Witta Pohl – Ein weiteres Opfer Tschernobyls!?

6. April 2011

 

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Sie spielte mehr als zehn Jahre die Mutter Vera in „Diese Drombuschs“ und managte die Serien-Familie stets mit Herz und Verstand.

Anfang Februar brach Witta Pohl in ihrem Hamburger Haus zusammen. Kurz darauf die schreckliche Diagnose: Eine besonders heimtückische Form von Blutkrebs. Seit Wochen ließ sich die Schauspielerin in einer Klinik behandeln.

Ihre beiden Kinder Stefanie und Florian waren sehr in Sorge: „Unsere Mutter wird sicher noch einige Wochen im Krankenhaus bleiben müssen“, glaubten sie und hofften, dass Witta Pohl das Krankenhaus noch einmal verlassen könne.

Auch Witta Pohls damaliger TV-Ehemann Hans-Peter Korff (68) zeigte sich in großer Sorge. Nach dem Selbstmord des Film-Sohnes Mick Werup im Januar habe er häufig mit der Kollegin gesprochen.

„Sie wirkte geschwächt, aber wir haben das auf den Tod von Mick zurückgeführt“, erklärte er.

Witta Pohl war Ehrenbotschafterin des Unesco Tschernobyl-Hilfsprogramms und begleitete immer wieder Hilfstransporte in die Krisenregion. Seit 1991 reiste sie mehrmals in die Nähe des havarierten russischen Atomreaktors.

So sehr auch Wert darauf gelegt wird, dass die Erkrankung Witta Pohls nicht mit ihrem Engagement in Verbindung zu bringen ist oder gebracht werden soll, so sehr müssen wir uns leider dagegen sträuben.

Wir bitten daher vielmals um Verständnis, dass nach unserem Erachten jede nur zur Verfügung stehende Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen darf, ohne die Menschen dieser Welt immer wieder auf die Gefährlichkeit von radioaktiver Strahlung und Atomkraftwerke hinzuweisen. Wir sind der Überzeugung, dass dies auch im Sinne Witta Pohls gewesen wäre. 

Die Atomruine Tschernobyl und einige hunderte bis tausende Quadratkilometer rund um den Unglücksreaktor sind sowohl heute, als auch für viele weitere hunderte Millionen Jahre, verstrahltes Gebiet. Aktuell lassen sich mehr als die Hälfte des bei der Katastrophe freigesetzten Cäsiums und viele weitere hoch radioaktive Stoffe feststellen. 

Leider ist nur zu oft von angeblicher „Harmlosigkeit“ die Rede, obwohl schon ein einziges mit z.B. Strontium 90 oder Jod 130 belastetes, eingeatmetes oder geschlucktes Sandkorn ausreichen kann, um schlimmste gesundheitliche Schäden zu verursachen.

Trotzdem werden „Ausflüge“ für Touristen aus aller Welt, direkt in die Sperrgebiete der Unglückszone, sogar in den ehemaligen Kontrollraum des zerstörten Reaktorblocks 4 angeboten und durchgeführt. All dies geschieht ohne jegliche Schutzkleidung, geschweige denn mit einer hermetisch abdichtenden Atemmaske auf höchst kontaminierten Gelände. Nach unserer Auffassung: Ein vollkommen unverantwortlicher Irrsinn, auf welchen die Worte „Russisches Roulette“ mehr als hervorragend zutreffen dürften.

Ob Witta Pohl ein Opfer der Gefahren wurde, derer sie sich aussetzte, kann weder ausgeschlossen, noch bestätigt werden.

Für die beliebte Schauspielerin, die den meisten Menschen wohl als „Mutter Drombusch“ in schöner Erinnerung bleiben wird, sind jedwede Mutmaßungen nicht mehr von Bedeutung. 

Die Kämpferin für Schwache und Kranke hat den Kampf um ihr eigenes Leben am  04.04.2011 um 9.45 Uhr im Alter von 73 Jahren leider verloren.

Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familienangehörigen, den Kollegen, Freunden und Bekannten.

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