Die ICE-Katastrophe von Eschede

3. Juni 2015

 

Eschede-Ursache [1]

 

Der wohl schwerste Unfall mit einem Hochgeschwindigkeitszug war das ICE-Unglück von Eschede.

Am 3. Juni 1998 entgleiste ein ICE der ersten Generation mit der Nummer 884 und dem Namen „Wilhelm Conrad Röntgen“ bei der Ortschaft Eschede.

 

Eschede-Luftbild-BM-Bayern-Eschede[1]

 

Mit 200 km/h brachte der Zug eine Autobrücke zum Einsturz, die einen Teil des ICE unter sich begrub.

Dabei kamen 101 Menschen ums Leben – 108 Personen wurden verletzt, 70 davon schwer. Das Zugunglück von Eschede war das bis dahin schwerste in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands.

 

Eschede-Helfer-2-BM-Bayern-Eschede[1]

 

Durch die Wucht des Aufpralls entgleisten drei Wagen des ICE und kamen etwa 350m hinter der Brücke leicht beschädigt zum stehen.

Der vierte Reisezugwagen rutschte quer zum Gleisbett, überschlug sich und blieb im angrenzenden Gebüsch stark demoliert liegen.

Waggon Nr. 5 wurde im hinteren Bereich von herabstürzenden Brückenteilen fast vollständig zerstört, rutschte jedoch noch etwa 100m weiter.

 

Eschede-Kraene-BM-Bayern-Eschede[1]

 

Waggon Nr. 6 wurde unter der zusammenbrechenden Straßenbrücke begraben und die Waggons Nr. 7 bis 14 sowie der hintere Triebkopf schoben sich „zollstockartig“ ineinander.

Das ICE-Unglück in Eschede erforderte umfangreiche technische Rettungsmaßnahmen zur Befreiung teils schwer eingeklemmter Reisender.

Einsatzkräfte und -mittel der Feuerwehr:

Dienststellen:

Freiwillige Feuerwehr aus 17 Gemeinden des Landkreises Celle und aus Nachbarlandkreisen
Berufsfeuerwehr Braunschweig, Hamburg, Hannover und Hildesheim
Truppenübungsplatzfeuerwehr Munster
Bahnfeuerwehr Hannover
Werkfeuerwehr Firma Rheinmetall
OBM-Lehrgang der Landesfeuerwehrschule Celle mit 31 Rettungsassistenten
Landesfeuerwehrschule (LFS) Celle
 
Besondere Einsatzmittel:

Feuerwehrkran 40 Tonnen
zahlreiche Rüstwagen RW 2
Tunnelrettungszug der DB-AG
Einsatzleitwagen ELW 2 (BF Hannover und LFS Celle)

Insgesamt wurden in der ersten Phase 726 Feuerwehrkräfte mit 108 Fahrzeugen eingesetzt.

 

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Noch heute tragen vor allem die Helfer schwere psychische Folgen mit sich, wie auch die Angehörigen, die einen lieben Menschen durch dieses unfassbare Unglück verloren haben.

 

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Warum zog niemand die Notbremse?

Spätestens nachdem der Radreifen durch den Boden in den Fahrgastbereich eingedrungen war, hätten Fahrgäste die Notbremse ziehen müssen.

Stattdessen geschah – typisch deutsch – nichts dergleichen. Getreu dem Motto: „könnte ja Ärger geben“ – oder: „wenn die anderen nichts machen, dann mache ich auch nichts“. Typisch deutsch eben.

Wäre beinahe ein entgegenkommender ICE in die Unfallstelle gefahren?

Um Haaresbreite wäre es tatsächlich zu einer noch schlimmeren Katastrophe gekommen.

 

Eschede-heute-BM-Bayern-Eschede[1]

 

Bei fahrplanmäßiger Fahrt wäre ein entgegenkommender ICE aller Voraussicht nach zusätzlich in die Unglücksstelle gerast.

Der aus Hamburg kommende ICE 787 sei an jenem 3. Juni zum Glück eine Minute vor Plan durch Eschede gefahren. Der ICE „Wilhelm Conrad Röntgen“ habe dagegen eine Minute Verspätung gehabt. Ansonsten hätten sich beide Züge in Höhe der Brücke getroffen.

 

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Die Hauptschuld traf die Bahn, denn diese hatte aus Kostengründen Radreifen montiert, die für Gewicht und Geschwindigkeit eines ICE nicht ausgelegt waren.

Ein Radreifen brach, wickelte sich vom eigentlichen Rad ab, durchschlug den Wagenboden und verursachte, über das Gleis schleifend, Schäden auf mehrere Kilometer Länge.

 

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Gespart wurde auch bei der Wartung. Längst marode Radreifen wurden aus Kostengründen nicht planmäßig und somit zu spät ausgetauscht.

Wie genau es zu der Katastrophe kam, zeigt das folgende Video:

 

 

News Top-Aktuell gedenkt mit folgendem Video der Opfer… deren Angehörigen… sowie der vielen Helferinnen und Helfer. Auch gedenken wir der Familie Dittmann, die ebenfalls eine schwere psychische Last zu tragen hat.

 

 

ICE-Schleife

 
                                                                                                                                 
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