Gladbeck-Geiselgangster Rösner will heiraten

23. Oktober 2012

 

1988 hatten Rösner (Fotos) und sein Komplize Dieter Degowski,  nach einem Banküberfall in Gladbeck mehrere Geiseln genommen.

Ihre Flucht durchs ganze Land hielt Deutschland drei Tage in Atem. In der Nähe von Bremen erschoss Degowski kaltblütig einen 15-Jährigen Jungen in einem gekaperten Bus.

Beim Polizeizugriff auf einer Autobahn in der Nähe von Bonn wurde die 18-jährige Silke Bischoff durch eine Kugel, angeblich aus Rösners Waffe getötet.

Rösner und Degowski wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, gegen Rösner wurde zusätzlich Sicherungsverwahrung verhängt.

 

Berufsverbrecher Degowski bedroht Geisel Silke Bischoff

 

Deutschland gedenkt noch heute der Opfer des damaligen Geiseldramas, bei welchem zwei junge, unschuldige Menschen um´s Leben kamen, die das Leben noch vor sich hatten.

Rückblick: Der 31-jährige Hans-Jürgen Rösner  und der 32-jährige Dieter Degowski dringen mit Maschinenpistolen bewaffnet in eine Bankfiliale in Gladbeck ein und nehmen einen Kassierer und eine Kundenberaterin als Geiseln. Sie fordern einen Fluchtwagen und Lösegeld.

16. August 1988, 21.37 Uhr
Die Polizei geht auf die Bedingungen ein, und die Täter verlassen die Bank.

16. August 1988, 20.45 Uhr
Die Verbrecher holen mit dem Fluchtwagen die Freundin Rösners, Marion Löblich, von einer Gladbecker Wohnung ab. Daraufhin fliehen sie in Richtung Bremen.

 

 

17. August 1988, 8.05 Uhr
Nach einer kurzen Kaffeepause in Hagen fahren Rösner und Degowski weiter in Richtung Norden.

17. August 1988, 11.30 Uhr
Die Geiselnehmer halten kurz an der Raststätte Dammer Berge bei einer Tankstelle.

17. August 1988, 19.11 Uhr
Die Polizei folgt den Tätern, kann aber das Kapern eines Nahverkehrsbusses in Bremen-Huckelriede nicht verhindern. Die Verbrecher nehmen weitere 32 Geisel in ihre Gewalt.

Immer wieder bedroht Degowski Silke Bischoff mit dem Revolver.

 

 

Vor dem Bus erzählt Rösner der Presse über seine Kindheit in Erziehungsheimen und seine 11-jährige Haft. Erneut fordern die Verbrecher weiteres Bargeld.

 

 

17. August 1988, 23.07 Uhr
Die Polizei überwältigt Marion Löblich auf dem Weg zur Toilette. Daraufhin droht Rösner eine Geisel zu töten.

Die Beamten gehen nicht sofort auf die Forderung Rösners ein. Degowski rastet aus und schießt dem 15-jährigen Emanuele di Giorgi in den Kopf.

18. August 1988, 2.28 Uhr
Der Bus fährt von Bad Bentheim über die holländische Grenze, wo es der Polizei gelingt, fast alle Geiseln zu befreien.

18. August 1988, 6.32 Uhr
Mit zwei Geiseln, Silke Bischoff und Ines Voitle, fahren die drei Entführer in einem von der Polizei bereitgestellten BMW zurück nach Deutschland.

 

 

18. August 1988, 9.04 Uhr
Die Täter erreichen Wuppertal, wo sie sich aus einer Apotheke Aufputschmittel besorgen.

 

 

18. August 1988, 10.53 Uhr
In der Innenstadt von Köln wird das Fahrzeug der Entführer von Schaulustigen und Reportern umlagert. Die Täter geben ausführliche Interviews und fahren später auf die A3. Ihr Ziel ist Frankfurt am Main.

