr, dann kann das immense Folgen nach sich ziehen.

Was wurde über Jahre falsch gemacht?

Man konzentrierte sich leider zu sehr auf den Export, „wuchs“ viel zu schnell und dann auch noch wie üblich „auf Pump“. Man vernachlässigte nicht nur sträflich den Binnenmarkt, sondern belastete diesen sogar noch zusätzlich, indem man den Export vom Binnenmarkt finanzieren ließ.

An dieser Stelle erinnert man sich doch immer wieder gern an Edmund „Eddi“ Stoiber und an Franz „Münte“ Müntefering, die nur zu oft und nur zu gern in die Kameras der Rundfunkhäuser grinsten und „stolz verkündetetn“: „Deutschland ist Exportweltmeister“.

Zu welchem Preis Deutschland zum so genannten „Exportweltmeister“ mutierte, ließen diese beiden Herren allerdings nie verlauten! Diesen von Stoiber und Müntefering nie erwähnten Preis zahlt der Deutsche Konsument übrigens bereits seit Jahren, wenn er sich z.B ein neues Fahrzeug zulegt, was auf dem Binnenmarkt deutlich teurer zu bezahlen war und ist, als für ausländische Importeure.

So kostete in Deutschland z.B. ein neuer VW Golf R32 ca. 40000,- Euro für den Endverbraucher.
Das exakt gleiche Fahrzeug war aber auch durchaus als so genannter „Re-Import“ käuflich erwerbbar. Dann allerdings zum Preis von sage und schreibe nur 25000,- Euro! Mit anderen Worten: der Deutsche Konsument hat in Deutschland für ein Original aus dem Hause Volkswagen 40000,- Euro zu bezahlen, während das gleiche Fahrzeug, welches einmal über den „grossen Teich“, hin und wieder zurück gefrachtet wurde (was natürlich für immense Frachtkosten und Zölle sorgt), bei einem Deutschen oder Niederländischen Re-Importeur, für nur 25,000 Euro zu haben ist (das daran natürlich noch kräftig verdient wird, muss eigentlich gar nicht erwähnt werden).

„Wie kann das eigentlich funktionieren“… dürfte sich der geneigte Leser berechtigt fragen?!

Nun…. das ist recht einfach erklärt:

Ein Fahrzeughersteller stellt ein Fahrzeug her und muss dies (unter normalen Umständen) in Deutschland für beispielsweise 30000,- Euro verkaufen um kostendeckend arbeiten- und Unternehmensgewinne generieren zu können. Nun tritt der Export auf den Plan! Ganz „besonders schlaue“ so genannte Manager entdeckten das Ausland und dachten still bei sich: „damit müsste sich doch ein RIESENGESCHÄFT machen lassen!?“.
Nun verhält es sich leider so, dass viele Länder ausserhalb Deutschlands leider nicht Willens- oder auch gar nicht dazu in der Lage waren, 30000,- Euro für ein solches Fahrzeug auf den Tisch des Hauses zu blättern. Was machte daraufhin „der gesondert befähigte“ Manager? Er bot der Welt (ausser Deutschland natürlich) das Fahrzeug für 20000,- Euro an. Da ließ sich das „gemeine Ausland“ natürlich nicht lange bitten und kaufte Fahrzeuge, bis die sprichwörtliche „Schwarte krachte“. 

Wenn man allerdings ein Fahrzeug, was eigentlich für 30000,- Euro zu verkaufen ist, für nur 20000,- Euro in´s Ausland „verschachert“, dann muss die daraus resultierende Differenz natürlich irgendwie ausgeglichen und von jemanden getragen werden.

Um aus diesem Dilemma heraus zu kommen schlägt man auf dem innerdeutschen Verkaufspreis einfach 10000,- Euro auf den regulären Verkaufspreis auf, denn: „der Deutsche…. der hat´s ja!“. Schon kostet der VW-Golf R32 nicht mehr 30000,- Euro, sondern für den Deutschen Verbraucher: 40000,- Euro!

Genau so funktioniert „der Deutsche Export“ – und nur so!
Mit anderen Worten: der gemeine Deutsche subventioniert seit Jahren dadurch den Export, indem er schlicht „konsumiert“- sich z.B. ein neues Auto kauft!

Damit aber noch nicht genug!

Jetzt gehen die Banken pleite!
(Wir erinnern uns: das waren jene „Institute“, die z.B der Fahrzeugindustrie Milliarden-Kredite für „Ausbau und Wachstum“ zur Verfügung stellten.)

Und nun passiert Folgendes: Kanzlerin Merkel und „Finanzexperte“ Steinbrück spannen für die maroden und ebenfalls fehlgeführten Banken einen „Rettungsschirm“ von wahnwitzigen 480 Milliarden Euro auf!  Dabei handelt es sich natürlich wie immer (um was auch sonst), um Steuergelder der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler der Bundesrepublik Deutschland und so finanzieren die Damen und Herren Deutschen Bundesbürger den Export dann zum zweiten Male!

Wo kommen diese 480 Milliarden Euro eigentlich plötzlich her, obwohl man den Bürgern doch seit ca. 30 Jahren immer wieder erklärt, „dass die Kassen leer wären“!??

Nun… diese 480 Milliarden Euro sind im Grunde noch gar nicht existent und müssen von zukünftigen Generationen erst noch erwirtschaftet werden. Mit anderen Worten: der Säugling im Bauch einer werdenden Mutter ist bereits verschuldet, bevor er überhaupt das erste Mal das Licht der Welt erblickt.

In naher Zukunft wird der Größenwahn der Fahzeugindustrie, die Gier nach immer noch mehr Geld und das Streben nach immer mehr und noch mehr „Wachstum“ von Politik, Wirtschaft und Finanzenwesen noch weit aus teurer zu bezahlen sein. Dies wird nämlich genau dann passieren, wenn durch all diesen Irrsinn womöglich 90000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, womit sich der Kreis letztendlich schließt…

denn an genau diesem Punkt, hat der Deutsche Bürger dann zum dritten und letzten Mal, den Export teuer zu bezahlen gehabt!

Mit abschliessenden Worten: der von „Münte und Eddi“ so hochgelobte  Titel „Exportweltmeister“ ist ein äusserst teuer zu bezahlender und der wohl mithin grösste Fehltritt der Deutschen Politik, Wirtschaft und des Finanzwesens, seit bestehen der BRD.

Doch bald sind ja wieder Bundestagswahlen.
Wissen Sie schon welche Partei Sie wählen werden?

(Anm. v. John Bloggerty: ich weiß bereits welche Partei ich wählen werde und das wird ganz sicher nicht die CDU, SPD, FDP, oder die Grünen sein! Von deren geballter Unfähigkeit durfte sich Deutschland lange genug überzeugen.)

%d Bloggern gefällt das: