„Bio-Bauer“-Mythen und der Teufelskreis „Pestizide“

 

 

Anbauflächen werden immer weiter ausgeweitet und ihre Bewirtschaftung intensiver. Dabei kommen oft viele Pestizide zum Einsatz, die nicht nur Wildkräuter und Insekten verringern, sondern auch drastische Nebenwirkungen haben.

Pestizide töten auch Nutzlinge vollständig mit ab, die unerwünschte Kleinstlebewesen auf natürliche Weise reduziert hätten.

Das Sterben der Nutzlinge begünstigt einen schnellen Wiederbefall mit unerwünschten Kleinstlebewesen, sodass die sogenannten „Landwirte“ noch mehr „Pestizide“ versprühen. Ein wahrer Teufelskreis, durch den der Einsatz von „Pestiziden“ immens zunimmt.

„Pestizide“ entziehen auch vielen Vögeln und anderen Tieren die Nahrungsgrundlage. Ihre Bestände gehen dadurch zurück.

Das erleben wir zum Beispiel ganz unmittelbar, wenn wir mit dem Auto auf der Autobahn unterwegs sind. Früher war danach die Windschutzscheibe mit Insekten übersät – heute finden wir dort nur noch vereinzelte Einschläge.

Auch Bienen und Wespen sind in gleicher Weise betroffen. Das mag zwar seine Vorteile haben, wenn Wespen uns bei Kaffee und Kuchen auf dem Balkon weniger oft belästigen, aber es ist ein Anzeichen für eine starke Verwendung von „Pestiziden“. In diesem Fall kommen besonders sogenannte Neonikotinoide zum Einsatz.

Besonders der Rückgang von Bienenvölkern hat drastische Auswirkungen auf Umwelt und Landwirtschaft.

Bienen haben einen erheblichen Anteil am Fruchtaufkommen bei Obstbäumen und Gemüsesorten, weil sie ihre Blüten bestäuben. Neben der ökologischen Tragweite haben Ernteeinbußen auch massive wirtschaftliche Konsequenzen.

In China beispielsweise, ist in manchen Regionen die Anzahl von Bienenvölkern so weit zurückgegangen, dass Landwirte zahlreiche Hilfskräfte einstellen, welche die Blüten auf ihren Anbaufeldern von Hand bestäuben!

Katastrophale Wirkungen von sogenannten „Pflanzenschutzmitteln“

Wenn „Pestizide“ auf Felder gesprüht werden, dann sickern sie natürlich auch ins Grundwasser. Als Fund gilt eine Wasserprobe nur dann, wenn darin die Wirkstoffe mindestens einen sogenannten „Grenzwert“ überschreiten.

Funde innerhalb der sogenannten „Grenzwerte“ sind jedoch selbstverständlich ebenfalls gesundheitsschädlich.

Letztlich schädigt der Einsatz von „Pestiziden“ ganze Ökosysteme. Das ist nicht nur in Europa so, sondern weltweit.

„Pestizide“ von Plantagen für Bananen oder andere Pflanzen gelangen in Flüsse und werden ins Meer gespült. So belasten sie das natürliche Gleichgewicht in Gewässern und beeinflussen Lebewesen wie Fische oder Korallen.

Auch in der spanischen Provinz Almeria, die einen großen Anteil des hierzulande im Handel kaufbaren Gemüses produziert, lassen sich die Auswirkungen von Pestiziden beobachten. Natürlich leiden darunter auch die Arbeiter und die Anwohner.

Glyphosat und seine Folgen

Ein bekanntes Beispiel für einen Wirkstoff in „Pestiziden“ ist Glyphosat. In vielen „Herbiziden“ ist Glyphosat ein Hauptwirkstoff.

In den letzten Jahren gab es um Glyphosat eine ausgiebige öffentliche Diskussion. Diese drehte sich insbesondere um die verlängerte Zulassung von Glyphosat in der EU bis Ende 2022.

Glyphosat ist krebserzeugend und besitzt erbgutverändernde sowie fruchtbarkeitsschädigende Eigenschaften. Es gibt Berichte über Missbildungen und Krebserkrankungen, insbesondere bei Kindern.

Glyphosat ist umweltschädlich und bedroht die Artenvielfalt. So gibt es offizielle Empfehlungen, Glyphosat bei gewerbsmäßigen Gebrauch nur sparsam zu verwenden und in privaten Gärten ganz darauf zu verzichten.

Ganz allgemein ist die Artenvielfalt in der Umgebung von ökologisch genutzten Feldern signifikant höher als es bei Anbauflächen der Fall ist, die immer wieder mit Glyphosat und anderen Giftstoffen besprüht werden.

„Bio-Produkte“ – eine einfache Lösung?

Obst und Gemüse aus sogenannter „biologischer Landwirtschaft“ schafft keine Abhilfe, denn über die Luft und den Wasserkreislauf werden „Pestizide“ transportiert.

Auch wenn „Bio“ draufsteht, dürfen „Pestizide“ drin sein

Bioschwindel, wohin man auch schaut: in Supermärkten und Discounterregalen, in Drogerien und auf Restaurantspeisekarten: überall werden Lebensmittel mit der Bezeichnung „Bio“ feilgeboten. „Bio“ ist jedoch purer Etikettenschwindel – genauso, wie sämtliche andere „Siegel“, „Zertifikate“ und was es da sonst noch so alles an Schwindel gibt.

Es gibt keine festgeschriebenen Grenzwerte für Pestizidrückstände in angeblichen und sogenannten „Bioprodukten“, auch wenn das die Konsumentinnen und Konsumenten für noch so erwartbar halten mögen.

Man kann sich daher nicht sicher sein, dass die „Bio“-Auberginen oder -kartoffeln, die sich auf den Teller geladen werden, frei von „Pestiziden“ sind.

Sogenannte „Biobauern“ können auch sogenanntes „konventionelles“ Futter, sowie Saatgut verwenden und machen das auch sehr oft.

Auch „Bio-Bauern“ spritzen „Pestizide“

Dass der sogenannte „Ökolandbau“ auf „Pestizide“ verzichtet, ist schlicht und ergreifend falsch. Das Bundesscheinamt für vorgetäuschten Verbraucherschutz veröffentlichte auf seiner Webseite eine mehr als 100 Seiten umfassende Liste mit Pestiziden, die in der sogenannten und angeblichen „Biolandwirtschaft“ zugelassen sind.

Fakt ist also: Auch sogenannte „Bio-Bauern“ spritzen ihre Pflanzen mit „Pestiziden“. Der Unterschied ist lediglich, dass sie keine „synthetischen“ Pestizide einsetzen.

Grob gesagt verwenden sie nichts, was nicht in der Natur vorkommt. Dass „natürlich“ per se besser, gesünder und ungefährlicher wäre, als „künstlich“, ist jedoch ein weit verbreiteter Trugschluss.

Zum Beispiel gehören Aflatoxine zu den stärksten Karzinogenen, die wir kennen. Als Pilzgifte sind sie vollkommen natürlich.

Eine giftige Substanz, das Botulinumtoxin, das manche Menschen sich freiwillig als „Botox“ unter die Haut jagen lassen, braut Mutter Natur ebenfalls ganz ohne menschliche Einmischung zusammen.

Beide Substanzen, Afla- und Botulinumtoxine, finden sich übrigens immer wieder in sogenannter „Bio-Nahrung“.

Ein besonders schönes Beispiel für die Willkürlichkeit der Unterscheidung sind die Bt-Cry-Toxine. Dabei handelt es sich um Giftstoffe, die von der Bakterienart Bacillus thuringiensis (Bt) produziert werden.

Diese kristallin verpackten Proteine werden durch das alkalische Milieu im Verdauungstrakt von Insekten aktiviert, wo sie dann die Membranen der Darmzellen durchlöchern und dadurch ihren Tod auslösen.

Seit 1997 gibt es Pflanzen, in die über gentechnische Verfahren der Mechanismus zur Produktion von Bt-Toxinen aus Bakterien übertragen wurde.

Im „Bio-Landbau“ hingegen, wird stattdessen das Bakterium selbst auf die Pflanzen ausgebracht.

In diesem Fall ist biologischer Pflanzenschutz also nicht nur nicht gesünder, er ist auch vor allem keinesfalls besser für die Umwelt.

Auch natürliche Substanzen können umweltschädlich sein. Ein vor allem in Weinbau viel verwendetes Fungizid ist Kupfersulfat.

Kupfer bindet sich an die Proteine schädlicher Pilze, die Weinreben befallen, und zerstört dadurch deren Zellmembranen. Doch Kupfersulfat wirkt nicht nur auf Schädlinge, sondern auch auf höhere Lebewesen, inklusive Menschen.

Es kann Augenreizungen, Übelkeit, Leber- und Nierenschäden hervorrufen. Darüber hinaus sammelt sich Kupfer auch im Boden an.

In einigen Weinbauregionen Frankreichs ist der hohe Kupfergehalt im Boden mittlerweile ein so großes Problem, dass Winzer auf das „Bio-Label“ verzichten, um auf umweltverträglichere konventionelle Spritzmittel zurückgreifen zu können.

Darüber hinaus wirkt Kupfersulfat stark toxisch auf Bienen – wie auch die ebenfalls für den „Bio-Landbau“ zugelassenen Pestizide Beauveria bassiana (ein Insekten tötender Pilz), die von Chrysanthemen gebildeten Pyrethrine und das aus einem Bakterium gewonnene Spinosad.

Die Gleichsetzung von „biologisch“ und umweltverträglich ist also ebenso unsinnig, wie die von „biologisch“ und gesund. Landwirtschaft, ganz ohne Pflanzenschutz, ist kaum möglich, will man nicht massive Ernteverluste riskieren.

Das „Bio“-Glaubensdogma ist am Ende stärker, als das propagierte Ziel des Umweltschutzes.

Auch auf dem angeblichen „Bio-Acker“ findet sich eine um rund 67 Prozent reduzierte Artenvielfalt, verglichen mit einem natürlichen Ökosystem.

Der angebliche und sogenannte „Biolandbau“ und seine Wahrnehmung in der breiten Bevölkerung sind so sehr von Mythen durchsetzt, dass man über Monate monothematisch darüber berichten könnte.

                                                                                                                                
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