18. August 1988, 13.40 Uhr
Das Sondereinsatzkommando (SEK) beendet die Geiselnahme bei Bad Honnef. Ein Fahrzeug des SEK bringt das Fluchtfahrzeug zum Stehen.

Ines Voitle überlebt schwer verletzt, Silke Bischoff wird angeblich von Rösner erschossen, was jedoch zu bezweifeln ist.

Das Fluchtfahrzeug wies nach dem Zugriff mehr als 60 Einschüsse an der Seite auf, an welcher Silke Bischoff saß. Die Kugel, die sie tödlich verletzte, soll jedoch angeblich aus der Waffe von Rösner stammen – der Schuss soll sich zu dem versehentlich gelöst haben.

Versetzen wir uns kurz in die Situation: Auf der Autobahn wird der Fluchtwagen plötzlich mit einem Kugelhagel übersät. Und nun soll sich Fluchtwagenfahrer, also der vorn links sitzende Rösner umgedreht und die auf dem Rücksitz links sitzende Silke Bischoff erschossen haben!?? Wer das glaubt, der glaubt auch an den Osterhasen.

Wie geistesgegenwärtig müsste man sein, wenn man während der Fahrt aus Schnellfeuerwaffen beschossen wird, um in Sekundenschnelle den Gedanken zu entwickeln: „Jetzt drehe ich mich um und knalle die Geisel ab, die direkt hinter mir sitzt!“

Allein das ist schon so unwahrscheinlich, wie nur irgendwas. Wäre das tatsächlich ähnlich passiert, dann wäre es für Rösner deutlich einfacher gewesen, die in Fahrtrichtung hinten rechts sitzende Geisel (Ines Voitle) zu erschiessen, als die direkt hinter ihm sitzende Silke Bischoff.

Einen zweckdienlichen Gedanken zu entwickeln, was eine solche Aktion in dieser Situation denn überhaupt noch hätte bringen sollen, wäre dann das nächste gedankliche Meisterstück Rösners gewesen.

Die Geschichte, dass Silke Bischoff von einer Kugel aus Rösners Waffe zu Tode kam, dürfte also höchst zweifelhaft sein.

Die Wahrscheinlichkeit hingegen, dass Silke Bischoff durch eine der mehr als 60 Projektile um´s Leben kam, die aus den Schusswaffen des SEK abgefeuert wurden, dürfte da deutlich höher liegen, zumal man polizeilicherseits allen Grund hatte, die tatsächliche Herkunft des tötlichen Projektils zu verschleiern.

Doch dazu mehr im weiteren Verlauf dieses Artikels.

 

Geiseldrama von Gladbeck

 

Tatiana (Foto unten, auf dem Schoß ihres Bruders Emanuele), die jüngere Schwester, die mit ihrem Bruder seinerzeit in dem Geiselbus um ihr Leben bangte, leidet bis heute unter den schrecklichen Erinnerungen.

 

Immer wieder drängt sich dieser Horrorfilm aus dem Bus in ihre Gedanken, wie die Polizei am Rasthof Grundbergsee blödsinnigerweise die Gangsterbraut Marion Löblich „abfischte“, an Rösners Pistole an ihrem Kopf, an das Ultimatum seines Kumpels Degowski, und dann der tödliche Kopfschuss auf ihren 15 Jahre alten Bruder Emanuele.

Der Junge stirbt, weil die Ordnungsmacht vergessen hatte, einen Notarztwagen am Tatort zu postieren und weil ein Rettungswagen erst 20 Minuten später am Tatort eintrifft. Zu spät für Emanuele.

Weihnachten, der Geburtstag Emanueles, gehe ihr besonders nahe. Tränen fließen. Tränen, die sie nicht stoppen kann.

Die Mutter der getöteten Silke Bischoff geht regelmäßig zum Friedhof. Sie spricht oft mit ihr, mit ihrer Tochter, mit Silke.

 

 

Auch noch fast 24 Jahre nach dem Tod ihres einzigen Kindes steht Mutter Karin häufig vor dem dunklen Grabstein. „Hallo Silke“, sagt sie dann. Traurig blickt sie auf die helle Inschrift: „Warum unser Liebstes.“

 

Es fehlt das Fragezeichen. Vielleicht, weil es auch gar keines braucht. Bis heute begreift die Mutter nicht, warum ihre Tochter Silke bei dem Geiseldrama in Gladbeck sterben musste.

Warum ausgerechnet ihr Mädchen dem Gangster Dieter Degowski so gut gefiel, dass dieser sie Mitte August 1988 in jenem gekaperten Bus in Bremen zu seiner persönlichen Gefangenen machte.

 

„Dich nehme ich mit“, hatte er stolz ausgerufen. Tags darauf starb die junge, blonde Frau beim Zugriff der Polizei auf der Autobahn nahe Siegburg, angeblich durch eine Kugel des Degowski-Komplizen Hans-Jürgen Rösner.

 

 

Silke Bischoff wurde nur 18 Jahre alte. Ihre Mutter ist nie über ihren Tod hinweggekommen. Für die Täter hat sie nur Verachtung übrig: „Ich hasse Degowski und Rösner – verzeihen kann ich ihnen nie!“

 

 

Einer der berüchtigtsten deutschen Geiselmörder, Hans-Jürgen Rösner, wird nun gestattet, im Gefängnis zu heiraten.

Vor 24 Jahren war er eine der Hauptfiguren im brutalen Geiseldrama von Gladbeck, bei dem zwei junge Menschen getötet wurden.

Am Donnerstag bestätigte das nordrhein-westfälische Justizministerium, dass der 55-Jährige eine 40 Jahre alte Frau heiraten will.

Wie diese Frau einen solchen Menschen wie Rösner heiraten, womöglich „lieben“ kann, müsste mal per psychiatrisches Gutachten geprüft werden. Womöglich gehört diese Person genau da hin, wo sich Rösner seit 24 Jahren befindet: Hinter Schloß und Riegel.

Laut Ministerium wird ein Standesbeamter das Paar in der Justizvollzugsanstalt Rheinbach bei Bonn trauen.

Enge Verwandte von Rösner und seiner Freundin dürfen zur Hochzeit kommen. Nach der Zeremonie muss er aber sofort wieder zurück in seine Zelle.

Erst im Jahre 2009 wurde Rösner wegen Besitzes von Heroin im Gefängnis zu weiteren 6 Monaten Haft verurteilt.

 

Das hätte besser gleich die Erste sein sollen!

 

Absolut erschütternde Szenen, ausgelöst durch polizeiliches Totalversagen und der zuständigen Behörden, haben wir in dem folgenden Video für Sie zusammengestellt:

 

 

Mal abgesehen davon, dass die Polizei Fehler über Fehler, also praktisch alles falsch gemacht hat, kommen wir zu folgendem Ergebnis:

Zwei tote junge Menschen, die das Leben noch vor sich hatten, und eine Schwerverletzte, sowie ein toter Polizist, der bei der Verfolgung tödlich verunfallte.

Und warum das alles?

Wegen geraubtem, vollkommen unwichtigem Geld, also bedrucktem Papier und wegen behördlicher Dummheit.

Was hätte man besser machen können?

Die Gesundheit und das Leben der unschuldigen Geiseln schützen. Soll heißen: Alles tun, was die Verbrecher verlangen und keine Blödsinnigkeiten wie Festnahmen versuchen, so lange sich die Geiseln noch in der Gewalt der Straftäter befanden.

Festnehmen hätte man das Gesindel auch später noch können, nachdem es die Geiseln in die Freiheit entlassen hätte. Doch leider waren die polizeilichen „Experten“ gedanklich nicht so „hochentwickelt“, um auf solch´ „einsteingleiche“ Ideen zu kommen.

News Top-Aktuell spricht den Hinterbliebenen der Opfer, auch nach mehr als zwei Jahrzehnten, tiefstes Mitgefühl für deren schmerzliche Verluste aus.

 

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