Verbrauchertäuschung: Vorsicht bei -ose und -sirup

7. März 2014

 

Verbrauchertäuschung - Vorsicht bei -ose und -sirup

 

Wer heutzutage einen Supermarkt betritt, befindet sich sogleich in einer Gallerie des Etikettenschwindels und der Verbrauchertäuschungen.

„Extra billig“ – „Aktionspreis“ –  „light“ – „fettreduziert“ – „ohne Zucker“… vergessen Sie diesen ganzen Quatsch, denn nichts davon entspricht der Realität.

Die Trickkisten der Hersteller enthalten schier ein endloses Arsenal an Möglichkeiten der Verbrauchertäuschung.

Viele Lebensmittel sind in Wahrheit eher Süßigkeiten. Dazu gehören Limonaden, Säfte und sogar vermeintlich Gesundes wie Frühstücksflocken oder Müsliriegel.

Dagegen hilft leider nur das Kleingedruckte auf der Verpackung zu studieren – sollte man meinen – doch leider hilft auch das nicht, denn:

wer weiß schon worum es sich handelt, wenn von „Hefeextrakt“ die Rede ist? Wer weiß schon, was aus Hefeextrakt wird, wenn Hefeextrakt im Magen angekommen ist?

 

Verbrauchertäuschung im Supermarkt

 

Oft heißt es: „zuckerreduziert“, doch was kann man mit solchen Aussagen schon anfangen?! Richtig. Gar nichts.

Man denkt dann einfach, dass das Produkt weniger Zucker enthält, als normalerweise. Die Frage ist nur: wie viel weniger???

Wie am Anfang bereits erwähnt: Wer heutzutage einen Supermarkt betritt, befindet sich sogleich in einer Galerie des Etikettenschwindels und der Verbrauchertäuschungen.

Einiges davon haben wir einmal für Sie zusammengestellt:

-ose und -sirup: Was so endet, ist in der Regel Zucker. Einfache Faustregel: Je öfter diese Endungen auf der Verpackung stehen, desto mehr Zucker steckt drin.

Häufigste Vertreter: Glukose/ Dextrose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker), Laktose (Milchzucker), Maltose (Malzzucker), Saccharose (Haushaltszucker).

Sirup bezeichnet eine Zuckerlösung – also ein Gemisch aus Zucker und Wasser.

Maltodextrin: Dieses Gemisch aus verschiedenen Kohlenhydraten wird aus Stärke gewonnen. Es taucht häufig in sogenannten isotonischen Getränken auf.

Weil es sich um ein langkettiges Kohlenhydrat handelt, muss es in Lebensmitteln nicht als Zucker deklariert werden, ist aber nichts anderes.

Traubenzucker: Entgegen der verbreiteten Meinung handelt es sich bei Traubenzucker (Glukose) nicht um einen besonders gesunden Zucker.

Er hat im Vergleich zum Haushaltszucker eine geringere Süßkraft, der Energiegehalt ist aber derselbe.

Das führt oft dazu, dass mehr Traubenzucker zugesetzt wird, um die gewohnte Süße zu erreichen – dadurch erhöht sich der Kaloriengehalt.

Natürliche Fruchtsüße: Klingt nach Obst, hat damit aber nichts zu tun.

In Wirklichkeit handelt es sich um ein Gemisch aus Glukose und Fruktose, welche im Körper wie Haushaltszucker wirkt.

Zuckerfrei: Diese Angabe heißt nicht etwa, dass kein Zucker enthalten sein darf. Produkte mit dieser Kennzeichnung dürfen nämlich bis zu 0,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm oder 100 Milliliter enthalten.

Zuckerfrei bedeutet also nicht zuckerfrei. Um es mit Peter Lustig zu sagen:

 

Klingt komisch - ís´ aber so

 

Es ist in der Tat eine Frechheit: Zuckerfrei steht drauf und trotzdem ist Zucker drin. Wie kann das eigentlich sein? Warum sind solche Verbrauchertäuschungen nicht bei Strafe verboten?! Das fragen Sie am besten mal sogenannte „Gesundheits- und Verbraucherminister(innen)“.

Schicken Sie diesen Damen und Herren e-mails und Briefe. Fragen Sie mal nach, was sich dabei gedacht wird!

Fragen Sie auch gleich, was die entsprechenden Damen und Herren eigentlich hauptberuflich so machen, dass solche Verbrauchertäuschungen noch immer zum Alltag gehören!

Zurück zum Zucker:

Ist ein Lebensmittel als zuckerarm deklariert, dürfen maximal 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm drin stecken (bei flüssigen Lebensmitteln 2,5 Gramm pro 100 Milliliter).

Ohne Zuckerzusatz: Diese Angabe ist nur zulässig, wenn das Produkt keine zugesetzten Mono- oder Disaccharide (zum Beispiel Traubenzucker, Glukose, Fruktose, Maltose, Saccharose) oder eine andere Zutat mit süßender Wirkung (etwa natürliche Fruchtsüße, Fruchtsirup) enthält.

Es darf jedoch mit Süßstoffen oder Zuckeraustauschstoffen gesüßt werden.

Reduzierter Zuckergehalt: Diese Angabe besagt, dass mindestens 30 Prozent weniger Zucker als in einem Vergleichsprodukt enthalten ist.

Zudem muss aber der Brennwert gleich hoch oder niedriger sein. Häufig wird aber ein Teil des Zuckers einfach durch eine andere Zuckerart ersetzt und so ein geringerer Zuckergehalt vorgegaukelt.

Mais- Weizen- Kartoffelstärke (modifizierte) Stärke: Die Verbrauchertäuscherindustrie verwendet Stärke zur Herstellung verschiedener Zuckerarten und setzt diese z.B. als Verdickungsmittel in Fertiggerichten ein.

Im Körper wird Stärke – genau wie Hefeextrakt – zu Zucker abgebaut.

Süßmolke ist häufig als Getränkezusatz zu finden. Ihren Süßungseffekt verdankt sie dem darin enthaltenen Milchzucker (Laktose).

Wir könnten noch endlos so weiter machen.

Um es abzukürzen: Wer heute Lebensmittel einkauft, der wird garantiert beschwindelt, getäuscht, belogen und betrogen.

An dieser Stelle zitieren wir Peter Lustig gern ein weiteres Mal:

Klingt komisch - ís´ aber so

                                                                                                                                
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