Wie Chemiewaffen die Meere verseuchen

12. Oktober 2017

 

 

Was macht man mit Giftmüll? Er wird vergraben, verschifft oder einfach im Meer verklappt. Hauptsache weg! Zwischen 1917 und 1970 wurden in den Ozeanen Millionen Tonnen Chemiewaffen versenkt.

Diese lauern nun als tickende Zeitbombe auf dem Grund der Weltmeere. Inzwischen weiß man, dass sich eine Katastrophe für Mensch und Umwelt anbahnt, doch die Verantwortlichen sind eher an der Verdrängung als an sinnvollen Strategien interessiert.

Im Laufe der Zeit treten diese tödlichen Gifte aus, bedrohen Fischer, Badende, Meerestiere und das gesamte Ökosystem.

Wer sich das folgende Video anschaut, wird sich fragen, ob diese Welt überhaupt noch zu retten ist.

 

 

„Die Munition liegt im Mittelmeer, sie liegt im Roten Meer, im Schwarzen Meer, in der Ostsee, in der Nordsee, im Nordatlantik, im Atlantischen Ozean und im Pazifik.

Allein an der Ostküste Kanadas haben wir 3000 Versenkungsgebiete. In einem davon lagern 80 000 Tonnen Munition – und das mitten in einem unserer reichsten Fischfanggebiete“, sagt der kanadische Munitionsspezialist Terrance Long.

Arsen und Arsenwasserstoff

Dieses farblose Giftgas ist schwerer als Luft und wurde von der deutschen Armee zusammen mit anderen Gasen in chemischen Bomben während des Ersten Weltkriegs eingesetzt.

Seine Sprühpartikel sind so winzig, dass sie die Gasmasken durchdrangen und bei den Soldaten Husten, Niesen und Erbrechen hervorriefen.

Wenn sie die Maske abnahmen, atmeten sie dann die anderen giftigen Gase ein, die bei der Explosion der Bombe freigeworden waren.

Bei ihrer Zersetzung auf dem Meeresgrund geben diese Chemiewaffen hochgiftiges anorganisches Arsen frei.

Sarin

Sarin wurde 1939 von drei deutschen Wissenschaftlern entdeckt, die eigentlich nach neuen Pestiziden forschten.

Das farb- und geruchlose und leichtflüchtige Gas ist schon in geringen Dosen hochgiftig für Mensch und Tier.

An vielen Stränden Schleswig-Holsteins wurde Phosphor nachgewiesen, doch nicht nur Phosphor hat enorme gesundheitliche Auswirkungen auf Mensch, Natur und Tier.

In den Resten der Munition befinden sich weitere Giftstoffe, wie zum Beispiel Senfgas und Phosgen. Diese werden mit der Zeit freigesetzt.

Sollten Sie noch Fisch verzehren, dann beachten Sie bitte, dass die Gefahr ständig zunimmt.

Die in der Nord- und Ostsee versenkte Munition rostet seit 70 Jahren vor sich hin!

Atommüll in Nord- und Ostsee

Es wurde auch sehr viel Atommüll im Meer entsorgt. Die Auswirkungen davon spürt man nun.

Die Fischer stellen häufig fest, dass bei Fischen häufig Mutationen auftreten, die auf eine Verseuchung mit Plutonium hindeuten.

2010 entnahm man Wasserproben aus dem Meer. Plutonium 238, 239 und 240 sowie Americium 24 und Kohlenstoff 14 wurden nachgewiesen.

Das bedeutet, dass die Fässer mit radioaktivem Müll nicht dicht waren oder bereits korrodiert sind.

                                                                                                                                
https://newstopaktuell.wordpress.com/        News Top-Aktuell abonnieren

Lesen Sie bei uns, was NIE in der Zeitung steht! 

NEWS TOP-AKTUELL

Aktuelle Nachrichten, Schlagzeilen, „breaking news“ und Eilmeldungen aus aller Welt,
den Tatsachen entsprechend aufbereitet

 

Advertisements

%d Bloggern gefällt das: